Die Lkw wurden für die kleinen Frauen umgerüstet
In dem etwas versteckt im Hoan-Kiem-Distrikt gelegenen Museum, gibt es schon jetzt einen Bereich, der Kriegsheldinnen gewidmet ist. Alte Propagandafotos zeigen Frauen, wie sie Bomben entschärften oder auf wichtigen militärischen Verbindungsstraßen Fahrbahnen bauten. Viele Mädchen und Frauen hatten sich damals freiwillig gemeldet. Zu ihren Aufgaben "gehörte vor allem das Stopfen von Löchern, die durch US-Bombardierungen entstanden waren," sagt der Historiker Großheim.
- Ho-Chi-Minh-Pfad
-
Über vier große Nord-Süd-Routen verlief der Pfad durch Vietnam, Laos und Kambodscha und war durch 21 Querwege verbunden. Das Netz aus Wegen umfasste ein Gebiet von rund 700 Kilometern Länge und 50 Kilometern Breite mit einer Gesamtwegstrecke von etwa 20.000 Kilometern.
Der Name Ho-Chi-Minh-Pfad ist nur im Ausland ein Begriff. Die Vietnamesen selbst sprechen von der Truong-Son-Straße, benannt nach einem Gebirge im Grenzgebiet von Vietnam, Laos und Kambodscha.
Kämpfer des Vietkong und Soldaten der Nordvietnamesischen Volksarmee (NVA) bauten den Pfad auch während der US-Bombardierungen weiter aus, sodass schließlich auch eine Treibstoffleitung sowie ein Netz unterirdischer Reparaturwerkstätten dazugehörte.
US-Experten schätzten, dass monatlich rund 5.000 Tonnen Material mit Trägern, Fahrrädern, Lkw und Elefanten in den Süden transportiert wurden.
Die Fahrerinnen vom Ho-Chi-Minh-Pfad gingen noch weiter. Sie mussten nach nur 45 Tagen militärischer Blitzausbildung verwundete oder gefallene Militärfahrer ersetzen. Ausgestattet waren sie mit russischen ZIL-130-Lastern, den fast baugleichen 4,3 Tonnen schweren chinesischen Jiefang-CA-30-Lkw und kleineren russischen 3,2-Tonnern vom Typ GAZ-51. Sitze und Pedale mussten für die kleinen Frauen, von denen keine mehr als 45 Kilogramm wog und wenige größer als 1,60 Meter waren, eigens umgebaut werden. Die Frauen mussten sich mit der Technik der Lkw so gut vertraut machen, dass sie Motorschäden fast blind reparieren und auch Reifenwechsel vornehmen konnten.
© ZEIT ONLINE
Zu ihrer Ausrüstung gehörten nur Rucksack, Moskitonetz, eine Decke und ein leeres Penicillin-Fläschchen, das eine Art Personalausweis mit den Namen ihrer Angehörigen enthielt. Kam die Fahrerin ums Leben, steckten die Genossinnen die Leiche mitsamt dem Datenfläschchen in einen Nylonsack und übergaben diesen ihrer Einheit. Ob das vorkam, ist nicht überliefert. Dass die meisten ihren Einsatz im Krieg überlebt haben, bezeugen die Veteranentreffen – zuletzt im Jahr 2008, als rund 40 Frauen der Einheit sich in Hanoi wiedersahen.
Durch Benzin vergiftet, für die Freiheit aufgeopfert
Manche Frauen waren nach ihrer Blitzausbildung im Jahr 1967 wohl jahrelang auf dem Ho-Chi-Minh-Pfad im Einsatz, ohne Heimaturlaub, ohne Kontakt zu ihren Familien. Sie hätten in dieser Zeit keine Chance gehabt, Beziehungen aufzubauen und Familien zu gründen. Eine der Fahrerinnen, Vu Thi Kim Dung, erinnert sich: "Jeden Abend schlürfte ich das Benzin mit einem Schlauch aus dem Tank, damit der Lkw bei feindlichen Angriffen nicht sofort explodieren konnte. Ich wusste damals noch nicht, dass Benzin im Mund ungesund ist." Sie konnte später keine Kinder bekommen. Vu Thi Kim Dung ist überzeugt, dass sie sich im Krieg vergiftete.
"Die Frauen haben sich für ihr Land und für ein Leben in Freiheit aufgeopfert", sagt die Leiterin des Frauenmuseums in Hanoi. Ein Heldenkult sei nicht das Ziel, sagt Nguyen Thi Bich. Dies würde den Einsatz der Frauen auch nur verklären. So hart und selbstlos sie auch versuchten die Maschinerie aufrecht zu erhalten. Der Ausgang des Krieges lag nicht in ihren Händen.
- Datum 19.07.2012 - 10:07 Uhr
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Traurig an der Sache ist dass beide Seiten ihre Leute "beschissen". Kann da keine Heldinen sehen, nur Propaganda gesteuerte junge Menschen, die für und gegen ein repressives Regime kämpften.
Traurig ist, dass Sie den Anfang des Vietnam-Kriegs, auch jetzt 50 JAhre später, gar nicht verstanden haben/wollen.
Die Vietnamesen haben nicht für eine "repressive Regime" gekämpft, sondern gegen Aggressoren aus dem Westen, alle voran gegen die Franzosen und die Amerikaner.
Den Ausmass der Zerstörung, die die USA hinterliess, kann man hier gar nicht beschrieben: und dass keiner der USA- Kriegsverbrecher für seine Taten verantworten mussten, überrascht nicht wirklich. ABER dass die USA hat nicht mal eine Entschuldigen oder Wiedergutmachung für das zerstörtes Land aufgebracht haben, dass ist nun wirklich traurig.
Und die aktuellen Kriege beweisen leider, wie wenig die USA seitdem gelernt haben.
Traurig ist, dass Sie den Anfang des Vietnam-Kriegs, auch jetzt 50 JAhre später, gar nicht verstanden haben/wollen.
Die Vietnamesen haben nicht für eine "repressive Regime" gekämpft, sondern gegen Aggressoren aus dem Westen, alle voran gegen die Franzosen und die Amerikaner.
Den Ausmass der Zerstörung, die die USA hinterliess, kann man hier gar nicht beschrieben: und dass keiner der USA- Kriegsverbrecher für seine Taten verantworten mussten, überrascht nicht wirklich. ABER dass die USA hat nicht mal eine Entschuldigen oder Wiedergutmachung für das zerstörtes Land aufgebracht haben, dass ist nun wirklich traurig.
Und die aktuellen Kriege beweisen leider, wie wenig die USA seitdem gelernt haben.
Ein völlig unkritischer, apologetischer Bericht über die Angehörigen einer Armee, die eine sinnlose Diktatur durch die nächste ersetzte, nur weil es Frauen sind? Einer Armee (Norvietnamesen/Vietcong), deren bevorzugte Kriegführung im Terrorisieren von wehrlosen Bauerndörfern bestand, wenn diese die "Befreier" nicht sofort bedingungslos unterstützte? "Kriegsheldinnen" eines Militärs, das für seine Rücksichslosigkeit, Grausamkeit und das Foltern von Kriegsgefangenen legendär war, den Vergleich mit den Taliban Afghanistans freihändig gewinnen würde? Kriegsheldinnen???
Das kommt wohl immer auf die Meinung der Sieger an.
Die Nordvietnamesen haben Südvietnam erobert mit allen zu Verfügung stehenden Mitteln, haben Ihr Militär durch nicht am Krieg ( offiziell) beteiligte Länder geschleust und Kriegsverbrechen an der Zivilbevölkerung Südvietnams begangen, dies nur um ihre Ideologie als Wahrheit zu verbreiten.
Ihre Gegner haben mit angezogener Handbremse zurückgeschlagen.Auch da waren die Menschenrecht keine Überlegung wert.
Was ist der Unterschied bei einem Selbstmordattentat ?
Terrorismus oder Held ? Beide sterben.
Es liegt nur daran wer gewinnt und nicht an den Menschenrechten.
Vonwegen Helden. Es war nur Lüge der vietnamesischen Kommunisten, um die Weltöffentlichekeit zu täuschen, als ob sie allein gegen Amerika gekämpft hatten.
China has admitted for the first time that it sent more than 300,000 combat troops to Vietnam to fight against U.S. forces and their South Vietnamese allies.
http://news.google.com/ne...
http://news.google.com/ne...
The triumphant victory would not be possible without the support from the Soviet Union.
http://english.pravda.ru/...
An ex-Soviet officer who claims to have shot down U.S. Senator John McCain's plane over Vietnam in 1967
http://en.rian.ru/world/2...
N Korea admits Vietnam war role
North Korea has made its first official confirmation that it sent jet fighter pilots into action against American forces during the Vietnam War.
http://news.bbc.co.uk/2/h...
North Korean Pilots in the Skies over Vietnam
http://www.wilsoncenter.o...
http://www.wilsoncenter.o...
http://www.wilsoncenter.o...
Vonwegen Helden. Es war nur Lüge der vietnamesischen Kommunisten, um die Weltöffentlichekeit zu täuschen, als ob sie allein gegen Amerika gekämpft hatten.
China has admitted for the first time that it sent more than 300,000 combat troops to Vietnam to fight against U.S. forces and their South Vietnamese allies.
http://news.google.com/ne...
http://news.google.com/ne...
The triumphant victory would not be possible without the support from the Soviet Union.
http://english.pravda.ru/...
An ex-Soviet officer who claims to have shot down U.S. Senator John McCain's plane over Vietnam in 1967
http://en.rian.ru/world/2...
N Korea admits Vietnam war role
North Korea has made its first official confirmation that it sent jet fighter pilots into action against American forces during the Vietnam War.
http://news.bbc.co.uk/2/h...
North Korean Pilots in the Skies over Vietnam
http://www.wilsoncenter.o...
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Lieber Leser,
sind Sie wirklich der Ansicht, dass in dem Artikel nicht deutlich wird, dass die Sicht auf die Brigade als "Heldinnen" die vietnamesische Binnensicht ist, die dort auch nur zum Teil so besteht?
Der Autor beschreibt doch recht deutlich, wie der General selbst sich an die Geschichte erinnert, natürlich subjektiv. Und am Ende äußert sich auch die Leiterin des Museums in Hanoi zum Heldenkult. Ich bin der Ansicht, dass der Artikel dazu die nötige Distanz wahrt.
Kern des Artikels ist die bisher kaum beachtete Tatsache, dass Frauen den beschriebenen Einsatz durchführten. Bewertet wird das hier nicht.
Beste Grüße.
ich mich als Leser durch Formulierungen, Wortwahl, etc. hier derart deutlich in den Kommentaren auf die Gegenseite der USA stelle werde ich normal binnen Minuten zensiert.
Von daher ist das etwas ungewöhnlich, dennoch tut es diesen Frauen sicher kein Unrecht sie als Helden zu bezeichnen. Ob der Begriff des Heldentums heute allerdings noch so schön glänzt wie früher wage ich zu bezweifeln...
"... für ein Leben in Freiheit (Man beachte: Freiheit a la Nordvietnam !). .... So hart und selbstlos sie auch versuchten die Maschinerie aufrecht zu erhalten. Der Ausgang des Krieges lag nicht in ihren Händen."
Wenn ich das über irgendeine deutsche Truppe in der Endphase des 2.WK schreibe würde, dann würde da auch keiner kritische Distanz erkennen, sonder vielleicht eher tragisch umflortes Mitgefühl (nicht nur für den Satzbau) und Anerkennung.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen. Danke, die Redaktion/jz
ich mich als Leser durch Formulierungen, Wortwahl, etc. hier derart deutlich in den Kommentaren auf die Gegenseite der USA stelle werde ich normal binnen Minuten zensiert.
Von daher ist das etwas ungewöhnlich, dennoch tut es diesen Frauen sicher kein Unrecht sie als Helden zu bezeichnen. Ob der Begriff des Heldentums heute allerdings noch so schön glänzt wie früher wage ich zu bezweifeln...
"... für ein Leben in Freiheit (Man beachte: Freiheit a la Nordvietnam !). .... So hart und selbstlos sie auch versuchten die Maschinerie aufrecht zu erhalten. Der Ausgang des Krieges lag nicht in ihren Händen."
Wenn ich das über irgendeine deutsche Truppe in der Endphase des 2.WK schreibe würde, dann würde da auch keiner kritische Distanz erkennen, sonder vielleicht eher tragisch umflortes Mitgefühl (nicht nur für den Satzbau) und Anerkennung.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen. Danke, die Redaktion/jz
fällt es doch nicht so sehr auf wenn beim Rückwärtseinparken eines Panzers etwas daneben geht. Solange nicht in die falsche Richtung geschossen wird geht das okee.
ich mich als Leser durch Formulierungen, Wortwahl, etc. hier derart deutlich in den Kommentaren auf die Gegenseite der USA stelle werde ich normal binnen Minuten zensiert.
Von daher ist das etwas ungewöhnlich, dennoch tut es diesen Frauen sicher kein Unrecht sie als Helden zu bezeichnen. Ob der Begriff des Heldentums heute allerdings noch so schön glänzt wie früher wage ich zu bezweifeln...
wird die Aktion der Frauen bewertet. Was soll das Wort Held denn anderes ausdrücken als eine eindeutige Wertung.
Der Verweis auf die interne Sichtweise setzt dem ganzen noch die Krone auf. Warum nicht gleich ein Lobgesang auf die helden der SS. Aus innenperspektive versteht sich
Ich denke, das Hauptmissverständnis beruht darauf, dass der Begriff "Heldinnen" in der Überschrift stand. Ich habe es an der Stelle nun durch "Frauen" ersetzt.
Im Artikel selbst wird sofort am Anfang deutlich als auch am Ende ausdrücklich gesagt, dass die Brigade nur eine kleine Fußnote der Geschichte ist und im großen Kontext des Krieges kaum eine Rolle spielte.
Nach Ansicht der Redaktion ist der Aspekt aber hochinteressant. Die Forschung zum Vietnamkrieg ist ein sehr stark bearbeitetes Feld. Wie kann so ein Aspekt da untergehen?
Auch dieser Satz macht die Distanz deutlich:
"So jedenfalls beschreibt Nguyen Ba Tong die Geschichte in seinem Buch Valiant Women (Tapfere Frauen), das im Spätherbst erscheinen soll." An der Stelle habe ich nun, um es noch klarer zu machen, ergänzt, dass das natürlich absolut subjektiv ist.
Meines Erachtens zeigt dieser Artikel, das Frauen für Kriegsdienste – natürlich mit aller Propaganda, die dazu gehörte – missbraucht wurden.
Ich denke, das Hauptmissverständnis beruht darauf, dass der Begriff "Heldinnen" in der Überschrift stand. Ich habe es an der Stelle nun durch "Frauen" ersetzt.
Im Artikel selbst wird sofort am Anfang deutlich als auch am Ende ausdrücklich gesagt, dass die Brigade nur eine kleine Fußnote der Geschichte ist und im großen Kontext des Krieges kaum eine Rolle spielte.
Nach Ansicht der Redaktion ist der Aspekt aber hochinteressant. Die Forschung zum Vietnamkrieg ist ein sehr stark bearbeitetes Feld. Wie kann so ein Aspekt da untergehen?
Auch dieser Satz macht die Distanz deutlich:
"So jedenfalls beschreibt Nguyen Ba Tong die Geschichte in seinem Buch Valiant Women (Tapfere Frauen), das im Spätherbst erscheinen soll." An der Stelle habe ich nun, um es noch klarer zu machen, ergänzt, dass das natürlich absolut subjektiv ist.
Meines Erachtens zeigt dieser Artikel, das Frauen für Kriegsdienste – natürlich mit aller Propaganda, die dazu gehörte – missbraucht wurden.
ein Land schickt zeitweilig 500.000 Soldaten in ein anderes Land, stürzt dort Regierungen, setzt unbeliebte (und korrupte) Statthalter ein, wirft ein mehrfaches der Bomben des gesamten 2.ten Weltkrieges ab, vergiftet die Landschaft großflächig mit Dioxin, führt landesweit Folterungen durch ("Phoenix Program"), und tötet im Verlauf des Krie- der "Polizeiaktion" über *1 Million* Menschen, ach, und belügt die eigene Bevölkerung über Stand und Ziele der "Polizeiaktion".
Und da sollen die Menschen, die dagegen ankämpft haben und ihr Leben ließen, *keine* Helden sein?
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