Das Anliegen ist ehrenwert, die zu erahnenden Schicksale sind ergreifend.
Trotzdem kann die Frage gestellt werden, ob die Darstellung der historischen Erkenntnis dient, denn sie ist einseitig.
Eine Begegnung im Jahre 1977, bei einer Reisebüro-Reise in die Sowjetunion:
Eine ältere Dame, nahezu deckungsgleich mit der auf Foto 1, steht an der Hotelrezeption in Charkow, und diskutiert in fließendem Ukrainisch oder Russisch mit den Hotelangestellten hinter dem Tresen.
Pelzmantel und russische Sprache - das passte irgendwie nicht im Jahre 1977, im Lande Lenins.
Meine Eltern reagieren drauf und suchen das Gespräch. Deutsch ging auch, nochmal gestaunt.
Eine lebenslustige ältere Frau......
Sie war "Ostarbeiterin", heute allgemein bezeichnet als Zwangsarbeiter.
Ob und wieviel Bitterkeit darüber mitgeteilt wurde, ist mir nicht bekannt.
Sie teilte dann wie selbstverständlich mit, daß sie nach der Niederwerfung Hitlerdeutschlands natürlich nicht nach Hause zurück konnte.
Wie sah also die "Befreiung" für sie aus?
Sie ging nach Australien. Und dann bereiste sie als ällterer Mensch, und nach den bekannten Tauwetterperioden, als "westlicher Tourist" nochmal ihre ukrainische Heimat....
Daß der Nationalsozialismus ein mörderisches Regime mit besonderen Merkmalen war, dem wird kaum jemand widersprechen.
Eine Hervorbringung von Flüchtlingsschicksalen ist allerdings kein Alleinstellungsmerkmal.
hatten sicher kein leichtes Leben.
Der Zusammenhang der Fotos mit dem Thema ist gleichwohl dürftig.
Nichts von diesen Bildern ist emigrationsspezifisch, das Ganze könnte man genau so mit "Bilder älterer Herrschaften" betiteln.
Noch nie wurde eine Ausstellung im Londoner Victoria And Albert Museum so heiß erwartet wie diese. Wir zeigen Bilder aus der Retrospektive "David Bowie is".
Wie Cindy Sherman schlüpft die Künstlerin Catrine Val von einer Identität in die nächste. Ihre Bildserie "Feminist" spielt mit dem Akt der weiblichen Selbstinszenierung.
Der Fotograf Andrei Liankevich porträtiert heidnische Bräuche, Sowjetkult und Alltag in seiner Heimat Weißrussland. Auf der Leipziger Buchmesse sind die Bilder zu sehen.
Das Anliegen ist ehrenwert, die zu erahnenden Schicksale sind ergreifend.
Trotzdem kann die Frage gestellt werden, ob die Darstellung der historischen Erkenntnis dient, denn sie ist einseitig.
Eine Begegnung im Jahre 1977, bei einer Reisebüro-Reise in die Sowjetunion:
Eine ältere Dame, nahezu deckungsgleich mit der auf Foto 1, steht an der Hotelrezeption in Charkow, und diskutiert in fließendem Ukrainisch oder Russisch mit den Hotelangestellten hinter dem Tresen.
Pelzmantel und russische Sprache - das passte irgendwie nicht im Jahre 1977, im Lande Lenins.
Meine Eltern reagieren drauf und suchen das Gespräch. Deutsch ging auch, nochmal gestaunt.
Eine lebenslustige ältere Frau......
Sie war "Ostarbeiterin", heute allgemein bezeichnet als Zwangsarbeiter.
Ob und wieviel Bitterkeit darüber mitgeteilt wurde, ist mir nicht bekannt.
Sie teilte dann wie selbstverständlich mit, daß sie nach der Niederwerfung Hitlerdeutschlands natürlich nicht nach Hause zurück konnte.
Wie sah also die "Befreiung" für sie aus?
Sie ging nach Australien. Und dann bereiste sie als ällterer Mensch, und nach den bekannten Tauwetterperioden, als "westlicher Tourist" nochmal ihre ukrainische Heimat....
Daß der Nationalsozialismus ein mörderisches Regime mit besonderen Merkmalen war, dem wird kaum jemand widersprechen.
Eine Hervorbringung von Flüchtlingsschicksalen ist allerdings kein Alleinstellungsmerkmal.
hatten sicher kein leichtes Leben.
Der Zusammenhang der Fotos mit dem Thema ist gleichwohl dürftig.
Nichts von diesen Bildern ist emigrationsspezifisch, das Ganze könnte man genau so mit "Bilder älterer Herrschaften" betiteln.
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