Schwangerschaft: Wenn aus der Geburt eine High-Tech-Operation wird
Bei fast 90 Prozent aller Geburten in der Klinik greifen Ärzte ein. Nicht immer ist das nötig, sagen Hebammen. Und es schadet dem Selbstbewusstsein der Mütter.
© Christopher Furlong/Getty Images

Diese Füße gehören einem zwei Wochen alten Jungen
Wenn Eva Neumann an die Geburt ihres Sohnes zurück denkt, kommen ihr die Tränen: Gut sieben Stunden hatte sie in den Wehen gelegen, als ihr vom Arzt im Kreißsaal ein Kaiserschnitt nahegelegt wurde. Das Baby sei so groß, dass eine Spontangeburt schwierig werden würde, die Gefahr eines schlimmen Dammrisses sei erheblich.
Eva Neumann willigte ein – obwohl sie noch im Geburtsvorbereitungskurs auf das Bild, das sie und ihr Mann für die Geburt gemalt hatten, in großen Buchstaben geschrieben hatte "kein Kaiserschnitt!!!". "Schon mein erster Sohn wurde per Kaiserschnitt geholt, weil seine Herztöne schlechter wurden", erklärt sie, "das war für mich traumatisch. Ich konnte ihn nach der Geburt nicht versorgen und habe mich im Grunde wie eine Versagerin gefühlt. Dieses Gefühl ist jetzt wieder da."
Eva Neumann hatte sich wie die meisten Schwangeren eine natürliche Geburt ohne Eingriffe gewünscht. Doch wie die meisten Frauen hat sie die nicht bekommen: Weit unter zehn Prozent der Frauen in Deutschland bringen ihre Kinder ohne medizinische Eingriffe zur Welt. Zu diesem Ergebnis kam Clarissa Schwarz, Professorin für Hebammenkunde an der Hochschule für Gesundheit in Bochum nach der Auswertung eines Forschungsprojekts schon im Jahr 2004. "Damals waren es 6,7 Prozent. Man kann davon ausgehen, dass die Zahlen heute noch geringer sind", sagt sie.
Doch wie kommt es, dass Frauen, deren Wunsch es ist, ihr Kind natürlich zur Welt zu bringen, fast zwangsläufig am Wehentropf und im Extremfall auf dem Operationstisch landen? "Wir sprechen dabei von einer Interventionskaskade, die meist schon bei der Aufnahme im Krankenhaus beginnt", sagt Clarissa Schwarz.
Die meisten Frauen kämen aus Unsicherheit zu früh in die Klinik. Anstatt sie nach Hause zu schicken, würden die Kliniken sie dann meist stationär aufnehmen. "Ab diesem Moment geht es vor allem darum, die Geburt so effizient und zeitsparend wie möglich über die Bühne zu bringen. Und wenn einmal in den Geburtsverlauf eingegriffen wurde, folgen fast zwangsläufig weitere Eingriffe", sagt die Wissenschaftlerin.
Wenn Wehenmittel gegeben werden, lösen diese häufig so heftige Wehen aus, dass die Frauen gegen die Schmerzen eine Periduralanästhesie (PDA) bekommen. Doch diese Betäubung entspannt den Mutterleib vollkommen. Die Folge: Das Kind kann sich nicht richtig in den Geburtskanal bewegen. Und wenn es einmal stockt, kommen schnell Saugglocke oder Zange zum Einsatz, was zu bösen Dammrissen führen kann.
Wissenschaftler wissen inzwischen auch, dass Geburtseinleitungen das Risiko für Nachblutungen verdoppeln. Im Extremfall wird die natürliche Geburt ganz abgebrochen: In zehn Prozent der Fälle enden natürlich begonnene Geburten wie im Fall von Eva Neumann mit einer Sectio, einem Kaiserschnitt. Ebenso hoch ist die Rate geplanter Kaiserschnitte. Auch wenn immer wieder vom Trend zum Wunschkaiserschnitt gesprochen wird: Befragungen zeigen, dass weniger als fünf Prozent der Frauen eine Schnittentbindung wollen.
High-Tech-Geburten mit maximalem Einsatz von Medizintechnik seien zur Normalität geworden, sagt Clarissa Schwarz. "Für das Selbstbestimmungsrecht der Frauen, die sich mehrheitlich eine Geburt ohne Eingriffe wünschen, ist das natürlich verheerend." Doch die meisten Mütter kommen im Kreißsaal nicht mehr auf die Idee, gegen die Technisierung ihrer Geburt zu protestieren. In aller Regel wird ihnen vermittelt, dass die Eingriffe "zur Sicherheit" gemacht werden – obwohl Studien beweisen, dass sich der Zustand der Neugeborenen dadurch nicht verbessert: Seit Jahrzehnten liegt die perinatale Mortalität – also der Anteil der Kinder die tot geboren werden oder bis zum 7. Lebenstag versterben – in Deutschland bei fünf bis sechs Promille.
Verbessert haben sich allerdings die Abrechnungsmöglichkeiten der Kliniken. "Das finanzielle Anreizsystem in den Kliniken belohnt Komplikationen", sagt Schwarz. "Und natürlich entscheidet man dann eher für die Methode, mit der man in kürzerer Zeit mehr Geld verdienen kann." Dazu kommt, dass der Personalschlüssel in den Kreißsälen schlechter wird. Eine Hebamme muss bis zu fünf Geburten betreuen. Für individuelle Zuwendung, die den Frauen die Kraft gibt, auch eine lange Geburt durchzuhalten, ist da kein Raum.
Die Hamburger Hebamme Susanne Lohmann hat oft erlebt, dass Frauen durch Personalwechsel während der Geburt verunsichert sind und sich dann allzu oft auf Interventionen einlassen, die das Prozedere beschleunigen sollen. "Wenn ich eine Frau unter der Geburt motivieren soll, brauche ich Ruhe – und die habe ich als Hebamme im heutigen Krankenhausbetrieb nicht mehr."
Diese Krankenhausroutine führt dazu, dass die meisten der Eingriffe inzwischen selbst von Hebammen nicht mehr als Interventionen wahrgenommen werden. Das hat die Professorin für Hebammenwissenschaft in Osnabrück, Claudia Hellmers, festgestellt. "Die Cardiotokographie (CTG), eine PDA oder ein Dammschnitt sind im Kreißsaal völlig normal, das hat sich so in den Alltag eingeschlichen."
Ohnehin würden Schwangerschaft und Geburt heute überwiegend als etwas Pathologisches gesehen und entsprechend behandelt. "Der Mutterpass enthält heute 52 Befunde, die angekreuzt werden können. Hiernach wird entschieden und dokumentiert, ob eine Risikoschwangerschaft vorliegt. Diese Befunde sind allerdings nicht gewichtet, so dass die Frauen nicht wissen, wie aussagekräftig dieses Risiko für sie wirklich ist", sagt Claudia Hellmers. "1968 waren es noch zwölf. Und wenn man die Frauen damit verunsichert, werden sie ihre Schwangerschaft fast zwangsläufig als etwas Problematisches empfinden und sich zum vermeintlichen Wohl des Kindes auch zu Eingriffen überreden lassen, die sie so eigentlich gar nicht wollen."
Das Risiko ist im Kreißsaal inzwischen etwas ganz Normales. Bislang fehlen Studien darüber, wie stark die negativen Geburtserfahrungen sich auf die Mutter-Kind-Bindung auswirken oder Wochenbettdepressionen verstärken können. "Aber die Erfahrungen zeigen, dass es für die Frauen Langzeitfolgen hat, wenn die Geburt anders verläuft, als sie es sich gewünscht haben."
Auch Eva Neumann quält seit der Geburt ihres Sohnes vor zwölf Wochen wieder und wieder die Frage, ob sie nicht auf ihrem Wunsch hätte beharren sollen. "Vielleicht hätten wir mehr Geduld haben müssen. Ich bin natürlich froh, dass alles gut gegangen ist und ich ein gesundes Kind habe. Aber das Gefühl, es nicht richtig gemacht zu haben, das wird mich wohl mein Leben lang begleiten."






eine nahe Anverwandte hat im Laufe ihres Lebens drei Kinder entbunden. Die ersten beiden "natürlich". Vor dem dritten machte sie deshalb den Ärzten vorher klar:
"Ich bestehe auf einer PDA."
Und sagt heute: "Das war die richtige Entscheidung."
Herzlichst Crest
"Mütter kommen im Kreißsaal nicht mehr auf die Idee, gegen die Technisierung ihrer Geburt zu protestieren"
Wie sieht es mit Geburtsschäden aus. Sind die (prozentual) gesunken, seit die Geburt technisiert wird?
Sollte ein Kind bei einer natürliche Geburt Schaden nehmen (z.B. Unterversorgung mit Sauerstoff), wird gegen die Klinik geklagt.
Eijo dann bringen wir die Kinder eben "nach dem Mutterwunsch" wie früher zur Welt und lass uns von Gefahren und Risiken nicht abschrecken. Das kann man so machen, aber dann würde ich mal ganz grob sagen, dass wir auch die Sterberaten von früher zurück bekommen.
Aber hey was sind schon tote Frauen und Kinder gegen "den Wunsch der Mutter das Kind natürlich auf die Welt zu bringen". "Schwere Schuldgefühle" können nunmal nur lebende Menschen haben. Da hätten wir dann das Problem mit den Schuldgefüheln gleich mit gelöst.
Natürliche Geburt = Schäden?
Man KANN indertat Frauen einreden, dass sie nicht in der Lage seien, ein Kind gesund auf die Welt zu bringen.
Mann KANN Sicherheit bei Befolgung technischer Auflagen suggerieren.
Aber die endgültige Sicherheit gibts nicht; nirgends!
Die Technisierung schafft neue Gefahren.
Und hat Folgen für Kind und Mutter, die du gar nicht übersehen kannst, die kaum publiziert werden, um dem heiligen Zeitgeist ja nicht zu schaden.
#Schlimmer ist, dass die Frauen an ihrer einzigen wirklich systemimmanenten Lebensaufgabe vorbeigerudert werden.
Alles wirklich klassisch Weibliche ist ja von Beauvoir&Co eh abgeschafft und ins Museum verbracht worden.
Was weißt denn du Typ vom Menschsein und menschlichbleiben?
Dafür sind immer schon Frauen zuständig gewesen und eine sagt dir jetzt:
Wir haben seit Jahrtausenden Kinder geboren.
Und ja - einige von uns sind dran gestorben.
Aber wir sind nicht ausgestorben.
DAS ist Leben.
Männer führen Kriege und sterben daran.
Merkwürdigerweise tun sie das immer noch; trotz der Hochtechnisierung ihrer Kriege.
Hast du schon die Abschaffung von Kriegen gefordert?
Ich wär dafür, es wieder "eijo-wie früher" zu machen
- das gibt weniger Spätschäden.
Technik entfernt uns von uns selber
und macht das Gebären nicht sicherer!
In diesem Sinne
und auch in dem meiner Tochter, einer angehenden Hebamme: "eijo dann machen wirs lieber wieder wie früher..."
....eine gesunde Mutter von 5 (f ü n f) natürlich geborenen gesunden Kindern.
Es geht doch gar nicht darum, wieder so zu Gebären wie unsere Ururgrossmütter, ohne Desinfektionsmittel, ohne ärztliche Betreuung, ohne Möglichkeit zum Kaiserschnitt. Niemand stellt die moderne Medizin in Frage, die ohne Frage sicher viele Todesfälle von Mutter und Säugling verhindert hat. Im Artikel geht es darum, dass heutzutage immer mehr Eingriffe gemacht werden, die offenbar keinen nennenswerten Nutzen bringen - die Mortalität bei Geburten ist in Deutschland seit Jahrzehnten die gleiche. Es geht um Eingriffe, die ohne wirkliche medizinische Notwendigkeit gemacht werden, sondern einfach nur deswegen, weil es sich für das Spital finanziell lohnt, und die bei Müttern (und evt. auch den Kindern) zu traumatischen Erlebnissen führen, welche möglicherweise sogar die Mutter-Kind-Bindung nachhaltig negativ beeinflussen.
Natürliche Geburt = Schäden?
Man KANN indertat Frauen einreden, dass sie nicht in der Lage seien, ein Kind gesund auf die Welt zu bringen.
Mann KANN Sicherheit bei Befolgung technischer Auflagen suggerieren.
Aber die endgültige Sicherheit gibts nicht; nirgends!
Die Technisierung schafft neue Gefahren.
Und hat Folgen für Kind und Mutter, die du gar nicht übersehen kannst, die kaum publiziert werden, um dem heiligen Zeitgeist ja nicht zu schaden.
#Schlimmer ist, dass die Frauen an ihrer einzigen wirklich systemimmanenten Lebensaufgabe vorbeigerudert werden.
Alles wirklich klassisch Weibliche ist ja von Beauvoir&Co eh abgeschafft und ins Museum verbracht worden.
Was weißt denn du Typ vom Menschsein und menschlichbleiben?
Dafür sind immer schon Frauen zuständig gewesen und eine sagt dir jetzt:
Wir haben seit Jahrtausenden Kinder geboren.
Und ja - einige von uns sind dran gestorben.
Aber wir sind nicht ausgestorben.
DAS ist Leben.
Männer führen Kriege und sterben daran.
Merkwürdigerweise tun sie das immer noch; trotz der Hochtechnisierung ihrer Kriege.
Hast du schon die Abschaffung von Kriegen gefordert?
Ich wär dafür, es wieder "eijo-wie früher" zu machen
- das gibt weniger Spätschäden.
Technik entfernt uns von uns selber
und macht das Gebären nicht sicherer!
In diesem Sinne
und auch in dem meiner Tochter, einer angehenden Hebamme: "eijo dann machen wirs lieber wieder wie früher..."
....eine gesunde Mutter von 5 (f ü n f) natürlich geborenen gesunden Kindern.
Es geht doch gar nicht darum, wieder so zu Gebären wie unsere Ururgrossmütter, ohne Desinfektionsmittel, ohne ärztliche Betreuung, ohne Möglichkeit zum Kaiserschnitt. Niemand stellt die moderne Medizin in Frage, die ohne Frage sicher viele Todesfälle von Mutter und Säugling verhindert hat. Im Artikel geht es darum, dass heutzutage immer mehr Eingriffe gemacht werden, die offenbar keinen nennenswerten Nutzen bringen - die Mortalität bei Geburten ist in Deutschland seit Jahrzehnten die gleiche. Es geht um Eingriffe, die ohne wirkliche medizinische Notwendigkeit gemacht werden, sondern einfach nur deswegen, weil es sich für das Spital finanziell lohnt, und die bei Müttern (und evt. auch den Kindern) zu traumatischen Erlebnissen führen, welche möglicherweise sogar die Mutter-Kind-Bindung nachhaltig negativ beeinflussen.
Sollte wirklich jedes 20. Kind tot zur Welt kommen oder bis 1 Woche nach der Geburt sterben?
Das macht den Artikel auch so glaubwürdig.
Ihr Gefühl, dass da etwas nicht stimmt, war richtig: Die perinatale Sterblichkeit lag 2008 nach Angaben des Statistischen Bundesamts bei 5,3 Promille (also 5,3 auf 1000 Geburten) - nicht Prozent.
Quelle: S. 103 in
http://www.destatis.de/je...
Liebe Leser,
leider hat sich die Autorin hier geirrt - es sind natürlich Promille nicht Prozent.
Anbei finden Sie zwei Quellen zur perinatalen Mortalität in Deutschland:
http://bit.ly/eFBICn
http://bit.ly/fJ9jy7 (PDF)
Die Zahl fällt tatsächlich relativ hoch aus, weil nach der Änderung des Personenstandsgesetztes von 1993 seit 1994 auch Totgeburten mit einem Gewicht zwischen 500 und 1000 Gramm ins Sterberegister aufgenommen und daher mitgezählt werden.
Herzliche Grüße aus der Wissenschaftsredaktion.
"Seit Jahrzehnten liegt die perinatale Mortalität – also der Anteil der Kinder die tot geboren werden oder bis zum 7. Lebenstag versterben – in Deutschland bei fünf bis sechs Promille."
Promille ist nicht gleich prozent.
Das bedeutet 5-6 von TAUSEND.
Das macht den Artikel auch so glaubwürdig.
Ihr Gefühl, dass da etwas nicht stimmt, war richtig: Die perinatale Sterblichkeit lag 2008 nach Angaben des Statistischen Bundesamts bei 5,3 Promille (also 5,3 auf 1000 Geburten) - nicht Prozent.
Quelle: S. 103 in
http://www.destatis.de/je...
Liebe Leser,
leider hat sich die Autorin hier geirrt - es sind natürlich Promille nicht Prozent.
Anbei finden Sie zwei Quellen zur perinatalen Mortalität in Deutschland:
http://bit.ly/eFBICn
http://bit.ly/fJ9jy7 (PDF)
Die Zahl fällt tatsächlich relativ hoch aus, weil nach der Änderung des Personenstandsgesetztes von 1993 seit 1994 auch Totgeburten mit einem Gewicht zwischen 500 und 1000 Gramm ins Sterberegister aufgenommen und daher mitgezählt werden.
Herzliche Grüße aus der Wissenschaftsredaktion.
"Seit Jahrzehnten liegt die perinatale Mortalität – also der Anteil der Kinder die tot geboren werden oder bis zum 7. Lebenstag versterben – in Deutschland bei fünf bis sechs Promille."
Promille ist nicht gleich prozent.
Das bedeutet 5-6 von TAUSEND.
es handelt sich nicht um eine Krankheit...
Ein ganz schöner Artikel, ich hätte mir aber sehr gewünscht, dass auch Alternativen zum Krankenhaus gegeben würden. So kann jede normal (was in den meißten Fällen der Fall ist, wie das Wort Normal schon suggeriert)verlaufende in einen "Geburtshaus" oder gar zuhause von statten gehen kann. Diese haben kein erhöhtes Risikopotenzial, wie Statistiken zeigen (bei problematischen Schwangerschaften oder Komplikationen, wird sofort in eine Klinik überführt) UND: sämtliche Aspekte, die hier angsprochen wurden, wird Abhilfe geschaffen. Kein Personalwechsel, persönlicher Bezug zur Hebamme, 1 zu 1 Betreung und ja, die meißten werden es kaum glauben, man bzw. Frau geht nach einigen Stunden nach Hause und wird dort weiterhin betreut... etc.
Ich habe (wohl gemerkt aus der Statistenperspektive) nur hervorragende Erfahrungen mit Geburtshäusern gemacht. Das Angst herrscht und vor allem Unwissenheit und somit Frauen nicht mehr integer mit der eigenen Schwangerschaft umgehen können, ist schrecklich. Ich denke HIER ist noch sehr viel Empanzipationsarbeit zu leisten.
MfG
ein MANN
... bitte entschuldigen Sie die grammatikalischen Fehler in meinem Kommentar... da war ich wohl etwas eilig mit dem Abschicken-Knopf!
MfG
ist im Normalfall kein Arzt vorhanden.
Falls wirklich etwas passiert, dann muss entweder der Arzt gerufen werden oder ein Krankenwagen, der die Mutter dann doch ins Krankenhaus bringt.
Das kann schwere Schäden beim Kind zur Folge haben.
In meinem Bekanntenkreis hat eine Frau ihr Kind deswegen verloren, weil der Arzt nicht schnell genug im Geburtshaus sein konnte.
Tut mir Leid, aber ich werde mich niemals in eine Einrichtung begeben, in der noch nicht mal eine ärztliche Versorgung gewärleistet ist.
Wenn Geburten alle so natürlich, einfach und unkompliziert wären, würde es nicht so viele Komplikationen geben!
Ich habe vier Kinder und bevor ich lange Kommentare schreibe: ich bin auch Journalistin und habe vor ein paar Wochen ebenfalls zu dem Thema recherchiert: Wo und wie entbinden, damit Mutter und Kind möglichst wohlauf sind. Das Ergebnis ist veröffentlicht im Familienmagazin der Westfälischen Nachrichten, hier ist der Link: http://www.yangofamily.de.... Vielleicht hilft´s weiter...
... bitte entschuldigen Sie die grammatikalischen Fehler in meinem Kommentar... da war ich wohl etwas eilig mit dem Abschicken-Knopf!
MfG
ist im Normalfall kein Arzt vorhanden.
Falls wirklich etwas passiert, dann muss entweder der Arzt gerufen werden oder ein Krankenwagen, der die Mutter dann doch ins Krankenhaus bringt.
Das kann schwere Schäden beim Kind zur Folge haben.
In meinem Bekanntenkreis hat eine Frau ihr Kind deswegen verloren, weil der Arzt nicht schnell genug im Geburtshaus sein konnte.
Tut mir Leid, aber ich werde mich niemals in eine Einrichtung begeben, in der noch nicht mal eine ärztliche Versorgung gewärleistet ist.
Wenn Geburten alle so natürlich, einfach und unkompliziert wären, würde es nicht so viele Komplikationen geben!
Ich habe vier Kinder und bevor ich lange Kommentare schreibe: ich bin auch Journalistin und habe vor ein paar Wochen ebenfalls zu dem Thema recherchiert: Wo und wie entbinden, damit Mutter und Kind möglichst wohlauf sind. Das Ergebnis ist veröffentlicht im Familienmagazin der Westfälischen Nachrichten, hier ist der Link: http://www.yangofamily.de.... Vielleicht hilft´s weiter...
... bitte entschuldigen Sie die grammatikalischen Fehler in meinem Kommentar... da war ich wohl etwas eilig mit dem Abschicken-Knopf!
MfG
Wenn man einmal zu unseren niederländischen Nachbarn hinüberblickt, wird man feststellen, daß dort die meisten Geburten Hausgeburten sind und folglich mit einem Minimum an Intervention sehr gute Entbindungen haben, die keine höheren Sterblichkeiten auslösen.
Aus eigener Erfahrung (1. Kaiserschnitt, 2. PDA, 3. Spontangeburt ohne jegliche Eingriffe) kann ich sagen, daß je mehr den Hebammen aus der Hand genommen wurde, desto länger dauerte es, die Bindung zum Kind aufzubauen, was auch nach 10 Jahren noch spürbar ist, weil sich die daraus folgenden Probleme weitergefressen haben, obwohl unsere Kinder glücklicherweise körperlich und seelisch gesund sind.
Unsere Hebammen in Deutschland sind hervorragend ausgebildet. Man sollte sie einfach ihre Arbeit machen lassen, statt Ärzten zu erlauben, die werdenden Mütter zu verunsichern.
Laut
http://de.wikipedia.org/w...
ist die Säuglingssterblichkeit in den Niederlanden aber um 20% höher als in Deutschland. Hier
http://www.uni-muenster.d...
wird eine Studie beschrieben, in der als Grund auf die vielen "natürlichen" Hausgeburten verwiesen wird.
Frankreich ist das andere Extrem. Es geht dort noch viel viel aerger zu als in Deutschland: monaliche Ultraschalluntursuchungen, Bluttests, Vorsorgeuntersuchungen, 90% PDA Geburten, 100% Krankenhausentbindungen + 3 taegiger Aufenthalt, e.t.c. Alles was gemessen und gemonitort werden kann wird gemacht. Am Ende bringt das alles nichts, wie die Zahlen belegen:
http://ec.europa.eu/healt...
Hier in Holland sieht man einen Arzt erst wenn man auf allen "vier Pfoten" dahingekrochen kommt. Um eine Hausgeburt abzubrechen, muss man schon 10 mal anrufen und im Schreiton mitteilen, dass die Frau im Streben liegt bis der Krankenwagen geschickt wird.
Wie so oft im Leben, hat empfundenes Risko nichts mit harten Fakten zu tun.
Der Blick über den Zaun in die Niederlande zeigt die höchste Sterblichkeit kurz vor und nach der Geburt in Europa. Frauen haben hier Jahrzehnte gekämpft, um nicht der Hebammenmafia ausgeliefert zu sein, die teilweise noch mit Hörrohren arbeitet und Ultraschall ablehnt. Es war bis vor Kurzem sogar so, dass die Kassen eine Krankenhausgeburt-auf-Wunsch nicht bezahlen wollten und nur für die Kosten einer Hausgeburt aufkamen. Kurz vorher bekam man dann eine grosse Kiste mit allerlei gruseligen Utensilien ausgehändigt... Viele Frauen erflehen vom Hausarzt eine Risikoeinstufung, nur um kostenlos im Krankenhaus entbinden zu dürfen. Hausgeburten in den Niederlanden enden in sehr vielen Fällen mit Blaulicht auf der Notaufnahme und nicht wenige Frauen bekommen dadurch den Schock ihres Lebens. Erst weichgespült von Hebammen, dann- oft nachts - in der Notfallambulanz mit grossen Schmerzen und der realen Chance eines geschädigten Kindes. Ich hatte Glück und "durfte" auf Grund einer medizinischen Indikation dreimal in den Niederlanden im Krankenhaus entbinden und fühlte mich gut versorgt und aufgehoben.
Der Kausalzusammenhang Geburt - Beziehung zum Kind ist m.E. nicht schlüssig.
Schließlich ist jede Mutter beim ersten Kind verunsichert, beim zweiten hat sie schon viel mehr Erfahrung und das dritte schließt nicht nur sie viel entspannter in die Arme, sondern auch die beiden Geschwister.
Die "Karriere" als Mutter entwickelt sich über Jahre und hat - meiner Meinung nach - einen viel größeren Einfluß als nur die Art der Geburt.
Gibt es dazu eigentlich unabhängige Untersuchungen?
Laut
http://de.wikipedia.org/w...
ist die Säuglingssterblichkeit in den Niederlanden aber um 20% höher als in Deutschland. Hier
http://www.uni-muenster.d...
wird eine Studie beschrieben, in der als Grund auf die vielen "natürlichen" Hausgeburten verwiesen wird.
Frankreich ist das andere Extrem. Es geht dort noch viel viel aerger zu als in Deutschland: monaliche Ultraschalluntursuchungen, Bluttests, Vorsorgeuntersuchungen, 90% PDA Geburten, 100% Krankenhausentbindungen + 3 taegiger Aufenthalt, e.t.c. Alles was gemessen und gemonitort werden kann wird gemacht. Am Ende bringt das alles nichts, wie die Zahlen belegen:
http://ec.europa.eu/healt...
Hier in Holland sieht man einen Arzt erst wenn man auf allen "vier Pfoten" dahingekrochen kommt. Um eine Hausgeburt abzubrechen, muss man schon 10 mal anrufen und im Schreiton mitteilen, dass die Frau im Streben liegt bis der Krankenwagen geschickt wird.
Wie so oft im Leben, hat empfundenes Risko nichts mit harten Fakten zu tun.
Der Blick über den Zaun in die Niederlande zeigt die höchste Sterblichkeit kurz vor und nach der Geburt in Europa. Frauen haben hier Jahrzehnte gekämpft, um nicht der Hebammenmafia ausgeliefert zu sein, die teilweise noch mit Hörrohren arbeitet und Ultraschall ablehnt. Es war bis vor Kurzem sogar so, dass die Kassen eine Krankenhausgeburt-auf-Wunsch nicht bezahlen wollten und nur für die Kosten einer Hausgeburt aufkamen. Kurz vorher bekam man dann eine grosse Kiste mit allerlei gruseligen Utensilien ausgehändigt... Viele Frauen erflehen vom Hausarzt eine Risikoeinstufung, nur um kostenlos im Krankenhaus entbinden zu dürfen. Hausgeburten in den Niederlanden enden in sehr vielen Fällen mit Blaulicht auf der Notaufnahme und nicht wenige Frauen bekommen dadurch den Schock ihres Lebens. Erst weichgespült von Hebammen, dann- oft nachts - in der Notfallambulanz mit grossen Schmerzen und der realen Chance eines geschädigten Kindes. Ich hatte Glück und "durfte" auf Grund einer medizinischen Indikation dreimal in den Niederlanden im Krankenhaus entbinden und fühlte mich gut versorgt und aufgehoben.
Der Kausalzusammenhang Geburt - Beziehung zum Kind ist m.E. nicht schlüssig.
Schließlich ist jede Mutter beim ersten Kind verunsichert, beim zweiten hat sie schon viel mehr Erfahrung und das dritte schließt nicht nur sie viel entspannter in die Arme, sondern auch die beiden Geschwister.
Die "Karriere" als Mutter entwickelt sich über Jahre und hat - meiner Meinung nach - einen viel größeren Einfluß als nur die Art der Geburt.
Gibt es dazu eigentlich unabhängige Untersuchungen?
und zwar zu einer überaus fehlerhaften Kreatur. Wahr ist, dass die komplexeste Spezies, der Mensch, die Spitze der Evolution ist. Eine schon genial hoch entwickelte lebenstüchtige Konstruktion wurde als Goodie ausgestattet mit einem davon unabhängigen abstrakt und theoretisch lernfähigen Gehirn - zusammen bislang von keiner anderen Spezies erreicht. Absolut einmalig und aller Ehren wert. Grund genug uns selbst hoch zu schätzen und uns beauftragt zu sehen, das wertvolle Leben auf der Erde, der Bedeutung des Schatzes entsprechend, zu verteidigen, zu bewahren und zu fördern.
Der Artikel beweist einmal mehr, dass wir das oben Gesagte in unseren Wertekanon noch gar nicht aufgenommen haben. Wir behandeln uns selbst wie schrottige schlecht zusammengebastelte Androideneinheiten, die wir nicht sind.
Die Phase von der Zeugung bis zur Geburt eines Menschenkindes bildet, verkürzt dargestellt, die Evolution des gesamten Lebens auf der Erde nach – das ganz große Wunder. Das Kind auf die Welt zu bringen ist für die Mütter tatsächlich das allergrößte jemals erfahrbare Wunder und dann noch für den Rest der Spezies das zweite nach dem ganz großen Wunder. Da kommt kein Oscar und kein Grammy oder Top-Modell auch nur ansatzweise in die Nähe.
Zuallererst, sind wir nicht die Spitze der Evolution (http://www.arte.tv/de/woc...). Unser Gehirn hat sich enorm vergrössert und erbringt bessere Leistung las zum Beispiel dass kleiner Gehirn anderer Primatenarten. (bei Interesse: http://www.nature.com/nrg...)
Anderen Bausteine unseres Körpers (Extremitäten, Darm etc.) sind aber nicht besonders spezialisiert. Wir können nicht besonders schnell rennen/schwimmen. Unser Verdaungssystem wurde reduziert, damit mehr Energie für unser Gehirn zur Verfügung ist usw.
Ausserdem spiegeln die Phasen von der Zeugung bis zur Geburt eines Menschen nicht die Evolution wieder. Diese von Haeckel beschriebene Hypothese ist nicht ganz korrekt. (http://www.springerlink.c... und http://www.sciencemag.org... und auf deutsch:http://de.wikipedia.org/wiki/Biogenetische_Grundregel ).
Zuallererst, sind wir nicht die Spitze der Evolution (http://www.arte.tv/de/woc...). Unser Gehirn hat sich enorm vergrössert und erbringt bessere Leistung las zum Beispiel dass kleiner Gehirn anderer Primatenarten. (bei Interesse: http://www.nature.com/nrg...)
Anderen Bausteine unseres Körpers (Extremitäten, Darm etc.) sind aber nicht besonders spezialisiert. Wir können nicht besonders schnell rennen/schwimmen. Unser Verdaungssystem wurde reduziert, damit mehr Energie für unser Gehirn zur Verfügung ist usw.
Ausserdem spiegeln die Phasen von der Zeugung bis zur Geburt eines Menschen nicht die Evolution wieder. Diese von Haeckel beschriebene Hypothese ist nicht ganz korrekt. (http://www.springerlink.c... und http://www.sciencemag.org... und auf deutsch:http://de.wikipedia.org/wiki/Biogenetische_Grundregel ).
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