Historische Bilder : 75 Jahre Spanischer Bürgerkrieg

Von 1936 bis 1939 kam es in Spanien zu Kämpfen zwischen der gewählten Regierung und Putschisten unter General Franco. Die Galerie zeigt Bilder aus der Zeit des Bürgerkriegs.

Er war international und hat Schriftsteller und Maler inspiriert, vor allem aber viel Leid gebracht: Heute vor 75 Jahren begann der spanische Bürgerkrieg. Viele hofften, vor ihm in andere Länder fliehen zu können. Wie hier vor der britischen Botschaft in Madrid.

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Fast schon Geschichtsklitterung

ist die Aussage: "Stellvertretend für Faschisten und Kommunisten, die um Macht rangen". Beide Seiten wurden zwar von jeweils derartigen Regimen unterstützt, aber die Kriegsparteien war doch in sich zu inhomogen - insbesondere die Republikaner, die von liberalen Demokraten bis hin zu Anarchisten praktisch alles umfassten, was irgendwie links war; bei den Nationalisten wurden allerdings katholische-konservativ-monarchistische Elemente ziemlich schnell von den Faschisten aufgesogen - als dass man von einem Stellvertreterkrieg sprechen könnte. Wenn man schon eine vereinfachende Darstellung abgeben möchte, dann vielmehr Faschisten gegen praktisch alle Anderen.

Ein bisschen mehr differenziertheit wäre schön gewesen

1. Im Zusammenhang mit den Faschisten in Spanien, vom "Hitlergruß" ist doch faktisch falsch. Soweit ich weiß gab es in Spanien keinen Personenkult um Hitler. Ergo muss man hier vom römischen Gruß sprechen.

2. Ist es nicht ganz richtig die Rebublikaner als Kommunisten zusammenzufassen. Der Großteil waren Anarchisten ,erst später wurde notgedrungen Prinzipien der Bolschewisten übernommen. Dies stellte eine Bedingung für die sowjetische Hilfe da.

3. Wirkt es so als ob der "Westen" der große Wohltäter gewesen wäre. Allerdings hat dieser jegliche hilfe den Republikaner verweigert. Also die , die grundsätzlich ähnliche Werte vertritten wie die USA . Weshalb die Rebuplikaner sich die Hilfe der Sowjetunion mit dem spanischen Goldreserven erkaufen durfte

Zur ausländischen Hilfe für die spanische Republik

Zur ausländischen Hilfe für die legitime Republikanische Regierung in Spanien:

Es gab überhaupt nur zwei Staaten, die die spanische Republik logistisch unterstützten - die Sowjetunion und Mexiko.

Während die mexikanische Hilfe aus echter Sympathie geleistet wurde (Mexiko nahm auch als einziges Land ehemalige Spanienkämpfer auf, die nicht in die Sowjetunion wollten), setzten die sowjetischen Hilfsmassnahmen erst ein, als die spanische Regierung sich bereit erklärte, den Sowjets ihre Goldreserven auszuliefern. Für die Sowjets war es also ein Geschäft, dass sie sich sehr gut bezahlen liessen.

Ausserdem sollte man daran erinnern, dass viele Unterstützer der spanischen Republik nicht durch Faschisten, sondern durch stalinistische Geheimpolizisten getötet wurden. Betroffen waren davon auch Prominente wie der russische Journalist und Hemingway-Freund Michail Kolzow, aber auch unzählige Anarchisten, POUM-Leute und in die Sowjetunion emigrierte Spanienkämpfer, die entweder vom NKWD liquidiert wurden oder (wenn sie Deutsche waren) im Zuge des Hitler-Stalin-Paktes zur Liquidierung an die Nazis ausgeliefert wurden.