Auf den Weltmeeren treiben laut einer neuen Schätzung mehr als fünf Billionen Plastikteile mit einem Gesamtgewicht von fast 270.000 Tonnen. Das sei so viel Abfall, wie nicht einmal in 38.500 Müllwagen passe, schreiben die Autoren einer Studie, die das Fachjournal Plos One veröffentlichte.

Für ihre Erhebung untersuchten die Wissenschaftler Daten, die bei insgesamt 24 Expeditionen zu den großen Meeresströmungen zwischen 2007 und 2013 gesammelt wurden, darunter vor der australischen Küste, im Mittelmeer und im Golf von Bengalen. So schätzten sie das Gesamtgewicht der Plastikabfälle. Mit Computermodellen wurde für nicht untersuchte Gebiete hochgerechnet, wie viel Müll auch dort schwimmt.

Führender Autor der Studie ist Markus Eriksen von der Umweltorganisation 5 Gyres Institute, die sich für die Reduzierung von Plastikmüll auf den Weltmeeren einsetzt.

Die Studie bezieht sich lediglich auf Plastikabfall an der Wasseroberfläche. Wie viel Material auf dem Meeresboden liegt, erforschten die Wissenschaftler nicht.

Den Wissenschaftlern zufolge lagern große Mengen Plastikabfall an den Küsten der Ozeane, durch die Strömungen werden kleine Partikel aber davongetragen. Somit sei das gesamte Ökosystem der Meere betroffen, Plastikpartikel gelangten letztlich in die Nahrungskette der Meerestiere.