NanotechnologieUmweltbundesamt warnt vor Nanotechnik-Produkten

Das Umweltbundesamt will Nanoteilchen in Lebensmitteln, Kosmetika und Kleidung kennzeichnen. Die Experten fürchten, dass Gefahren noch nicht ausreichend erforscht sind.

Wirkung von Nanopartikel unbekannt

Die Wirkung von Nanoteilchen in Produkten ist noch unbekannt  |  © Dibyangshu Sarkar/ Getty Images

Das Umweltbundesamt (UBA) warnt nach einem Zeitungsbericht vor Gesundheitsgefahren, die aus dem industriellen Einsatz von Nanotechnologie in Nahrungsmitteln, Kleidungsstücken, Kosmetika und anderen Produkten resultieren können. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung und beruft sich auf eine noch unveröffentlichte Studie des UBA.

Das Amt empfehle in der Studie, Produkte mit den kleinen Partikeln so lange zu vermeiden, wie ihre Wirkungen in der Umwelt und auf die menschliche Gesundheit noch weitgehend unbekannt sind. Zudem fordere das UBA eine Kennzeichnungspflicht und ein Melderegister für Produkte, die Nanopartikel enthalten. Davon wären mehr als 800 Unternehmen in Deutschland betroffen, die in der Nanotechnologie tätig sind.

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Die Verwendung Millionstel Millimeter kleiner Partikel ist für viele Industriebranchen interessant, weil sie nützliche chemische und physikalische Eigenschaften besitzen. Ihre Winzigkeit birgt allerdings auch die Gefahr, dass sie viel eher die natürlichen Barrieren im Körper überwinden, die Blut-Hirn-Schranke etwa.

Chinesische Forscher hatten im August eine Studie veröffentlicht, nach der Nanopartikel in Farben schwere Lungenkrankheiten verursachen können. Japanische Forscher veröffentlichten eine Studie, der zufolge Nanopartikel die Hirnentwicklung bei Föten beeinflussen können. In Tierversuchen wurde mehrfach gezeigt, dass Nanopartikel zu Entzündungen der Lunge führen.

Antworten auf die Frage, wie gefährlich die Nanotechnologie ist, finden Sie hier

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Leserkommentare
    • db72
    • 21. Oktober 2009 11:12 Uhr

    So langsam kann einem wirklich speiübel werden.
    Gentechnik und Nanotechnik sind alles in allem gute Dinge, aber warum müssen Politik und Forschung immer so massiv provozieren? Warum können diese Technologien nicht erstmal sinnvoll erforscht und dann eingesetzt werden , warum will man alles gleich und als erstes in die Nahrungskette bringen ?
    Keine dieser Technologien hat etwas in der Nahrungskette verloren, Gentechnik schonmal garnicht denn sie ist dort absolut unnötig und dient nur der Gewinnmaximierung. Mais wurde schon ohne Gentechnik so modifiziert das er keine Pestizide mehr bräuchte , aber Norvatis lies das Patent dazu in der untersten Schublade verschwinden weil sie um ihren Absatz an pestiziden fürchteten . Gleiches gilt auch für die gentechnikfreie Modifikation von Forellen wleche eine deutlich höhere Schlupfrate aufwiesen und nahezu resistent gegen alle Krankheiten waren , aber Norvatis produziert auch Antibiotika für die Fischzucht ..... also schnell patentiert damit niemand anders das Verfahren nutzen kann und dann verschwand es .

    Hört endlich auf damit neue Technologien direkt in die Nahrungskette zu packen , und überarbeitet lieber das Patentrecht so das es unmöglich wird sinnvollen Fortschritt durch Patente zu verhindern.

    • F.L.O_o
    • 21. Oktober 2009 11:12 Uhr
    2. Huiii

    Na hoffen wir mal nicht dass dieses Thema all zu sehr von der "Allwissenden" Öffentlichkeit zerfleischt wird.Wäre schade wenn nur durch die Ignoranz der Menschen ein Industrie und Forschungszweig wegbrechen würde, der deutsche Technologie im Reihnformat präsentiert.
    Nicht daran zu denken was für ein Kapital da drin steckt.

    Soweit es mein Gedächnis zulässt wurde schon zum Thema "Nanotechnologie" eine Ethik-komission gebildet damit die massive Erklärungsbedürfnisse der Menschen gedeckt werden und zwar so, dass es auch ein "Laie" versteht...hoffe ich

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    können wir "Kapital" weder atmen noch essen noch trinken. Wenn Sie verstehen, was ich meine.

  1. solange das zeug nicht ordentlich erforscht ist, gehört es nicht (ungekennzeichnet) in die produkte.
    das sollte eigentlich für alles gelten, unabhängig davon, ob arbeitsplätze, forschung, kapital oder sonstwas dadurch schaden nehmen könnten.

  2. können wir "Kapital" weder atmen noch essen noch trinken. Wenn Sie verstehen, was ich meine.

    Antwort auf "Huiii"
    • Blixten
    • 21. Oktober 2009 14:08 Uhr

    Hier muss ganz dringend stærker differenziert werden.
    Nicht alle Partikel sind gefæhrlich, nur weil sie klein sind, ebenso wie nicht alle ungefæhrlich sind. Das Gefahrenpotential nur ueber die Grøsse zu bestimmen ist total unsinnig.

    Wenn jemand von einem sich im Sturm von Berliner Hauptbahnhof geløsten Stahltræger erschlagen wird, fordert ja auch niemand "Makropartikel" oder Balken an sich zu verbieten.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa
  • Schlagworte Umweltbundesamt | Gesundheit | Körper | Nahrungsmittel | Nanotechnologie | Studie
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