GeheimdokumenteThatcher war von Falkland-Invasion völlig überrascht

Großbritannien hat Geheimdokumente über den Falklandkrieg veröffentlicht: Premierministerin Thatcher hat damals den argentinischen Angriff überhaupt nicht erwartet. von afp

Die Invasion der Falklandinseln durch Argentinien im Jahr 1982 hat die damalige britische Regierungschefin Margaret Thatcher laut erstmals veröffentlichten Geheimdokumenten völlig überrascht. Demnach sagte Thatcher damals, sie habe den Einmarsch der argentinischen Streitkräfte "niemals, niemals erwartet". Das geht aus Papieren hervor, welche die britischen Nationalarchive und in Auszügen der Sender BBC veröffentlichten.

Das argentinische Vorgehen sei "derartig dumm" gewesen, sagte Thatcher im Oktober 1982 vor einem britischen Untersuchungsausschuss. Sie erfuhr durch ihren Geheimdienst am 31. März 1982, zwei Tage vor der Invasion, von den Plänen der argentinischen Militärjunta. "Das war der schlimmste Tag meines Lebens", sagte Thatcher. "Niemand konnte mir sagen, ob wir die Falklandinseln zurückbekommen würden. Niemand. Man wusste es nicht."

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Thatcher entsandte Marinestreitkräfte zur Rückeroberung der Inselgruppe im Südatlantik. Den Dokumenten zufolge wies die Premierministerin den Vorschlag von US-Präsident Ronald Reagan zurück, der den Einsatz einer internationalen Friedenstruppe auf den Inseln forderte – um Argentinien eine Demütigung zu ersparen. Thatcher sagte zu dem Vorschlag, sie schicke britische Truppen nicht rund um den Globus, "um die Inseln der Königin an eine Kontaktgruppe zu übergeben".

Der Konflikt mit Argentinien dauert an

Die argentinische Militärjunta hatte am 2. April 1982 die Invasion der von ihr beanspruchten Falklandinseln begonnen. Der bis zum 14. Juni andauernde Krieg endete für das südamerikanische Land mit einer Niederlage. 255 britische Soldaten starben, auf argentinischer Seite waren es 649 Tote.

Die östlich von Patagonien gelegenen Falklandinseln – oder argentinisch Islas Malvinas – befinden sich seit 1833 unter Kontrolle Großbritanniens , nachdem die britische Kolonialmacht die Vertreter der argentinischen Behörden vertrieben hatte. Der Streit um die Inselgruppe dauert bis heute an, im Juni brachte Argentiniens Präsidentin Cristina Kirchner den Fall vor den Vereinten Nationen zur Sprache .

Die heute 87 Jahre alte Margaret Thatcher leidet unter Demenz.

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Leserkommentare
  1. "There is no such thing as society, only individual men and women and their families"

    Wie kann man bitte das Wirken einer Frau, die solche Ansichten vertrat als "sozial" bezeichnen?

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  2. zeigt die Tatsache, dass sie mit dem Putschist, Militärdiktator, Staatsterrorist und Staatsfolterer Pinochet befreundet war. Während dessen Haftzeit in Großbritannien hat sich diese großartige Frau für diesen befreundeten Verbrecher aktiv eingesetzt.

    Sehr geehrter User, wir bitten Sie, die obige Äußerung mit entsprechenden Quellen zu belegen. Danke, die Redaktion/jp

    Eine Leserempfehlung
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    Für das Terrorregime und die Folterungen verweise ich auf den Zeitartikel von heute 19.38 Uhr:

    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-12/chile-haftbefehl-jara

    Weitere Belege können natürlich gern nachgereicht werden.

    Für die Freundschaft mit Thatcher und die Verhaftung in Großbritannien verweise ich auf nachfolgenden Wiki-Artikel, der auch für die Menschenrechtsverletzungen hilfreich ist:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Augusto_Pinochet

    Dass sich Thatcher für Pinochet während seiner Verhaftung einsetzte, ist aus folgendem Dokument ersichtlich:

    http://derstandard.at/1224169846061/Seit-Pinochets-Verhaftung-ist-kein-D...

    Wenn weitere Nachweise gewünscht werden, kann ich die natürlich auch noch liefern.

  3. Für das Terrorregime und die Folterungen verweise ich auf den Zeitartikel von heute 19.38 Uhr:

    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-12/chile-haftbefehl-jara

    Weitere Belege können natürlich gern nachgereicht werden.

    Für die Freundschaft mit Thatcher und die Verhaftung in Großbritannien verweise ich auf nachfolgenden Wiki-Artikel, der auch für die Menschenrechtsverletzungen hilfreich ist:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Augusto_Pinochet

    Dass sich Thatcher für Pinochet während seiner Verhaftung einsetzte, ist aus folgendem Dokument ersichtlich:

    http://derstandard.at/1224169846061/Seit-Pinochets-Verhaftung-ist-kein-D...

    Wenn weitere Nachweise gewünscht werden, kann ich die natürlich auch noch liefern.

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  4. Man könnte diesen Verdienst vielleicht auch General Franco zurechnen.

    Allerdings ist diese Wortwahl, insbesondere die "Befreiung vom Kommunismus" nicht so ganz glücklich.

    Allende wurde demokratisch gewählt. Er führte kein Terrorregime, sondern wollte seine kommunistischen Überzeugungen in demokratischer Weise durchsetzen.

    Das eben machte ihn so außerordentlich gefährlich, dass er durch einen Militärputsch beseitigt werden musste, nachdem die USA, die westeuropäischen Staaten und vor allem die internationalen Konzerne das System durch Boykott labil gemacht hatten.

    Was danach kam, war massenhafte Folter, oft mit Todesfolge, Militärgefängnisse und das Exil von Tausenden, die sich dem entziehen mussten.

    Gegenüber Allende war das wohl kaum eine Errungenschaft.

    Thatcher hat sich aber hieran nicht gestört. Womöglich passte das ganz gut zu ihrem Weltbild oder warum pflegte sie sonst Freundschaft zu diesem Mann?

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    Antwort auf "Pinochet - Thatcher"

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  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, rav
  • Schlagworte Margaret Thatcher | BBC | Ronald Reagan | Vereinte Nationen | Argentinien | Behörde
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