Vordenker und Visionäre

50 deutsche Vorbilder

Menschen, von denen wir lernen können, die wir wiederhaben wollen. Moritz Müller-Wirth über das ZEIT-Sonderheft zu 50 Deutschen von gestern für die Welt von morgen.

 
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Leser-Kommentare

  1. mit einem etwas, fern des mainstream gelebten Handlungsablaufes. So würde sich vielleicht bei vielen Personen das Weltbild in die heutige Zeit übertragen. Die Welt wird geprägt durch das mainstream und viele Entscheider wollen heute vor allem eines nicht falsch machen: Anecken und Fehler. Die größten Chancen liegen aber auch dort, wo leider auch Risiken vorhanden sind. Eine andere Facette ist, dass man sich voll für eine Sache einsetzen muss (auch das hat manchmal einen privaten hohen Preis).

    Manchmal prägten "damalige Sonderlinge" so heute ganze Konzerne. Diese hätten heute nicht existiert, wären nicht die damaligen Firmengründer der ersten Generationen gewesen. Heute werden diese Unternehmen von Managern verwaltet. Es fehlt aber sich ein Nachwachsen von neuen Unternehmerpersönlichkeiten, die neue Keimzellen leben. Das Neue wächst nicht schnell genug nach, wie das Alte schwindet. Also muss man sich mehr Gedanken, um die Attraktivität von Neugründungen machen: mehr Risikokapital, mehr Ausgründungen, mehr Neues ausprobieren, mehr Fehler zulassen und auch das Scheitern als einen positiven Versuch verstehen - das nächste Mal klappt es mit mehr Erfahrung besser.

  2. Meine Meinung zu der ZEIT-Idee "50 deutsche Vorbilder":
    Guter Einfall, brauchbares Richtmaß für die TOP-Auswahl, freundliches und klares Statement, bitte weiter so.

    Grüße
    Amanda Donata

  3. Es freut mich zu lesen, dass Friedrich Fröbel dazu gehört. Recht so. Seine Pädagogik ist kindorientiert und konsequent auf den pädagogischen Dialog ausgerichtet. Das mag dem einen anstrengend erscheinen, der das Kind in die selbstbestimmte Freiheit entlassen will. Ein Ansinnen, das m.E. nur den mangelnden Willen kaschiert, sich mit den kleinen Erdenbürgern aktiv auseinanderzusetzen. Das Kind erfährt bei Fröbel die Wertschätzung und Aufmerksamkeit, die es für sein selbstbestimmtes, freies Handeln benötigt.

  4. Eine bewegende und ermutigende Erinnerung an grosse Menschen aus unserem Land, einige offensichtlich, manche ueberraschend, alle beeindruckend. In Zeiten wo kaum jemand fragt, wonach wir streben sollen oder zu wem wir aufblicken koennen ein wahres Juwel und ein Beitrag, der daran erinnert warum die Zeit ein besonders Blatt in und fuer Deutschland ist. Vielen Dank aus Australien.

    • 15.11.2009 um 13:56 Uhr
    • alrein

    Wir sind verzweifelt an der Zuordnung der Bilder auf dem Titelbild der Zeit zu den Artikeln der Beilage. Wer steht links von Kulenkampff?
    Wer kann helfen?

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
      feuerfisch

    Es handelt sich um den Komponisten Hanns Eisler.

  5. Tolle Idee und Umsetzung, vielen Dank. Ich persönlich hätte gerne noch Heinrich Heine in der Reihe gesehen, für sein poetisches Genie und sein Anschreiben gegen die Zensur.

  6. 7.

    Es handelt sich um den Komponisten Hanns Eisler.

  7. Ein Thema, das wie zufällig von Aktuellem beleuchtet wird. Für mich macht das Vorbild, die "große", weiter in die Zeit reichende Wirkung nicht der kurzfristige Erfolg aus, der so sehr heute gewünscht ist und uns einem kaum noch steigerbaren Druck aussetzt. Vorbild ist für mich derjenige, der mit seiner Umwelt, aber auch mit sich ringt. Der oft innerlich gebrochen ist, Fraktur, unvollständig, ja für den Betrachter ein Bild von scheinbar nicht zusammenpassender Widersprüchlichkeit. Ein Bild, an welchem sich der Betrachter reiben muß, weil er es in seiner Komplexität nicht versteht, überrascht ist, von Facetten, die plötzlich auftauchen, welche er der Person nie zugetraut hätte. Ein Selbstbildnis, das die Person zwingt, beständig mit sich selbst zu kämpfen, zu ringen, um all das, was die eigene Persönlich ausmacht, überhaupt unter einen Hut zu bekommen.
    Lasalle möchte ich als Beispiel nennen: Er steht wohl ohne Zweifel in einer Reihe von Menschen, denen nicht allein die SPD als vielmehr auch das Land vieles zu verdanken hat. Doch wäre er heute möglich, als Mitglied einer Burschenschaft, der sich heimlich mit Bismarck trifft, ein Duell ablehnt, am Ende aber doch - wegen einer Frau - im Zweikampf fällt? Skandal! Vorbildtauglich? Es genügt heute weit weniger an Gebrochenheit, einen Lebensweg scheitern zu lassen. Aber auch Scheitern gehört zum Vorbild. Ist es nicht diese stille, heimliche Sehnsucht nach solchen Menschen, welche auf den Tod Enkes solches an Reaktion hervorrief?

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  • Datum 12.11.2009 - 13:17 Uhr
  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Kommentare 11
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