Die US-Raumfahrbehörde Nasa hat eine Art fliegende Untertasse für mögliche Landungen auf dem Mars erprobt. Der Low-Density Supersonic Decelerator (LDSD) wurde über Hawaii auf 55 Kilometer Höhe getragen und abgeworfen. Die Zündung der Rakete und die Trennung vom Ballon seien erfolgreich gewesen, teilte die Nasa mit. Der riesige Fallschirm, der den Sturz ins Wasser verlangsamen sollte, verhedderte sich allerdings bei der Landung und entfaltete sich nicht vollständig. Nichtsdestotrotz sei der Test vom Samstag gut und erfolgreich verlaufen.

Der Schirm mit einem Durchmesser von 33 Metern könnte für eine spätere Landung von schwerem Material oder Menschen auf dem Mars genutzt werden. Ein spezieller Ballon hatte das runde Flugobjekt in Richtung der Erdatmosphäre befördert.

"Was wir gesehen haben, war wirklich ein guter Test",sagte der Nasa-Ingenieur Dan Coatta. Die fliegende Untertasse war zunächst 37 Kilometer von der hawaiianischen Insel Kauai über den Pazifik getragen worden. Auf der Höhe angekommen, trugen eingebaute Raketendüsen das LDSD auf eine Höhe von 55 Kilometern über der Erde. Dort herrschen ähnliche Bedingungen wie in der dünnen Marsatmosphäre. Drei Stunden später glitt das Gerät zurück zur Erde. Der Start war wegen schlechten Wetters mehrere Male verschoben worden.