Mondmission Apollo 13 "Houston, wir haben ein Problem"
Vor 40 Jahren scheiterte die Mondmission Apollo 13. Bis heute sind James Lovell, John Swigert und Fred Haise die Menschen, die am weitesten von der Erde entfernt waren.
Zwei Sätze prägen das Apollo-Raumfahrtprogramm. Einer handelt von kleinen Schritten und großen Sprüngen, stammt von Neil Armstrong und markiert den spektakulärsten Erfolg des Programms: die erste Mondlandung. Der andere fällt ein knappes Jahr später: "Houston, wir haben ein Problem."
Bis dahin ist das Programm der Nasa zum größten Teil eine Erfolgsgeschichte, nach einem Rückschlag 1967, als bei Tests am Boden drei Astronauten in ihrer Kommandokapsel verbrennen. Der Test erhält nachträglich den Namen Apollo 1.
Sieben weitere Missionen (Apollo 2 und 3 gibt es nicht) bereiten die Mondlandung vor. Am 20. Juli 1969 setzt Apollo 11 im Mare Tranquilitatis auf, Apollo 12 noch im selben Jahr bei der 1967 auf den Mond gebrachten Sonde Surveyor 3 im Oceanus Procellarum. Eine interaktive Mondkarte auf Google-Moon zeigt die verschiedenen Landeplätze der Apollo-Missionen .
Die Landekapsel von Apollo 13, die Aquarius , soll im Fra-Mauro-Hochland aufsetzen. Dort wollen die Astronauten geologische Studien vornehmen. Doch es läuft nicht glatt für die Mission. Die ersten Probleme sind noch harmlos. Wenige Tage vor dem Start erkrankt der Ersatzpilot der Mondfähre, Charles Duke, an Röteln. Weil Ken Mattingly, Pilot der Apollo-Kapsel, nicht immun ist und während des Fluges erkranken könnte, wird er vorsorglich durch John Swigert ersetzt – das erweist sich später als Segen.
Auch mit den starken Vibrationen, die beim Start am 11. April 1970 in Cape Canaveral (Florida) auftreten, kommt Apollo 13 noch zurecht. Ein Triebwerk schaltet deshalb zu früh ab, aber die Saturn-V-Trägerrakete gleicht das selbsttätig aus, indem sie die anderen Triebwerke länger brennen lässt. Der Zwischenfall hat keine Folgen für die Flugbahn.
Doch dann, 55 Stunden und 54 Minuten nach dem Start, auf dem Weg zum Mond knapp 322.000 Kilometer von der Erde entfernt, explodiert einer der beiden Sauerstofftanks der Odyssey getauften Raumkapsel – der Grund sind, wie sich später herausstellt, eine ganze Reihe falscher Einstellungen und Einschätzungen.
Die Leitungen des zweiten Tanks werden beschädigt, sein Inhalt entweicht. Die Brennstoffzellen, die mit dem Sauerstoff Strom und Wasser erzeugen, können nur noch wenige Stunden laufen. Die Mission, das wird schnell klar, muss abgebrochen werden.
- Datum 16.04.2010 - 06:29 Uhr
- Seite 1 | 2 | Auf einer Seite lesen
- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 8
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:








Es wurde zu teuer weil man in Vietnam Krieg führte.
Besser man hätte das Geld in die Raumfahrt gepumpt und nicht Agent Orange auf Vietnam.
... dabei die damalige politische Situation im Hinterkopf trägt und bedenkt, dass ein Taschenrechner vor 40 Jahren noch die Ausmaße eines Schuhkartons amerikanischer Cowboystiefel hatte, waren die Leistungen der USA am Ende der 60er Jahre schon phantastisch. Mondfahrzeuge und sogar Brennstoffzellen zur Stromproduktion hatten sie dabei, Sauerstofftanks konnten sie einfach explodieren lassen. Sie nahmen so viel Krämpel mit auf ihre Missionen, dass sie mit Flugplänen (man könnte ja kurzfristig die Route ändern wollen), Plastiktüten und rollenweise Klebeband ihre auseinanderfallende Rakete kitten konnten.
Als die Mondmissionen dann zu Ende waren, gingen sicher viele Mitarbeiter der NASA nach Hollywood und schrieben Drehbücher für Serien wie Mc Gyver und das A-Team.
Die Mondlandestorys klingen so phantastisch, dass ich sie nur gegen meinen Willen glauben kann.
denn es ist schon unglaublich, was Ende der 1960er mit dem Apollo Programm geleistet wurde und was damals im guten Sinne erreicht wurde - unerhört vieles von dem, wovon wir heute profitieren, wurde damals angeschoben.
Wie ich heute im Radio hörte, will Obama die Marsmission als Ziel definieren. DAS ist ein lohnendes Ziel, nicht so ein Irrsinn, wie in Irak oder Afghanistan Ressourcen ohne Ende reinzupumpen.
denn es ist schon unglaublich, was Ende der 1960er mit dem Apollo Programm geleistet wurde und was damals im guten Sinne erreicht wurde - unerhört vieles von dem, wovon wir heute profitieren, wurde damals angeschoben.
Wie ich heute im Radio hörte, will Obama die Marsmission als Ziel definieren. DAS ist ein lohnendes Ziel, nicht so ein Irrsinn, wie in Irak oder Afghanistan Ressourcen ohne Ende reinzupumpen.
Die Kosten waren gering. 25 Mrd. Dollar (in 1969er Dollar) über eine gesamte Laufzeit von 14 Jahren bedeutet etwa 1.8 Mrd. Dollar pro Jahr. Beim einem typischen US-Haushalt von etwa 180 Mrd. Dollar, wie für das Jahr 1969, waren die Kosten echte Peanuts.
Das Apollo-Programm wurde abgesetzt, weil es keine Einschaltquoten mehr erzielte.
denn es ist schon unglaublich, was Ende der 1960er mit dem Apollo Programm geleistet wurde und was damals im guten Sinne erreicht wurde - unerhört vieles von dem, wovon wir heute profitieren, wurde damals angeschoben.
Wie ich heute im Radio hörte, will Obama die Marsmission als Ziel definieren. DAS ist ein lohnendes Ziel, nicht so ein Irrsinn, wie in Irak oder Afghanistan Ressourcen ohne Ende reinzupumpen.
ist, die Technik zu teilen. Die Dynamik der Mondmission speiste sich aus dem OWK, dem Sputnik-Schock. Bis heute werkeln Chinesen und Inder an eigener Raumfahrttechnik, statt ein globales Raumfahrtprogramm zu betreiben. Wenn man das Rad zweimal erfindet, kann dabei nix sinnvolles rauskommen.
Tranquilitatis auf, ..."
Am 16. war der Start der Apollo 11, die Landung auf dem Mond war am 20. Juli 1969.
Zu Low Tech in der Raumfahrt: Im Air and Space Museum in Washington war mal ein früher Earth Indicator zu sehen, ähnlich wie http://www.nasm.si.edu/co... Die Kontinente waren grob auf die sich drehende Kugel aufgemalt. Als Positionszeiger gab es einen Draht mit gebogener Öse. Kein Instrument für jemanden, der GPS-Handy oder Navi braucht, um den Weg zum Klo zu finden =:)
Alles Gute
Kai Hamann
... der Fehler wurde bereits korrigiert.
Die da vollbracht wurde. Technisch wie menschlich. Wie viele in dieser Situation verzweifelt wären.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren