Menschen, die fern der Nazis überlebten
Fotografen, Schauspielerinnen, Philosophen, Politiker – es sind 100 Menschen, die Deutschlands Kultur geprägt hatten, die der Fotograf Stefan Moses für seinen Bildband Deutschlands Emigranten, erschienen im Nimbus Verlag, porträtiert hat. Sie alle mussten fliehen, wurden vertrieben oder konnten gerade noch rechtzeitig auswandern, nicht nur aus Deutschland sondern auch aus Österreich. Wir zeigen eine Auswahl der Menschen, die den Schrecken des Dritten Reiches vielleicht nur überlebten, weil sie gingen. Nur einige kehrten in ihre Heimat zurück.
- Datum 21.03.2013 - 18:21 Uhr
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Zurück zur Ausgangsseite





Das Anliegen ist ehrenwert, die zu erahnenden Schicksale sind ergreifend.
Trotzdem kann die Frage gestellt werden, ob die Darstellung der historischen Erkenntnis dient, denn sie ist einseitig.
Eine Begegnung im Jahre 1977, bei einer Reisebüro-Reise in die Sowjetunion:
Eine ältere Dame, nahezu deckungsgleich mit der auf Foto 1, steht an der Hotelrezeption in Charkow, und diskutiert in fließendem Ukrainisch oder Russisch mit den Hotelangestellten hinter dem Tresen.
Pelzmantel und russische Sprache - das passte irgendwie nicht im Jahre 1977, im Lande Lenins.
Meine Eltern reagieren drauf und suchen das Gespräch. Deutsch ging auch, nochmal gestaunt.
Eine lebenslustige ältere Frau......
Sie war "Ostarbeiterin", heute allgemein bezeichnet als Zwangsarbeiter.
Ob und wieviel Bitterkeit darüber mitgeteilt wurde, ist mir nicht bekannt.
Sie teilte dann wie selbstverständlich mit, daß sie nach der Niederwerfung Hitlerdeutschlands natürlich nicht nach Hause zurück konnte.
Wie sah also die "Befreiung" für sie aus?
Sie ging nach Australien. Und dann bereiste sie als ällterer Mensch, und nach den bekannten Tauwetterperioden, als "westlicher Tourist" nochmal ihre ukrainische Heimat....
Daß der Nationalsozialismus ein mörderisches Regime mit besonderen Merkmalen war, dem wird kaum jemand widersprechen.
Eine Hervorbringung von Flüchtlingsschicksalen ist allerdings kein Alleinstellungsmerkmal.
hatten sicher kein leichtes Leben.
Der Zusammenhang der Fotos mit dem Thema ist gleichwohl dürftig.
Nichts von diesen Bildern ist emigrationsspezifisch, das Ganze könnte man genau so mit "Bilder älterer Herrschaften" betiteln.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren