NiederlandeSchatz-Fund im Wattenmeer gibt Rätsel auf

Perlen und Kupferstäbe: Ein Schiffswrack mit einem Schatz an Bord beschäftigt Forscher in den Niederlanden. Es könnte mehr als 300 Jahre alt sein. von dpa

Forscher rätseln über das Alter und den Wert einen Schatzes, der vor der niederländischen Wattenmeerinsel Terschelling an Land gespült worden ist. Vermutlich ist der Schatz rund 300 Jahre alt. Die Forscher untersuchen derzeit 300 Kilogramm Kupferstäbe, Tausende von Glasperlen und etwa 40 Kupferkessel.

Historisch wertvoll sind vor allem die Perlen. Erste Analysen weisen darauf hin, dass sie in Amsterdam und Venedig hergestellt wurden. "Im 18. Jahrhundert waren sie Zahlungsmittel für den Sklavenhandel", sagte der Direktor des Museum 't Behouden Huy, Frans Schot.

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Die rund 20 Bündel Kupferstäbe waren versiegelt. Anhand der Siegel wollen Archäologen nun feststellen, von welchem Schiff sie stammen. Aufschluss geben könnten dabei die Buchstaben T und P, die derzeit analysiert werden.

Ein einzigartiger Fund

Historiker sprechen von einem einzigartigen Fund. Wrackteile spülen zwar häufiger an, sagte Schot. "Es ist aber ein Wunder, dass die Ladung nach so langer Zeit noch vorhanden war."

Der Direktor des Heimatmuseums vermutet, dass sie von einem Frachtschiff aus dem 18. Jahrhundert stammt, das der Westindischen Compagnie gehörte. Diese Gesellschaft holländischer Kaufleute trieb im 17. und 18. Jahrhundert einen lukrativen Handel mit Afrika und Amerika .

Der Schatz wird im Museum bleiben, entschied der offizielle Besitzer, das staatliche Forstamt.

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Leserkommentare
  1. ich hätt lieber ein foto der kupferkessel als ein sonnenuntergangsbild gesehen....!

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa
  • Schlagworte Alter | Handel | Museum | Schiff | Wunder | USA
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