Sie finden Sternschnuppen romantisch, wollen sich gar etwas wünschen? Nun, es handelt sich dabei im Wesentlichen um leuchtenden Dreck. Egal ob Geminiden, Ursiden oder wie in dieser Nacht auf Freitag Leoniden – alle Sternschnuppen sind Staub, der auf dem Weg zur Erde verglüht. Doch wo kommt dieser Staub her? In welcher Höhe verglüht er? Und wie häufig sind Sternschnuppen gut zu beobachten? Unsere Kartengeschichte liefert die Antworten.

So viel sei verraten: Die Leoniden gehören von Natur aus zu den schwächeren Schauern. Nach Einschätzung der Vereinigung der Sternfreunde erreichen sie in der Nacht von Donnerstag auf Freitag ihr Maximum – mit gerade mal bis zu 20 Sternschnuppen in der Stunde.

Sie sind deshalb nur schlecht mit bloßem Auge zu sehen. Hinzu kommt in diesem Jahr das Wetter. Es sei im großen und ganzen schlecht, wie der Meteorologe Robert Hausen vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach sagt. "Quer durch Deutschland gibt es viele Wolken, viele Niederschläge." Lediglich an der Nordseeküste sowie am Alpenrand und in Niederbayern könne es zeitweise Wolkenlücken geben.

Außerdem stört der Mond mit seinem hellen Licht. Ein wahres Leonidenspektakel wird erst wieder 2022 erwartet. Auf das nächste Highlight müssen Himmelsbeobachter jedoch nicht lange warten: Mitte Dezember regnet es Geminiden, gefolgt von den Quadrantiden im Januar.