Infektionskrankheit Wie gefährlich ist der Ehec-Erreger?

Was passiert, wenn man sich mit dem Darmkeim infiziert? Was wissen Forscher über Ehec? Und sind die Sprossen wirklich schuld? Die wichtigsten Antworten

Wie gefährlich ist der Erreger, der lebensgefährliche Darmerkrankunegn auslösen kann? Was sie über Ehec wissen sollten

Wie gefährlich ist der Erreger, der lebensgefährliche Darmerkrankunegn auslösen kann? Was sie über Ehec wissen sollten

Seit 1982 ist der Darmkeim Ehec bekannt. Damals hatten sich 47 Menschen in den US-Bundesstaaten Oregon und Michigan mit einer aggressiven Variante des Darmbakteriums Escherichia coli angesteckt. Die Betroffenen hatten nicht durchgebratene Burger bei McDonald's gegessen. Zu dem bislang schwersten Ausbruch kam es 1996 in Japan, wo sich in einem Sommer Tausende Schulkinder über verunreinigte Rettichsprossen infizierten.

Seither kam es weltweit immer wieder zu einzelnen Ausbrüchen der Darminfektion. Seit der zweiten Maiwoche 2011 verbreitet sich eine Variante des Keims in Deutschland. Die Fälle traten zunächst vor allem in Norddeutschland auf. Andere Bundesländer und Fälle im Ausland folgten.

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Wissenschaftler hatten wenige Tage nach dem Ausbruch Ehec-Keime auf Salatgurken aus Spanien entdeckt. Diese sind aber nicht die Quelle des Ausbruchs. Seit dem 5. Juni stehen Sprossen aus einem Betrieb im Landkreis Uelzen unter Verdacht. Die Vertriebswege der Restaurants, deren Gäste sich vermehrt mit Ehec infiziert hatten, brachten die Gesundheitsbehörden auf diese Spur. Der Darmkeim stammt ursprünglich aus dem Darm von Rindern. Noch ist unklar, wie der Keim in die Sprossenzucht gelangt sein könnte. Gedüngt werden die Keimlinge nicht.

Infografik Ehec
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Bislang sind mindestens 20 Menschen an den Folgen einer Ehec-Infektion gestorben. Die Zahl der Infektionen und Verdachtsfälle stieg auf über 500 an. Wissenschaftler rechnen mit einer höheren Dunkelziffer, da nicht alle Infizierten schwer krank werden und zum Arzt gehen. Der inzwischen genetisch entzifferte Erreger verursacht besonders schwere Durchfälle und führt häufiger als andere Ehec-Keime zum hämolytisch-urämischen Syndrom (Hus), bei dem die Niere versagt und bei etwa der Hälfte der Betroffenen neurologische Störungen auftreten.

Dies sind die Antworten auf die drängenden Fragen:

Was ist Ehec?

Im menschlichen Darm wimmelt es von Mikroorganismen und Bakterien. Das ist nicht ungewöhnlich. Viele Keime unterstützen möglicherweise die Verdauung von Nahrung oder die Abwehr von Krankheitserregern. Sehr häufig sind Escherichia coli im Darm zu finden. 

Ehec-Bakterien – die Abkürzung steht für enterohämorrhagische Escherichia coli – hingegen bilden einen mitunter gefährlichen Stamm von E. coli. Sie können Giftstoffe, vor allem das Shigatoxin, produzieren. Nisten sich solche Keime im Darm ein, etwa in der Schleimhaut, dringt das Gift in die Zellen der inneren Darmwand ein und zerstört Gefäße. In Deutschland sind derzeit 42 Stämme des Ehec-Erregers bekannt. Besonders gefährlich sind Bakterien, in deren Erbgut sich eine bestimmte Gengruppe (Pathogenitätsinsel) finden lässt. Die darin vorhandenen Erbinformationen beschreiben eine Art Injektionsapparat, mit dem der Erreger sein Gift in die Darmzellen überträgt.

Wer ist aktuell von der Erkrankung betroffen?

Der Darminfekt verläuft bei den jetzt Infizierten sehr ungewöhnlich. Normalerweise erkranken vor allem Kleinkinder im Alter von durchschnittlich drei Jahren. Schwere Krankheitsverläufe sind sehr selten. Derzeit sind aber vor allem Erwachsene betroffen, zu 70 Prozent Frauen. "Hinzu kommt der rasche Anstieg der Zahl der Erkrankten und die Schwere", sagte der Hygienik-Professor von der Universität Münster, Helge Karch, im Interview mit ZEIT ONLINE. Das Ausmaß mache ihm Sorgen: "Die Krankheitsverläufe sind so aggressiv, dass der Erreger wohl einen besonderen Giftcocktail mitbringt."

Was sind die Symptome einer Erkrankung?

Wer sich mit Ehec-Bakterien infiziert, muss nicht zwangsläufig erkranken. Verläuft die Erkrankung schwer, leiden die Patienten neben Bauchschmerzen und Übelkeit an wässrigem Durchfall. Zwei Drittel der Erkrankten scheiden blutigen Stuhl aus. Im schlimmsten Fall führen die Giftstoffe im Darm zum HU-Syndrom: Dabei treten blutige Entzündungen der Darmschleimhaut auf, die für die Blutgerinnung notwendigen Thrombozyten verringern sich, Giftstoffe sammeln sich im Körper, Gefäße werden zerstört. Bis zu zehn Prozent der nach einer Ehec-Infektion erkrankten Patienten entwickeln diese Komplikation. Sie kann tödlich verlaufen oder auch zu einer dauerhaften Nierenschädigung führen – die eine lebenslange Dialyse notwendig macht. Die Sterberate liegt in dieser Akutphase bei zwei Prozent der Betroffenen.

Warum ist Ehec so ansteckend?

Es dauert relativ lange von der Ansteckung bis zum Ausbruch (Inkubationszeit) nämlich drei bis zwölf Tage. Daher kann sich der Keim zunächst unbemerkt verbreiten. Infektionen erfolgen immer über den Mund. Schon die Aufnahme von vergleichsweise wenigen Bakterien reicht aus, um einen Menschen anzustecken: Weniger als 100 Ehec-Keime, die bis in den Darm gelangen, können bereits zur Erkrankung führen.

Woher kommen diese Bakterien?

Der natürliche Lebensraum der Erreger ist der Darmtrakt infizierter Tiere, die selbst aber nicht erkranken. Ehec ist besonders oft in Rindern zu finden, lebt aber auch im Darm von Schafen und Ziegen sowie in Wildtieren. Die Tiere scheiden mit ihrem Kot auch den Erreger aus, der lange außerhalb des Körpers überlebensfähig ist.

Leser-Kommentare
    • Elite7
    • 25.05.2011 um 19:38 Uhr

    Das sollten uns BSE, Schweinegrippe und Vogelseuche gelehrt haben. Aber nichts hat sich verändert. So werden immer wieder Krankheitserreger vom Tier auf den Menschen übertragen, er Mutiert und versetzt uns in Angst und Schrecken. Ich bin es ehrlich gesagt langsam ein wenig leid. Die Tierhaltung macht uns Krank! Und der übermäßige Fleischkonsum macht uns (unter anderem) dick, was uns dann wieder anfälliger für Krankheiten macht. Wer es immer noch nicht verstanden hat, dem ist echt nicht zu helfen.

    15 Leser-Empfehlungen
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    Intensive Tierhaltung ist nachgewiesenermaßen ökologisch vorteilhafter als extensive.

    Die Übertragung von Krankheitserregern vom Tier auf den Menschen hängt davon ab, wie viele Menschen wie eng mit Tieren zusammenleben. Bei der intensiven Tierhaltung gibt es eher weniger Kontakte zwischen Tier und Mensch als bei traditionellen Haltungsformen.

    Dass sich Bakterien schnell vermehren und mutieren, gehört zu den natürlichen Eigenschaften von Bakterien.

    Die Tierhaltung kann uns eigentlich nur dann krank machen, wenn wir in Kontakt mit pathogenen Keimen von Tieren kommen. Um das zu verhindern, müssen wir die Übertragung solcher Keime vom Tier auf den Menschen verhindern. Das ist bei intensiver Tierhaltung eher leichter als bei der traditionellen Haltung. Ich gehe davon aus, dass die Anzahl von Zoonosen im Zeitablauf entsprechend rückläufig ist. Näheres dazu lässt sich sicherlich beim BfR recherchieren.

    Metabolisches Syndrom und Adipositas sind vor allem die Folge eines nachhaltigen Überschusses der Energieaufnahme gegenüber dem Energieverbrauch. Die Herbeiführung und Wahrung einer ausgeglichen Energiebilanz bei ausreichend körperlicher Aktivität ist daher der entscheidende Faktor, um gesund und fit zu bleiben.

    • sauce
    • 30.05.2011 um 17:50 Uhr

    Jeder Artikel, der sich auch nur entfernt mit Nahrungsmitteln beschäftigt, wird sofort "anti-Fleisch" kommentiert.
    Es handelt sich jetzt doch aber offenbar um eine Infektion die über rohes Gemüse verbreitet wird - die Kommentatoren (denen ich oft zustimme) machen sich unglaubwürdig wenn sie weiter völlig undifferenziert das immer gleiche Mantra zitieren.

    Intensive Tierhaltung ist nachgewiesenermaßen ökologisch vorteilhafter als extensive.

    Die Übertragung von Krankheitserregern vom Tier auf den Menschen hängt davon ab, wie viele Menschen wie eng mit Tieren zusammenleben. Bei der intensiven Tierhaltung gibt es eher weniger Kontakte zwischen Tier und Mensch als bei traditionellen Haltungsformen.

    Dass sich Bakterien schnell vermehren und mutieren, gehört zu den natürlichen Eigenschaften von Bakterien.

    Die Tierhaltung kann uns eigentlich nur dann krank machen, wenn wir in Kontakt mit pathogenen Keimen von Tieren kommen. Um das zu verhindern, müssen wir die Übertragung solcher Keime vom Tier auf den Menschen verhindern. Das ist bei intensiver Tierhaltung eher leichter als bei der traditionellen Haltung. Ich gehe davon aus, dass die Anzahl von Zoonosen im Zeitablauf entsprechend rückläufig ist. Näheres dazu lässt sich sicherlich beim BfR recherchieren.

    Metabolisches Syndrom und Adipositas sind vor allem die Folge eines nachhaltigen Überschusses der Energieaufnahme gegenüber dem Energieverbrauch. Die Herbeiführung und Wahrung einer ausgeglichen Energiebilanz bei ausreichend körperlicher Aktivität ist daher der entscheidende Faktor, um gesund und fit zu bleiben.

    • sauce
    • 30.05.2011 um 17:50 Uhr

    Jeder Artikel, der sich auch nur entfernt mit Nahrungsmitteln beschäftigt, wird sofort "anti-Fleisch" kommentiert.
    Es handelt sich jetzt doch aber offenbar um eine Infektion die über rohes Gemüse verbreitet wird - die Kommentatoren (denen ich oft zustimme) machen sich unglaubwürdig wenn sie weiter völlig undifferenziert das immer gleiche Mantra zitieren.

    • ralf
    • 25.05.2011 um 19:47 Uhr

    Also etwas genaues ist über den Verbreitungsweg nicht bekannt. Dass Salat mit Gülle gedüngt wird, ist mir auch neu. Wer kennt schon die Herkunft von Gurken und Tomaten, die natürlich möglichst billig sein müssen (Deutschland, Holland, Spanien ???). Aber scheiden eigentlich andere Produkte wie z. B. Kosmetika oder andere Körperpflegemittel aus, deren Inhaltsstoffe auch nicht bekannt sind?
    Wir können nur hoffen, dass die Ursache ermittelt wird. Ich glaube allerdings nicht, dass sich langfristig etwas ändern wird.

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    wenn es denn schon gewachsen ist, wird in aller Regel nicht mit Gülle getränkt; der Boden vor der Aussaat bzw. dem Anpflanzen u.U. schon, und da der Erreger langlebig ist, könnten auf diese Weise die Erreger ans Gemüse gelangt sein.
    Eine Infektion über Rohkost oder z.B. Rohmilchprodukte ist etwas wahrscheinlicher als über Fleisch, da Fleisch normalerweise durchgekocht oder durchgebraten wird - in den meisten Fällen jedenfalls, Gemüse oder Obst aber nicht.

    wenn es denn schon gewachsen ist, wird in aller Regel nicht mit Gülle getränkt; der Boden vor der Aussaat bzw. dem Anpflanzen u.U. schon, und da der Erreger langlebig ist, könnten auf diese Weise die Erreger ans Gemüse gelangt sein.
    Eine Infektion über Rohkost oder z.B. Rohmilchprodukte ist etwas wahrscheinlicher als über Fleisch, da Fleisch normalerweise durchgekocht oder durchgebraten wird - in den meisten Fällen jedenfalls, Gemüse oder Obst aber nicht.

  1. - mangelnde Bereitschaft der Menschen, selbst Verantwortung für ihre Gesundheit und Ausgeglichenheit (betreffend Psyche und Körper) zu übernehmen.

    - übertriebene Hygiene im Alltag (Sagrotan & Co) schwächt die Abwehrkraft.

    - denaturierte Lebensmittel - egal ob Tier oder Pflanze -, gentechnisch, mit Medikamenten bzw. Dünger verunreinigt und in ihrer Struktur verändert, verändern auch die Struktur des menschlichen Körpers.

    - übereilte und viel (!) zu häufige Einnahme von Antibiotika und Medikamenten (fördert die Resistenz von Bakterienstämmen) schwächt die Abwehrkraft des Organismus.

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    Sie können ja mal Antibiotikagegen E. Coli-Stämme einnehmen und schauen was passiert. Dann wünschen Sie sich die Resistenz.

    Sie können ja mal Antibiotikagegen E. Coli-Stämme einnehmen und schauen was passiert. Dann wünschen Sie sich die Resistenz.

  2. Intensive Tierhaltung ist nachgewiesenermaßen ökologisch vorteilhafter als extensive.

    Die Übertragung von Krankheitserregern vom Tier auf den Menschen hängt davon ab, wie viele Menschen wie eng mit Tieren zusammenleben. Bei der intensiven Tierhaltung gibt es eher weniger Kontakte zwischen Tier und Mensch als bei traditionellen Haltungsformen.

    Dass sich Bakterien schnell vermehren und mutieren, gehört zu den natürlichen Eigenschaften von Bakterien.

    Die Tierhaltung kann uns eigentlich nur dann krank machen, wenn wir in Kontakt mit pathogenen Keimen von Tieren kommen. Um das zu verhindern, müssen wir die Übertragung solcher Keime vom Tier auf den Menschen verhindern. Das ist bei intensiver Tierhaltung eher leichter als bei der traditionellen Haltung. Ich gehe davon aus, dass die Anzahl von Zoonosen im Zeitablauf entsprechend rückläufig ist. Näheres dazu lässt sich sicherlich beim BfR recherchieren.

    Metabolisches Syndrom und Adipositas sind vor allem die Folge eines nachhaltigen Überschusses der Energieaufnahme gegenüber dem Energieverbrauch. Die Herbeiführung und Wahrung einer ausgeglichen Energiebilanz bei ausreichend körperlicher Aktivität ist daher der entscheidende Faktor, um gesund und fit zu bleiben.

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    • Ja_na
    • 25.05.2011 um 22:14 Uhr

    Ein Euphemismus erster Güte für üble Tierquälerei.

    "Intensive Tierhaltung ist nachgewiesenermaßen ökologisch vorteilhafter als extensive."

    Von diesem Hinweis auf den Nachweis lese ich hier das erste Mal. Wo ist die Quelle für diese immens bedeutsame Erkenntnis, die in allen Veröffentlichungen zu diesem Thema bislang untergegangen ist?

    "Metabolisches Syndrom und Adipositas sind vor allem die Folge eines nachhaltigen Überschusses der Energieaufnahme gegenüber dem Energieverbrauch. Die Herbeiführung und Wahrung einer ausgeglichen Energiebilanz bei ausreichend körperlicher Aktivität ist daher der entscheidende Faktor, um gesund und fit zu bleiben."

    Woher kommt denn dieser nachhaltige Überschuss der Energieaufnahme? An dem Punkt setzt nämlich stets das große Schweigen ein. Meines Erachtens ist die eigentliche Ursache die heute allgemein übliche viel zu kohlenhydratreiche und fettarme Ernährungsweise, die erst den ständigen Hunger produziert, und zwar zur Versorgung des Gehirns mit Glukose. Mit einer ausgeglichenen Energiebilanz und Sport kommen Sie in dem Punkt nicht weiter.

    Mich wundert aber, dass hier wieder eine solche Diskussion einsetzt. Es handelt sich im vorliegenden Fall ganz klar um eine Epidemie, die erst einmal nichts mit dem Lebenswandel der Betroffenen zu tun hat. Man könnte sogar ketzerisch sagen: Diejenigen, die sich von der offiziellen Theorie her ungesünder ernähren, erkranken seltener.

    @ Xdenker Nr. 4, Sie schreiben:
    "Intensive Tierhaltung ist nachgewiesenermaßen ökologisch vorteilhafter als extensive.
    Die Übertragung von Krankheitserregern vom Tier auf den Menschen hängt davon ab, wie viele Menschen wie eng mit Tieren zusammenleben. Bei der intensiven Tierhaltung gibt es eher weniger Kontakte zwischen Tier und Mensch als bei traditionellen Haltungsformen."

    Intensive Tierhaltung ist ganz eindeutig Tierquälerei. Ihre Schlussfolgerung, dass der Mensch möglichst Kontakte mit Tieren vermeiden soll, um gesund zu bleiben, halte ich auch für falsch. Kinder, die auf traditionellen Bauernhöfen in Kontakt mit Tieren aufgewachsen sind, erkranken weniger an Allergien, da ihr Immunsystem nicht ins Leere agieren musste. Meine Kinder sind mit Tieren aufgewachsen (Hund, Katzen, Vögeln Igelüberwinterung, etc) und haben einen hohen Immunstatus (z.B. Toxoplasmose). Das ist insbesondere für Frauen in bezug auf Schwangerschaften ein großer Vorteil.

    Für mich stellt sich als Ursache neben den hohen prophylaktischen Gaben von Antibiotika auch die Frage, inwieweit das hauptsächlich aus den USA bezogene, aus gentechnisch veränderten Pflanzen hergestellte industrielle Viehfutter verantwortlich dafür ist, dass Keime so schnell und variationsreich mutieren und agressiv attackieren, bzw. bedrohliche Toxine produzieren.

    Sollte jemand mal in dieser Richtung ernsthaft forschen, dann wüssten das sicherlich solche Konzerne wie Monsanto zu stoppen, da bin ich sicher.

    "Die Übertragung von Krankheitserregern vom Tier auf den Menschen hängt davon ab, wie viele Menschen wie eng mit Tieren zusammenleben."

    Aus der Allergieforschung:

    "Zunächst ging man davon aus, dass alle Kinder, die auf dem Land aufwachsen, weniger Allergien bekommen.

    Inzwischen hat man festgestellt, dass nicht alle Landkinder von dem Schutz profitieren, sondern dass hauptsächlich Kinder, die auf traditionellen Bauernhöfen mit Milchwirtschaft aufwachsen, vor Allergien und allergischem Asthma geschützt sind. Man spricht daher auch vom „Bauernhof-Effekt“. Die Expertin Professor Dr. Erika von Mutius hat in breit angelegten Studien den ländlichen Lebensstil untersucht und folgende Beobachtung gemacht: „Gewisse Örtlichkeiten auf dem Bauernhof sind besonders gut für Kinder. Vor allem, wenn Kinder in den ersten Lebensjahren in den Kuhstall mitgenommen werden. Wir haben außerdem den Eindruck, dass der Kontakt zu anderen Nutztieren wie Schweinen oder Geflügel diesen Schutzeffekt verstärkt.“

    "Intensive Tierhaltung ist nachgewiesenermaßen ökologisch vorteilhafter als extensive."

    Na, den wissenschaftlichen Artikel, auf den Sie sich da beziehen, würde ich aber gerne mal lesen. Das ist großer Blödsinn, genau das Gegenteil ist der Fall! Die weltweiten Umweltbelastungen durch die Landwirtschaft stammen überwiegend aus der Tierproduktion (FAO 2006, S. 4ff). So trägt beispielsweise der Ausstoß von Treibhausgasen aus der Tierproduktion mehr zur Schädigung des Klimas bei als der globale Verkehrssektor. Um nur eines von vielen Beispielen zu nennen!

    Wenn Sie solche Behauptungen aufstellen, dann sollten Sie sie auch belegen können!

    • Ja_na
    • 25.05.2011 um 22:14 Uhr

    Ein Euphemismus erster Güte für üble Tierquälerei.

    "Intensive Tierhaltung ist nachgewiesenermaßen ökologisch vorteilhafter als extensive."

    Von diesem Hinweis auf den Nachweis lese ich hier das erste Mal. Wo ist die Quelle für diese immens bedeutsame Erkenntnis, die in allen Veröffentlichungen zu diesem Thema bislang untergegangen ist?

    "Metabolisches Syndrom und Adipositas sind vor allem die Folge eines nachhaltigen Überschusses der Energieaufnahme gegenüber dem Energieverbrauch. Die Herbeiführung und Wahrung einer ausgeglichen Energiebilanz bei ausreichend körperlicher Aktivität ist daher der entscheidende Faktor, um gesund und fit zu bleiben."

    Woher kommt denn dieser nachhaltige Überschuss der Energieaufnahme? An dem Punkt setzt nämlich stets das große Schweigen ein. Meines Erachtens ist die eigentliche Ursache die heute allgemein übliche viel zu kohlenhydratreiche und fettarme Ernährungsweise, die erst den ständigen Hunger produziert, und zwar zur Versorgung des Gehirns mit Glukose. Mit einer ausgeglichenen Energiebilanz und Sport kommen Sie in dem Punkt nicht weiter.

    Mich wundert aber, dass hier wieder eine solche Diskussion einsetzt. Es handelt sich im vorliegenden Fall ganz klar um eine Epidemie, die erst einmal nichts mit dem Lebenswandel der Betroffenen zu tun hat. Man könnte sogar ketzerisch sagen: Diejenigen, die sich von der offiziellen Theorie her ungesünder ernähren, erkranken seltener.

    @ Xdenker Nr. 4, Sie schreiben:
    "Intensive Tierhaltung ist nachgewiesenermaßen ökologisch vorteilhafter als extensive.
    Die Übertragung von Krankheitserregern vom Tier auf den Menschen hängt davon ab, wie viele Menschen wie eng mit Tieren zusammenleben. Bei der intensiven Tierhaltung gibt es eher weniger Kontakte zwischen Tier und Mensch als bei traditionellen Haltungsformen."

    Intensive Tierhaltung ist ganz eindeutig Tierquälerei. Ihre Schlussfolgerung, dass der Mensch möglichst Kontakte mit Tieren vermeiden soll, um gesund zu bleiben, halte ich auch für falsch. Kinder, die auf traditionellen Bauernhöfen in Kontakt mit Tieren aufgewachsen sind, erkranken weniger an Allergien, da ihr Immunsystem nicht ins Leere agieren musste. Meine Kinder sind mit Tieren aufgewachsen (Hund, Katzen, Vögeln Igelüberwinterung, etc) und haben einen hohen Immunstatus (z.B. Toxoplasmose). Das ist insbesondere für Frauen in bezug auf Schwangerschaften ein großer Vorteil.

    Für mich stellt sich als Ursache neben den hohen prophylaktischen Gaben von Antibiotika auch die Frage, inwieweit das hauptsächlich aus den USA bezogene, aus gentechnisch veränderten Pflanzen hergestellte industrielle Viehfutter verantwortlich dafür ist, dass Keime so schnell und variationsreich mutieren und agressiv attackieren, bzw. bedrohliche Toxine produzieren.

    Sollte jemand mal in dieser Richtung ernsthaft forschen, dann wüssten das sicherlich solche Konzerne wie Monsanto zu stoppen, da bin ich sicher.

    "Die Übertragung von Krankheitserregern vom Tier auf den Menschen hängt davon ab, wie viele Menschen wie eng mit Tieren zusammenleben."

    Aus der Allergieforschung:

    "Zunächst ging man davon aus, dass alle Kinder, die auf dem Land aufwachsen, weniger Allergien bekommen.

    Inzwischen hat man festgestellt, dass nicht alle Landkinder von dem Schutz profitieren, sondern dass hauptsächlich Kinder, die auf traditionellen Bauernhöfen mit Milchwirtschaft aufwachsen, vor Allergien und allergischem Asthma geschützt sind. Man spricht daher auch vom „Bauernhof-Effekt“. Die Expertin Professor Dr. Erika von Mutius hat in breit angelegten Studien den ländlichen Lebensstil untersucht und folgende Beobachtung gemacht: „Gewisse Örtlichkeiten auf dem Bauernhof sind besonders gut für Kinder. Vor allem, wenn Kinder in den ersten Lebensjahren in den Kuhstall mitgenommen werden. Wir haben außerdem den Eindruck, dass der Kontakt zu anderen Nutztieren wie Schweinen oder Geflügel diesen Schutzeffekt verstärkt.“

    "Intensive Tierhaltung ist nachgewiesenermaßen ökologisch vorteilhafter als extensive."

    Na, den wissenschaftlichen Artikel, auf den Sie sich da beziehen, würde ich aber gerne mal lesen. Das ist großer Blödsinn, genau das Gegenteil ist der Fall! Die weltweiten Umweltbelastungen durch die Landwirtschaft stammen überwiegend aus der Tierproduktion (FAO 2006, S. 4ff). So trägt beispielsweise der Ausstoß von Treibhausgasen aus der Tierproduktion mehr zur Schädigung des Klimas bei als der globale Verkehrssektor. Um nur eines von vielen Beispielen zu nennen!

    Wenn Sie solche Behauptungen aufstellen, dann sollten Sie sie auch belegen können!

  3. Brauchen die Pharmakonzerne schon wieder Geld? Wird "Ehec" bald in aller Munde sein? Man weiß es nicht - die BILD schon!

  4. [...]
    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Werbung. Danke. Die Redaktion/er

  5. 7. [...]

    Entfernt wegen Doppelposting. Die Redaktion/jz

    • Ja_na
    • 25.05.2011 um 22:14 Uhr

    Ein Euphemismus erster Güte für üble Tierquälerei.

    "Intensive Tierhaltung ist nachgewiesenermaßen ökologisch vorteilhafter als extensive."

    Von diesem Hinweis auf den Nachweis lese ich hier das erste Mal. Wo ist die Quelle für diese immens bedeutsame Erkenntnis, die in allen Veröffentlichungen zu diesem Thema bislang untergegangen ist?

    Antwort auf "Sehe ich anders"
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    = globales Erwärmungspotential pro Ertragseinheit*:

    (BIO gegen konventionell)

    Geflügelfleisch: 46 % höhere Belastung durch Bioproduktion
    Eier: 27 % höhere Belastung durch Bioproduktion
    Milch: 16 % höhere Belastung durch Bioproduktion
    Rindfleisch: 15 % höhere Belastung durch Bioproduktion
    Schweinefleisch: 13 % höhere Belastung durch konventionelle Produktion
    Schaffleisch: 73 % höhere Belastung durch konventionelle Produktion.

    Bewertet wurden alle Produktionsschritte aller Produktionsstufen bis zum fertigen Erzeugnis.

    Des Weiteren:

    Der Landverbrauch pro Ertragseinheit liegt bei ökologischer Viehhaltung um 66 % (Milch) bis über 220 % (Eier, Geflügel- und Schaffleisch) über dem der konventionellen Produktion.

    Auch das Eutrophierungs- und das Versauerungspotential (Wasserverbrauch und -verschmutzung) je Ertragseinheit liegen bei ökologischer Viehhaltung höher als bei konventioneller (Ausnahme: Schweinefleisch).

    *) Quelle: Eine vom britischen Landwirtschaftsministerium beauftragte Ökobilanzierung: http://randd.defra.gov.uk...

    = globales Erwärmungspotential pro Ertragseinheit*:

    (BIO gegen konventionell)

    Geflügelfleisch: 46 % höhere Belastung durch Bioproduktion
    Eier: 27 % höhere Belastung durch Bioproduktion
    Milch: 16 % höhere Belastung durch Bioproduktion
    Rindfleisch: 15 % höhere Belastung durch Bioproduktion
    Schweinefleisch: 13 % höhere Belastung durch konventionelle Produktion
    Schaffleisch: 73 % höhere Belastung durch konventionelle Produktion.

    Bewertet wurden alle Produktionsschritte aller Produktionsstufen bis zum fertigen Erzeugnis.

    Des Weiteren:

    Der Landverbrauch pro Ertragseinheit liegt bei ökologischer Viehhaltung um 66 % (Milch) bis über 220 % (Eier, Geflügel- und Schaffleisch) über dem der konventionellen Produktion.

    Auch das Eutrophierungs- und das Versauerungspotential (Wasserverbrauch und -verschmutzung) je Ertragseinheit liegen bei ökologischer Viehhaltung höher als bei konventioneller (Ausnahme: Schweinefleisch).

    *) Quelle: Eine vom britischen Landwirtschaftsministerium beauftragte Ökobilanzierung: http://randd.defra.gov.uk...

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