Heute trauert ein Großteil des Establishments der Sowjetunion nach
Dies habe auch seine Rechtsauffassung geprägt, sagt Kowaljow und erzählt von einem Treffen mit Jelzin direkt nach der Niederschlagung des Putsches der Reaktionäre der KPdSU im August 1991: "Er stellte mir die Frage: 'Was sollen wir mit der Todesstrafe machen?' Ich sagte: 'Boris Nikolajewitsch, die muss man per Gesetz abschaffen, das ist das Gerechteste und Demokratischste." Jelzin war unsicher. Wie sollte man mit den Putschisten verfahren? Er zeigte Kowaljow eine Liste mit 28 Leuten. Der erste Name war Jelzin und der 28. Kowaljow. "Ich weiß aus zuverlässigen Quellen, dass dies die Leute sind, die nicht verhaftet, sondern erschossen werden sollten", sagte Jelzin. Kowaljow mahnte, man könne die Putschisten als Antwort auf ihre Absichten doch nicht erschießen. Jelzin dachte nach: "Ich weiß, was wir machen: Wir verurteilen sie zum Erschießen und dann begnadige ich sie. Und dann schaffen wir die Todesstrafe ab." Das Wort "Gericht" erwähnte Jelzin nicht ein einziges Mal. Derlei Rechtsauffassungen seien für die Parteimacht typisch gewesen, sagt Kowaljow.
Auch in den kommenden Jahren bleibt Jelzin eine umstrittene Figur. Er war der Vorkämpfer für Demokratie, der Anführer des Volkes, das mit Barrikaden aus Bussen die Panzer im August 1991 stoppte. Er stürzte die Putschisten und verbot die allmächtige KPdSU. Später distanzierten sich jedoch viele seiner früheren demokratischen Mitstreiter. Denn Jelzin schuf ein politisches System, das dem Präsidenten – also ihm selbst – fast uneingeschränkte Vollmachten einräumte. Seine Regierungszeit in den 90er Jahren assoziieren viele mit der "Smuta", dem Chaos, als die öffentliche Ordnung fast zusammenbrach. Vielen gilt er als der Zerstörer der Sowjetunion, Jelzin, der im Machtkampf mit Gorbatschow das Imperium opferte.
Heute trauert ein Großteil des Establishments der Sowjetunion nach. Ministerpräsident Wladimir Putin nannte den Zerfall der UdSSR die größte geopolitische Katastrophe des 20. Jahrhunderts. In den Geschichtsbüchern gebe es "viele Seiten über Lenin, ausführlich wird über die Zaren und Stalin berichtet – aber über Papa nur eine halbe Seite", beschwerte sich Jelzins Tochter Tatjana Jumaschewa einmal in einem Interview. "Ist das alles, was man über den ersten Präsidenten Russlands sagen kann?"







Also ich finde den Artikel sehr undifferenziert. Jelzin war ein Säufer und er war kein Demokrat. Bevor erstmal ein Rechtssystem geschaffen wurde und demokratische Strukturen hat er erstmal die Wechselkurse freigegeben und den Raubtierkapitalismus eingeführt.
Die Folgen kennen wir und das Oligarchensystem besteht bis heute, bei dem einige Wenige sich quasi alles unter den Nagel reissen konnten.
Hier mal ein guter Artikel zum Thema:
http://www.spiegel.de/spi...
Es kam anders, mit der Nachhilfe des Westens. Angesagt war die "Umwandlung des Kollektivbesitzes der Nomenklatura in Privatbesitz ihrer einzelnen Mitglieder" (so ZK-Funktionär Nowikow). Viele gründeten Banken und schossen untereinander den Markt aus, was binnen fünf Jahren 80 Bankiers das Leben kostete.
Jelzin nahm sich zum Muster, was Ex-Kanzler Helmut Schmidt den "spekulativen Raubtierkapitalismus" der USA genannt hat. Die Inflation galoppierte und raubte den Bürgern alle ihre Ersparnisse. Nächster Raubzug war die Privatisierung der Betriebe. Sie sollte über Anrechtsscheine ("Voucher") allen Bürgern gleichermaßen zur Mitbeteiligung an der Volkswirtschaft verhelfen, so hieß es. Doch wegen der Inflation gelang vor allem Händlernetzen der Aufkauf der Papiere, Betriebsdirektoren ließen sich Voucher ihrer Belegschaft abtreten - und schon bald konzentrierte sich das lukrative Volksvermögen in den Händen weniger Oligarchen.
... wurden vom Westen sehr freundlich behandelt.
Vom ersten erhoffte man (besonders die USA), daß er die SU vor die Wand führe und als Konkurrent ausschalte, und von Jelzin das gleiche für Rußland. Außerdem erhoffte man bei ihm noch Zugriff auf die russischen Rohstoffe zu bekommen.
Vom russischen Interesse her gesehen, hat Putin da Rußland gerade noch vor dem Allerschlimmsten gerettet - bei allen demokratischen Mängeln !
... wurden vom Westen sehr freundlich behandelt.
Vom ersten erhoffte man (besonders die USA), daß er die SU vor die Wand führe und als Konkurrent ausschalte, und von Jelzin das gleiche für Rußland. Außerdem erhoffte man bei ihm noch Zugriff auf die russischen Rohstoffe zu bekommen.
Vom russischen Interesse her gesehen, hat Putin da Rußland gerade noch vor dem Allerschlimmsten gerettet - bei allen demokratischen Mängeln !
... wurden vom Westen sehr freundlich behandelt.
Vom ersten erhoffte man (besonders die USA), daß er die SU vor die Wand führe und als Konkurrent ausschalte, und von Jelzin das gleiche für Rußland. Außerdem erhoffte man bei ihm noch Zugriff auf die russischen Rohstoffe zu bekommen.
Vom russischen Interesse her gesehen, hat Putin da Rußland gerade noch vor dem Allerschlimmsten gerettet - bei allen demokratischen Mängeln !
Sowohl Gorbatschow, als auch Jelzin haben sich von den Chicago Boys mächtig über den Tisch ziehen lassen. Vollkommen richtig.
Sowohl Gorbatschow, als auch Jelzin haben sich von den Chicago Boys mächtig über den Tisch ziehen lassen. Vollkommen richtig.
Sowohl Gorbatschow, als auch Jelzin haben sich von den Chicago Boys mächtig über den Tisch ziehen lassen. Vollkommen richtig.
die zeiten, in denen geschichte von großen männern gemacht und historiographisch auch so aufgearbeitet wurde, ist doch seit jahrzehnten vorbei. natürlich verhält es sich in autoritären staaten noch ein wenig anders, aber generell darf man die geschichte und deren verlauf nicht personifizieren. genausowenig wie gorbatschow frei von einfluss und druck aus nationaler und internationaler umwelt hinsichtlich politischer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher fragen war, verhält es sich mit jelzin.
gorbatschow bzw. jelzin als "held" zu stilisieren oder als "säufer" zu brandmarken hilft ebenfalls nicht weiter - beide waren/sind sie politische persönlichkeiten in einem komplexen strukturellen geflecht, auf das sie auch reagieren mussten. ferner sollte man berücksichtigen, die einseitige europäische oder "westliche" sicht nicht zu generalisieren: für einen großteil der russen ist weder gorbatschow noch jelzin ein "held" (weil sie den untergang des sowjetimperiums zu verantworten hatten); erst hier bei uns wurden sie zu "helden" gemacht.
Jelzin war ein gebrechlicher Mann, der am Schluss nicht mehr alles verstanden hat was um ihn herum geschieht. Persönlichkeiten haben es nun mal ansich, dass sie die Geister scheiden. Jelzin ermöglichte z.B. Putin den Weg an die Macht. Und welchen totalitären Staat Putin hervorgebracht hat können wir jeden Tag sehen. Für uns Europäer ist Putin ein Diktator, für viele Russen hingegen ist er der Held, der starke Mann, der die Schmach aus dem kalten Krieg vergessen lässt und ein starkes Russland demostriert.
Der Korporatismus ist in Russland nur weitaus offener gelebt als in anderen Staaten, doch unterscheidet er sich nicht wesentlich von den Machtstrukturen in unserem so "demokratischen" Europa.
Kleines Beispiel aus Österreich:
In Österreich regieren ungefähr 60 Menschen das Land. Diese Menschen tauchen immer wieder, in jedem größeren Unternehmen als Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglied auf. Die machen Politik und Geschäft.
Ich weiß nur noch, das Gorbatschow irgendwie als Geisel genommen wurde auf der Krim oder so, und Jelzin ihn irgendwie frei bekam, also ihn half.
Und das Jelzin wirklich sehr oft Betrunkend Wankend im Deutschen Fernsehen zu sehen war.
Und das die GUS aus der Sowjetunion enstand unter Jelzin.
Mehr weiß ich nicht.
dass Sie sich mal ein Geschichtsbuch über diese Jahre kaufen. Lesen hilft!
man allmählich milde in allen Dingen.
dass Sie sich mal ein Geschichtsbuch über diese Jahre kaufen. Lesen hilft!
man allmählich milde in allen Dingen.
erst kam schwätzer gorbi, dann säufer boris, das hat das imperium zum selbstbedienungsladen gemacht.
den westen hats gefreut, supermacht weg.
die folge ist diktator putin.
die supermacht rappelt sich als russland wieder auf.
und was ist nun gekonnt?
Jelzin, der Säufer! Jelzin, eine lächerliche Figur mit einem begrenzten Intellekt!
Auch wenn er zu Beginn seiner Macht vielleicht noch Gutes wollte, hat er wesentlich dazu beigetragen, unter dem Deckmantel der "Demokratie" das russische Staatsvermögen zu verschleudern.Nur ganz wenige der obersten Schicht, ehemalige Parteikader, sogenannte Oligarchen und ganz einfach Glücksritter haben sich Staatsvermögen unter dem Nagel gerissen. Die heutigen Millionäre und Milliardäre in Rußland haben den Grundstock ihres Reichtums durch Lug und Trug unter Jelzin erreicht. Aber zu seiner Zeit wurden keine Löhne in den Staatsbetrieben gezahlt, keine Renten überwiesen, Kinder haben sich verkauft und wurden verkauft, das einfache Volk hatte kaum etwas zu essen. Jelzin hat mit Hilfe seiner Tochter Milliarden aus dem Staatshaushalt für sich privat abgezweigt! Und er hat kurz vor seiner Abdankung Putin auf den Thron gesetzt,weil dieser ihm garantiert hatte, keine strafrechtlichen Untersuchungen gegen Ihn zu unternehmen. Putin hat in Rußland erst einmal aufgeräumt, er ist auch nicht fehlerfrei,aber beim Volk hat er großen Rückhalt. Der Westen konnte mit Jelzin machen was er wollte,
ein russischer Bär zu Knuddeln - wie bequem. Putin ist ein eiskalter Fuchs, der sich nicht über den Tisch ziehen läßt, wie unbequem für den Westen. Jelzin hat in seiner Zeit mehr kaputt gemacht, als erreicht!
... Besser und klarer kann man es nicht auf den Punkt bringen !
... Besser und klarer kann man es nicht auf den Punkt bringen !
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