Aids-Prävention Helfen kann nur die Spritze
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Wozu gegen HIV impfen?

In Deutschland ist ein Impfstoff gegen Aids praktisch kein Thema mehr. Das liegt hauptsächlich daran, dass die modernen Medikamente die Immunschwäche zu einer zwar nicht heilbaren, aber behandelbaren Krankheit gemacht haben.

Wozu dann noch impfen?

Ganz einfach: Die Medikamente haben erhebliche Nebenwirkungen, sie kosten sehr viel Geld und können oftmals dennoch nicht verhindern, dass Menschen an Aids sterben. Vor allem aber sind Arzneimittel, so gut sie auch mittlerweile helfen, kein Mittel, um HIV zu verhindern oder aus der Welt zu schaffen. Das kann nur eine Impfung. Angesichts von weltweit 33 Millionen Infizierten und 25 Millionen Aids-Toten sollte ihre Entwicklung Vorrang haben.

Ausgerechnet der umstrittene US-Präsident George W. Bush war es, der die Bedeutung des Themas erkannt hatte. Während seiner zwei Legislaturperioden flossen 19 Milliarden Dollar in die Aids-Bekämpfung in armen Ländern. Millionen von Menschen habe dies das Leben gerettet, sagt der UN-Aidsexperte Peter Piot. Auch in der Wissenschaft geben die Amerikaner den Ton an. Das hat nicht zuletzt finanzielle Gründe. Jeder US-Bürger finanziert die Aids-Forschung pro Jahr über seine Steuern mit neun Dollar. Der deutsche ist mit neun Cent dabei.

 
Leser-Kommentare
  1. So ermutigend das Ergebnis der Impfstoff-Studie aus aussieht, so darf ein Zufall nicht ausgeschlossen werden.

    Bei 125 Infizierten aus eine großen Gruppe liegt bei einem völlig unwirksamen Imfstoff die Wahrscheinlichkeit, dass sich aus der Testgruppe nur 51 oder weniger infizieren, immerhin bei 2,4%. Das mag wenig erscheinen, bedeutet aber, dass rein statistisch bei fast jeder 40. Studie mit einem solchen "Durchbruch" zu rechnen ist.

    Es bleibt daher abzuwarten, ob der Erfolg reproduzierbar ist - zu wünschen wäre es...

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