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Klimaforschung, Satelliten zur Erdbeobachtung oder die Entwicklung von Impfstoffen – Unis und Institute, die erforschen, was in den Augen von US-Präsident Donald Trump unwichtig oder unerwünscht ist, bekommen weniger Geld. Die von ihm geplanten Reiseeinschränkungen für Menschen aus muslimisch geprägten Ländern betreffen internationale Arbeitsgruppen, Forscher, die zu Kongressen reisen, Studenten und Dozenten.

Noch massiver sind die Repressionen freier Wissenschaft in der Türkei, wo nicht nur der Lehr- und Forschungsbetrieb leidet, sondern Forscherinnen und Forscher teils politisch verfolgt werden. Blickt man nach Ungarn, erkennt man auch innerhalb der EU staatliche Bestrebungen, die Selbstbestimmung der Universitäten einzuschränken.

Sind auch Sie direkt betroffen?

Die restriktive Tendenz gerade in den USA – der Weltmacht der Wissenschaft – trifft nicht wenige Akademiker direkt. Kaum ein international tätiger Forscher hat nicht, zumindest zeitweise, dort studiert oder gearbeitet, oder hat das vor. Die USA beherbergen die bedeutendsten Universitäten, richten die größten internationalen Kongresse aus, global bedeutende Forschungsprojekte ohne amerikanischen Partner sind die Ausnahme. Sind auch Sie als Studentin oder Doktorand, als Nachwuchsforscher oder Professorin, als wissenschaftliche Mitarbeiterin oder als Dozent davon betroffen, spüren Veränderung oder haben sogar schon Ihre persönlichen Karrierepläne geändert? Oder tangiert die politische Lage Sie kaum oder gar nicht?

Werden auch Sie am 22. April – parallel zum March for Science in den USA – in Deutschland aus persönlichen Gründen oder aus Solidarität auf die Straße gehen oder bewusst nicht? Unter anderem in Berlin, München, Dresden, Heidelberg und Leipzig wird es Demonstrationen geben. Die Initiative vernetzt sich derzeit auf der Facebookseite Science March Germany und über Twitter-Accounts, die jeweils den Städten zugeordnet sind.

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