Beratung ist wichtig
Inzwischen zeigen Langzeitbeobachtungen, dass es vor allem für die Kinder eine Hypothek fürs Leben darstellt, wenn ihre Mütter stark zunehmen, während sie in ihrem Bauch wachsen. Sie tragen ein größeres Risiko, später selbst übergewichtig zu werden und früh an Diabetes Typ 2 ("Alterszucker") zu erkranken, der heute immer häufiger schon bei Kindern und Jugendlichen ausbricht.
Welche "Schalter" im Zuge vorgeburtlichen Prägung des Stoffwechsels schon im Mutterleib an- oder ausgeknipst werden, ist noch nicht restlos aufgeklärt. Dass es sie gibt, wird aber immer klarer. Eine tragende Rolle spielt dabei anscheinend die erhöhte Insulinausschüttung in der Gebärmutter, die den Insulinlevel fürs spätere Leben bestimmt. Seit einigen Jahren beschäftigt sich an der Charité die Arbeitsgruppe "Experimentelle Geburtsmedizin" mit dieser Fehlprogrammierung, die während wichtiger Lebensphasen auftreten kann.
Frauenärzte sollten Schwangere anlässlich der regelmäßigen Untersuchungen, deren fester Bestandteil das Wiegen ist, auf diese Zusammenhänge aufmerksam machen, findet die Geburtsmedizinerin Ramsauer. "Beratung ist wichtig, doch leider kostet sie viel Zeit." Normalgewichtige Frauen sollten während der Schwangerschaft möglichst nur zwölf Kilo zunehmen, wer schon vorher zu viel auf die Waage bringt, lieber ein paar Kilo weniger.
"Für sehr schlanke Frauen kann es dagegen gut sein, vor allem zu Beginn der Schwangerschaft ein paar Extra-Kilos zuzulegen", sagt Ramsauer. Und das auch mit Blick auf das spätere Wohlergehen ihres Nachwuchses. Die ersten Studien zum Thema "perinatale Programmierung", die der britische Forscher David Barker Ende der achtziger Jahre gemacht hat, legen nämlich nahe, dass Babys, die im Mutterleib Mangel leiden und bei der Geburt auffällig leicht sind, später vermehrt zu Bluthochdruck und Herzinfarkten neigen. Es sind also keinesfalls unsere Gene allein, die wir unseren Kindern in die Wiege legen.
- Datum 13.08.2010 - 11:42 Uhr
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- Quelle Tagesspiegel
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Sind selbst Akademiker mittlerweile nah an der Verblödung? Jeder weiß, dass eine "Rubensfrau" sicherlich wenig Bedarf hat, in einer Schwangerschaft deutlich mehr zu essen. Ebenso, dass ein Hungerhaken erstmal zu Kräften kommen muss, bevor sie sich ans Gebären macht.
Und sich am BMI zu orientieren ist ja wirklich süss-in der seriösen Forschung wird der jedenfalls nicht genutzt. Fehlt ja nur noch, dass Babies mit perfekter BMI-Mommy häufiger im Lotto gewinnen...
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halte ich grundsätzlich nicht viel. das es zunehmend in unserer gesellschaft übergewichtige menschen gibt, ist eine tatsache. wir brauchen uns nur mal beim shoppen umzuschauen. dann noch ein blick in die einkaufswagen. übergewicht hat, unter anderen, auch etwas mit bildung zu tun. je mehr ich über meinen körper und ernährung weiss, umso eher achte ich darauf.
essen und fernsehen ist für viele etwas das "sie sich gönnen". die gruppe der "gesundheitsbewussten" wächst allerdings ebenfalls. vor fünf jahren hat es nicht annähernd soviele menschen jeder altersgruppe gegeben, welche sport treiben. joggen, walken, radfahren, skaten. erfreulich ist, das sport häufig von älteren menschen betrieben wird die fit genug sind und bleiben wollen.
was ich bedenklich finde ist die zunahme von fast food. und damit meine ich nicht unbedingt besagte burger, sondern fertiges essen aus dem supermarkt. essen zubereiten wird von einer bestimmten schicht offensichtlich nicht als genuss, sondern als arbeit betrachtet. dem könnte in schulen mehr rechnung getragen werden. wir hatten in unserer schule einen gemüsegarten. die ernte wurde im kochunterricht verwendet.
meine söhne haben schon sehr jung gern beim kochen und backen geholfen. alle drei kochen gern und gut, und wechseln sich mit ihren frauen in der küche ab.
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