Das Minilabor Philae hat die Arbeit auf dem Kometen Tschuri eingestellt. "Signalverlust, keine weitere Kommunikation mehr", twitterte die Europäische Weltraumagentur Esa. Zwei Tage nachdem es auf dem Kometen gelandet ist, habe das Minilabor seine Instrumente abgeschaltet.

Die Batterie von Philae war darauf ausgelegt, das Minilabor rund 60 Stunden mit Strom zu versorgen. Anschließend sollten Solarbatterien einspringen. Philae landete aber entgegen den Planungen in einer Schrägstellung. Der Roboter bekommt deshalb nicht wie geplant sechs oder sieben Stunden Sonnenlicht am Tag ab, sondern nur eineinhalb.

Den Kontrolleuren des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) gelang es zuvor noch einmal, mit dem Lander zu kommunizieren. "Das sind die letzten Zuckungen von Philae", prognostizierte DLR-Projektleiter Stephan Ulamec.

Die Wissenschaftler hatten befürchtet, dass die Batterieladung von Philae nicht ausreichen würde, um die Ergebnisse eines Bohrversuchs zu übermitteln. Die Daten seien aber erfolgreich empfangen worden, bevor der Lander in den Schlafmodus ging.

Philae könne möglicherweise seine Solarbatterie aufladen, wenn der Komet Tschuri sich der Sonne nähert. "Das wird aber wahrscheinlich nicht in den nächsten zwei Monaten sein", sagte der technische Leiter des Projekts, Koen Geurts. Dann drohe der Hitzetod.

Die Wissenschaftler hoffen, dass sie aus den von Philae gesendeten Daten Hinweise darauf erhalten, wie das Sonnensystem vor 4,6 Milliarden Jahren entstanden ist. Erwartet werden auch Indizien darauf, wie Leben möglich wurde, etwa durch den Nachweis von organischen Molekülen.