100 Jahre Fortschritt Ein Telefon für die Westentasche
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Wie wird die Telekommunikation in 100 Jahren aussehen?

Dank UMTS, iPhone und Application ist ein Handy ja längst alles Mögliche: Jukebox und Mailbox, Fotoapparat und Videokamera, Stadtführer und Supermarkt. Was also wird das Handy in 100 Jahren können? "Man kann vielleicht höchstens zehn Jahre vorausschauen", bremst Informatiker Mattern die Erwartungen. Langfristiger ließe sich die technische Entwicklung nicht vorhersagen.

Zukunftsvisionen
Wie stellten sich Forscher und Visionäre vor 100 Jahren die Welt von
heute vor?

Wie stellten sich Forscher und Visionäre vor 100 Jahren die Welt von heute vor?

Videos ließen sich in Zukunft wohl per Laser vom Handy an eine Wand projizieren. Ob es aber auch Videokonferenzen per Handy geben wird, wie das Informationszentrum Mobilfunk meint? Sloss schrieb bereits 1910, dass es keine zehn Jahre dauern würde, bis man sich problemlos beim Telefonieren auch sehen könne. Doch selbst heute funktioniert die Videotelefonie via Handy noch nicht einwandfrei. "Ich habe diese Funktion fünfmal in insgesamt fünf Jahren genutzt", erzählt Jörg Eberspächer, Telekommunikationswissenschaftler an der TU München. Zwei Probleme gebe es immer wieder: Entweder der Angerufene hat die nötige zweite Kamera nicht in seinem Handy, oder sie sei nicht kompatibel mit dem Gerät des Anrufers.

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Vielleicht sollte man sich einfach mal wieder auf den "Stimm-Zeiger" besinnen, den Sloss 1910 beschrieb. Man müsse ihn nur auf die Nummer der gewünschten Person einstellen – und schon klingele es am anderen Ende.
 

 
Leser-Kommentare
  1. Meine Vorhersage für die Kommunikation in 100 Jahren wäre, dass wir dann wieder soweit sind wie zu Zeiten von Sloss ... ein paar findige, begabte unserer Urenkel werden versuchen, aus den Resten unserer untergegangenen technischen Zivilisation Sende- und Empfangsgeräte oder Stromgeneratoren zu basteln, um sich im dann wieder gewachsenen Urwald darüber zu unterhalten, wie weit das Meer inzwischen vorgedrungen ist und wo es jagbares Wild gibt (falls der Golfstrom nicht kollabiert ist, in unseren Breiten dann vermutlich Gazellen und Gnus).

  2. 2. ...

    Und die ständige Erreichbarkeit nervt...

    Ich verpasse eigetlich die meisten der wenigen Anrufe die ich bekomme...
    Weil ich sie nicht bemerke.

    Es gibt sicherlich Situationen da sind Mobiltelefone ein Segen - aber überwiegend sind sie eine Plage.

  3. Jetzt liegt wohl auf der Hand, was Einstein damit meinte:

    "Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt."

  4. Da stimmt doch was nicht so ganz. Die meisten Menschen haben kein eigenes Telefon und ein paar Milliarden haben nicht einmal Zugang zu einem.
    Nicht einmal in Deutschland hat jeder ein Telefon (oder Taschentelefon).

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    Sicher hat dort nicht jeder ein Handy (in China "nur" jeder dritte, in Indien etwas über 2%, wenn ich das richtig verstehe), aber Zugang haben dann doch relativ viele Leute - es ist gerade in solchen Ländern mit geringer Telefondichte ein Geschäftsmodell, ein solches zu haben, und dann für andere Leute Botschaften durch die Gegend zu funken.

    Ständig erreichbar sein ist natürlich auch ein Fluch. Ich schätze an der E-Mail gerade die Asynchronität.

    Dass soetwas außer Acht gelassen wird hat, denke ich, einen ganz einfachen Grund. Für die meisten Europäer ist Europa die Welt, vielleicht zählt man noch die USA dazu, Staaten anderer Kontinente werden aber in aller Regel außer Acht gelassen.

    Sicher hat dort nicht jeder ein Handy (in China "nur" jeder dritte, in Indien etwas über 2%, wenn ich das richtig verstehe), aber Zugang haben dann doch relativ viele Leute - es ist gerade in solchen Ländern mit geringer Telefondichte ein Geschäftsmodell, ein solches zu haben, und dann für andere Leute Botschaften durch die Gegend zu funken.

    Ständig erreichbar sein ist natürlich auch ein Fluch. Ich schätze an der E-Mail gerade die Asynchronität.

    Dass soetwas außer Acht gelassen wird hat, denke ich, einen ganz einfachen Grund. Für die meisten Europäer ist Europa die Welt, vielleicht zählt man noch die USA dazu, Staaten anderer Kontinente werden aber in aller Regel außer Acht gelassen.

  5. Sicher hat dort nicht jeder ein Handy (in China "nur" jeder dritte, in Indien etwas über 2%, wenn ich das richtig verstehe), aber Zugang haben dann doch relativ viele Leute - es ist gerade in solchen Ländern mit geringer Telefondichte ein Geschäftsmodell, ein solches zu haben, und dann für andere Leute Botschaften durch die Gegend zu funken.

    Ständig erreichbar sein ist natürlich auch ein Fluch. Ich schätze an der E-Mail gerade die Asynchronität.

    Antwort auf "Kleiner Fehler?"
  6. Dass soetwas außer Acht gelassen wird hat, denke ich, einen ganz einfachen Grund. Für die meisten Europäer ist Europa die Welt, vielleicht zählt man noch die USA dazu, Staaten anderer Kontinente werden aber in aller Regel außer Acht gelassen.

    Antwort auf "Kleiner Fehler?"
  7. Würde ich Hut tragen, dann hätte der ein Headset eingebaut.

    • necron
    • 07.04.2010 um 8:17 Uhr

    Wer sich gerne mittlerweile überholte Visionen durchliest, dem empfehle ich die Bücher von Hans Dominik.
    Dieser geniale Techniker war mit seinen Gedanken sehr weit voraus und musste darunter leiden, das seine Romane als Schund abgetan wurden.
    Heutzutage sind allerdings viele dieser Ideen verwirklicht und gehören zum Alltag.
    Besonders zu empfehlen ist der Wettflug der Nationen, Atomgewicht 500 und Land aus Feuer und Wasser.

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