Die USA standen 1970 vor der Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens. Präsident Nixons Plan hätte das Land grundlegend verändert, schreibt Leser C. Johann.
Als der frisch gewählte Präsident Richard Nixon 1969 in das Weiße Haus einzog, blickten seine Landsleute auf ein Jahrzehnt voller Enttäuschungen zurück. Vietnamkrieg, Attentate und Rassenunruhen stellten das Selbstverständnis der Supermacht auf eine schwere Probe. Als fundamentales Problem wurden die rasant wachsenden Zahlen der Sozialhilfeempfänger gesehen. Die Innenstädte waren zu Ghettos geworden für Minderheiten, die abhängig von staatlicher Hilfe ohnmächtig den Zerfall ihrer Familien erleiden mussten. Als nun auch die Löhne der Arbeiter stagnierten, wuchs bei diesen die begründete Angst vor dem Leben als "working poor": Armut trotz Arbeit.
Nixons Family Assistance Plan (FAP) basierte auf dem Steuersystem. Dank eines komplexen Systems variabler Steuerraten sollte der Anreiz, trotz Grundeinkommen weiter arbeiten zu gehen, erhalten bleiben. Der Plan war bereits seit einigen Jahren von Experten der Demokraten ausgearbeitet worden. Hätte ihn ein Demokratischer Präsident vorgeschlagen, wäre er als größte sozialpolitische Errungenschaft des 20. Jahrhunderts gefeiert worden.
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© BeneA / photocase.com
Der Republikaner Nixon aber symbolisierte in den Augen liberaler Demokraten den Feind. Daher blieb ihr Enthusiasmus, ihrer Klientel den FAP zu erklären, gering. Im Gegenteil, immer wieder wurde er absichtlich falsch dargestellt. Die von der Regierung vorgesehene Grundsicherung sei zu niedrig, behaupteten Kritiker: Dabei sah der Plan lediglich vor, einen bundesweit einheitlichen Grundsockel bereitzustellen, der von einzelstaatlichen Sozialhilfen und Erwerbseinkommen aufgestockt werden sollte.
Nachdem das Repräsentantenhaus den FAP mit großer Mehrheit verabschiedet hatte, versandete der Gesetzesvorschlag im Senat. Den Senatoren lag mehr an öffentlicher Aufmerksamkeit und Wiederwahl, als an der Unterstützung für den Plan des politischen Gegners; selbst wenn dieser ihren erklärten Zielen nahe stand. Die öffentliche Gegnerschaft zu Nixon, der lange vor Watergate Persona non grata der Linken war, versprach diese Aufmerksamkeit.
In der Folge erkannten immer mehr Politiker, dass es aussichtsreicher war, auf polarisierende Symbole statt komplexe Lösungsvorschläge zu setzen. Rasch begriff das auch Ronald Reagan. Als kalifornischer Gouverneur konnte er sich auch dank seiner Gegnerschaft zum FAP bundesweit einen Namen machen.
Seine Komplexität und Nixons Politikverständnis ließen den FAP 1970 scheitern. Die Visionen und Versprechen seiner beiden Vorgänger, John F. Kennedy und Lyndon B. Johnson, hatten die Grenzen des politisch Machbaren immer mehr verwischt. Nixons nüchterner Ton bei der Bewerbung des FAP war nichts im Vergleich zur Verve von Mondflug-Versprechen und Kriegserklärungen gegen die Armut. Vielleicht erinnert sich auch deswegen heute keiner mehr daran.
- Datum 05.09.2011 - 11:55 Uhr
- Quelle Leserartikel
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Der schöne Gedanke vom bedingungslosen Grundeinkommen wird hin und wieder auch bei uns diskutiert.
Allerdings nicht auf höchster politischer Ebene. Denn die Umsetzung setzt eine gigantische Steuerreform voraus, die wohl kaum ein Politiker umzusetzen vermag.
Die Befürworter rechnen ja heute schon einige Hundert Euro Zuwendung je Einwohner vor, zähle man alle staatlichen Zahlungen wie Kindergeld, Wohngeld, Hartz IV etc. zusammen.
Auf ein derart großes und riskantes Experiment wollen sich viele nicht einlassen.
Die theoretischen Vorzüge, dass sich jeder nach dem Lustprinzip seine Beschäftigung ohne Zwang wählen kann, klingt paradiesisch, allerdings auch recht futuristisch.
...als ein bedingunsloses Grundeinkommen?
Ansonsten sehr interssanter und lesenswerter Artikel!
Das hatten teilweilse andere schon vor - genannt Frankling Delano Roosevelt - FDR. Googlen sie "Second Bill of Rights" und sie wissen von was ich rede. Nixon war hingegen der erste Henker des kostengünstigen, öffentlichen Gesundheitssystem.
wird bei uns nicht unbedingt von Politikern geführt, sondern
von engagierten Mitmenschen (wie Götz Werner Inhaber einer Drogeriemarktkette), die sich Sorgen um unser Gesellschafts-
System machen. Da es wohl eher einer sozialistischen Ideologie
zugeordnet wird, wird diese Idee von den etablierten Parteien
bisher rundweg abgelehnt. Es gibt eine Menge Gründe die dafür sprechen, Link: www.unternimm-die-zukunft...
wo die Möglichkeiten dargestellt werden. Wenn das verknüpft
wird mit finanziellen Anreizen, wie in dem Artikel dargestellt
finde ich die Idee sogar sehr realistisch.
Soll ich mir das so vorstellen, dass man den Näherinnen in Bangladesh, den Wanderarbeitern in China, die unsere Handys, Computer etc. zusammenbauen, den Arbeitern in den Kaffee-, Zucker- und Soyaplantagen in Mittel- und Südamerika, den Arbeitern in den Kupferminen und vielen, vielen anderen mehr sagen wird:
"Wenn ihr wollt, könnt ihr morgen wieder arbeiten kommen, andernfalls sorgen wir für euch und eure Familien. Ihr kriegt ab sofort von uns ein Einkommen ohne Arbeit."?
Schade, dass konnte ja nur in die Hose gehen!
Schließlich ist ein republikanischer Präsident der oberste Lobbyist des kapitalistischen Systems in den USA!
Und nicht ein jeder Staatschef fällt seinen Wählern und der eigenen Partei dermaßen in den Rücken, wie weiland Gerhard Schröder, der 1. Kanzler einer steten Desozialisierung Deutschlands!
Der Traum des bedingungslosen Grundeinkommens scheitert ebene, wie so Vieles!, an den so extrem verzweigten kapitalistischen Strukturen. Umzusetzten wäre es in Ländern wie Deutschland sogar ohne große Existenzprobleme, aber man müsste eben politisch auf eine andere Dynamik kommen.
Wenn man genug Zeit und Raum gibt, das Wirtschaftssystem erstmal crashen zu lassen und dann aus den neu-aufblühenden Zweigen, durch freie Entfaltung von Interessen, grundsolide emporzusteigen, wäre das Projekt sicher erfolgreich.
Schon in kleiner kommunaler Form beweist sich, dass jedes Individuum gewisse Fertigkeiten und Neigungen entwickelt und damit zum Gesamtwohl beisteuern kann.
die unheilige Phalanx aus etablierter Politik und Geld-/Wirtschaftsadel wären gerade dabei, genau deshalb das derzeitige System dermaßen mit Wucht an die Wand zu fahren, um dann aus der Asche endlich ein neues, grundsolides und auf freien Interessen aller aufblühendes, System zu erschaffen!
Endlich ein humanes System der Gerechtigkeit und der fairen Teilhabe aller auf gleicher Augenhöhe?!
Neee, das kann ich nicht glauben! Das sprengt einfach das Bild, welches ich von den o. g. Protagonisten und deren offenkundigen Intentionen in meinem bisherigen Leben habe gewinnen müssen, einfach bei Weitem!
Dazu brauchte es wohl aufrechte Politiker und ökologisch orientierte Wirtschaftslenker, die es ernst meinen mit ihrer Verantwortung gegenüber ALLEN Bürgern und ehrlich an einem, für alle und in vielerlei Hinsicht prosperierenden, Gemeinwesen tätig sein wollen; Einer lebenswerten Gesellschaft, in der allein der Mensch und seine Mitwelt im absoluten Mittelpunkt allen Sinnen und Trachtens stehen!
Doch solche "Wundertiere" gibt es, Gott sei es geklagt, leider weit und breit nicht....
die unheilige Phalanx aus etablierter Politik und Geld-/Wirtschaftsadel wären gerade dabei, genau deshalb das derzeitige System dermaßen mit Wucht an die Wand zu fahren, um dann aus der Asche endlich ein neues, grundsolides und auf freien Interessen aller aufblühendes, System zu erschaffen!
Endlich ein humanes System der Gerechtigkeit und der fairen Teilhabe aller auf gleicher Augenhöhe?!
Neee, das kann ich nicht glauben! Das sprengt einfach das Bild, welches ich von den o. g. Protagonisten und deren offenkundigen Intentionen in meinem bisherigen Leben habe gewinnen müssen, einfach bei Weitem!
Dazu brauchte es wohl aufrechte Politiker und ökologisch orientierte Wirtschaftslenker, die es ernst meinen mit ihrer Verantwortung gegenüber ALLEN Bürgern und ehrlich an einem, für alle und in vielerlei Hinsicht prosperierenden, Gemeinwesen tätig sein wollen; Einer lebenswerten Gesellschaft, in der allein der Mensch und seine Mitwelt im absoluten Mittelpunkt allen Sinnen und Trachtens stehen!
Doch solche "Wundertiere" gibt es, Gott sei es geklagt, leider weit und breit nicht....
die unheilige Phalanx aus etablierter Politik und Geld-/Wirtschaftsadel wären gerade dabei, genau deshalb das derzeitige System dermaßen mit Wucht an die Wand zu fahren, um dann aus der Asche endlich ein neues, grundsolides und auf freien Interessen aller aufblühendes, System zu erschaffen!
Endlich ein humanes System der Gerechtigkeit und der fairen Teilhabe aller auf gleicher Augenhöhe?!
Neee, das kann ich nicht glauben! Das sprengt einfach das Bild, welches ich von den o. g. Protagonisten und deren offenkundigen Intentionen in meinem bisherigen Leben habe gewinnen müssen, einfach bei Weitem!
Dazu brauchte es wohl aufrechte Politiker und ökologisch orientierte Wirtschaftslenker, die es ernst meinen mit ihrer Verantwortung gegenüber ALLEN Bürgern und ehrlich an einem, für alle und in vielerlei Hinsicht prosperierenden, Gemeinwesen tätig sein wollen; Einer lebenswerten Gesellschaft, in der allein der Mensch und seine Mitwelt im absoluten Mittelpunkt allen Sinnen und Trachtens stehen!
Doch solche "Wundertiere" gibt es, Gott sei es geklagt, leider weit und breit nicht....
Geben Sie einfach mal in einer Suchmaschine den Namen Franz Hörmann ein, und sie werden beim lesen den Mund nicht mehr zu bekommen!
Der österreichische Wirtschaftswissenschaftler erklärt uns Laien nicht nur, woran unser Geldsystem krankt, er hat auch die Idee für eine Lösung.
Wir müssen nur weg vom Konkurrenzdenken und lernen vorbehaltlos zusammen zu arbeiten!
Viel Spaß beim Googeln.
.. der Genialität-im-Evolutionsprozess suchen.
Nur mit der Evolutionsprojekt-Lösung, kommen wir aus der Absturzkrise des EURO- und Industriestaaten-Raumes heraus. Tatsache ist: Die evolutionsprozess-logische Systemlösung für das Ende der Systemkrise i s t gefunden. Aber da der Erkenntnisstand, die dazu befähigt, das Evolutionsprojekt-Angebot zu beurteilen, einen Theoriesprung erfordert, und weil zu diesem Sprung nur wenige Menschen fähig sind, dauert es einige Zeit, bis das kollektive HEUREKA! dran ist.
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Der österreichische Wirtschaftswissenschaftler erklärt uns Laien nicht nur, woran unser Geldsystem krankt, er hat auch die Idee für eine Lösung.
Wir müssen nur weg vom Konkurrenzdenken und lernen vorbehaltlos zusammen zu arbeiten!
Viel Spaß beim Googeln.
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Nur mit der Evolutionsprojekt-Lösung, kommen wir aus der Absturzkrise des EURO- und Industriestaaten-Raumes heraus. Tatsache ist: Die evolutionsprozess-logische Systemlösung für das Ende der Systemkrise i s t gefunden. Aber da der Erkenntnisstand, die dazu befähigt, das Evolutionsprojekt-Angebot zu beurteilen, einen Theoriesprung erfordert, und weil zu diesem Sprung nur wenige Menschen fähig sind, dauert es einige Zeit, bis das kollektive HEUREKA! dran ist.
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