Der Fall Vera Brühne Deutschlands berühmtester Justizskandal
Zwei Leichen in einer Villa am Starnberger See. Waffenhandel. Geheimdienst. Schmiergeld. Der Mord an Otto Praun und Elfriede Kloo vor 50 Jahren gibt bis heute Rätsel auf.
© dpa

Das Archivbild zeigt Vera Brühne 1962 mit ihrem Verteidiger Franz Moser im Gerichtssaal in München
Am Morgen des Dienstags nach Ostern, 19. April 1960, kommt Otto Praun nicht in seine Praxis. Die Sprechstundenhilfe des Gynäkologen, Renate M., ruft ihn in seiner Villa in Pöcking an; er nimmt nicht ab. Abends fährt sie an den Starnberger See. Im Keller liegen zwei Leichen: Dr. Praun und Elfriede Kloo, seine Haushälterin, womöglich Geliebte.
Eine Pistole liegt neben beiden. Die Polizei glaubt, Praun habe Elfriede Kloo und sich selbst erschossen. Auch Prauns Sohn Günther geht von einem "erweiterten Suizid" aus. Das sagt er Vera Brühne, als er sie in Bonn anruft, wo sie ihre kranke Mutter besucht.
Jetzt käme in der Krimiserie Derrick die Rückblende: Wer ist diese Vera-Maria Brühne, geboren 1910; Mädchenname Kohlen; Haushaltsschule; vom dem Schauspieler Hans Cossy geschieden, dann mit dem Filmkomponisten Lothar Brühne (Kann denn Liebe Sünde sein) verheiratet. 1957 trifft Brühne den 16 Jahre älteren Otto Praun. Sie reist mit ihm an die Costa Brava, er macht sie zur Verwalterin seiner Ferienvilla in Lloret de Mar.
Die 1,78 Meter große, schlanke, elegante Blondine ist ein gefundenes Fressen für die Boulevard-Presse der biederen Adenauer-Republik. Die Blätter beschreiben sie als geldgierige "Lebedame". In der Tat begleitet Brühne oft großzügige Herren, aber Nachbarn bezeugen, nie habe einer bei ihr übernachtet.
Zurück ins Jahr 1960. Das Testament wird eröffnet. Als Günther Praun hört, dass sein Vater Vera Brühne lebenslanges Wohnrecht in der spanischen Villa in Lloret vermacht, wird er misstrauisch. Er lässt die Leichen exhumieren. Ein Gerichtsmediziner entdeckt in Prauns Schädel eine zweite Kugel – Suizid unwahrscheinlich.
Jetzt erst werden Spuren gesichert; die Ermittlungen ziehen sich hin. Im Sommer 1961 reist Brühne mit ihrer Tochter Sylvia Kosiolkowski (so hieß Hans Cossy mit bürgerlichem Namen) nach Lloret. Bei der Rückkehr wird sie im Oktober in München festgenommen.
Neben ihr auf der Anklagebank: Johann Ferbach. Er hat Brühne und ihre Tochter im Krieg aus einer Bombenruine in Köln gerettet. Die Staatsanwaltschaft glaubt, Brühne habe ihn zum Mord angestiftet, um sich die Villa in Spanien zu sichern.
Als der Prozess in München im April 1962 beginnt, bricht um das Justizgebäude der Verkehr zusammen. Die Regenbogenpresse fällt tägliche Schuldsprüche. Sylvia Kosiolkowski erzählt einem Reporter, ihre Mutter habe ihr den Mord gestanden. Später nimmt sie es zurück.
Der Todeszeitpunkt lässt sich an exhumierten Leichen nicht genau feststellen. Staatsanwalt Karl Rüth geht davon aus, dass der Mord am Abend des Gründonnerstag geschah – für diese Zeit haben die Angeklagten kein Alibi. Jahre nach dem Prozess ergeben neue Erkenntnisse zur Leichenstarre, dass die Schüsse womöglich erst an Ostern fielen. Da war Brühne in Bonn.
Sie beteuert ihre Unschuld. Weder mit Praun noch mit Ferbach habe sie eine Beziehung. Doch sie verstrickt sich in Widersprüche. Am 4. Juni 1962 werden beide Angeklagte zu lebenslangen Zuchthausstrafen verurteilt. "Aber ich bin doch, bitte, unschuldig!", flüstert Brühne.
Schuldig oder nicht: Der Prozess spricht rechtsstaatlichen Standards Hohn. Rudolf Augstein schreibt acht Jahre nach dem Urteil eine ganze Spiegel-Serie über den "Skandal". Andere nennen ihn einen "Hexenprozess", eine "bundesdeutsche Dreyfus-Affäre".
Am 6. September 1969 schreibt die Bild-Zeitung: "Brühne-Mord war Geheimdienst-Arbeit!" Ein Ex-Agent des Bundesnachrichtendientes (BND) habe ausgesagt, er habe Praun, der Waffenhändler gewesen sei, in Begleitung zweier Bundeswehroffiziere besucht. Im Streit um Geld habe ihn einer der Offiziere erschossen, dann die Haushälterin als Zeugin beseitigt.
Zweite Rückblende: Wer ist Otto Praun? Wovon kann ein Gynäkologe mit schlichter Praxis sich Villen am Starnberger See und in Spanien leisten? Verwaltungsakten belegen, dass Praun schon vor dem Zweiten Weltkrieg für die Spionageabwehr des Deutschen Reiches arbeitet. Später dient er wohl dem BND, wie der Spiegel 2001 unter Berufung auf interne Unterlagen schreibt, und ist "in Waffenschiebereien verwickelt".
Ende der sechziger Jahre deckt die Frankfurter Rundschau einen Schmiergeldskandal in der Rüstungsbranche auf. Einer der Empfänger: Otto Praun. Er habe den Auftrag für den Schützenpanzer HS 30 vermittelt, den die Bonner Regierung in viel zu großer Stückzahl bei einem unerfahrenen Unternehmen bestellte – in Spanien, wohin Praun gute Kontakte unterhielt.
Der frühere SPD-Abgeordnete Karl-Hans Kern hält in einem Buch über den Doppelmord zwei Agenten und den damaligen Bundeswehr-Obersten Werner Repenning für die Täter. Repenning, später Brigadegeneral, ist persönlicher Referent von Franz Josef Strauß, Verteidigungsminister von 1956 bis 1962. Repenning soll in der HS 30-Affäre gut zwei Millionen D-Mark Schmiergeld bekommen haben.
Allen Zweifeln, allen neuen Erkenntnissen zum Trotz wird der Mordfall nie neu verhandelt. Ferbach stirbt 1970 im Gefängnis. Vera Brühne wird 1979 vom damaligen bayerischen Ministerpräsidenten begnadigt – keinem anderen als Franz-Josef Strauß. Bis zu ihrem Tod 2001 bestreitet sie, mit dem Mord etwas zu tun zu haben.
- Datum 19.04.2010 - 06:47 Uhr
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Politik mit Waffenhandel, Schwarzgeld und Mord (= Mafia). Es gibt noch mehr dieser unaufgeklärten Morde oder der Möglichkeit, mit allen Mitteln (der BND und seine Vorgänger haben nicht wenige) die Morde anderen mißliebigen Personen in die Schuhe zu schieben. - Herr Schreiber könnte wohl etliches aufklären; ob er will? -
Wohl eher bigott. Verfolgung des Friseurs mit dem Kondomautomaten im Hauseingang, durch die Staatsanwaltschaft Bonn. Nazi-Richter, -Staatsanwälte und Rechtsanwälte unbehelligt. Frauen verurteilt, weil sie Kindern einen Sonderzug der Bundesbahn organisiert hatten, der die Kinder zu einem preiswerten Urlaub in die DDR (pardon Ostzone) bringen sollte.
Das waren Zeiten auf die im Westen keiner Stolz sein sollte. Hexenprozess ist da schon die bessere Charakterisierung.
Das Grundgesetz, die Krankenversicherung, Rentenversicherung und der Sozialstaat. Alles wurde in dieser Zeit aufrecht erhalten und dazu millionen Vertriebene integriert.
Vielleicht war man ein wenig übereifrig im Bestreben, die Trümmer (nicht nur gebäudebezogen) des Krieges wieder weg zu räumen und etwas Neues auf zu bauen.
Aber ohne diese Leistungen stände Deutschland heute noch ganz anders da und hätte auch den Bankrott des anderen Deutschland nicht in so friedlicher Weise auffangen können.
Vermutlich haben viele Länder einen Fall "Brühne". Jimmi Hoffa, die Ermordung Kennedys, die Morde an russischen Journalisten...
Der Unterschied ist nur, dass in anderen Ländern solche Vorkommen nicht dazu dienen, das Ganze dem totalen Zweifel zu unterwerfen und zu meinen, "friedlich und anständig" hieße das Nichtvrohandensein von Machtkämpfen, jedem gewalttätigen Gerangel ums Geld und das Behalten von absolut sauberen Händen.
Der Fall Vera Brühne ist für mich auch ein Fall der geschickten Instrumentalisierung der Medien, die heute und jederzeit in Deutschland denkar ist.
Sie ist immer dann möglich, wenn der Angeklagte dem herrschenden Mainstream widerspricht und die Konstellaiton zum Skandal taugt.
Das Grundgesetz, die Krankenversicherung, Rentenversicherung und der Sozialstaat. Alles wurde in dieser Zeit aufrecht erhalten und dazu millionen Vertriebene integriert.
Vielleicht war man ein wenig übereifrig im Bestreben, die Trümmer (nicht nur gebäudebezogen) des Krieges wieder weg zu räumen und etwas Neues auf zu bauen.
Aber ohne diese Leistungen stände Deutschland heute noch ganz anders da und hätte auch den Bankrott des anderen Deutschland nicht in so friedlicher Weise auffangen können.
Vermutlich haben viele Länder einen Fall "Brühne". Jimmi Hoffa, die Ermordung Kennedys, die Morde an russischen Journalisten...
Der Unterschied ist nur, dass in anderen Ländern solche Vorkommen nicht dazu dienen, das Ganze dem totalen Zweifel zu unterwerfen und zu meinen, "friedlich und anständig" hieße das Nichtvrohandensein von Machtkämpfen, jedem gewalttätigen Gerangel ums Geld und das Behalten von absolut sauberen Händen.
Der Fall Vera Brühne ist für mich auch ein Fall der geschickten Instrumentalisierung der Medien, die heute und jederzeit in Deutschland denkar ist.
Sie ist immer dann möglich, wenn der Angeklagte dem herrschenden Mainstream widerspricht und die Konstellaiton zum Skandal taugt.
Es sind nicht nur die zahlreichen Morde und Schmiergeldzahlungen in Verbindung mit Waffenschiebereien, die von offizieller Stelle (BND, Verfassungsschutz usw.) aus vielerlei Gründen nicht aufgeklärt werden. Am Fall MANNICHL (der Messerstecher, der angeblich aus der NEONAZI-Szene kommen soll) ist trotz Sonderkommission immer noch nicht aufgeklärt!
http://community.zeit.de/...
Soll ein "Undercover-Agent", der zu weit gegangen ist, gedeckt werden?
Herzliche Grüsse
Klaus Metzger
HILDESHEIM
Das Grundgesetz, die Krankenversicherung, Rentenversicherung und der Sozialstaat. Alles wurde in dieser Zeit aufrecht erhalten und dazu millionen Vertriebene integriert.
Vielleicht war man ein wenig übereifrig im Bestreben, die Trümmer (nicht nur gebäudebezogen) des Krieges wieder weg zu räumen und etwas Neues auf zu bauen.
Aber ohne diese Leistungen stände Deutschland heute noch ganz anders da und hätte auch den Bankrott des anderen Deutschland nicht in so friedlicher Weise auffangen können.
Vermutlich haben viele Länder einen Fall "Brühne". Jimmi Hoffa, die Ermordung Kennedys, die Morde an russischen Journalisten...
Der Unterschied ist nur, dass in anderen Ländern solche Vorkommen nicht dazu dienen, das Ganze dem totalen Zweifel zu unterwerfen und zu meinen, "friedlich und anständig" hieße das Nichtvrohandensein von Machtkämpfen, jedem gewalttätigen Gerangel ums Geld und das Behalten von absolut sauberen Händen.
Der Fall Vera Brühne ist für mich auch ein Fall der geschickten Instrumentalisierung der Medien, die heute und jederzeit in Deutschland denkar ist.
Sie ist immer dann möglich, wenn der Angeklagte dem herrschenden Mainstream widerspricht und die Konstellaiton zum Skandal taugt.
aber genau deshalb habe ich auch die Beispiele - auf die Sie leider nicht eingehen - für die Bigotterie der Adenauerzeit aufgeführt und könnte die Liste problemlos erweitern. Hildegard Knef mit kurzzeitig sichtbarer Brust im Film "Die Sünderin" rief den Kölner Kardinal Frings auf den Plan, der sich darüber ereifern konnte - aber nicht über die Restauration der Machteliten im Westen, die sich schon von Kaiser Wilhelm bis zu den Nazis bewährt hatten. Das Verbot der KPD und die Verhaftung ihrer Mitglieder, die mit der Begründung inhaftiert wurden, dass sie ja vor dem Verbot der KPD angehört hätten. Wurde übrigens 5 Jahre später als verfassungswidrig vom Bundesverfassungsgericht kassiert. (Wäre ein schönes Thema für Anne Will und eine Abwechslung zum Stasi-Thema.)
Wenn hier ein Artikel erschiene, der die Liberalität während der SPD/FDP Regierungszeiten loben würde, käme mein Verweis auf den Radikalenerlass und andere Fehlleistungen dieser Jahre. Ich bin da nicht einseitig.
Sie haben recht, wenn Sie auf die Instrumentalisierung des Falls Vera Brühne hinweisen. Er wurde benutzt um zu zeigen: So geht es denen, die sich nicht der herrschende (katholischen) Moral unterwerfen. (Die heute aufgedeckten Fälle von Kindesmissbrauch aus dieser Zeit, zeigen wie moralisch man wirklich war.)
Übrigens: Das Grundgesetz geht nicht auf Adenauer zurück. Kranken- und Rentenversicherung gab es auch schon.
aber genau deshalb habe ich auch die Beispiele - auf die Sie leider nicht eingehen - für die Bigotterie der Adenauerzeit aufgeführt und könnte die Liste problemlos erweitern. Hildegard Knef mit kurzzeitig sichtbarer Brust im Film "Die Sünderin" rief den Kölner Kardinal Frings auf den Plan, der sich darüber ereifern konnte - aber nicht über die Restauration der Machteliten im Westen, die sich schon von Kaiser Wilhelm bis zu den Nazis bewährt hatten. Das Verbot der KPD und die Verhaftung ihrer Mitglieder, die mit der Begründung inhaftiert wurden, dass sie ja vor dem Verbot der KPD angehört hätten. Wurde übrigens 5 Jahre später als verfassungswidrig vom Bundesverfassungsgericht kassiert. (Wäre ein schönes Thema für Anne Will und eine Abwechslung zum Stasi-Thema.)
Wenn hier ein Artikel erschiene, der die Liberalität während der SPD/FDP Regierungszeiten loben würde, käme mein Verweis auf den Radikalenerlass und andere Fehlleistungen dieser Jahre. Ich bin da nicht einseitig.
Sie haben recht, wenn Sie auf die Instrumentalisierung des Falls Vera Brühne hinweisen. Er wurde benutzt um zu zeigen: So geht es denen, die sich nicht der herrschende (katholischen) Moral unterwerfen. (Die heute aufgedeckten Fälle von Kindesmissbrauch aus dieser Zeit, zeigen wie moralisch man wirklich war.)
Übrigens: Das Grundgesetz geht nicht auf Adenauer zurück. Kranken- und Rentenversicherung gab es auch schon.
aber genau deshalb habe ich auch die Beispiele - auf die Sie leider nicht eingehen - für die Bigotterie der Adenauerzeit aufgeführt und könnte die Liste problemlos erweitern. Hildegard Knef mit kurzzeitig sichtbarer Brust im Film "Die Sünderin" rief den Kölner Kardinal Frings auf den Plan, der sich darüber ereifern konnte - aber nicht über die Restauration der Machteliten im Westen, die sich schon von Kaiser Wilhelm bis zu den Nazis bewährt hatten. Das Verbot der KPD und die Verhaftung ihrer Mitglieder, die mit der Begründung inhaftiert wurden, dass sie ja vor dem Verbot der KPD angehört hätten. Wurde übrigens 5 Jahre später als verfassungswidrig vom Bundesverfassungsgericht kassiert. (Wäre ein schönes Thema für Anne Will und eine Abwechslung zum Stasi-Thema.)
Wenn hier ein Artikel erschiene, der die Liberalität während der SPD/FDP Regierungszeiten loben würde, käme mein Verweis auf den Radikalenerlass und andere Fehlleistungen dieser Jahre. Ich bin da nicht einseitig.
Sie haben recht, wenn Sie auf die Instrumentalisierung des Falls Vera Brühne hinweisen. Er wurde benutzt um zu zeigen: So geht es denen, die sich nicht der herrschende (katholischen) Moral unterwerfen. (Die heute aufgedeckten Fälle von Kindesmissbrauch aus dieser Zeit, zeigen wie moralisch man wirklich war.)
Übrigens: Das Grundgesetz geht nicht auf Adenauer zurück. Kranken- und Rentenversicherung gab es auch schon.
Wie sollte über ehemalige relevante Amtsträger und Verantwortliche der Nazi-Zeit von irgendeinem damaligen, also i.d.R. ehemaligen Nazi-Richter, ermittelt und geurteilt werden. Ein Ding der Unmöglichkeit!
Weiterhin: Der BND selber war ja personell quasi eine Fortführung der nazi-zeitlichen Organisation Gehlen/Fremde Heere Ost, vollgestopft mit ehemaligen SS-, SD- und Gestapo-Offizieren.
Wie sah es eigentlich in den oberen Etagen der Redaktionsstuben wichtiger Zeitschriften und Zeitungen diesbezüglich (ehemalige Nazis und SS-Mitglieder/SS-Offiziere) aus ?
Da war es für Justiz, BND und eine bestimmte Art der Journalistik unverdächtig, weil mit aktiviertem Neidfaktor naheliegender,
eine Frau Vera Brühne,
letztlich allein wegen ihrer - damals so empfundenen und pressemäßig beschriebenen - erotischen Ausstrahlung irgendwie schon schuldig [Neidfaktor],
medial und juristisch als Täterin zu verurteilen,
um (frühere) Gesinnungsgenossen zu schützen.
Eine nachkriegszeitliche Hexenverfolgung.
„Der Justizapparat der NS-Zeit war nach 1949 in personeller Hinsicht fast vollständig wiederhergestellt, kein einziger NS-Jurist von einem bundesdeutschen Gericht verurteilt worden.“
Quelle: DIE ZEIT; 25th February, 2009 - http://www.zeit.de/zeit-g...
Postscriptum:
- dazu zwei Zitate zur Erinnerung -
1) zum Frankfurter Schrifsteller und Journalisten Valentin Senger (1918-1997) ("Kaiserhofstraße 12"):
"Obwohl Valentin Senger in Deutschland geboren war, wurde ihm wegen seiner Vergangenheit als Kommunist bis 1981 die deutsche Staatsbürgerschaft verwehrt."
http://de.wikipedia.org/w...
2) zur Wehrmachtsausstellung 1995:
"In einem Artikel der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom 6. Februar 1996 kritisierte Günther Gillessen die ausgestellten Dokumente als „Zeugnisse eines vagabundierenden Schuldempfindens“.
Die allmächtige SS sei für die Verbrechen verantwortlich gewesen.
Übergriffe der Wehrmacht seien nur Folge von Stalins brutaler Kriegsführung hinter den deutschen Linien gewesen.
Die Ausstellung sei ein unwissenschaftliches Pamphlet, das ein „Bedürfnis der Betroffenheit“ befriedige."
http://de.wikipedia.org/w...
Oder sind es nur andere Moralkriterien, nach welchen man heute zur Treibjagd bläst?
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