Wuchang-Aufstand: Das Ende für Chinas letzten Kaiser
Der Untergang des Kaiserreichs begann heute vor 100 Jahren mit dem Wuchang-Aufstand. Knapp drei Monate später wurde die Republik China ausgerufen.
© Liu Jin/AFP/Getty Images

Im Nationalmuseum in Peking ist eine Kampfszene aus dem Wuchang-Aufstand von 1911 nachgestellt worden.
Es brodelt im China des frühen 20. Jahrhunderts. Die seit 1644 regierende Qing-Dynastie hat das Riesenreich nicht mehr unter Kontrolle. Die mächtigen mafiösen Triaden-Geheimgesellschaften, religiöse Sekten und ethnische Minderheiten machen ihr zu schaffen. Der Drache, die Großmacht Asiens, ist müde geworden: technisch rückständig, politisch isoliert und der kolonialen Gier des Westens schutzlos ausgeliefert.
Europäer, Amerikaner und der alte Erzfeind Japan kontrollieren weite Teile der Industrie, des Bergbaus, der Schifffahrt, der Eisenbahnen. Sogar Deutschland, sonst als Kolonialmacht wenig erfolgreich, sichert sich das Gebiet Kiautschou um die Stadt Tsingtau.
Während des Boxeraufstandes von 1901 – benannt nach einer Rebellengruppe, deren Name als "Fäuste der Gerechtigkeit und Harmonie" übersetzt werden kann – versuchen Rebellen vergeblich, den ausländischen Einfluss abzuschütteln. Ein internationales Expeditionskorps unter deutschem Kommando schlägt den Aufstand brutal nieder. Die de facto regierende Kaiserinwitwe Cixi unterzeichnet das von vielen Chinesen als demütigend empfundene "Boxerprotokoll". Unter anderem muss China sich entschuldigen und Reparationen zahlen.
Sühnebesuch in Deutschland
Prinz Tschün II. muss als Vertreter der Qing sogar nach Deutschland reisen, um sich für den Mord an einem deutschen Diplomaten zu entschuldigen. Auch wenn die chinesische Delegation erreicht, dass er bei seinem Sühnebesuch am 4. September 1901 im Neuen Palais im Park Sanssouci in Potsdam nicht vor Wilhelm II. niederknien muss – das Ansehen des Kaiserhauses ist dahin. Die Qing kommen aus der Mandschurei; viele Han-Chinesen lehnen das Mandschu-Geschlecht ohnehin als Fremdherrschaft ab.
Kaiser Guangxus Versuche einer Reformpolitik kommen zu spät und können die Spannung zwischen Herrschern und dem aufstrebenden nationalen Bürgertum nicht abmildern, das sich zugunsten der Ausländer benachteiligt sieht. Die "Hundert-Tage-Reform" scheitert. Stattdessen lässt Cixi neue Truppen ausbilden und ein Polizeiamt einrichten: Mit dieser Art Reformen gelingt es, die zahllosen Aufstände einzudämmen, die immer wieder aufflackern, 1909 und 1910 sind es Hunderte pro Jahr.
1911 verkauft die Regierung Baurechte für Eisenbahnlinien nach Guangzhou (Kanton) an westliche Investoren. Im April 1911 bricht dort ein bewaffneter Aufstand aus – der trotz sechs Monaten der Vorbereitung nach einem Tag und einer Nacht niedergeschlagen wird. 72 getötete Revolutionäre werden in einem Gemeinschaftsgrab in Huanghuagang ("Gelbe-Blumen-Hügel") bei Guangzhou beigesetzt: die "72 Märtyrer von Huanghuagang". Sun Yat-Sen, einer der wichtigsten Anführer der nationalistischen Rebellen, muss ins Exil.
- Cixi
-
Kaiserinwitwe Cixi ist die prägende Gestalt am Ende der Qing-Dynastie. Sie ist nur eine von etwa einem Dutzend Nebenfrauen (dazu kommen etliche Konkubinen) des Kaisers Xianfeng, doch sie gebiert ihm seinen einzigen Sohn und bringt ihn dazu, diesen auf dem Sterbebett zu seinem Nachfolger zu ernennen.
Cixi regiert für den Minderjährigen. 1872 übernimmt Kaiser Tongzhi die Regierungsgeschäfte, stirbt jedoch schon 1875. Cixi macht ihren minderjährigen Neffen zum Nachfolge – und kann als "Regentin hinter dem Vorhang" herrschen, bis Kaiser Guanxu volljährig wird.
- Guanxu
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Als Kaiser Guanxu 1889 die Amtsgeschäfte übernimmt, zieht Cixi sich zeitweise von der Politik zurück. Doch in dem Moment, in dem der Kaiser Reformen einleitet, gewinnen Adelskreise, die um ihren Einfluss fürchten, Cixi für sich. Mithilfe des mächtigen Militärbefehlshabers Yuan Shikai stellt sie Guanxu unter Hausarrest und übernimmt erneut die Regentschaft.
Einen Tag, bevor Cixi selbst 1908 starb, wohl an einer Influenza, verschied Guanxu. Ob Cixi ihn töten ließ, um den Weg für ihren Wunschnachfolger Pu Yi frei zu machen, ist unbewiesen.
- Pu Yi
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Cixi setzt 1908 kurz vor ihrem Tod den zweijährigen Pu Yi zum Thronerben ein. Sein Vater Tschün II. regiert für ihn, während der Junge von Privatlehrern erzogen wird.
Bevor der Kindkaiser volljährig werden kann, muss er abdanken. Er behält Wohnrecht im Kaiserpalast und eine üppige Apanage, wird 1917 sogar für 13 Tage wieder Kaiser.
1934 machen ihn die Japaner zum Kaiser ihres Marionettenstaates Mandschuko. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs sitzt er erst in sowjetischer, dann in chinesischer Haft. Mao Zedong begnadigt ihn 1959, er lebt als Gärtner und Archivar.
- Yuan Shikai
-
Als Kommandeur der ersten "Neuen Armee" unterstützt Yuan Shikai die Witwe Cixi gegen den reformwilligen Kaiser Guanxu. Als er den Wuchang-Aufstand niederschlagen soll, stellt er seine Truppen gegen das Versprechen, er werde Präsident, in den Dienst der Revolution.
Yuan zwingt Pu Yi zum Abdanken und wird erster offizieller Präsident der Republik China. Später lässt Yuan die gewählte Regierung stürzen, die Nationalistische Partei Kuomintang verbieten. 1915 ernennt er sich selbst zum Kaiser, doch selbst seine Offiziere widersetzen sich. Wenige Monate nach seinem Rücktritt stirbt Yuan 1916.
- Sun Yat-Sen
-
Sun Yat-Sen wird sowohl auf Taiwan als auch in der Volksrepublik als Gründervater verehrt. Der Christ studiert in Hongkong Medizin und wird Arzt. Reisen in den Westen politisieren ihn.
Nach einem missglückten Aufstand 1895 muss er ins Exil. Vom Wuchang-Aufstand erfährt er aus einer US-Zeitung. Vor den ersten Wahlen in China gründet er die Nationale Volkspartei Kuomintang.
1913 treibt Yuan ihn erneut ins Asyl. 1917 kehrt er in das in Machtkämpfen zersplitterte China zurück. Nach seinem Tod 1925 entbrennt der Bürgerkrieg zwischen Kuomintang und Kommunisten, die sich beide für seine wahren Erben halten.
Dass auch in Wuchang ein Aufstand losbricht, ist kein Zufall: Hier hat die "Neue Armee" eine ihrer Hochburgen, eine 1895 nach der chinesischen Niederlage gegen Japan gegründete moderne Kampftruppe. Wuchang am Jangtse-Fluss, in der Provinz Hubei, ist das Zentrum der chinesischen Militärindustrie. Viele meist junge Offiziere gehören Organisationen wie der Chinesischen Revolutionären Liga, der "Literatur-Gesellschaft" Wen Xue She oder der "Gesellschaft für Gemeinsamen Fortschritt" Gong Jin Hui an. Seit dem Sommer 1911 bereiten sie eine bewaffnete Rebellion vor.






Die chinesische Revolution von 1911 war in erster Linie eine nationalistische Revolution der Han-Chinesen gegen die Fremdherrschaft der Mandschu, die sogenannte Qing-Dynastie.
Es gab in der Qing-Dynastie eine strikte Rassentrennung zwischen Mandschu und Han.Ehe zwischen Han und Mandschu war verboten.Die Mandschu besetzten die wichtigsten Posten der Regierung.Im kabinett etwa wurden 83 Prozent der mittleren Posten von den Mandschu besetzt.Im Schatzministerium wurden 69 Prozent der mittleren Posten von Mandschu besetzt.68,4 Prozent der 2277 Posten der wichtigen Ministerien der Zentralregierung der Qing konnten nur von Mandschu besetzt werden.Lediglich 302 Posten davon durften sowohl von Mandschu als auch von Han besetzt werden.Selbst in dem letzten Kabinett der Qing-Regierung (Mai 1911), also kurz vor dem Ausbruch der Revolution, waren acht von 13 Minister Manschu.All das entspricht überhaupt nicht dem Bevölkerungsanteil der Mandschu an der Gesamtbevölkerung Chinas(unter 1 Prozent)..
"Teile und Herrsche", so haben die Mandschu versucht, über die Völker ihres Riesenreiches zu herrschen.
Han-Chinesen durften bis zum späten 19.Jh. nicht in die Nicht-Han-Gebiete des Reiches einwandern. Die Mandschurei, die Heimat der Mandschu, sollte von Han-Chinesen frei gehalten werden. Die Mandschu haben deswegen eine 2700-km lange Palisade vor den Toren der Mandschurei gebaut(柳條邊), um eine chinesische Einwanderung zu verhindern.
Finde ich sehr informativ. Vielleicht möchten Sie mal einen Artikel schreiben?
Schon bald werden die USA zu schwach sein um Taiwan mit der bisherigen Vehemenz zu verteidigen. Hoffen wir dann mal auf eine friedliche Einigung...
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Erst das Eindringen der Russen in die dünn besiedelte Mandschurei zwang die Qing-Dynastie dazu, die Einwanderungsspeere gegenüber Han-Chinesen aufzuheben.
Tatsächlich fühlten sich die Mandschu den Mongolen näher als den Han-Chinesen.Deshalb stellten auch die Mongolinnen üblich die Kaiserinnen der Qing.Mongolische Fürsten wurden mit Königstiteln (王) belehnt.
Die Revolution von 1911, wie Sun Yat-Sen selbst sagte, hatte sich zum Ziel gesetzt, "China wiederherzustellen"(恢复中华) und Tataren zu vertreiben(驱除鞑虏).
In erster Linie wollten die Han-Nationalisten also nur die 18 han-chinesischen Provinzen, also das eigentliche China, von der Mandschu-Herrschaft befreien.
In der Qing-Dynastie wurden innerhalb der wichtigsten han-chinesischen Großstädte Mandschu-Städte eingerichtet, wo Mandschu-Soldaten samt ihrer Angehörige untergebracht waren, um die Han-Chinesen zu überwachen.1911 fielen zahlreiche Mandschu der Revolution zum Opfer.In Wuchang, Xian, Taiyuan, Fuzhou, Nanjing und zahlreichen anderen Städten hat es Pogrome gegen die Mandschu gegeben.Zahlreiche Bewohner der Mandschu-Städte wurden massakriert.Auch Frauen und Kinder.
Nach der Revolution waren Mandschu der Diskriminierung der Han-Chinesen ausgesetzt und änderten daher mehrheitlich ihre Nachnamen in han-chinesische Nachnamen, um nicht als Mandschu erkannt zu werden.
Nachdem die Qing gestürzt worden war, führten die Han-Chinesen jedoch das Konzept der "chinesischen Nation"(zhonghua minzu), das 1902 Liang Qichao zum ersten Mal erwähnt wurde, ein, um die Nicht-Han-Gebiete und Völker des Mandschu-Reiches in den chinesischen Staat zu integrieren.Danach sollen Han, Mandschu, Mongolen, Tibeter und Uiguren einem Großchinesischen Volk angehören."zhonghua" war übrigens früher ein Synonym für die han-chinesische Zivilisation.
Eigentlich war das der Geburtstag der chinesischen Nation.
Denn der Begriff Zhong Guo, das Land der Mitte, der heute als "China" ins Deutsche übersetzt wurde, war bis ins 19.Jahrhundert hinein kein tatsächlicher Staatsname, sondern ein Begriff der Selbstlegitimation der Dynastien bzw der Selbstverherrlichung der eigenen Zivilisation oder ein Begriff für ein bestimmtes Gebiet.In der Zhou-Dynastie bedeutete "zhongguo" zum Beispiel ein bestimmtes Gebiet, nämlich das Gebiet im heutigen Zentralchina um das Luoyang-Becken.
Mal bezeichenten einzelne Feudelstaaten bzw Fürstentümer ihre Herrschaftgebiete als Land der Mitte.Mal bedeutete dieser Begriff schlicht nur die "Hauptstadt", zum Beispiel als ein König von Qi seine Hauptstadt als "Land der Mitte" bezeichnete.Denn das "Guo" bedeutete in der Antike nicht nur "Land", sondern auch "Hauptstadt".Daher bezeichneten sich zum Beispiel die Einwohner der Hauptstadt der Zhou als "Guo Ren," also Menschen der Hauptstadt.
Seit der Han Dynastie wurde der Begriff des "Landes der Mitte" allmählich zum Symbol für die Rechtmäßigigkeit der eigenen Dynastie, zum Beispiel als zu Zeiten der Südlichen und Nördlichen Reiche beide Reiche im Norden und Süden Chinas sich selbst als "Zhong Guo" und den anderen Staat als "Barbarenland" bezeichnet haben .
Bis zum Ende des Kaisertums 1912 war "zhong guo" kein offizieller Staatsname. Die Staatsnamen waren stets jeweils die Namen der einzelnen Dynastien.Zum Beispiel war Tang der Staatsname der Tang-Dynastie, "Song" der Staatsname der Song, "Da Ming"(Groß-Ming) der Staatsname der Ming, "Da Qing" der Staatsname der Qing.
Mal hat sich die Qing-Dynastie nach außen als "Zhong guo" bezeichnet, um die Legitimität der eigenen Dynastie zu stärken(weil Fremdherrschaft) und sich als rechtmäßige Vertreter der chinesischen Zivilisation hinzustellen.Mal beschimpften Mandschu-Adelige der Qing die Han Beamten, dass sie mit ihrer Reformbestrebung "Zhong guo" retten wollten, anstatt "Da Qing" retten zu wollen. "Zhong guo" war für viele Chinesen in der Qing-Dynastie lediglich das traditionelle Siedlungsgebiet der Han-Chinesen, also nur die 18 han-chinesischen Provinzen.
Erst mit der Gründung der Republik China und Abschaffung des Kaisertums 1912 wurde "Zhong Guo" ein Staatsname, als Abkürzung für "Zhonghua minguo"-Republik China.Zhong Guo als Staat und Nation gibt es also erst seit 1912.
"Auf Taiwan, dem letzten Rückzuggebiet der Republik China,.."
dies ist so nicht ganz richtig, glaube ich. Die republikanische Bewegung teilte sich und es gab Bürgerkrieg zwischen diesen Gruppen. Eine der Gruppen (Mao) besiegt dann nach 1945 die andere starke Fraktion (welche in den 1920-zigern die Oberhand hatte), die sich daraufhin nach Taiwan zurückzog und dort eine Diktatur errichtete (bis in die 1980-ziger).
Beide Fraktionen haben ihre Wurzeln in der republikanischen Bewegung, nicht umsonst heisst es Volksrepublik China.
Taiwan ist also für konservative Rotchinesen der letzte Teil Chinas, in dem die feindliche Fraktion sitzt und noch nicht erobert werden konnte. Dies macht das Problem Taiwan so gefährlich.
Taiwan -> Republik China
China -> Volksrepublik China
Heute hat der Parteichef der KPCh und Staatschef der VRChina, Hu Jintao, eine Rede gehalten.Wörtlich:"Die chinesischen Kommmunisten sind die entschlossenten Unterstürzer, die engsten Mitarbeiter und die treusten Erben der revolutionären Sache, die von Herrn Sun Zhongshan begonnen wurde."
http://china.huanqiu.com/...
Die KPCh sieht sich also in der Tradition der Xinhai-Revolution von 1911.
Jedoch ist die KMT, nicht die KPCh, die direkte Nachfolgerpartei der Revolutionären Gruppierungen, die sich 1911 maßgeblich an der Revolution beteiligt haben.
Sun Yat-Sen wird von Taiwan als "Staatsvater" der Republik China verehrt, während er gleichzeitig auch von der VR China als einen großer Revolutionär gefeiert wird.
Die KPCh wurde erst 1921 gegründet.Sun Yat-Sen hat sich jedoch für eine Allianz zwischen der KMT und KPCh eingesetzt, um militärische Hilfe der UdSSR zu bekommen.Damals war die Republik China breits im Bürgerkrieg versunken.Weite Teile des Landes wurden von Warlords beherrscht.Zahlreiche Mitglieder der KPCh traten sodann der KMT bei.Es begann dann der erfolgreiche Nordfeldzug, angeführt von Chiang Kai-Shek, der die Beiyang-Walords besiegen konnte.
Es kam nach dem Tod Suns aber zum Bruch der Allianz.
Die chinesischen Kommunisten gründeten eigene Militärs, um bewaffente Aufstände gegen die KMT-Regierung durchzuführen.
1949 verlor wie bekannt die Nationalregierung der KMT den Bürgerkrieg gegen die Kommunisten und zogen sich nach Taiwan zurück.Fortan existierte die Republik China also nur noch auf Taiwan, während die Kommunisten ihrerseits den Staat "Volksrepublik China" gegründeten.
Die kommunistische Regierung beharrt jedoch darauf, dass es nur einen einzigen chinesischen Staat geben kann, nämlich die "VR China".Deswegen erkennt Deutschland die Republik China gar nicht an, um diplomatische Beziehung zur VR China führen zu können.
Vor der Demokratisierung Taiwans fühlten sich die meisten Taiwanesen noch als "Chinesen" (Zhongguoren), also als ein Teil des chinesischen Staatsvolkes.Chiang Kai-Shek wollte noch das Festland zurückerobern.Inzwischen hebt die Republik China keinen Anspruch mehr auf das chin. Festland und die meisten Taiwanesen fühlen sich nicht mehr als Teil des chinesischen Staatsvolkes. So wie Österreich gegenüber Deutschland, haben Taiwanesen inzwischen auch eine neue Identität als "Taiwanesen" entwickelt.
Ein Dilemma für die KPCh-Regierung.
Einerseits erkennt sie die Republik China gar nicht an.Denn nach deren Verständnis ist die Republik China 1949 schon untergegangen.
Andererseits droht sie Taiwan mit offenenm Krieg, falls Taiwan den Staatsnamen "Republik China" abschaffen und stattdessen "Republik Taiwan" ausrufen sollte.
Was die VR China anstrebt, ist eine Provinz Taiwan innerhalb der VR China.Und das wollen die meisten Taiwanesen auf keinen Fall zulassen.
Taiwan -> Republik China
China -> Volksrepublik China
Heute hat der Parteichef der KPCh und Staatschef der VRChina, Hu Jintao, eine Rede gehalten.Wörtlich:"Die chinesischen Kommmunisten sind die entschlossenten Unterstürzer, die engsten Mitarbeiter und die treusten Erben der revolutionären Sache, die von Herrn Sun Zhongshan begonnen wurde."
http://china.huanqiu.com/...
Die KPCh sieht sich also in der Tradition der Xinhai-Revolution von 1911.
Jedoch ist die KMT, nicht die KPCh, die direkte Nachfolgerpartei der Revolutionären Gruppierungen, die sich 1911 maßgeblich an der Revolution beteiligt haben.
Sun Yat-Sen wird von Taiwan als "Staatsvater" der Republik China verehrt, während er gleichzeitig auch von der VR China als einen großer Revolutionär gefeiert wird.
Die KPCh wurde erst 1921 gegründet.Sun Yat-Sen hat sich jedoch für eine Allianz zwischen der KMT und KPCh eingesetzt, um militärische Hilfe der UdSSR zu bekommen.Damals war die Republik China breits im Bürgerkrieg versunken.Weite Teile des Landes wurden von Warlords beherrscht.Zahlreiche Mitglieder der KPCh traten sodann der KMT bei.Es begann dann der erfolgreiche Nordfeldzug, angeführt von Chiang Kai-Shek, der die Beiyang-Walords besiegen konnte.
Es kam nach dem Tod Suns aber zum Bruch der Allianz.
Die chinesischen Kommunisten gründeten eigene Militärs, um bewaffente Aufstände gegen die KMT-Regierung durchzuführen.
1949 verlor wie bekannt die Nationalregierung der KMT den Bürgerkrieg gegen die Kommunisten und zogen sich nach Taiwan zurück.Fortan existierte die Republik China also nur noch auf Taiwan, während die Kommunisten ihrerseits den Staat "Volksrepublik China" gegründeten.
Die kommunistische Regierung beharrt jedoch darauf, dass es nur einen einzigen chinesischen Staat geben kann, nämlich die "VR China".Deswegen erkennt Deutschland die Republik China gar nicht an, um diplomatische Beziehung zur VR China führen zu können.
Vor der Demokratisierung Taiwans fühlten sich die meisten Taiwanesen noch als "Chinesen" (Zhongguoren), also als ein Teil des chinesischen Staatsvolkes.Chiang Kai-Shek wollte noch das Festland zurückerobern.Inzwischen hebt die Republik China keinen Anspruch mehr auf das chin. Festland und die meisten Taiwanesen fühlen sich nicht mehr als Teil des chinesischen Staatsvolkes. So wie Österreich gegenüber Deutschland, haben Taiwanesen inzwischen auch eine neue Identität als "Taiwanesen" entwickelt.
Ein Dilemma für die KPCh-Regierung.
Einerseits erkennt sie die Republik China gar nicht an.Denn nach deren Verständnis ist die Republik China 1949 schon untergegangen.
Andererseits droht sie Taiwan mit offenenm Krieg, falls Taiwan den Staatsnamen "Republik China" abschaffen und stattdessen "Republik Taiwan" ausrufen sollte.
Was die VR China anstrebt, ist eine Provinz Taiwan innerhalb der VR China.Und das wollen die meisten Taiwanesen auf keinen Fall zulassen.
Taiwan -> Republik China
China -> Volksrepublik China
Heute hat der Parteichef der KPCh und Staatschef der VRChina, Hu Jintao, eine Rede gehalten.Wörtlich:"Die chinesischen Kommmunisten sind die entschlossenten Unterstürzer, die engsten Mitarbeiter und die treusten Erben der revolutionären Sache, die von Herrn Sun Zhongshan begonnen wurde."
http://china.huanqiu.com/...
Die KPCh sieht sich also in der Tradition der Xinhai-Revolution von 1911.
Jedoch ist die KMT, nicht die KPCh, die direkte Nachfolgerpartei der Revolutionären Gruppierungen, die sich 1911 maßgeblich an der Revolution beteiligt haben.
Sun Yat-Sen wird von Taiwan als "Staatsvater" der Republik China verehrt, während er gleichzeitig auch von der VR China als einen großer Revolutionär gefeiert wird.
Die KPCh wurde erst 1921 gegründet.Sun Yat-Sen hat sich jedoch für eine Allianz zwischen der KMT und KPCh eingesetzt, um militärische Hilfe der UdSSR zu bekommen.Damals war die Republik China breits im Bürgerkrieg versunken.Weite Teile des Landes wurden von Warlords beherrscht.Zahlreiche Mitglieder der KPCh traten sodann der KMT bei.Es begann dann der erfolgreiche Nordfeldzug, angeführt von Chiang Kai-Shek, der die Beiyang-Walords besiegen konnte.
Es kam nach dem Tod Suns aber zum Bruch der Allianz.
Die chinesischen Kommunisten gründeten eigene Militärs, um bewaffente Aufstände gegen die KMT-Regierung durchzuführen.
1949 verlor wie bekannt die Nationalregierung der KMT den Bürgerkrieg gegen die Kommunisten und zogen sich nach Taiwan zurück.Fortan existierte die Republik China also nur noch auf Taiwan, während die Kommunisten ihrerseits den Staat "Volksrepublik China" gegründeten.
Die kommunistische Regierung beharrt jedoch darauf, dass es nur einen einzigen chinesischen Staat geben kann, nämlich die "VR China".Deswegen erkennt Deutschland die Republik China gar nicht an, um diplomatische Beziehung zur VR China führen zu können.
Vor der Demokratisierung Taiwans fühlten sich die meisten Taiwanesen noch als "Chinesen" (Zhongguoren), also als ein Teil des chinesischen Staatsvolkes.Chiang Kai-Shek wollte noch das Festland zurückerobern.Inzwischen hebt die Republik China keinen Anspruch mehr auf das chin. Festland und die meisten Taiwanesen fühlen sich nicht mehr als Teil des chinesischen Staatsvolkes. So wie Österreich gegenüber Deutschland, haben Taiwanesen inzwischen auch eine neue Identität als "Taiwanesen" entwickelt.
Ein Dilemma für die KPCh-Regierung.
Einerseits erkennt sie die Republik China gar nicht an.Denn nach deren Verständnis ist die Republik China 1949 schon untergegangen.
Andererseits droht sie Taiwan mit offenenm Krieg, falls Taiwan den Staatsnamen "Republik China" abschaffen und stattdessen "Republik Taiwan" ausrufen sollte.
Was die VR China anstrebt, ist eine Provinz Taiwan innerhalb der VR China.Und das wollen die meisten Taiwanesen auf keinen Fall zulassen.
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