Fünfziger Jahre : Ein US-Soldat entdeckt Europa

Im Jahr 1955 reiste der Fotograf Bill Perlmutter nach Europa, um die Arbeit der US-Soldaten zu dokumentieren. Viel mehr aber interessierten ihn die Einheimischen.

Ein Truppenschiff brachte den jungen Armeefotografen Bill Perlmutter Mitte der fünfziger Jahre nach Deutschland. Nie zuvor hatte er die USA verlassen. Europa kannte er nur aus Filmen. Nun sollte er Fotos für ein Soldatenmagazin machen. Seine Bilder zeigen, dass ihn vor allem die Einheimischen faszinierten: deutsche Jungs in Lederhosen, eine Pariser Postkartenverkäuferin, ein alter Italiener mit Sonnenbrille. Seit Donnerstag sind Perlmutters Bilder in einer Hamburger Galerie ausgestellt. Sein Bildband Through a Soldier's Lens erscheint am 25. Mai.

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Auge Herz und Hand

Fotografie mit viel Atem und Empathie, d.h. mit Herz für Menschliches. Hier stellt sich der Fotograf mit Begeisterung dem Leben und das nach den leidvollen Erfahrungen des Krieges. Heutzutage ist selten so viel Leben in der Fotografie,weil die Bereitschaft sich auf Unvorhersehbares einzulassen ziemlich gering ist. Cartier Bresson sprach von der Achse -Auge-Herz und Hand.