Die Afrikanische Schweinepest ist in Litauen ausgebrochen. In zwei Regionen des Landes sind Tiere von der Seuche betroffen, für die es bisher keinen Impfstoff gibt. 

Der Deutsche Bauernverband nimmt die Meldungen ernst: "Massiv verstärkte Vorbeugungsmaßnahmen sind das Gebot der Stunde, mögliche Übertragungswege müssen unterbunden werden", sagte Generalsekretär Bernhard Krüsken. So dürften nur unbedingt notwendige Besucher wie Tierärzte in die Ställe. Auch bei Fahrten zwischen den Betrieben sollten sich die Bauern auf das Nötigste beschränken.

Sollte die Krankheit in Deutschland ausbrechen, müssten alle Tiere auf den betroffenen Höfen getötet werden. Doch auch indirekt kann das Virus Auswirkungen haben: "Wirtschaftlich sind die Folgen nicht nur für die betroffenen Betriebe, sondern für alle Schweinehalter verheerend", sagte Krüsken. Russland hatte zuvor aufgrund der Seuche ein Importverbot für Schweinefleisch aus der EU verhängt. Etwa ein Viertel der Schweinefleischexporte aus der EU gehen nach Russland – das sind im Jahr 750.000 Tonnen Fleisch.

Für den Menschen ist die Afrikanische Schweinepest ungefährlich. Von 1960 bis 1990 trat sie vor allem in Südeuropa auf. In Ländern südlich der Sahara ist das Virus endemisch, auch in Sardinien tritt es permanent auf. Als eine häufige Ansteckungsursache nennt das Friedrich-Loeffler-Institut für Tiergesundheit das illegale Verfüttern von Speiseabfällen.