Paläontologie Steinzeitlicher Mastodon-Mord

Bisher galten die Clovis-Menschen als erste Großwildjäger Nordamerikas. Eine Speerspitze in der Rippe eines Ur-Rüsseltiers verriet nun die noch früheren Steinzeit-Jäger.

Am oberen Rand der Mastodon-Rippe steckt ein fremdes Knochenstückchen: die Spitze des Speers, mit dem Frühmenschen das Tier erlegten.

Am oberen Rand der Mastodon-Rippe steckt ein fremdes Knochenstückchen: die Spitze des Speers, mit dem Frühmenschen das Tier erlegten.

Ihren Namen bekamen die Steinzeitmenschen Amerikas erst im Jahr 1937, als man in der Stadt Clovis in New Mexico zum ersten Mal einige ihrer Speerspitzen fand, mit denen sie auf Jagd gingen. Seither heißen sie Clovis-Menschen. Bisher galten sie als die ersten Großwild-Jäger des Kontinents.

Jetzt berichten Paläontologen im Magazin Science, dass Menschen in Nordamerika schon rund 800 Jahre vor dem Auftauchen der Clovis-Kultur Mastodonten – und vermutlich auch Mammuts – mit Speeren getötet haben.

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Eine beliebte Jagdbeute in der Steinzeit waren Amerikanische Mastodonten. Diese Rüsseltiere hatten ein Fell und lange Stoßzähne. Nicht selten werden Mastodonten mit den aus Europa bekannten Mammuts verwechselt – da sie verwirrender Weise den Gattungsnamen Mammut tragen. Die europäischen Mammuts gehören aber zu den Elefanten und werden in der Gattung Mammuthus zusammengefasst.

Die wissenschaftliche Altersbestimmung eines Mastodon-Rippenknochens ergab nun, dass die Tiere in Nordamerika schon von Menschen gejagt wurden, die vor den Clovis-Menschen unterwegs waren.

Fossilien aus den Siebzigern wurden erneut untersucht

Der Rippenknochen, in dem noch ein Teil einer Waffenspitze steckt, stammt aus einer Grabungsstelle im Bundesstaat Washington. Dort wurde bereits Ende der 1970er Jahre ein einzelnes Amerikanisches Mastodon (Mammut americanum) ausgegraben. Einzelne Knochen des Tieres waren zerbrochen, von anderen waren Stücke abgeschlagen worden. So kamen bald Zweifel auf, ob der Rippenknochen mit der Projektilspitze tatsächlich zu dem Skelett gehört oder später an die Fundstelle gelangte.

Leser-Kommentare
  1. ... mit etwas sprachlicher Sorgfalt auch in den Überschriften? Mord sollte doch bitte solchen Taten vorbehalten bleiben und nicht dem Versuch dienen, ein vermeintlich trockenes Thema mit einer Aufmerksamkeit generierenden Überschrift zu versehen.

    • kai.n
    • 21.10.2011 um 21:30 Uhr

    ...von einem Vegetarier geschrieben? :D

  2. Ich fand es aber auch ungewöhnlich, daß hier endlich einmal von Mord gesprochen wird, was ja von meinem Empfinden der Wirklichkeit entspräche, wenn es denn so gewesen ist. Da der Mensch von Natur aus frugivor veranlagt ist(organisch und sinnlich)könnte es ja auch sein, daß manche Menschen früher solche Tiere als "Materiallieferanten" angesehen haben, also auf das Fell, die Zähne und die Knochen in erster Linie aus waren. Aber aus meiner Sicht genauso verwerflich.

    • arno51
    • 22.10.2011 um 12:52 Uhr

    Der Mensch ist "von Natur aus" frugivor veranlagt?
    Welche Belege, nicht Behauptungen, haben Sie denn für diesen Schwachsinn?

    Anm.: Bitte achten Sie auf eine neutrale Wortwahl. Danke. Die Redaktion/vn

  3. auf rudimentärer Basis von ökologischer VerantwortungsgesinnungsReflektiertheit hätten diese Steinzeitjäger doch mindestens jeden Morgen abhalten können, dann wäre ihnen diese Alleinseligmachende Alternative der Ökologischen MakroBewußtseinsOption eröffnet worden...;
    ach, hätten diese Grobiane doch sich auschließlich von Beeren, Hülsenfrüchten, Löwenzahn*, Grassamen, Eicheln, Bucheckern, wildem Mohn...,, je nach Saison..., und eben der 'unverdorbenen Aussaat' der Natur befleißigt...;

    und wenn sie nicht daran gestorben sind, dann leben sie noch heute...;

    mann, mann, mann..., 'kriminaltechnische Untersuchungsattitüden an Steinzeitmenschen über ihr 'tieriesches 'Beuteschema' anzustellen ist so was von intellektuell unredlich und auch jeder 'populärwissenschaftlichen Journaille' unwürdig.

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