Medizinische Forschung Kann Handystrahlung Alzheimer verhindern?

Modell-Mäuse erkrankten im Tierversuch nicht, nachdem sie Handystrahlen ausgesetzt waren. Was dabei im Gehirn der Tiere ablief, wissen die Forscher bislang nicht.

Während eines Telefonats mit dem Mobiltelefon erhöht sich die Temperatur im Kopf – und damit auch die der Gehirnzellen

Während eines Telefonats mit dem Mobiltelefon erhöht sich die Temperatur im Kopf – und damit auch die der Gehirnzellen

In wie weit die Handystrahlung gesundheitsschädlich ist, konnten Wissenschaftler bis heute nicht eindeutig klären. Noch in den achtziger Jahren fürchteten viele, durch die Nutzung der Telefone könne es zu massenhaften Erkrankungen kommen. Das geschah nicht. Allerdings weiß man heute, dass die Strahlung aus den Mobilfunkgeräten Einfluss auf die Zellen im Gehirn hat. Dass dieser Effekt auch positiv sein könnte, lässt ein Laborversuch an der Universität in Tampa, Florida, vermuten – mit einem überraschenden Ergebnis.

Dort setzen Wissenschaftler um Gary Arendash Mäuse Handystrahlen aus. Das Ergebnis: Die Strahlung verhinderte bei den Tieren die Alzheimer-Krankheit – und bei bereits erkrankten Tieren wurde das Hirnleiden gelindert. Wie die Mediziner im Journal of Alzheimer's Disease berichten, verbesserte die Strahlung sogar bei gesunden Mäusen das Erinnerungsvermögen.

Anzeige

Wie diese Effekte ausgelöst werden, ist noch nicht genau bekannt, schreiben die Mediziner. Dennoch halten sie ihre Ergebnisse auch für den Menschen für relevant. Die Wissenschaftler vom Alzheimer-Forschungszentrum der Universität hatten knapp 100 Mäuse in ihre Tests einbezogen. Die meisten davon waren "Modell-Mäuse" für Alzheimer, also genetisch veränderte Tiere, in deren Gehirn sich die typischen Ablagerungen des Peptids Beta-Amyloid bilden.

Die Mäuse saßen in Käfigen, die um eine Antenne gruppiert waren. Sie sandte eine für Mobiltelefone übliche elektromagnetische Strahlung mit einer Frequenz von 918 Megahertz aus – jeweils zweimal eine Stunde täglich, sieben bis neun Monate lang. Die Dosis von 0,25 Watt pro Kilogramm habe jener entsprochen, die bei ans Ohr gehaltenem Handy auf das menschliche Gehirn einwirke, berichten die Mediziner.

Leser-Kommentare
  1. Entweder das oder die Mobilfunklobby steckt hinter solchen Meldungen. Dauerhaftes Luftanhalten führt übrigens nach neuesten Untersuchungen an Fröschen zu frühzeitigem Tod! Wie bitteschön stellt man überhaupt Alzheimer an Mäusen fest? Wenn solche Sachen tatsächlich von seriösen Forschern veröffentlicht werden, dann muß dahinter schon echt Geldgeilheit stecken! Ich erinnere nur an ähnlich bahnbrechende Entdeckungen auf dem medizinischen Sektor, die sich später als großer Schwindel herausstellten. Ich empfehle aufgrund dieses Berichts, den Kopf täglich eine halbe Stunde an die Heizung zu halten, das erwärmt die Gehirnzellen auch! Der ganze Bericht hält doch einer kritischen Untersuchung selbst eines absoluten Laien mit gesundem Menschenverstand nicht im geringsten stand.

    • sch1lf
    • 07.01.2010 um 19:08 Uhr

    gibt es denn bisher strahlungsgeschädigte handynutzer?? keinen einzigen! so viel ich weiß ballern bsw. die modernsten ses-astra satelliten mit einem EIRP von 51 dBW. ein handy liegt da im vergleich wohl außerhalb des messbaren bereiches :D. nebenbei scheint sich niemand über normale DETC-Telefone oder WLAN aufzuregen. und wenn dann haben die schlussvolgerungen immer ein niveau von kneipengesprächen im dörfle, sowohl beim pro wie auch beim contra.
    es stimmt ja aber auch, dass zB elektrosmog von ur-alten kühlschränken schlafstörungen generiert hat (wenn man direkt neben den dinnern gepennt hat). und selbst diese waren temporär: hat man das 20jahre lang durchgehalten (weil man eben nix von elektrosmog gewusst hat) und man einfach den schlafplatz gewechselt hat, war man geheilt. von heute auf morgen!
    kann sich noch jmd an die ersten staubsauger erinnern? hat man die eingeschaltet, hatte man im ganzen haus keinen radioempfang mehr... DAS war elektrosmog!
    im vergleich dazu, ist heutzutage die ganze aufregung ja nur lächerlich. schließlich ist ja schon damals niemand dadran erkrankt...
    und im ernst.. warum nicht? warum sollen strahlen keine positive effekte in einem organismus bewirken? soll an dieser stelle aber nicht ausschließen, dass es ebenfalls negative geben kann.

    mfg sch1lf

    • ddkddk
    • 08.01.2010 um 0:05 Uhr

    ist wohl die logische Konsequenz!

    Vielleicht sollten auch Kinderschulen und Grundschulen schon vorsorglich damit ausgestattet werden, da eine Erhöhung der Gedächtnisleistung mit dem IQ koinzidiert.

    Es müsste vorher sicherheitshalber nur noch einmal geprüft werden, welche Drittmittel aus welcher Quelle in dieses Forschungsprojekt geflossen sind.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service