Astronomie - Sonnenfinsternis über den USA In einer Linie vom US-Bundesstaat Oregon im Westen bis nach South Carolina an der Ostküste war die totale Sonnenfinsternis zu sehen. © Foto: Adrees Latif / Reuters

Die Sonne über den USA ging aus, doch Nordkorea war ausnahmsweise mal nicht schuld. Auch wenn uns dieser Tweet das weismachen wollte, gepostet von dem nicht ganz so offiziellen Account der Democratic Peoples Republic of Korea:

Die große amerikanische Finsternis – Astronomen haben sie tatsächlich so getauft – machten Erde, Mond und Sonne ganz allein unter sich aus. Innerhalb von 100 Minuten war am Montag eine komplett verdunkelte Sonne über 14 US-Bundesstaaten zu sehen. Um 10.16 Uhr Ortszeit (19.16 Uhr deutscher Zeit) begann in Lincoln Beach, Oregon, die totale Sonnenfinsternis. Sie zog sich einmal quer über Nordamerika, von Nordwesten bis in den Südosten der Vereinigten Staaten nach South Carolina. 

Von Europa aus war so gut wie nichts davon zu sehen. Trotzdem: Eine totale Sonnenfinsternis ist ein Weltereignis. Warum kommt es überhaupt dazu? Wie häufig ist das – und was hat das mit Albert Einstein und seiner Allgemeinen Relativitätstheorie zu tun? Das erfahren Sie in unserer Kartengeschichte:

© Reuters/Haakon Mosvold Larsen/NTB
Montag ging die Sonne aus

Montag ging die Sonne aus

Leider nur über den USA. Aber egal. So was hat schon die Welt verändert. Fragen Sie mal Einstein. Die totale Sonnenfinsternis – kurz erklärt

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So beginnt es

So beginnt es

21.08.2017 – 🕙 10.16 Uhr, Ortszeit – 📍Lincoln Beach, Oregon, USA:

Der Tag wird fast zur Nacht, Vögel verstummen, Tiere verstecken sich.

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21.08.2017, USA

21.08.2017, USA

☀️↔️🌑➡️❄️

Draußen wird es kaum, aber spürbar kühler, der Wind frischt etwas auf.

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© Aziz Acharki/unsplash.com
Zwei Minuten Dunkelheit

Zwei Minuten Dunkelheit

Am helllichten Tag! Die Sonne ist schwarz, neben ihr könnten sich gar Sterne blicken lassen.

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Experten schätzten, dass die Finsternis von mehr Menschen live und an Bildschirmen verfolgt wurde als jedes andere Ereignis in der Geschichte. Allein zwölf Millionen Amerikaner leben in dem rund 100 Kilometer breiten Streifen, in dem die Sonne komplett vom Mond verdeckt gewesen war. Diesen Kernschatten hätten weitere 200 Millionen US-Bürger innerhalb einer Tagesreise erreichen können. Und schließlich waren noch einmal etwa sieben Millionen Sofi-Touristen erwartet worden. Deshalb fürchteten die Behörden auch einen historischen Verkehrskollaps mit Staus und langen Wartezeiten auf den Highways.

Überall im Kernschatten-Land gab es Festivals und Veranstaltungen. Fast ganz Nordamerika war aus dem Häuschen.

Über Europa und Deutschland war praktisch nichts zu sehen. Im äußersten Nordwesten der Bundesrepublik dürfte die Sonne höchstens ganz leicht angefressen ausgesehen haben. Nur minimal besser dürfte es in Portugal und am Rande Großbritanniens gewesen sein.

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