Als Wortführer der Studentenbewegung demonstrierte Rudi Dutschke gegen die Regierung und den Vietnamkrieg. Er galt als Symbolfigur der 68er-Bewegung – und polarisierte die Gesellschaft.

Am 11. April 1968 kam ein junger Hilfsarbeiter mit dem Nachtzug nach Berlin – im Gepäck hatte er eine Pistole und Fotos von Dutschke. Auf dem Kurfürstendamm feuerte er drei Schüsse ab – sie trafen Dutschke im Kopf und in der Schulter. Das Attentat zog die größten Demonstrationen nach sich, die die Bundesrepublik bis dahin erlebt hatte.