Architektur: Auch der Tunnel hat den Montblanc nie ganz bezwungen
Drei Tage – statt heute 15 Minuten – dauerte die Reise übers Alpenmassiv, bevor es den Montblanc-Tunnel gab. Doch zahlreiche Unglücke überschatten den Fortschritt.
© Keystone/Getty Images

Arbeiter feiern den Durchstich des Montblanc-Tunnels am 17. August 1962
Ein Auto, ein paar Dutzend Euro und 15 Minuten Zeit, mehr braucht es heutzutage nicht, um von der einen Seite des höchsten Alpenmassivs auf die andere zu kommen. Möglich macht es der 11,6 Kilometer lange Montblanc-Tunnel. Vor 50 Jahren wurden für die Verbindungsröhre die letzten Meter Fels weggesprengt. Rund 3.000 Meter unter den mächtigsten Bergspitzen Europas trafen Arbeiter aus Italien und Frankreich aufeinander und feierten den Durchbruch für den damals längsten Straßentunnel der Welt. Sie konnten nicht wissen, dass ihr gigantisches Bauwerk auch viel Leid bringen würde.
Nach seiner Eröffnung rund drei Jahre nach dem Durchstich am 14. August 1962 galt der Montblanc-Tunnel aber erst einmal jahrelang als große Attraktion. Die Röhre zwischen Chamonix auf der französischen und dem Aosta-Tal auf der italienischen Seite war nicht nur die bislang größte ihrer Art. Sie verkürzte auch um Dutzende Kilometer die Fahrtstrecke und die Reisezeit zwischen Städten wie Genf und Mailand.
Statt Serpentinen und großer Höhenunterschiede gibt es im Berg gerade einmal 2,5 Prozent Steigung zu bewältigen. Im Jahr 2011 passierten im Schnitt 3.409 Autos und Motorräder pro Tag den Tunnel. Hinzu kamen 44 Busse und 1.660 Lastwagen – bei einer Fahrtzeit von lediglich einer Viertelstunde. Anfang des vergangenen Jahrhunderts mussten noch drei Tage eingeplant werden, um das Montblanc-Massiv zu überqueren.






Liebe Redaktion,
eine Frage zum Copyright: Warum hab ich den wortwörtlich gleichen Text heute morgen auch in meiner kleinen regionalen Tageszeitung gelesen? Oder ist der Text einfach nur von eine offiziellen Verlautbarung von den Tunnelbetreibern unverändert übernommen worden?
viele Grüße
Liebes Kätzchen, bei dieser Meldung handelt es sich um eine Nachricht der Nachrichtenagentur dpa.
Mit freundlichen Grüßen, die Redaktion/kvk
Auch wenn es eine dpa-Meldung ist, sollte man sie doch nicht ungeprueft uebernehmen. Die drei Tage, die man vor der Eroeffnung des Montblanc-Tunnels angeblich gebraucht hat, beziehen sich wohl auf eine gemuetliche Wanderung zu Fuss. Mit den Anfang des vorigen Jahrhunderts bereits vorhandenen Verkehrsmitteln hat man etwa einen halben Tag gebraucht.
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