Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat das Ende des weltweiten Gesundheitsnotstands wegen der Zika-Epidemie erklärt. Das teilte der Vorsitzende des WHO-Notfallkomitees, David Heymann, mit. Zika bleibe zwar "langfristig ein äußerst gewichtiges Problem", es gebe aber keinen Notstand von globalem Ausmaß mehr.

Die WHO hatte den Notstand im Februar ausgerufen, nachdem sich das Zika-Virus insbesondere in Lateinamerika ausgebreitet hatte. Überträger des Zika-Virus sind die Asiatische Tigermücke sowie die Ägyptische Tigermücke, die auch Dengue-Fieber übertragen kann. Sie wird auch Gelbfiebermücke genannt.

Das Zika-Virus führt bei etwa 20 Prozent der Infizierten zu grippeähnlichen Symptomen und ist somit harmlos. Schwangere können das Virus aber auf ihre ungeborenen Kinder übertragen. Forscher gehen davon aus, dass Zika bei Embryos Mikrozephalie auslösen kann. Babys kommen dann mit einem viel zu kleinen Kopf auf die Welt, sind deshalb oftmals geistig behindert und leiden unter neurologischen Störungen.