Archäologie: Schuhnägel liefern Beweis für ältestes römisches Militärlager
Im Hunsrück haben Archäologen einen historischen Fund gemacht: Ein Lager, das Truppen Julius Cäsars zwischen 53 und 51 vor Christus bei Hermeskeil errichtet haben.
Ein Forscherteam der Uni Mainz hat nachgewiesen, dass das bislang älteste römische Militärlager auf deutschem Boden sich bei Hermeskeil im Landkreis Trier-Saarburg befindet. Demnach ist es am Ende des Gallischen Krieges zwischen 53 und 51 vor Christus von den Truppen Julius Cäsars errichtet worden.
Die Datierung gelang den Archäologen anhand von Keramikscherben und Schuhnägeln, die Cäsars Legionären aus den Sandalen gefallen waren. "Hier wird ein Stück Weltgeschichte archäologisch greifbar", sagte Grabungsleiterin Sabine Hornung vom Institut für Vor- und Frühgeschichte.
Mehr als 70 Nägel sind inzwischen bei den Grabungen an einer Torgasse des Lagers zwischen Pflastersteinen ausgegraben worden. Die eisernen Nägel sind schirmförmig. "Wie Spikes, damit die Legionäre auf dem Lehmboden nicht ausrutschten", sagte Hornung. Die Nägel waren der erste Nachweis für das Militärlager. Zusammen mit den Funden von Waffen, Scherben und einer Getreidemühle ergab sich dann das Bild eines Lagers, das kein Marschlager, sondern Monate bewohnt war.
Mittlerweile haben die Forscher herausgefunden, dass das Hauptlager die Form eines Trapezes hatte und von einem Spitzgraben und Erdwall umgeben war, von dem in einem Waldstück noch Teile übrig sind. Weiter habe es zum Hauptlager einen Anbau mit Quelle gegeben, in dem möglicherweise die Versorgungstrupps lagerten, sagte Hornung.
Grabungen werden noch Jahre dauern
Die knapp 26 Hektar große Anlage mit Befestigungswall bot Platz für 5.000 bis 10.000 Soldaten, sagte die Archäologin. Sie sei vermutlich an jenem Ort angelegt worden, um die Kelten am nahe gelegenen Hunnenring zu vertreiben. Dies ist jedoch noch nicht bewiesen. "Wir würden gerne Schleuderkugeln finden, auch weil darauf der Name des damaligen Feldherrn stehen könnte." Fünf bis sechs Jahre müssten die Grabungen noch weitergehen. "Das Denkmal ist so bedeutend, dass man hier noch lange graben muss", sagte Hornung.
Das römische Lager war bereits im 19. Jahrhundert auf der Anhöhe bei Hermeskeil vermutet worden. Seine welthistorische Bedeutung konnte aber erst mit den neuen Grabungsfunden geklärt werden, sagte Hornung.
Bisher galt eine Anlage aus den dreißiger Jahren vor Christus auf dem Trierer Petrisberg als ältestes Militärlager der Römer in Deutschland.






schon 50 v Ch.
Schön.
dass sie spinnen, die Römer. :)
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Polemik. Danke, die Redaktion/jz
Entfernt. Bitte bleiben Sie beim Thema. Danke, die Redaktion/jz
Man kann heutzutage nicht davon sprechen, dass linksrheinisch=keltisch=französisch, genausowenig wie rechtsrheinisch=germanisch=deutsch.
Diese Zuteilung zwischen keltischen und germanischen Stämmen stammt von Caesar persönlich (de bello gallico), der diese Unterscheidung mehr aus pragmatischen Gründen anwendete.
Vielmehr ist es so, dass, wenn man überhaupt diese einzelnen Stämme zwingend einer großen Volksgruppe zuordnen will, die "Kelten" eher in südlicheren Gefilden siedelten und "Germanen" eher im Norden, auch überhalb unserer heutigen moderen Staatsgrenzen.
Diese Legendenbildung (Kelten=frz./Germanen=deutsch)rührt noch aus der Zeit der Nationenbildungen des 18./19. Jarhunderts her, um Tradition und Volksbewusstsein zu schaffen.
Weder gab es ein deutsches Volk in der Antike, noch sind alle Kelten gleich dem französischem zuzuordnen.
Arminius hat auch nicht das "deutsche Land" verteidigt. Es waren lediglich alles einzelne Stämmme, die wenig bis gar keinen Zusammenhang untereinander hatten. Es gab vielleicht lose Bündnisse hier und da, aber sicher sahen sich die Menschen damals nicht als Germanen oder Kelten.
Und zu Kommentar #1:
Wenn Sie den wissenschaftlichen Kontext nicht erkennen können, finde ich das schade, Sie könnten einiges lernen, was lohnenswert erscheint!
ich mir bewusst. versteckt hinter sog. "Polemik" wollte ich lediglich darauf hinweisen, das geglückte bzw. gescheiterte Romanisierung zu unterschiedlichen Implikationen hinsichtlich der weiteren Geschichte beider Länder geführt hat.
Oder finden sich in Sachsen-Anhalt oder Brandenburg Stadte die älter als 1000 Jahre sind oder aus Ortsnamen die aus dem Lateinischem hervorgingen?
Und von "deutschem" Land war auch keine Rede.
Weiterhin ist festzuhalten, dass das damalige Gallien, im Prinzip das heutige Frankreich (plus Aquitainen und Gallia Narbonensis) mit einem Teil des heutigen Belgiens und dem Raum westlich des Rheins der Eroberungsstrategie der Römer durch die städtisch geprägte "keltische" Oppida-Zivilisation der späten vorrömischen Eisenzeit in stärkerem Maße entgegen kam, als die Bevölkerunggruppen im als germanisch angesprochenem Bereich östlich des Rheins und nördlich der Alpen. Diese lebten eher verstreut in kleineren Weilern ohne jeweilige Zentralorte (oppida). Somit kam es, anders als in Gallien zu keiner großflächigeren Organisation, die die Römer so einfach erobern/unterwandern/unterwerfen konnten.
Entfernt. Bitte bleiben Sie beim Thema. Danke, die Redaktion/jz
Man kann heutzutage nicht davon sprechen, dass linksrheinisch=keltisch=französisch, genausowenig wie rechtsrheinisch=germanisch=deutsch.
Diese Zuteilung zwischen keltischen und germanischen Stämmen stammt von Caesar persönlich (de bello gallico), der diese Unterscheidung mehr aus pragmatischen Gründen anwendete.
Vielmehr ist es so, dass, wenn man überhaupt diese einzelnen Stämme zwingend einer großen Volksgruppe zuordnen will, die "Kelten" eher in südlicheren Gefilden siedelten und "Germanen" eher im Norden, auch überhalb unserer heutigen moderen Staatsgrenzen.
Diese Legendenbildung (Kelten=frz./Germanen=deutsch)rührt noch aus der Zeit der Nationenbildungen des 18./19. Jarhunderts her, um Tradition und Volksbewusstsein zu schaffen.
Weder gab es ein deutsches Volk in der Antike, noch sind alle Kelten gleich dem französischem zuzuordnen.
Arminius hat auch nicht das "deutsche Land" verteidigt. Es waren lediglich alles einzelne Stämmme, die wenig bis gar keinen Zusammenhang untereinander hatten. Es gab vielleicht lose Bündnisse hier und da, aber sicher sahen sich die Menschen damals nicht als Germanen oder Kelten.
Und zu Kommentar #1:
Wenn Sie den wissenschaftlichen Kontext nicht erkennen können, finde ich das schade, Sie könnten einiges lernen, was lohnenswert erscheint!
ich mir bewusst. versteckt hinter sog. "Polemik" wollte ich lediglich darauf hinweisen, das geglückte bzw. gescheiterte Romanisierung zu unterschiedlichen Implikationen hinsichtlich der weiteren Geschichte beider Länder geführt hat.
Oder finden sich in Sachsen-Anhalt oder Brandenburg Stadte die älter als 1000 Jahre sind oder aus Ortsnamen die aus dem Lateinischem hervorgingen?
Und von "deutschem" Land war auch keine Rede.
Weiterhin ist festzuhalten, dass das damalige Gallien, im Prinzip das heutige Frankreich (plus Aquitainen und Gallia Narbonensis) mit einem Teil des heutigen Belgiens und dem Raum westlich des Rheins der Eroberungsstrategie der Römer durch die städtisch geprägte "keltische" Oppida-Zivilisation der späten vorrömischen Eisenzeit in stärkerem Maße entgegen kam, als die Bevölkerunggruppen im als germanisch angesprochenem Bereich östlich des Rheins und nördlich der Alpen. Diese lebten eher verstreut in kleineren Weilern ohne jeweilige Zentralorte (oppida). Somit kam es, anders als in Gallien zu keiner großflächigeren Organisation, die die Römer so einfach erobern/unterwandern/unterwerfen konnten.
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Sollte sich um Umkreis des Lagers vermehrt wilde Rauke finden (Rughetta, Wildform von Rucola-Arugula), so waere dies ein Hinweis auf die Ernaehrung der Legionaere, naemlich vor allem Weizenbrei mit Rughetta gewuerzt.
Man kann heutzutage nicht davon sprechen, dass linksrheinisch=keltisch=französisch, genausowenig wie rechtsrheinisch=germanisch=deutsch.
Diese Zuteilung zwischen keltischen und germanischen Stämmen stammt von Caesar persönlich (de bello gallico), der diese Unterscheidung mehr aus pragmatischen Gründen anwendete.
Vielmehr ist es so, dass, wenn man überhaupt diese einzelnen Stämme zwingend einer großen Volksgruppe zuordnen will, die "Kelten" eher in südlicheren Gefilden siedelten und "Germanen" eher im Norden, auch überhalb unserer heutigen moderen Staatsgrenzen.
Diese Legendenbildung (Kelten=frz./Germanen=deutsch)rührt noch aus der Zeit der Nationenbildungen des 18./19. Jarhunderts her, um Tradition und Volksbewusstsein zu schaffen.
Weder gab es ein deutsches Volk in der Antike, noch sind alle Kelten gleich dem französischem zuzuordnen.
Arminius hat auch nicht das "deutsche Land" verteidigt. Es waren lediglich alles einzelne Stämmme, die wenig bis gar keinen Zusammenhang untereinander hatten. Es gab vielleicht lose Bündnisse hier und da, aber sicher sahen sich die Menschen damals nicht als Germanen oder Kelten.
Und zu Kommentar #1:
Wenn Sie den wissenschaftlichen Kontext nicht erkennen können, finde ich das schade, Sie könnten einiges lernen, was lohnenswert erscheint!
ich mir bewusst. versteckt hinter sog. "Polemik" wollte ich lediglich darauf hinweisen, das geglückte bzw. gescheiterte Romanisierung zu unterschiedlichen Implikationen hinsichtlich der weiteren Geschichte beider Länder geführt hat.
Oder finden sich in Sachsen-Anhalt oder Brandenburg Stadte die älter als 1000 Jahre sind oder aus Ortsnamen die aus dem Lateinischem hervorgingen?
Und von "deutschem" Land war auch keine Rede.
Weiterhin ist festzuhalten, dass das damalige Gallien, im Prinzip das heutige Frankreich (plus Aquitainen und Gallia Narbonensis) mit einem Teil des heutigen Belgiens und dem Raum westlich des Rheins der Eroberungsstrategie der Römer durch die städtisch geprägte "keltische" Oppida-Zivilisation der späten vorrömischen Eisenzeit in stärkerem Maße entgegen kam, als die Bevölkerunggruppen im als germanisch angesprochenem Bereich östlich des Rheins und nördlich der Alpen. Diese lebten eher verstreut in kleineren Weilern ohne jeweilige Zentralorte (oppida). Somit kam es, anders als in Gallien zu keiner großflächigeren Organisation, die die Römer so einfach erobern/unterwandern/unterwerfen konnten.
aber es ist wohl noch etwas verwickelter.
Zum einen sollten Sie Magdeburg nicht ganz vergessen, das eben doch deutlich älter ist als die von Ihnen genannten 1000 Jahre und schon aehr ziemlich klar in Sachsen-Anhalt liegt. Nach meiner Ansicht ist das ein Beispiel für eine mittelalterliche "Zivilisierung" ohne römischen Mutterboden.
Der andererseits ist im rechtsrheinischen Deutschland südlich der Donau auf Schritt und Tritt noch heute fassbar. Nach mehreren hundert Jahren Zugehörigkeit zum römischen Reich ist das auch kein Wunder. Und die Oppida gab's natürlich auch, nur haben die Altvorderen hier halt deutsch gelernt statt französisch.
Schönen Tag noch
postit
aber es ist wohl noch etwas verwickelter.
Zum einen sollten Sie Magdeburg nicht ganz vergessen, das eben doch deutlich älter ist als die von Ihnen genannten 1000 Jahre und schon aehr ziemlich klar in Sachsen-Anhalt liegt. Nach meiner Ansicht ist das ein Beispiel für eine mittelalterliche "Zivilisierung" ohne römischen Mutterboden.
Der andererseits ist im rechtsrheinischen Deutschland südlich der Donau auf Schritt und Tritt noch heute fassbar. Nach mehreren hundert Jahren Zugehörigkeit zum römischen Reich ist das auch kein Wunder. Und die Oppida gab's natürlich auch, nur haben die Altvorderen hier halt deutsch gelernt statt französisch.
Schönen Tag noch
postit
aber es ist wohl noch etwas verwickelter.
Zum einen sollten Sie Magdeburg nicht ganz vergessen, das eben doch deutlich älter ist als die von Ihnen genannten 1000 Jahre und schon aehr ziemlich klar in Sachsen-Anhalt liegt. Nach meiner Ansicht ist das ein Beispiel für eine mittelalterliche "Zivilisierung" ohne römischen Mutterboden.
Der andererseits ist im rechtsrheinischen Deutschland südlich der Donau auf Schritt und Tritt noch heute fassbar. Nach mehreren hundert Jahren Zugehörigkeit zum römischen Reich ist das auch kein Wunder. Und die Oppida gab's natürlich auch, nur haben die Altvorderen hier halt deutsch gelernt statt französisch.
Schönen Tag noch
postit
sie natürlich recht.
sie natürlich recht.
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