Darminfektionen Die Zahl der Ehec-Todesopfer steigt weiter
Vier weitere Menschen sind nach einer Ehec-Infektionen gestorben, darunter erstmals zwei Patienten aus NRW. Gesundheitsminister Bahr befürchtet eine Zunahme der Fälle.
Der lebensgefährliche Darmkeim Ehec breitet sich kontinuierlich aus. Vier weitere Menschen sind an den Folgen von Ehec-Infektionen gestorben. Erstmals sind zwei Fälle in Nordrhein-Westfalen bekannt geworden. Zuvor war ausschließlich Norddeutschland von Todesfällen betroffen gewesen.
Beide Todesopfer in Nordrhein-Westfalen waren Frauen. Im Kreis Gütersloh starb eine 47-jährige Frau an den Folgen einer Infektion, teilte ein Sprecher des Kreises mit. Die Frau habe nach der Infektion unter Komplikationen, dem sogenannten hämolytisch-urämischen Syndrom (Hus), gelitten. Hus kann unter anderem zu Nierenversagen führen. Nach Angaben des nordrhein-westfälischen Gesundheitsministeriums hatte sich die Frau Mitte Mai in Norddeutschland aufgehalten.
- Ehec-Bakterien
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Im menschlichen Darm wimmelt es von Mikroorganismen und Bakterien. Das ist nicht ungewöhnlich. Viele Keime unterstützen möglicherweise die Verdauung von Nahrung oder die Abwehr von Krankheitserregern. Sehr häufig sind Escherichia coli im Darm zu finden.
Ehec-Bakterien (enterohämorrhagische Escherichia coli) hingegen bilden einen mitunter gefährlichen Stamm von E.coli. Sie können Giftstoffe, vor allem das Shigatoxin, produzieren. Nisten sich Ehec-Keime im Darm ein, etwa in der Schleimhaut, dringt das Gift in die Zellen der inneren Darmwand ein und zerstört Gefäße. In Deutschland sind derzeit 42 Stämme des Ehec-Erregers bekannt.
Der Ausbruch im Frühjahr 2011 verlief sehr ungewöhnlich. Der umgehende Keim ähnelt bekannten Ehec-Erregern kaum. Normalerweise erkranken vor allem Kleinkinder im Alter von durchschnittlich drei Jahren. Schwere Krankheitsverläufe sind sehr selten.
Der durch verkeimte Sprossen verbreitete Erreger vom Typ O104:H4 (HUSEC041) ist besonders aggressiv und löst relativ häufig das hämolytisch-urämischen Syndrom (Hus) aus – die schwerste Komplikation der Darminfektion.
- Erkrankung
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Wer sich mit Ehec-Bakterien infiziert, muss nicht zwangsläufig erkranken. Oft kommt es aber etwa drei Tage nach der Ansteckung zu wässrigen Durchfällen. Zwei Drittel der Erkrankten scheiden nach weiteren zwei bis drei Tagen blutigen Stuhl aus.
Begleitet wird die Erkrankung von Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen. Auch Fieber ist möglich, aber seltener.
Während vergangener Ehec-Ausbrüche entwickelten etwa zehn bis zwanzig Prozent der Erkrankten einen schweren Verlauf. Wer unter Durchfall und Blut im Stuhl leidet, sollte sofort einen Arzt aufsuchen.
Eine Woche nach Beginn der Durchfälle kann es zum gefährlichen hämolytisch-urämischen Syndrom (Hus) kommen. Blutige Entzündungen der Darmschleimhaut treten auf, die für die Blutgerinnung notwendigen Thrombozyten verringern sich, Giftstoffe sammeln sich im Körper, Gefäße werden zerstört. Im schlimmsten Fall versagen die Nieren, es kommt zu Blutgerinnseln im Hirn. Hus trifft in der Regel nur etwa jeden zehnten Erkrankten. Die Sterberate liegt in dieser Akutphase bei zwei Prozent der Betroffenen.
- Ansteckung
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Ehec-Bakterien gibt es überall auf der Welt. Infektionen mit dem Erreger sind seit dem Jahr 2001 in Deutschland meldepflichtig, sofern sie bemerkt werden. Seither übermittelten die Gesundheitsämter bundesweit jährlich zwischen 925 und 1183 Ehec-Erkrankungen an das zuständige Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin.
Ehec-Erreger kommen vor allem im Darm von Wiederkäuern wie Rindern, Schafen und Ziegen vor. Allerdings wurden sie auch schon im Darmtrakt von Schweinen, Hirschen und Rehen nachgewiesen. Der jetzt grassierende Stamm wurde bisher aber nicht in Tieren nachgewiesen.
Die Erreger sind sehr umweltresistent und können bis zu ein Jahr lang außerhalb des Darms überleben. Zudem reichen nur wenige Dutzend Keime aus, um sich zu infizieren.
Für Ehec-Ausbrüche kommen zahlreiche Infektionsquellen in Betracht: Rohmilch und Rohmilchkäse sowie rohe Wurstprodukte oder zu kurz gegartes Fleisch. Verunreinigtes Obst und Gemüse kann die Quelle sein, oder andere ungekochte Lebensmittel.
Ehec-Bakterien können auch beim Düngen mit Gülle auf Nahrungsmittel gelangen. Bei den meisten bisherigen Krankheitsausbrüchen konnte die Infektionsquelle nicht gefunden werden.
Im aktuellen Fall waren Sprossen mit dem Erreger kontaminiert. Die Spur der Samen führt nach Ägypten. Wie der Keim aus dem Darm von Tieren auf diese Samen gelangt sein kann, ist noch immer unbekannt.
- Behandlung
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Mediziner behandeln derzeit bei leichten Verläufen vor allem die Symptome der Ehec-Erkrankung. Menschen scheiden die Bakterien oft von selbst aus. Das kann mitunter ein paar Wochen dauern.
Antibiotika helfen gegen Ehec-Bakterien wenig, im Gegenteil: "Die Gabe kann mitunter die Toxinproduktion (der Keime) sogar erhöhen", sagt der Hygieniker Helge Karch, der den Erreger genetisch analysiert hat. Daher raten Ärzte dringend davon ab, eine Ehec-Infektion mit Antibiotika zu behandeln.
Die Menschen, die derzeit akut erkrankt sind, werden mit Dialyse und Blutreinigung behandelt. So werden die Giftstoffe aus dem Körper gewaschen. Nicht immer erholt sich die Niere von der Infektion, sodass einige Patienten dauerhaft eine Dialyse brauchen oder auf ein Spenderorgan warten müssen.
In der Anfangsphase von Hus brauchen Patienten dringend Flüssigkeit, etwa über Kochsalzinfusionen. So lässt sich die schwerste Form der Erkrankung, das Nierenversagen, verhindern. Andernfalls könnte eine Nierentransplantation notwendig werden oder eine lebenslange Dialyse.
In besonders schweren Fällen setzten Mediziner eine noch kaum erforschter Therapie ein: Sie gaben einigen Patienten die Antikörperlösung Eculizumab. Zum Teil verbesserte sich der Zustand danach.
- Schutz
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Nur strenge Hygiene kann vor einer Ansteckung mit Ehec und ähnlichen Keimen schützen. Gemüse und Obst müssen gründlich gereinigt werden. In der Küche sollten Messer und Schneidebretter für jedes Lebensmittel separat verwendet und anschließend gründlich gesäubert werden.
Fleisch und Gemüse sollte man im Kühlschrank getrennt voneinander lagern und auch getrennt zubereiten. Putz- und Spüllappen sollten in kurzen Abständen gewechselt oder ausgekocht werden.
Lebensmittel sollten vor dem Verzehr ausreichend erhitzt werden. Ehec-Erreger wie auch ihre Giftstoffe sind sehr hitzelabil. Ab 60 bis 70 Grad werden die Keime und ihre Toxine zerstört.
Das Robert Koch-Institut empfiehlt allen Menschen mit Durchfall, sich stets gründlich die Hände zu waschen und/oder sie zu desinfizieren, insbesondere wenn Kleinkinder oder immungeschwächte Menschen in der Nähe sind.
Sollte ein Familienmitglied erkranken, sollten die Toilette und Flächen, die der Erkrankte anfasst, regelmäßig gereinigt und desinfiziert werden.
Die zweite Frau aus NRW war ihrer Infektion schon am Wochenende erlegen, wie jetzt bekannt wurde. Die 91-Jährige war im Kreis Paderborn gestorben. Die Frau habe mehrere schwere Vorerkrankungen gehabt, teilte ein Sprecher des Kreises mit. Zudem starben in Schleswig-Holstein am Wochenende ein 75-jähriger Mann und in Mecklenburg-Vorpommern eine 87-jährige Frau.
Damit steigt die Zahl der Todesfälle bundesweit auf vierzehn, zwei der Opfer waren Männer. Zuvor waren insgesamt zehn Menschen in Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Bremen an dem Erreger gestorben. Auch weiterhin infizieren sich viele Menschen mit dem Darmkeim: Die Zahl der bestätigten Infektionen und Verdachtsfälle stieg am Montag weiter an.
Nach einem Spitzentreffen von Bund, Ländern und Behörden sagte Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP), er rechne mit einer weiteren Ausbreitung des Darmkeims. Leider sei mit einer weiter steigenden Fallzahl zu rechnen, es gebe Anzeichen, dass die Infektionsquelle weiter aktiv sei. "Es wird weiter mit Hochdruck an der Identifizierung der Quelle gearbeitet."

Wie gefährlich ist der Erreger, der lebensgefährliche Darmerkrankungen auslösen kann? Was sie über Ehec wissen sollten.
Auch Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) äußerte sich zum Ausmaß der Epidemie: "Ehec hat längst eine europäische Dimension." Aigner sagte, zum Schutz der Verbraucher sei es richtig gewesen, frühzeitig Verzehrhinweise zu geben.
Leichte Entwarnung konnte hingegen in Hamburg gegeben werden. Dort waren zuvor zwei Menschen an Infektionen gestorben, nun hat die Zahl der Ehec-Neuerkrankungen und Verdachtsfälle über das Wochenende aber abgenommen. Das teilte Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) mit. Sowohl die Zahl der gemeldeten Ehec- als auch die der Hus-Fälle sei nicht mehr so schnell wie zuvor angestiegen. "Ich hoffe sehr, dass dies ein Indiz dafür ist, dass der Höhepunkt der Erkrankungswelle überschritten ist", hieß es in einer Mitteilung der Senatorin.
Trotzdem erneuerte der Präsident des Berliner Robert-Koch-Instituts (RKI), Reinhard Burger, die Empfehlung, Gemüse insbesondere in Norddeutschland nicht roh zu essen. Waschen des Gemüses allein biete keinen sicheren Schutz, sagte Burger. Er äußerte Verständnis für die Klagen der Bauern über Umsatzeinbrüche. "Doch Vorrang hat der Schutz der Gesundheit der Bevölkerung."
Die Folgen der Ehec-Epidemie in Deutschland bekommen indes auch Landwirte im Ausland immer deutlicher zu spüren. Wegen hoher Produktionsausfälle in der Landwirtschaft prüft Spanien nun Schadensersatzansprüche gegen Deutschland. Solche Forderungen seien nicht auszuschließen, sagte der spanische Agrarstaatssekretär Josep Puxeu nach Medienberichten. Deutsche Behörden hätten darüber spekuliert, dass die Infektionen ihren Ursprung in spanischen Gurken haben könnten. Dies habe dazu geführt, dass mehrere Länder und Handelsgesellschaften die Einfuhr spanischer Agrarprodukte eingeschränkt hätten.
Auch aus den Niederlanden kamen kritische Stimmen. Wegen mangelnder Nachfrage aus Deutschland ist dort der Export von Gemüse nach Deutschland nahezu zum Erliegen gekommen. Der niederländische Minister für Landwirtschaft und Außenhandel, Henk Bleker, sagte, sein Land sei dringend daran interessiert, dass baldmöglichst geklärt wird, woher die Ehec-Erreger kommen. Bei der Suche wollen die Niederlande Deutschland helfen: Überprüfungen von Rohstoffproduzenten seien im Gange, Ergebnisse würden noch am Montag erwartet, sagte Bleker.
- Datum 30.05.2011 - 18:15 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP
- Kommentare 33
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neuste Erkenntnisse zum möglichen Hergang der Verunreinigung von Gemüse mit den gefährlichen Fäkalkeimen liest:
http://www.focus.de/gesun...
Zitat:Neuer Hinweis auf die Keimquelle: Eine Augenzeugin beobachtete nach FOCUS-Informationen, wie Gemüsebauern in Murcia für die Bewässerung ihrer Plantagen Abwasser nutzten.
Die mit dem EHEC-Bakterium infizierte Frau offenbarte sich den Behörden. Sie berichtete, sie habe als Feldarbeiterin in der Nähe der südspanischen Stadt Murcia gearbeitet.
Als brisant werteten die Beamten, was die Spanierin über die Anbaumethoden ihrer Arbeitgeber berichtete. Sie nannte zwei Firmen, die Abwässer für die Bewässerung ihrer Plantagen benutzt hätten. Die Firmen exportierten Obst, Tomaten, Gurken und Auberginen.
Überraschende Geschwindigkeit der Ausbreitung
Experten halten diesen Verseuchungsweg für plausibel. Der Direktor des Instituts für Hygiene und Umweltmedizin in Aachen, Wolfgang Dott, sagte: „In trockenen Zeiten greifen Landwirte manchmal auf eigene Wasserreservoirs zurück, die kontaminiert sein können.“
Die Spanier sollten mal lieber die veranlassten Analysen bei den fraglichen Betrieben veröffentlichen ? Man hört so gar nichts mehr dazu, außer den Beschuldigungen in Hamburg sei einen Palette umgefallen beim verladen und das habe wohl die Gurken verunreinigt.
Nachfassen im EU Spanien ist angesagt, am besten unabhängige Analysen, wohl nur ein TRaum...
egal, so scheint es zumindest. Er ist eben ein Lobbyist.
Bitte beteiligen Sie sich mit sachlichen Argumenten. Danke. Die Redaktion/lv
egal, so scheint es zumindest. Er ist eben ein Lobbyist.
Bitte beteiligen Sie sich mit sachlichen Argumenten. Danke. Die Redaktion/lv
Die Schulmedizin ist meistens machtlos in diesem Coli-Fall. Aber. Und. Gleichwohl. In diesem Fall könnte Geschwefeltes
die Bakterien im Magen besiegen und einem resultierenden Nierenschaden zuvorkommen.
Bei diesem "biblischen Alter" sollte man - seriöserweise - von einem signifikanten Zusammenhang mit EHEC absehen, oder? Auch weil die Frau vorerkrankt war. In diesem Alter kann man an einer gewöhnlichen Grippe sterben.
Aber immerhin lässt sich so der "bedrohliche Todescounter" aufstocken...
Welche Schlagzeile kommt danach? "Unerklärliche Todesfälle bei den über 100-jährigen mehren sich" ?
Der Bericht sagt doch ganz klar, dass, was Sie schon selbst zitieren, die Frau Vorerkrankungen hatte und eben schon sehr alt war. Trotzdem besteht in diesem Falle ein Zusammenhang, da der EHEC Keim sehr agressiv ist und sich vehement von einer herkömmlichen Darmgrippe unterscheidet, an der die Frau "eventuell" nicht gestorben wäre. Der Artikel ist sachlich und verbreitet keinerlei Panik. Ich frage mich, was Ihr Problem ist. Das Wort "TODESCOUNTER" haben schliesslich Sie benutzt, nicht der Verfasser.
mfg
Wenn eine 91 jährige ermordet wird, ist das dann keine Straftat? Sie könne in Ihrem biblischen Alter an allem Möglichen gestorben sein? Nur gut, dass Sie das nicht zu entscheiden haben.
@hmber: aber es relativiert die gefahr für otto NV. Angebl. sind 900 EHEC Erkrankungen normal, pro Jahr. Mich würde interessieren wieviel davon auch sterben....
Der Bericht sagt doch ganz klar, dass, was Sie schon selbst zitieren, die Frau Vorerkrankungen hatte und eben schon sehr alt war. Trotzdem besteht in diesem Falle ein Zusammenhang, da der EHEC Keim sehr agressiv ist und sich vehement von einer herkömmlichen Darmgrippe unterscheidet, an der die Frau "eventuell" nicht gestorben wäre. Der Artikel ist sachlich und verbreitet keinerlei Panik. Ich frage mich, was Ihr Problem ist. Das Wort "TODESCOUNTER" haben schliesslich Sie benutzt, nicht der Verfasser.
mfg
Wenn eine 91 jährige ermordet wird, ist das dann keine Straftat? Sie könne in Ihrem biblischen Alter an allem Möglichen gestorben sein? Nur gut, dass Sie das nicht zu entscheiden haben.
@hmber: aber es relativiert die gefahr für otto NV. Angebl. sind 900 EHEC Erkrankungen normal, pro Jahr. Mich würde interessieren wieviel davon auch sterben....
Der Bericht sagt doch ganz klar, dass, was Sie schon selbst zitieren, die Frau Vorerkrankungen hatte und eben schon sehr alt war. Trotzdem besteht in diesem Falle ein Zusammenhang, da der EHEC Keim sehr agressiv ist und sich vehement von einer herkömmlichen Darmgrippe unterscheidet, an der die Frau "eventuell" nicht gestorben wäre. Der Artikel ist sachlich und verbreitet keinerlei Panik. Ich frage mich, was Ihr Problem ist. Das Wort "TODESCOUNTER" haben schliesslich Sie benutzt, nicht der Verfasser.
mfg
Die Medien sind doch ganz versessen Todeszahlen zu melden: "Bereits 11 Tote! usw. usf." und lauern darauf, natürliche Todesfälle in ihre Zählung miteinzubeziehen.
Meiner Meinung nach braucht man keine 91-jährige Frau zu den EHEC-Opfern zu zählen, damit künstlich eine bedrohliche Atmosphäre aufkommt. So traurig dieser Tod ist, so irrelevant ist er auch in diesem Zusammenhang. Es ist nicht gesichert, ob die Frau wirklich an EHEC oder an ihrer allgemeinen Konstitution verstorben ist - also braucht man es nicht zu melden.
Oder leben wir medial bereits in den USA mit "Killerbienen, Killerkeimen und Terroristen" überall?
Nebenbei: Im Zeitalter der industriellen Nahrungsmittelherstellung sind Kollateralschäden wie EHEC "Betriebsrisiko".
Siehe "Vogelgrippe, Schweinegrippe, Rinderwahn usw." Ich kann diese folgenlose, betäubende uns saisonale Panikmache nicht mehr hören.
Die Medien sind doch ganz versessen Todeszahlen zu melden: "Bereits 11 Tote! usw. usf." und lauern darauf, natürliche Todesfälle in ihre Zählung miteinzubeziehen.
Meiner Meinung nach braucht man keine 91-jährige Frau zu den EHEC-Opfern zu zählen, damit künstlich eine bedrohliche Atmosphäre aufkommt. So traurig dieser Tod ist, so irrelevant ist er auch in diesem Zusammenhang. Es ist nicht gesichert, ob die Frau wirklich an EHEC oder an ihrer allgemeinen Konstitution verstorben ist - also braucht man es nicht zu melden.
Oder leben wir medial bereits in den USA mit "Killerbienen, Killerkeimen und Terroristen" überall?
Nebenbei: Im Zeitalter der industriellen Nahrungsmittelherstellung sind Kollateralschäden wie EHEC "Betriebsrisiko".
Siehe "Vogelgrippe, Schweinegrippe, Rinderwahn usw." Ich kann diese folgenlose, betäubende uns saisonale Panikmache nicht mehr hören.
in der Landwirtschaft prüft Spanien nun Schadensersatzansprüche gegen Deutschland."
Die Kohle bekommen sie doch dank des Euro-Rettungsschirms so oder so fast komplett von Deutschland.
Wenn eine 91 jährige ermordet wird, ist das dann keine Straftat? Sie könne in Ihrem biblischen Alter an allem Möglichen gestorben sein? Nur gut, dass Sie das nicht zu entscheiden haben.
Nur gut das sie keine Rechtssprechung üben, wenn Sie im Fall der vorliegenden "Nicht"- Fakten bereits von Mord sprechen.
Selbst bei einer vorsätzlichen Handlung die zum Ausbruch beigetragen hat wäre das kein Mord sonder höchstens fahrlässige Tötung. Der Genuss einer Gesetzteslektüre wäre evt. hilfreich.
Nur gut das sie keine Rechtssprechung üben, wenn Sie im Fall der vorliegenden "Nicht"- Fakten bereits von Mord sprechen.
Selbst bei einer vorsätzlichen Handlung die zum Ausbruch beigetragen hat wäre das kein Mord sonder höchstens fahrlässige Tötung. Der Genuss einer Gesetzteslektüre wäre evt. hilfreich.
Anstatt mögliche Schadensersatzansprüche zu ventilieren, wären alle Beteiligte gut beraten, kurzfristig jeden denkbaren Verbreitungsweg für das Bakterium abzustellen und die Quelle für die gegenwärtige Ausbreitung zu identifizieren. Das sollte jetzt die vornehmste Pflicht auch von Agrarstaatssekretär Josep Puxeu und seinem Ministerium sein.
Bei allem Verständnis für die Einkommenseinbußen der redlich produzierender Erzeuger, hier muss safety first gelten. Die frühzeitige Information der Öffentlichkeit ist absolut notwendig. Gibt es für solche Fälle nicht ohnehin Ausfallversicherungen? Ich möchte Leben und Gesundheit jedenfalls nicht durch den Verzehr von Salatgurken aufs Spiel gesetzt sehen.
Nach den derzeit vorliegenden Informationen vom Bundesgesundheitsministerium und vom Verbraucherschutzministerium in Zusammenhang mit dem Robert-Koch-Institut sei die "Infektionsquelle" immer noch nicht hinreichend eingegrenzt.
Es wird vom Verzehr von Gemüse, vor allem von Gurken, abgeraten.
Ein Waschen des Gemüses sei auch keine ausreichende vorbeugende Maßnahme...
Wenn ich da mal 1 und 1 zusammenzähle, komme ich zu einer anderen Annahme:
Eine Lieferung verunreinigter Gurken aus Spanien erscheint aufgrund des verteilten Auftretens der Infektionen eher unwahrscheinlich.
Viel näher liegt die Vermutung, dass das RKI und die Ministerien bereits ahnen, wo die tatsächliche Infektionsquelle liegt, dieses aber nicht veröffentlichen wollen oder können.
Wir haben in Deutschland ein außergewöhnlich trockenes Frühjahr. In den nördlichen Landesteilen gibt es vorwiegend sandige Böden.
Einige Bauern in Deutschland düngen die Felder im Frühjahr vor der Aussaat mit Gülle.
Dass diese Düngungen in der Vergangenheit bereits für die Grundwasserqualität problematisch waren, ist hinreichend bekannt.
Meine Vermutung ist, dass wir in Norddeutschland mit einer Verseuchung des Trinkwassers zu tun haben könnten. Wenn dem so wäre, würde man dies wahrscheinlich äußerst ungern veröffentlichen.
Die Gülle / GW Problematik hatte ich zum Thema Ehec schon öfter angesprochen insofern ist Ihre Vermutung leider nicht so weit hergeholt.
Ich will auch nicht sagen, das es nur ein spanisches Problem als Auslöser gibt, aber nach einer Zeugenaussage soll im fraglichen Großraum in Spanien mit Abwasser bewässert worden sein !!, so dass u.a. spanische Gurken erheblich belastet worden sein könnten, mit den Erregern.
Die große Trockenheit diess Frühjahr ist auch Fakt ein Link auch dazu:
http://www.derwesten.de/n...
sollte es wirklich auch oberflächennahes deutsches Grund-/Trinkwasser, was auf die schnelle zur Bewässerung herangezogen wurde z.B. in Norddeutschland mit Ehec Keimen belastet sein, dann wäre das in der Tat ein Riesen Problem, insbesondere für die mächtige Agrarlobby.
Gewarnt vor den Gefahren einer ausufernden Verwendung von Gülle aus der Massentierhaltung gibt es schon lange, Maßnahmen zur Einschränkung wurden aber kaum ergriffen, da gegen die mächtige Agrarlobby kaum anzukommen ist bzw. der politische Wille dazu nicht da ist.
Ich bin gespannt, wie lange man uns noch hinhalten will und ob überhaupt auch in diese Richtung untersucht/ermittelt wird...
Manche Dinge wollen einige Interessierte Kreise lieber nicht so genau wissen...
Die Gülle / GW Problematik hatte ich zum Thema Ehec schon öfter angesprochen insofern ist Ihre Vermutung leider nicht so weit hergeholt.
Ich will auch nicht sagen, das es nur ein spanisches Problem als Auslöser gibt, aber nach einer Zeugenaussage soll im fraglichen Großraum in Spanien mit Abwasser bewässert worden sein !!, so dass u.a. spanische Gurken erheblich belastet worden sein könnten, mit den Erregern.
Die große Trockenheit diess Frühjahr ist auch Fakt ein Link auch dazu:
http://www.derwesten.de/n...
sollte es wirklich auch oberflächennahes deutsches Grund-/Trinkwasser, was auf die schnelle zur Bewässerung herangezogen wurde z.B. in Norddeutschland mit Ehec Keimen belastet sein, dann wäre das in der Tat ein Riesen Problem, insbesondere für die mächtige Agrarlobby.
Gewarnt vor den Gefahren einer ausufernden Verwendung von Gülle aus der Massentierhaltung gibt es schon lange, Maßnahmen zur Einschränkung wurden aber kaum ergriffen, da gegen die mächtige Agrarlobby kaum anzukommen ist bzw. der politische Wille dazu nicht da ist.
Ich bin gespannt, wie lange man uns noch hinhalten will und ob überhaupt auch in diese Richtung untersucht/ermittelt wird...
Manche Dinge wollen einige Interessierte Kreise lieber nicht so genau wissen...
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