Kolonialgeschichte Aus Deutsch-Südwestafrika wird Namibia
Für Namibia endete die Kolonialzeit erst vor 20 Jahren: Als letztes Land auf dem Kontinent wurde das ehemalige "Deutsch-Südwest", seit Ende des Ersten Weltkriegs unter südafrikanischer Herrschaft, ein selbstständiger Staat.
© Rodger Bosch/AFP/Getty Images

Namibier stehen Schlange bei den Parlamentswahlen im November 2009. Auch 20 Jahre nach dem sie die Unabhängigkeit erreicht hat, gewinnt die Swapo-Partei die Wahl
"Der Platz an der Sonne", das waren die "blühenden Landschaften" des 19. Jahrhunderts: Wie Kanzler Helmut Kohl 1990 das Gedeihen des deutschen Ostens beschwor, verhieß der Staatssekretär im Auswärtigen Amt und spätere Reichskanzler Bernhard von Bülow Deutschland 1897 ein helles, warmes Plätzchen. "Wir wollen niemanden in den Schatten stellen, aber wir verlangen auch unseren Platz an der Sonne", sagte er im Reichstag. Er meinte Kolonien. Eine davon war Deutsch-Südwestafrika, das heutige Namibia.
Seit 1842 hatten rheinische Missionare Stationen im Land auf der Westseite des Kaps der Guten Hoffnung errichtet, einem bis zur Ankunft der Europäer dünn von Nomaden besiedelten Landstrich, in dem sich gleichwohl einige der ältesten Zeugnisse menschlichen Lebens weltweit finden. Der Bremer Kaufmann Adolf Lüderitz schloss mit dem im Süden ansässigen Volk der Nama (den "Hottentotten") einen Vertrag, der weite Teile des Landes zu einem Spottpreis in seinen Besitz brachte. Er bat das Auswärtige Amt um Schutz. Am 7. August 1884 wehte die Reichsflagge über Deutsch-Südwestafrika. In der Angra-Pequeña-Bucht wuchs eine Stadt, die bis heute Lüderitz heißt.
1904 rebellierten die Herero, neben Damara, Ovambo und Nama eine der größten Ethnien Südwestafrikas: Generalleutnant Lothar von Trotha erteilte seinen berüchtigten Vernichtungsbefehl: "Innerhalb der Deutschen Grenze wird jeder Herero mit oder ohne Gewehr, mit oder ohne Vieh erschossen." Schätzungen zufolge starben bis zu 80.000 Herero, etwa 10.000 Nama und knapp 1400 deutsche Soldaten und Siedler. Die Niederschlagung des Herero-Aufstands gilt als erster Völkermord des 20. Jahrhunderts. Fortan blieb die Kolonie stabil und gedieh – aus deutscher Sicht – prächtig.
- DDR-Kinder von Namibia
Unter den Ehrengästen zum 15. Jahrestag der Unabhängigkeit Namibias war 2005 Margot Honecker, ehemalige DDR-Volksbildungsministerin und Witwe von Staats- und Parteichef Erich Honcker. Damit dankte Windhoek, Hauptstadt von Namibia, der nicht mehr existierenden DDR dafür, dass sie von 1979 an insgesamt 430 namibische Kinder aus Flüchtlingslagern in den Nachbarländern aufgenommen hatte. Zwischen 1960 und 1980 kamen zudem Hunderte Namibier in der DDR, um ein Studium, eine Berufsausbildung oder Lehrgänge zu absolvieren.
- Kassinga-Massaker
Am 4. Mai 1978 bombardierte die südafrikanische Luftwaffe das Flüchtlingslager Kassinga in Südangola sowie weitere Lager, die die Swapo errichtet hatte. Nach Darstellung Pretorias, Hauptstadt Südafrikas, handelte es sich um Swapo-Stützpunkte. Bilder von getöteten Zivilisten in Massengräbern schockierten die Welt. Das Massaker, dem allein in Kassinga mehrere Hundert Menschen zum Opfer fielen, ist für Namibia ein nationales Trauma.
Doch das Weltmachtstreben des Deutschen Reiches mündete bekanntlich im Ersten Weltkrieg. 1915 drangen Truppen der 1910 gegründeten Südafrikanischen Union in die Kolonie ein; noch im selben Jahr kapitulierte der deutsche Gouverneur. 1919 musste das Deutsche Reich im Versailler Vertrag auf alle Kolonien verzichten – Essig war’s mit dem Platz an der Sonne.
Der Völkerbund stellte Südwestafrika unter südafrikanische Verwaltung. Die Regierung verleibte sich das Gebiet ein, lockte südafrikanische Siedler mit Subventionen an. In den sechziger Jahren führte das Apartheid-Regime das Homeland-System ein: Jede Bevölkerungsgruppe bekam ein festes Territorium zugewiesen, etwa Herero-Land oder Nama-Land, das ihre Angehörigen nicht dauerhaft verlassen durften.
Dass die Vereinten Nationen, Nachfolgeorganisation des Völkerbundes, das Mandat widerriefen, ignorierten die Regierenden in der Hauptstadt Pretoria. Seit den fünfziger Jahren wuchs deshalb in Südwestafrika der Widerstand. Am 19. April 1960 gründete sich die South West Africa People’s Organisation (Swapo) unter Parteichef Sam Nujoma. Die marxistisch beeinflusste Befreiungsbewegung und ihr bewaffneter Arm, die Volksbefreiungsarmee PLAN, bekamen Geld und Waffen aus der Sowjetunion – und auch aus der DDR: Erneut kreuzten sich deutsche und namibische Geschichte.
- Datum 19.03.2010 - 15:10 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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nämlich, daß die SWAPO vor der zum 1.April 1989 beginnenden Unabhängigkeit eine Machtübernahme nach kommunistischem Muster versuchte - man griff von Angola aus an und wollte die Macht übernehmen um freie Wahlen unter UNO-Kontrolle zu verhindern?
Die SWAPO wird immer als eine Befreiungsorganisation dargestellt, was sie aber nicht sind. In Angola hat die SWAPO eine Menge eigener Leute umgebracht (alles "Abweichler" und "Verräter") und als man dann das Sagen hatte, waren die Hereros, die Damaras und Nanos bald zur Einsicht gelangt, daß die weiße Herrschaft besser als die der Ovambos war.
Man sollte auch mal berichten, wie viele Farmen sich Nujoma unter den Nagel gerissen hat, wieviele Frauen er hat und wie er seine Kinder versorgt (mit enteigeneten Farmen) und wieviele Merzedes zu seinem Fuhrpark gehörten.
Aber all das ist - für afrikanische Verhältnisse nichts Neues und nichts Besonderes. Solange es noch einen Mugabe in Zimbabwe gibt, der alles in den Schatten stellt, läuft alles weiter wie gehabt: Africa as usual.
>>Die Niederschlagung des Herero-Aufstands gilt als erster Völkermord des 20. Jahrhunderts. <<
... der zweite wäre der an den Juden (auch aus deutscher Hand) und der dritte der der Hutu an den Tutsi in
Ruanda 1994 -- laut offizieller Lesart gibt es keine weiteren Völkermorde im 20 Jahrhundert ...
Mir fallen ohne langes Nachdenken noch folgende ein:
- die belgischen 'Kongogräuel' von 1888-1908, mit 10 Millionen toten Kongolesen
- 50.000 kenianische Opfer, die Kolonialherr England von den Feldern weg in den 1. Weltkrieg warf
- der völkermordende Indochinakrieg (1946-54) als infernalisches Ende der 100jährigen französischen Kolonialherrschaft in Vietnam
- der 10 Jahre spätere, 10 Jahre währende amerikanische (Napalm-)Luftkrieg gegen das vietnamesische Volk (1965-1975)
- die grausame Unterdrückung der Unabhängigkeitsbestrebungen Algeriens von der französischen
Kolonialherrschaft (1,5 Mio tote Algerier)
- die französischen Atomtests in der algerischen Wüste, mit 30.000 algerischen Spätopfern
- die Agonie der Schwarzen unter rigoroser portugiesischer Herrschaft in Angola, Mozambique und
Guinea-Bissau ...
Ungeachtet der 50 Mio Kriegsopfer einschl. ziviler Opfer des 2. Weltkrieges, welche nicht als Kolateralschaden zu
betrachten sind (2 Millionen durch Flächenbombardierung).
Soviel zur Unschuld der Mächtigen im 20. Jahrhundert ...
Hitler war am schlimmsten, und unter seine Opfer sind neben 6 millionen Juden auch 14 milionen Russen,Polen,Serben,Griechen,Roma,Schwule,Sozialisten usw.
Aber wenn Sie uebrige Beispiele nennen wollen, sind Sie noch viele vergessen.
Genozide an den Armeniern durch die Tuerkische machthaber in 1915 und an Griechen in Anatolien.
Japanische Genozid an Milionen von Chinesen und Koreaner.
Massenmord durch den "Genossen":
- Lenin und Trotzki, an den sgn "Weissen" und geistliche.
- Stalin, an den Kulaken, Ukrainer, Krim-Tataren,
Wolga- Deutschne, Kalmucken, Esten, Letten, Litauer,
Russische Juden (!), Tschetschern und viele millionen
Russen (darunter gerade auch viele Kommunisten)
- Mao an den Tibeter, Uygurer und viele millionen
Chinesen (wird immer noch fortgeseetzt).
- Pol Pot, an sein eigenes Volk.
- Durch Vietnamesische Kommunisten an den
Kampucheaner.
Durch Pakistan an die Hinduer in Kashmir.
Durch die Tuerkische Regriering an den Kurden.
Durch Khomeini, der sein eigens Volk aechtete, an freiheitliche Iraniern und an den Kurden.
Durch Saddam Hussein an den Kurden und Shiiten.
Durch Milosovic an den Bosnische Muslimer, Kosovo Albaner und Kroaten.
Durch Kosovo-Albanische Freischaerler an den in Kosovo ansaessigen Serben und Roma.
Auch die Stalinische Vertreibung der Deutschen, Ungaren und Polen (aus der Ukraine) nach dem 2e Weltkrieg, und die Anglo-Amerikanischen Bombardierungen Deutschlands und die Atombombe auf Japan gehoeren dazu.
Hitler war am schlimmsten, und unter seine Opfer sind neben 6 millionen Juden auch 14 milionen Russen,Polen,Serben,Griechen,Roma,Schwule,Sozialisten usw.
Aber wenn Sie uebrige Beispiele nennen wollen, sind Sie noch viele vergessen.
Genozide an den Armeniern durch die Tuerkische machthaber in 1915 und an Griechen in Anatolien.
Japanische Genozid an Milionen von Chinesen und Koreaner.
Massenmord durch den "Genossen":
- Lenin und Trotzki, an den sgn "Weissen" und geistliche.
- Stalin, an den Kulaken, Ukrainer, Krim-Tataren,
Wolga- Deutschne, Kalmucken, Esten, Letten, Litauer,
Russische Juden (!), Tschetschern und viele millionen
Russen (darunter gerade auch viele Kommunisten)
- Mao an den Tibeter, Uygurer und viele millionen
Chinesen (wird immer noch fortgeseetzt).
- Pol Pot, an sein eigenes Volk.
- Durch Vietnamesische Kommunisten an den
Kampucheaner.
Durch Pakistan an die Hinduer in Kashmir.
Durch die Tuerkische Regriering an den Kurden.
Durch Khomeini, der sein eigens Volk aechtete, an freiheitliche Iraniern und an den Kurden.
Durch Saddam Hussein an den Kurden und Shiiten.
Durch Milosovic an den Bosnische Muslimer, Kosovo Albaner und Kroaten.
Durch Kosovo-Albanische Freischaerler an den in Kosovo ansaessigen Serben und Roma.
Auch die Stalinische Vertreibung der Deutschen, Ungaren und Polen (aus der Ukraine) nach dem 2e Weltkrieg, und die Anglo-Amerikanischen Bombardierungen Deutschlands und die Atombombe auf Japan gehoeren dazu.
In Namibia gibt es jetzt eine Generation von jungen Menschen, die das an Menschenrechten verbrecherische politische System nicht mehr erlebt haben. Dazu Gratuliere ich allen Namibians, die Freiheit & Unabhängigkeit gegen den menschenverachtenden Willen der Mächtigen erreicht haben.
Darum Kämpfen zu müssen, ist eine eine Lehre für die sog. moderene Zivilisation, eine klare Darstellung derer politischen Mängel und masslosen Selbstüberschätzung.
Der Weg in die Zukunft ist für eine junge Generation schwer genug, aber diese kann stolz auf ihre mutigen Vorfahren sein, die sich und alle folgenden aus Apartheid befreit haben.
Hitler war am schlimmsten, und unter seine Opfer sind neben 6 millionen Juden auch 14 milionen Russen,Polen,Serben,Griechen,Roma,Schwule,Sozialisten usw.
Aber wenn Sie uebrige Beispiele nennen wollen, sind Sie noch viele vergessen.
Genozide an den Armeniern durch die Tuerkische machthaber in 1915 und an Griechen in Anatolien.
Japanische Genozid an Milionen von Chinesen und Koreaner.
Massenmord durch den "Genossen":
- Lenin und Trotzki, an den sgn "Weissen" und geistliche.
- Stalin, an den Kulaken, Ukrainer, Krim-Tataren,
Wolga- Deutschne, Kalmucken, Esten, Letten, Litauer,
Russische Juden (!), Tschetschern und viele millionen
Russen (darunter gerade auch viele Kommunisten)
- Mao an den Tibeter, Uygurer und viele millionen
Chinesen (wird immer noch fortgeseetzt).
- Pol Pot, an sein eigenes Volk.
- Durch Vietnamesische Kommunisten an den
Kampucheaner.
Durch Pakistan an die Hinduer in Kashmir.
Durch die Tuerkische Regriering an den Kurden.
Durch Khomeini, der sein eigens Volk aechtete, an freiheitliche Iraniern und an den Kurden.
Durch Saddam Hussein an den Kurden und Shiiten.
Durch Milosovic an den Bosnische Muslimer, Kosovo Albaner und Kroaten.
Durch Kosovo-Albanische Freischaerler an den in Kosovo ansaessigen Serben und Roma.
Auch die Stalinische Vertreibung der Deutschen, Ungaren und Polen (aus der Ukraine) nach dem 2e Weltkrieg, und die Anglo-Amerikanischen Bombardierungen Deutschlands und die Atombombe auf Japan gehoeren dazu.
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