Geheimer Bericht USA gewährten Nazis Unterschlupf
Die Amerikaner haben nach dem Zweiten Weltkrieg bewusst Nazis aufgenommen und mit ihnen kooperiert. Das ist Inhalt eines geheimen Reports des US-Justizministeriums.
Die USA haben nach 1945 willentlich deutsche Nazis ins Land gelassen. Wie die New York Times berichtet , liefere ein rund 600 Seiten umfassender, eigentlich nicht zur Veröffentlichung gedachter Report des Justizministeriums dafür neue Beweise. Demnach habe zum Beispiel der US-Geheimdienst CIA in den Nachkriegsjahren bewusst mit Helfern des Hitler-Regimes zusammengearbeitet, um von deren Wissen zu profitieren. Die Nationalsozialisten hätten ins Land kommen dürfen, obwohl ihre dunkle Vergangenheit bei den US-Behörden bekannt gewesen sei.
Der Bericht spreche von der "Kollaboration der Regierung mit den Verfolgern", zitiert die Zeitung. "Amerika, das sich als sicherer Hafen für die Verfolgten rühmte, wurde – in einem kleinen Maße – auch ein sicherer Hafen für die Verfolger", heißt es weiter. Die USA hätten deswegen in zahlreichen Fällen diplomatischen Streit mit anderen Ländern gehabt.
Als Beispiel nennt das Blatt unter anderen den deutschen Raketeningenieur Arthur Rudolph, der nach dem Zweiten Weltkrieg in die USA gegangen war und dort nach Arbeiten am Pershing-Raketenprogramm maßgeblich an der Konstruktion der "Saturn 5"-Trägerrakete beteiligt war, die 1969 erstmals Menschen auf den Mond brachte. Während des Zweiten Weltkriegs leitete Rudolph die Fabrik im KZ Mittelbau-Dora bei Nordhausen in Thüringen. Er war von 1934 bis 1945 an der Entwicklung der V2-Rakete beteiligt.
Ein weiterer Fall, über den die Zeitung berichtet, ist Otto von Bolschwing, der vom US-Geheimdienst CIA in den USA angestellt wurde. Bolschwing gehörte zu den Mitarbeitern von Adolf Eichmann, der während der NS-Zeit maßgeblich für die Organisation der Deportation und Ermordung der europäischen Juden verantwortlich war. Die Verbindungen Bolschwings zum Holocaust flogen offiziell erst Jahre später auf.
Der Bericht schildere die Erfolge und Fehler einer speziellen Untersuchungseinheit des Justizministeriums über die Nazi-Verfolgung in den USA. Die Gruppe aus Anwälten, Geschichtsexperten und Kriminalisten wurde 1979 unter anderem eingesetzt, um in den USA lebende Hitler-Getreue zu überführen, damit sie des Landes verwiesen werden konnten. Ungefähr 300 Nazi-Schergen seien seit Gründung der Spezialeinheit deportiert worden. Die Abteilung sei mittlerweile mit einem anderen Teil des Ministeriums verschmolzen worden.
Insgesamt hätten es – so der Bericht weiter – weit weniger als 10.000 Nazis aus Deutschland in die USA geschafft. Die Zahl sei damit deutlich geringer als in offiziellen Darstellungen von US-Behörden angegeben.
Das seit 2006 existierende Papier sollte eigentlich niemals an die Öffentlichkeit gelangen, da es nach Angaben der Behörde nicht formal fertiggestellt worden sei und faktische Fehler enthalte. Das Ministerium habe aber eingelenkt, nachdem eine private Forschungsgruppe mit einer Klage auf Freigabe drohte. Der New York Times liege nun eine vollständige Version des Reports vor.
- Datum 15.11.2010 - 08:29 Uhr
- Quelle dpa, AFP
- Kommentare 18
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Neues unter der Sonne, außer das Vergessene.
Die Aktion "Paperclip" ist auch in diesem Rahmen zu sehen,
weil sie den USA nützlich war.
Geschäft oder Demokratie, Wahrheit oder Lüge, Öl oder .....
Das ist richtig, ist aber nichts Neues, wie im ersten Kommentar bereits klargestellt.
War das nun unmoralisch?
Nur, wenn man Menschen partout ganzheitlich sehen will (und diese dann völlig "unbefleckt" sein sollen).
Die erwähnte Operation "paperclip" war zweckmäßig und zielgerichtet, denn mit "Heiligen" lässt sich der "Himmel" nicht stürmen. ;-)
Herzlichst Crest
Fast jeder der sich mal mit der Geschichte der Amerikaner beschäftigt hat sieht wie eng die mit der Geschicte der Faschisten ist.
Alle Erfindungen, Forschungsergebnisse u.ä. der Nazis wurden von den Amerikanern übernommen bzw. geklaut.
Das Deutschland einer der engsten Verbündeten dieses Landes ist, ist erschreckend mit an zu sehen.
Dass die USA nach dem Krieg nationalsozialistische Täter aktiv schützten, war lange vor diesem Bericht bekannt. Und es wurden nicht nur "Raketenexperten" geschützt.
So wurde zum Beispiel Klaus Barbie, der "Schlächter von Lyon", nach dem Krieg CIC-Agent. Vor den Franzosen versteckt und 1951 nach Bolivien gebracht, konnte er seine Tätigkeit als "Unterdrückungsexperte" gleich wieder aufnehmen. Diesmal als Angestellter der örtlichen Dikatoren.
Die Liste der protegierten Nazis ist lang. Die CIA wusste zum Beispiel lange vor den Israelis, wo sich Eichmann aufhielt, ohne auch nur einen Finger zu rühren.
Nicht nur die Amerikaner, auch der sowjetische KGB hat nach dem Krieg Ex-Nazis angeworben, um sie für eigene Zwecke einzusetzen (zum Beispiel als Maulwurf in der von Nazis durchsetzten "Organisation Gehlen", dem späteren BND).
Es ist schon erstaunlich, daß so ein Bericht veröffentlicht wird. Leider fehlen Ergebnisse der Recherche darüber.
Bewiesen ist, daß diese Nazis vom CIA und MI6 rekrutiert wurden um geheime NATO- Armeen in Europa aufzubauen, die unter dem Namnen Gladio agierten und Terroranschläge verübten.
Wer mehr Informationen will, siehe Daniele Ganser, Schweizer Historiker, in seinem Buch "Die Geheimarmeen der NATO".
Einerseits die Nürnberger Prozesse, andererseits die Rekrutierung, das sind eben "die wahren Demokraten", Deutschlands Freunde und Vorbild..
Demnach habe zum Beispiel der US-Geheimdienst CIA in den Nachkriegsjahren bewusst mit Helfern des Hitler-Regimes zusammengearbeitet, um von deren Wissen zu profitieren.
Unter anderem wurden mit Hilfe der Nazis Foltermethoden entwickelt, die bis heute angewendet werden. Ganze Handbücher über Verhörmethoden wurden maßgeblich von in die USA gebrachten Nazis entwickelt.
Noch heute foltert man mit weiterentwickelten Methoden der KZ-Versuche...das ist sowas von pervers...
Herr von Braun konnte doch bekanntermaßen die Gastfreundschaft der Amerikaner schätzen lernen - da zeigt sich doch die Doppelbödigkeit der verfeindeten Alliierten - was für ein schöner Widerspruch - jeder nahm die Nazis, die er brauchen konnte und entnazifizierte sie nach gut Dünken! Gott werden das Zeiten, wenn die Amis für ihre Kriegsverbrechen bluten müssen.....
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