60 Jahre Volksrepublik China"Wir glaubten an eine bessere Gesellschaft, wir glaubten an Mao"

Als Mao die Volksrepublik ausrief, hofften die Chinesen auf einen Neuanfang. Der Aufschwung kam erst nach dessen Tod. Die totalitäre Ordnung blieb. Von Peer Junker, Peking

Ein Feuerwerk erleuchtet den Himmel über der Verbotenen Stadt am Platz des Himmlischen Friedens

Ein Feuerwerk erleuchtet den Himmel über der Verbotenen Stadt am Platz des Himmlischen Friedens

Der Platz des Himmlischen Friedens ist von Fahnen rot gefärbt. Die Menschenmassen drängen auf den Platz. Jubel hallt durch Peking. "China ist wieder auferstanden." Mit diesen Worten ruft Mao Tse-tung am 1. Oktober 1949 die Volksrepublik China aus.

Der Vorsitzende der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) ist der Held der Massen. Mao, der den Bürgerkrieg gewonnen und die Revolution zum Erfolg geführt hat. Damals verkörperte er die Hoffnung der Chinesen auf einen Neuanfang.

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Wir haben eine Revolution herbeigesehnt

Zhang Sizhi, Anwalt

Auch 2009, wenn China den 60. Jahrestag der Volksrepublik feiert, ist Mao allgegenwärtig. Wenn die Panzer bei der Geburtstagsparade durch die Hauptstadt rollen, die Soldaten marschieren, wird die Welt auf Mao schauen. Sein überdimensionales Bild hängt noch immer am Tor des Himmlischen Friedens.

Obwohl Millionen Menschen unter seinem Regime verhungerten, gefoltert oder umgebracht wurden: Von vielen Chinesen wird der Diktator noch heute als genialer Feldherr und Staatsgründer verehrt.

Zhang Sizhi
Zhang Sizhi

Seit den achtziger Jahren verteidigt Rechtsanwalt Zhang Sizhi, der 1927 in Henan geboren wurde, Aktivisten für Freiheit und Demokratie in China. Bis dahin war es ein weiter Weg: Nach nur einem Jahr Anwaltstätigkeit wurde er zu 15 Jahren Zwangsarbeit verurteilt und kehrte erst 1979 in den Anwaltsberuf zurück.

Während der Geburtsstunde der Volksrepublik ist auch Zhang Sizhi unter den jubelnden Menschen. "Wir waren so unzufrieden und empört, ja wütend über die Verhältnisse im alten China, dass wir die Revolution herbeigesehnt haben. Wir glaubten damals an eine bessere Gesellschaft unter der Führung der Kommunistischen Partei, wir glaubten an Mao", erinnert sich der heute 82-Jährige, der als erster Rechtsanwalt im neuen China zugelassen wurde. Zhang, Revolutionsveteran und Mitglied der KPCh. Und zunächst scheinen sich die Hoffnungen zu erfüllen. Es herrscht Aufbruchstimmung. Die KPCh enteignet Großgrundbesitzer, verteilt das Land und ordnet ab 1954 eine schrittweise Zerschlagung der haushaltsbezogenen Wirtschaft an.

Vorbild ist die Sowjetunion. Größere Wirtschaftseinheiten entstehen, die kollektiv bewirtschaftet werden. Auch in den Städten setzt die KPCh die fast vollständige Verstaatlichung der Industrie durch. Die Industrieproduktion wächst rasant.

Doch Maos Größenwahn lenkt das Land schon bald in eine Katastrophe. Mit dem "Großen Sprung nach vorn” will er 1958 ein schnelleres Wirtschaftswachstum erzwingen, um der Sowjetunion den Führungsanspruch im sozialistischen Lager streitig zu machen.

Leserkommentare
  1. Bildunterschrift: "Nach nur einem Jahr Anwaltstätigkeit wurde er während der Kulturrevolution 1957 zu ..."

    So, so. Kulturrevolution 1957. Aua.

  2. "Wir glaubten an eine bessere Gesellschaft, wir glaubten an Mao". Und genauso kam es. China wurde eine bessere Gesellschaft nach 1949. Wer daran Zweifel hat, sollte sich mit der alten chinesischen Gesellschaft befassen, wo es Hungersnöte gab, Sklaverei und Familien Kinder verkaufen mussten, um zu überleben. Davon wollem diejenigen, die an einer anti-chinesischen Campagne beteiligt, jedoch nichts wissen.

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    durch die richtige Brille betrachtet kann man noch den größten Massakern und Verbrechen der Menschheit positive Effekte abgewinnen.
    Aber vergessen Sie nicht, das kann man fast mit allem und der Zweck heiligt nicht die Mittel.

    eines Monsters wie Mao ist unerträglich. Mao kann zu Recht in einem Atemzug mit Hitler genannt werden. Eine bessere Gesellschaft?
    Der pädophile und der Körperpflege ablehnende Mao hat "dank" seiner neu geformten Gesellschaft 40 Millionen Tote hinterlassen und machte auch keinen Hehl daraus, wenn nötig einen Großteil der Menschheit
    mit Atomwaffen zu vernichten um seine Politik durchzusetzen.

    durch die richtige Brille betrachtet kann man noch den größten Massakern und Verbrechen der Menschheit positive Effekte abgewinnen.
    Aber vergessen Sie nicht, das kann man fast mit allem und der Zweck heiligt nicht die Mittel.

    eines Monsters wie Mao ist unerträglich. Mao kann zu Recht in einem Atemzug mit Hitler genannt werden. Eine bessere Gesellschaft?
    Der pädophile und der Körperpflege ablehnende Mao hat "dank" seiner neu geformten Gesellschaft 40 Millionen Tote hinterlassen und machte auch keinen Hehl daraus, wenn nötig einen Großteil der Menschheit
    mit Atomwaffen zu vernichten um seine Politik durchzusetzen.

  3. durch die richtige Brille betrachtet kann man noch den größten Massakern und Verbrechen der Menschheit positive Effekte abgewinnen.
    Aber vergessen Sie nicht, das kann man fast mit allem und der Zweck heiligt nicht die Mittel.

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    • reven
    • 01.10.2009 um 1:10 Uhr

    @Manfred Liebig

    Es gab Hungersnöte in China während der Republikzeit 1911-1949.Daran gibt es keinen Zweifel.Jedoch waren die Hungersnöte während der Republikzeit räumlich in einer Region begrenzt und haben auch nie den schrecklichen Ausmaß der großen Hungersnot der Jahre 1958 and 1961
    erreicht.Die Hungersnot der Jahre 1958-1961 fand in der Friedenszeit statt und resultierte aus den Folgen der Politik der KPCh (Großer Sprung nach vorn, Zwangskollektivierung, etc), während die Republik China 1911-1949 fast ununterbrochen von Kriegen (Kriege der Warlords, Einiggungskriege der KMT, Kriege gegen Japan, Krieg zwischen der KMT und KPCh, etc.) heimgesucht worden war.

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    • reven
    • 01.10.2009 um 1:10 Uhr

    Desweiteren war die Republik China (1911-1949) während der meisten Zeit ihrer Existenz auf dem chinesischen Festland keine einheitliche Nation.Nach der Abdankung des letzten Mandschu Kaisers 1912 herrschte der ehemalige kaiserliche Feldherr Yuan Shikai über China, der sich 1915 in seinem Größenwahn zum Kaiser erklärte und den Bürgerkrieg heraufschwor.Nach seinem Tod 1916 kampften die Warlords untereinander um die Vorherrschaft, bis die Nationalregierung der KMT 1928 durch den Nordfeldzug China zumindest "offiziell" einigen konnte.Dann kamen 10 Jahre des wirtschaflichen Aufschwungs (1), bis die Japaner in China einfielen und einen Vernichtungskrieg begannen.
    Erst 1945 war der Krieg mit Japan beendet, doch die Wirtschaft in China war ruiniert, die Hyperinflation kam in den folgenden jahren, und 1946 brach der Bürgerkrieg zwischen der kommunistischen partei und der Regierung der Republik aus.
    Und den Ausgang dieses Bürgerkrieges kennen Sie.

    Was dann passiert, wurde im obigen Artikel beschrieben.

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    (1)
    Die Goldenen Jahre der Republik China
    http://zh.wikipedia.org/wiki/國民政府黃金十年

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    民国政府在1928到1936的所谓的黄金十年里面,都做了些什么?蒋宋孔陈四大家族把持国家命脉,民不聊生,通货膨胀那时早就开始了。所谓的繁荣也不过是极少一部分和蒋关系密切的大资本家的短暂暴富,要是到那也是以广大群众接着被剥削被压迫为代价的。没有共产党,就没有新中国!太阳最红毛主席最亲!身为国人,持不同政见,我们可以接受;可是如果只是因为自己是持不同政见的少数派,而不惜一切代价要打倒代替广大人民群众根本利益的共产党,甚至不惜牺牲国家利益承认疆藏台独立,那么我只能用孔子的一句话来奉告你:是可忍,孰不可忍!
    Was hat die Republikanische Regierung in 1928-1936 in der sogenannten goldenen Jahren getan? der vier großen Familien(Sung,Chiang,Chen und Kong)dominiert alle nationale Lebensader Chinas. Von diesen Zeiten, begann die Inflation sehr ernst schön. Ohne die Kommunistische Partei gäbe es kein neues China! Red Sun Vorsitzenden Mao, die den Profi! Als Menschen mit unterschiedlichen politischen Ansichten, können wir akzeptieren, aber wenn auch nur, weil er ein Außenseiter ist, aber auf jeden Fall statt der Massen zu stürzen, die grundlegenden Interessen der Kommunistischen Partei, und sogar auf Kosten der nationalen Interessen und erkennen die Unabhängigkeit des Tibet,Xinjiang,Taiwan , dann kann ich nur den Worten von Konfuzius zu Ihnen mitteilen: Dies kann toleriert werden, was nicht!

    民国政府在1928到1936的所谓的黄金十年里面,都做了些什么?蒋宋孔陈四大家族把持国家命脉,民不聊生,通货膨胀那时早就开始了。所谓的繁荣也不过是极少一部分和蒋关系密切的大资本家的短暂暴富,要是到那也是以广大群众接着被剥削被压迫为代价的。没有共产党,就没有新中国!太阳最红毛主席最亲!身为国人,持不同政见,我们可以接受;可是如果只是因为自己是持不同政见的少数派,而不惜一切代价要打倒代替广大人民群众根本利益的共产党,甚至不惜牺牲国家利益承认疆藏台独立,那么我只能用孔子的一句话来奉告你:是可忍,孰不可忍!
    Was hat die Republikanische Regierung in 1928-1936 in der sogenannten goldenen Jahren getan? der vier großen Familien(Sung,Chiang,Chen und Kong)dominiert alle nationale Lebensader Chinas. Von diesen Zeiten, begann die Inflation sehr ernst schön. Ohne die Kommunistische Partei gäbe es kein neues China! Red Sun Vorsitzenden Mao, die den Profi! Als Menschen mit unterschiedlichen politischen Ansichten, können wir akzeptieren, aber wenn auch nur, weil er ein Außenseiter ist, aber auf jeden Fall statt der Massen zu stürzen, die grundlegenden Interessen der Kommunistischen Partei, und sogar auf Kosten der nationalen Interessen und erkennen die Unabhängigkeit des Tibet,Xinjiang,Taiwan , dann kann ich nur den Worten von Konfuzius zu Ihnen mitteilen: Dies kann toleriert werden, was nicht!

    • reven
    • 01.10.2009 um 1:58 Uhr

    Die Ironie der Geschichte ist:
    Damals im Bürgerkrieg konnten die chinesischen Kommunisten deswegen die Masse der Bauern mobilisieren, weil sie den ärmeren Bauern und Naturalpächtern Land versprochen hatten.
    Für die chinesischen Bauern bedeutete Land alles.
    Nach ihrem militärischen Sieg haben die Kommunisten Grundbesitzer gewaltsam enteignen lassen.Dabei kamen schätzungsweise zwei Millionen Grundbesitzer um.(1)

    Doch dann im 1953 begann die KPCh mit der Kollektivierung des Landbesitzes.Bis heute haben die chinesischen Bauern kein Besitzrecht über ihr Land.Und in der VR China werden nach der Einführung des Hukou-Systems 1958 die Bauern (und alle Landbewohner)systematisch diskriminiert(kein Niederlassungsrecht in der Stadt, kein Recht auf das Sozialsystem in der Stadt,keine Rente, etc)

    Hingegen wurde die Landreform ab 1951 schrittweise in Taiwan von der KMT, dem Verlierer des chinesischen Bürgerkrieges, erfolgreich eingeführt und durchgesetzt.

    (1)
    Voanews Chinese
    http://www.voanews.com/ch...

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  4. Ihre Sicht erscheint zu sehr KPC freundlich da sie die etwa 80 Millionen Tote vergessen die unter der Mao Zeit auftraten. Der Artikel vergisst auch die Verfolgung von Religionen wie Falung Gong (Buddhismus, Daoismus) wie auch die inzwischen erwiesene Tatsache der illegalen Organentnehme Lebender. All diese Verbrechen werden in China weiterhin unter dem Mantel des wirtschaftlichen Erfolgs und der billigen Arbeitskraefte unter dem roten Teppich gekehrt. Die meisten Laender Deutschland eingeschlossen verschliessen weiterhin die Augen bei den schlimmsten Menschenrechtsverletzungen die je von einem Volk begangen wurden. Da hilft es auch nicht die alte chinesische Kultur hochzuloben wenn China als solches erst seit 1911 besteht. Vorher gab es Dynastien aber eben nicht China. Ich denke Herr Liebig sie arbeiten in China und beugen sich dem kommunistischen System, dies machen viele was jedoch nicht heisst das dies richtig ist. Die Anpassung an ein System sichert in Diktaturen den meisten das Ueberleben, trotzdem bleibt China eine Diktatur wo nicht das Volk das sagen hat sondern die Kader der kommunistischen Partei. Waren sie auch schon einmal in den vielen Tempeln in China wo Mao als Gott angebetet wird? Bei dem Gott braucht man dann auch keinen Teufel mehr.

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    Ich danke allen, die zu dieser Debatte beigetragen haben, besonders denen, die in großer Ausführlichkeit die verheerenden Zuständen in der Geschichte Chinas geschildert haben, die aber jetzt der Vergangenheit angehören.

    Wir sehen und erleben ein neues China, dass sich die Achtung, die es in der ganzen Welt genießt, redlich verdient hat.

    An dijiaopung. Sie schreiben:

    Die meisten Laender Deutschland eingeschlossen verschliessen weiterhin die Augen bei den schlimmsten Menschenrechtsverletzungen die je von einem Volk begangen wurden.

    Die schlimmsten Menschenrechtsverletzungen wurden nicht von China begangen, sondern von Deutschland. Ist Ihnen das Wort Holocaust bekannt?

    Ich danke allen, die zu dieser Debatte beigetragen haben, besonders denen, die in großer Ausführlichkeit die verheerenden Zuständen in der Geschichte Chinas geschildert haben, die aber jetzt der Vergangenheit angehören.

    Wir sehen und erleben ein neues China, dass sich die Achtung, die es in der ganzen Welt genießt, redlich verdient hat.

    An dijiaopung. Sie schreiben:

    Die meisten Laender Deutschland eingeschlossen verschliessen weiterhin die Augen bei den schlimmsten Menschenrechtsverletzungen die je von einem Volk begangen wurden.

    Die schlimmsten Menschenrechtsverletzungen wurden nicht von China begangen, sondern von Deutschland. Ist Ihnen das Wort Holocaust bekannt?

  5. 1,4 Milliarden Chinesen (in China und der ganzen Welt) feiern heute den Aufstieg der Volksrepublik und den 60. Geburtstag ihrer Nation.

    Deutschland hatte auch Geburtstag, wir feierten am 23. Mai.

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