Zweiter Weltkrieg : Die Bilder der Schlacht von Stalingrad sitzen tief

Im heutigen Wolgograd gedenkt man der letzten Schlacht des Zweiten Weltkriegs. Am 25. August 1942 verhängte Stalin den Belagerungszustand. Bilder von der Ostfront

Die Schlacht von Stalingrad wurde zum Wendepunkt im Zweiten Weltkrieg. Vor 70 Jahren begann das schwere Gemetzel zwischen den einmarschierenden Wehrmachtstruppen und der Roten Armee. Insgesamt kostete der Kampf an der Ostfront 700.000 Menschen das Leben. Hitler lehnte die Kapitulation trotz der aussichtslosen Lage der deutschen Soldaten ab. Feldmarschall Paulus musste trotzdem aufgeben.

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Kommentare

38 Kommentare Seite 1 von 4 Kommentieren

Reemtsma

Ich muß unwillkürlich an die Ausstellung von Reemtsma zur Beteiligung der Wehrmacht an deutsche Kriegsverbrechen denken. Sie muß um das Jahr 2000 stattgefunden haben.

Und auch alle anderen historischen Fakten sprechen eine eindeutige Sprache. Natürlich war die Wehrmacht eine Naziarmee, sie war die Armee der Nazis mit den formulierten Kriegszielen.

Für die Generation der jungen Soldaten war das eine Katastrophe. Aber sie waren Teil des verbrecherischen Krieges.

Zu einfach...

Sie machen es sich meines Erachtens zu einfach. Die Wehrpflicht hatte nicht nur die gesamten jungen Erwachsenen, sondern am Ende im Prinzip alles aufgesogen, was an "Menschenmaterial" da war, sogar Frauen und Kinder, ganz nach dem ausgegebenen Motto "Die deutsche Armee ist das deutsche Volk unter Waffen".

Meine Oma hat z.B. "bei der FLAK gedient", wie sie immer zu sagen pflegte und sie war alles andere als ein Nazi. In meinem kleinen Wohnort gab es Dutzende von 14-16-Jährigen, die verheizt wurden. Zählen Sie die alle auch zu den "Nazi-Truppen"?

Ein klares Nein

Um es mal nüchtern auszudrücken: Die Nazis haben ~ 12,5 Jahre in Deutschland den Ton angegeben. Die Wehrmacht existierte bereits schon vor den Nazis. Den ein oder anderen Offizier haben die Nazis aus politischen Gründen ausgetauscht. Ein kompletter Führungswechsel wäre weder sinnvoll, noch praktikabel gewesen. Das Gros der Offiziere war eher unpolitisch und hat sich als „Kriegshandwerker“ gesehen, der sich gerne in der Militärgeschichte verewigen würde. Solange es im Krieg auch vorwärts ging, waren die meisten mit Begeisterung dabei. Ich gehe noch nicht einmal davon aus, das ein strammer Nazi dort bessere Beförderungschancen gehabt hätte.

Das die Wehrmacht bis zum Ende dem Adolf treu geblieben ist, hat für mich zwei Gründe: Zum einen hatten die Alliierten sich auf eine bedingungslose Kapitulation festgelegt, so dass eine Beseitigung Hitlers nicht automatisch den Weg zu Friedensverhandlungen geebnet hätte. So gab es durchaus die Auffassung, dass es besser wäre mit Hitler den Gegner wenigstens zu Friedensverhandlungen zwingen zu können, als durch eine Beseitigung Hitlers die eigene Position zu schwächen.

Der zweite Grund war die SS, die mit der Wehrmacht konkurrierte und Hitler und Himmler treu ergeben war. Die Verschwörer um Stauffenberg haben extrem viel Energie darauf verwendet, dass sich nicht nach dem Attentat der irre Himmler mit seiner SS zum Staatschef aufschwingt. Nebenbei bestand immer die Gefahr, dass die politische Führung die SS benutzt, um die militärische Führung der Wehrmacht zu beseitigen.