Das Deutsche Rote Kreuz sucht für den Einsatz gegen die Ebola-Seuche in Westafrika weitere Freiwillige. Von 483 Bewerbern seien 196 grundsätzlich geeignet, darunter 82 Ärzte. "Das reicht aber bei weitem nicht aus, um die Kliniken über Monate hinweg zu betreiben", sagte DRK-Präsident Rudolf Seiters der Welt. Denn das Personal solle alle vier Wochen ausgetauscht werden.

Die Verhältnisse vor Ort seien katastrophal, sagte Seiters. Die Gesundheitsversorgung in Sierra Leone, Liberia und Guinea sei praktisch zusammengebrochen. Er rief zudem zu finanzieller Hilfe auf. "Wir sind dringend auf Spenden angewiesen. Je mehr Spenden wir erhalten, desto mehr können wir auch helfen", sagte Seiters.

Das DRK will in Sierra Leone ein Behandlungszentrum ausbauen. Außerdem will die Hilfsorganisation in Liberia ein Krankenhaus errichten, das mit Unterstützung der Bundeswehr betrieben werden soll. An Ebola sind vor allem in Westafrika mehr als 4.500 Menschen gestorben.