Zweieinhalb Monate bücken, stechen, sortieren – Spargel ist die Diva unter den Gemüsesorten. Seit Anfang April beackern 60 Erntehelfer ein 35 Hektar großes Feld, das zum Spargelhof Syring in Beelitz, Brandenburg, gehört. Eine Fläche, fast zwei Mal so groß wie Hamburgs Binnenalster.  

Robert Syrkowski aus Polen dirigiert den Bück-Marathon der Saisonarbeiter: Landsleute, Rumänen und Bulgaren. Von Anfang April bis Mitte Juni durchstreift er als Vorarbeiter die kilometerlangen, folienbedeckten Bahnen. Seit 17 Jahren arbeitet er im Spargelanbau. In seiner Heimat, keine zwei Autostunden entfernt, habe das Gemüse keinen so hohen Stellenwert wie in Deutschland. 1,9 Milliarden Stangen haben die Deutschen allein in der Saison 2015/16 gegessen.

Wachsen und Ernten im Akkord

Um den Appetit auf Spargel zu decken, greifen viele Bauern in die Trickkiste: Mit Folien kontrollieren sie den Wärmehaushalt ihrer Äcker, mit Hilfsgeräten wie der Spargel-Spinne entlasten sie die Saisonarbeiter. So optimiert braucht eine Stange Spargel unter der Abdeckung nur 24 Stunden, um heranzuwachsen. Wird sie gestochen, folgt die nächste.

Drei Sorten Spargel haben sich auf dem deutschen Markt durchgesetzt: der weiße Klassiker, der frühreife, grüne Spargel und der sonnenverwöhnte violette Spargel. In Beelitz setzt man auf die weißen Stangen. Sie haben die Kleinstadt in Brandenburg berühmt gemacht.  

Dieses 360-Grad-Video zeigt den Alltag auf dem Spargelhof Syring. Begleiten Sie Vorarbeiter Robert Syrkowski, Geschäftsführer Thomas Syring und Verkäuferin Angelika Pecher in der Ernte-Hochsaison.