Schweinegrippe Die Stunde der Opportunisten
Hinterher ist man stets schlauer: Politiker und Experten werfen den Behörden bei der Schweinegrippe-Bekämpfung Panikmache vor. Das ist heuchlerisch, meint Sven Stockrahm.
© STR/AFP/Getty Images

Mit dem Impfstoff gegen das H1N1-Virus haben Pharmakonzerne ein gutes Geschäft gemacht. Doch dass sie Einfluss auf die Entscheidungen der Weltgesundheitsorganisation hätten, ist mehr als unwahrscheinlich
Es ist der Feldzug eines Mannes, von dem bis vor Kurzem kaum jemand Notiz genommen hat. Der ehemalige Bundestagsabgeordnete und SPD-Politiker Wolfgang Wodarg vermutet, dass die Pharmaindustrie die Weltgesundheitsorganisation WHO beeinflusste, um die als Schweinegrippe bekannt gewordene Influenza A/H1N1 zu einer Pandemie zu stilisieren. "Es stinkt danach, dass die Industrie Einfluss auf die WHO genommen hat", sagte Wodarg der Tageszeitung (taz). Er spricht von einem Schweinegrippe-"Fehlalarm" und einer seit Jahren von offizieller Stelle heraufbeschwörten "Grippegefahr".
Die gestrige Anhörung im Europarat, an der auch der WHO-Vizegeneraldirektor Keiji Fukuda teilnahm, konnte diese Anschuldigungen nicht belegen. Initiiert hatte die Runde Wodarg noch in seiner Funktion als Leiter des Gesundheitsausschusses der parlamentarischen Versammlung des Europarats.
Die Argumente, die der Politiker vorbringt, sind opportunistisch. Es sind Schlussfolgerungen, die nicht neu sind. Nachdem die Vogelgrippe 2006 ihren Schrecken schnell eingebüßt hatte, wurden Vorwürfe laut, dass umsonst Millionenbeträge in Grippe-Medikamente und Impfstoffentwicklung gesteckt wurden.
Doch ist es gut und richtig, sich auf ein potenziell gefährliches Virus vorzubereiten. Dazu gehören Impfstoffvorräte ebenso wie antivirale Medikamente. Daran ändern auch schlecht ausgehandelte Verträge zwischen Herstellern und Bundesländern nichts, in denen bestimmte Mengenabnahmen vereinbart wurden. Die Einlagerung muss als Versicherung verstanden werden.
Auch jetzt heißt es, nachdem die Schweinegrippe vielerorts abebbt, dass die Verantwortlichen bei der WHO voreilig und panisch agiert hätten. Eine unnütze Impfaktion habe man aus dem Boden gestampft, die letztlich nur der Pharmaindustrie nutzte. Die verdiente schließlich mit dem Impfstoff gegen das H1N1-Virus Milliarden.
- Datum 27.01.2010 - 17:16 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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-auch schon längs die Menschheit halb ausgerottet haben, wenn es nach den Angstmachern ginge.
Es ist nun mal so, daß Menschen krank werden und sterben. Aber auch die 8000 Grippetoten, die es bis jetzt jedes Jahr regelmäßig gegeben haben soll, dürfen angezweifelt werden: warum? Eben weil sie dieses Jahr nicht auftraten, angeblich haben Schweinegrippe-Erreger die normalen Erreger ersetzt. Was für ein Unsinn! Wie soll das gehen?
Wahrscheinlich ist es so, daß es auch die "normale" Grippe nicht in dem angegebenen Ausmaß nicht regelmäßig gegeben hat, also auch keine 8000 Grippetoten. Was ist also real, was ist Propaganda um des Geldes wegen? Vertrauen habe ich nicht, weil es um viel Geld geht.
"-auch schon längs die Menschheit halb ausgerottet haben, wenn es nach den Angstmachern ginge."
ich lese hier immer häufiger von Angstkampagnen und Angstmachern usw...
Könnte es sein, dass diejenigen, die das posten, einfach ein bissl zu ängstlich sind? Bitte nicht persönlich nehmen. Ich wundere mich nur, denn ich nehme bestimmte Themen durchaus Ernst, aber Angst hat bei mir irgendetwas in der Richtung bislang noch nicht hervorgerufen...?
"-auch schon längs die Menschheit halb ausgerottet haben, wenn es nach den Angstmachern ginge."
ich lese hier immer häufiger von Angstkampagnen und Angstmachern usw...
Könnte es sein, dass diejenigen, die das posten, einfach ein bissl zu ängstlich sind? Bitte nicht persönlich nehmen. Ich wundere mich nur, denn ich nehme bestimmte Themen durchaus Ernst, aber Angst hat bei mir irgendetwas in der Richtung bislang noch nicht hervorgerufen...?
...schlecht gelaufen. Man hat die falsche Gruppen bezielt und Ärger mit einer Besserstellung der Beamte durch anderen Impfstoff hervorgerufen. Es wurde mehr Impfstoff bestellt, als die dann harmlose Grippe erforderte.
Aber es war eine gute Vorbereitung auf eine sicherlich irgendwann viel gefährlichere Pandemie und man hat viel lernen können. Hoffentlich lernt man nicht, dass Pandemien auf die leichte Schulter genommen werden müssen und vorsorgende Impfstoffproduktion nur Scherereien bedeutet.
Was die Menschen gelernt haben, ist folgendes: wenn mal wieder eine Epidemie angekündigt wird, gehen sie nicht mehr zur Impfung.
Man weiß jetzt, daß es nur ums Geld geht; Ernst der Lage kann jetzt nicht mehr bekannt gemacht werden, das ist das Ergebnis.
So unvorhersehbar wie der Autor behauptet, war die relative Ungefährlichkeit der 'Schweine'-Grippe nicht.
Viren töten entweder schnell, dann haben die Infizierten kaum Zeit sie zu verbreiten ('Ebola Typ'), oder sie töten langsam bzw gar nicht, dann fällt die massenhafte Infektion lange Zeit nicht auf ('Aids' Typ) un die Menschen leben lange Zeit relativ unbeeinträchtigt. Im ersten Fall sind wenige Menschen schwer betroffen, im zweiten Fall sind viele Menschen weniger schwer betroffen. Die Kombination viele Menschen schwer betroffen gibt das System kaum her.
Nehmen wir an, ein Virus, das schnell tötet wäre unterwegs. Warum wird eine Pandemie ausgerufen und Flugzeuge dürfen starten und landen wie gewohnt?
Bei einer ernsthaften epidemischen Bedrohung müssten als erstes alle Flieger am Boden bleiben. Quarantäne wie im 17 Jahrhundert. Selsbt wenn das die Ausbreitung nicht verhindert, kauft man sich damit wertvolle Reaktionszeit. Wenn man vor einer totalen Einstellung des Überträgertransportes aus wirtschaftlichen Erwägungen zurückschreckt, ist des wohl nicht wirklich todernst.
Sawicki ( Chef der Komission für Arzneimittelsicherheit) muss im August seinen Hut nehmen. Er war unbestechlich. Er sprach von der Beeinflussung von Politikern, Ärzteverbändern, Kassen usw. durch die Pharma-Industrie.Auch an ihn selbst sei man herangetreten. Er war der meistgehasste Mann der Pharmabranche.
Rösler hat gehorcht.
"-auch schon längs die Menschheit halb ausgerottet haben, wenn es nach den Angstmachern ginge."
ich lese hier immer häufiger von Angstkampagnen und Angstmachern usw...
Könnte es sein, dass diejenigen, die das posten, einfach ein bissl zu ängstlich sind? Bitte nicht persönlich nehmen. Ich wundere mich nur, denn ich nehme bestimmte Themen durchaus Ernst, aber Angst hat bei mir irgendetwas in der Richtung bislang noch nicht hervorgerufen...?
Die Wirtschaft beruht zum größten Teil auf Angst, Angst zu versagen, Angst keine Anerkennung zu bekommen, Angst alt zu werden, Angst fett zu werden etc.
Solche Kampagnen wie mit den vermeintlichen aber konkret nicht vorhandenen Epidemien der vergangenen Jahre würden ohne Angst niemals funktionieren, zumal in Deutschland, wo sich jeder vorsorglich gleich operieren läßt, wenn mal ein Pups klemmt.
Die Wirtschaft beruht zum größten Teil auf Angst, Angst zu versagen, Angst keine Anerkennung zu bekommen, Angst alt zu werden, Angst fett zu werden etc.
Solche Kampagnen wie mit den vermeintlichen aber konkret nicht vorhandenen Epidemien der vergangenen Jahre würden ohne Angst niemals funktionieren, zumal in Deutschland, wo sich jeder vorsorglich gleich operieren läßt, wenn mal ein Pups klemmt.
Der Funktions und Entscheidungsträger, der sich dem Opportunismusvorwurf stellen muss oder im Abseits der Macht stehende Kritiker, dem auch dieser Vorwurf gemacht wird ?
Die Wirtschaft beruht zum größten Teil auf Angst, Angst zu versagen, Angst keine Anerkennung zu bekommen, Angst alt zu werden, Angst fett zu werden etc.
Solche Kampagnen wie mit den vermeintlichen aber konkret nicht vorhandenen Epidemien der vergangenen Jahre würden ohne Angst niemals funktionieren, zumal in Deutschland, wo sich jeder vorsorglich gleich operieren läßt, wenn mal ein Pups klemmt.
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