Ehec-Epidemie EU bemängelt Deutschlands Krisenmanagement
Brüsseler Kommissare drängen Deutschland zu verstärktem Kampf gegen den Ehec-Keim. Die Vielzahl der Erkrankten wird für die Kliniken zur finanziellen Last.
Das Krisenmanagement Deutschlands gerät in Brüssel in die Kritik. EU-Gesundheitskommissar John Dalli forderte die deutschen Behörden im Kampf gegen den Ehec-Keim zu einer besseren Zusammenarbeit mit ausländischen Experten auf. Agrarkommissar Dacian Ciolos bemängelte, dass die Deutschen endlich die Ursache für die zahlreichen Infektionen finden müssten. Dies sei "der einzige Weg, um das Vertrauen der Verbraucher zurückzugewinnen", sagte er.
Der Zeitung Die Welt zufolge erwarten EU-Kreise vor allem, dass Deutschland Experten aus den USA und Japan bei der Suche nach der Quelle des Erregers hinzuzieht. Diplomaten kritisierten intern auch, dass die Fragebögen der deutschen Behörden zu den Essgewohnheiten von Ehec-Patienten, "zu eng gestrickt" seien, weil sie sich zu stark auf den Verzehr von bestimmten Gemüsearten konzentrierten.

Wie gefährlich ist der Erreger, der lebensgefährliche Darmerkrankungen auslösen kann? Was sie über Ehec wissen sollten.
Um eine weitere Verbreitung der Krankheit zu vermeiden, sei es wichtig, eng zusammenzuarbeiten und Fachwissen zu teilen, sagte Dalli. Dabei müsste man "auf die Erfahrung und die Expertise in ganz Europa und sogar außerhalb Europas setzen".
Agrarkommissar Ciolos sicherte den europäischen Bauern Entschädigungen von mindestens 150 Millionen Euro zu. "Viele Mitgliedsstaaten haben aber gefordert, diese Summe zu erhöhen", sagte Ciolos nach einem Sondertreffen. "Ich habe mich daher verpflichtet, die Zahl noch einmal durchzurechnen."
In Berlin beraten die Gesundheits- und Verbraucherminister von Bund und Ländern über Strategien zur Eindämmung des gefährlichen Darmkeims. Gast dabei ist auch Kommissar Dalli.
Trotz der Kritik am Krisenmanagement braucht Deutschland nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr keine Bundesbehörde für die Gesamtkoordination. "Das ist typisch deutsch: Es wird sofort wieder nach einer neuen Behörde, einer neuen Struktur gerufen", sagte der FDP-Politiker in der ARD. "Wir hatten es mal in einer Behörde zusammengefasst, und nach einer Krise, die wir hatten, ist diese Behörde aufgeteilt worden." Es sei sinnvoll, dass der Verbraucherschutz dort angesiedelt sei, wo die Lebensmittelkette kontrolliert werden kann, betonte Bahr.
- Ehec-Bakterien
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Im menschlichen Darm wimmelt es von Mikroorganismen und Bakterien. Das ist nicht ungewöhnlich. Viele Keime unterstützen möglicherweise die Verdauung von Nahrung oder die Abwehr von Krankheitserregern. Sehr häufig sind Escherichia coli im Darm zu finden.
Ehec-Bakterien (enterohämorrhagische Escherichia coli) hingegen bilden einen mitunter gefährlichen Stamm von E.coli. Sie können Giftstoffe, vor allem das Shigatoxin, produzieren. Nisten sich Ehec-Keime im Darm ein, etwa in der Schleimhaut, dringt das Gift in die Zellen der inneren Darmwand ein und zerstört Gefäße. In Deutschland sind derzeit 42 Stämme des Ehec-Erregers bekannt.
Der Ausbruch im Frühjahr 2011 verlief sehr ungewöhnlich. Der umgehende Keim ähnelt bekannten Ehec-Erregern kaum. Normalerweise erkranken vor allem Kleinkinder im Alter von durchschnittlich drei Jahren. Schwere Krankheitsverläufe sind sehr selten.
Der durch verkeimte Sprossen verbreitete Erreger vom Typ O104:H4 (HUSEC041) ist besonders aggressiv und löst relativ häufig das hämolytisch-urämischen Syndrom (Hus) aus – die schwerste Komplikation der Darminfektion.
- Erkrankung
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Wer sich mit Ehec-Bakterien infiziert, muss nicht zwangsläufig erkranken. Oft kommt es aber etwa drei Tage nach der Ansteckung zu wässrigen Durchfällen. Zwei Drittel der Erkrankten scheiden nach weiteren zwei bis drei Tagen blutigen Stuhl aus.
Begleitet wird die Erkrankung von Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen. Auch Fieber ist möglich, aber seltener.
Während vergangener Ehec-Ausbrüche entwickelten etwa zehn bis zwanzig Prozent der Erkrankten einen schweren Verlauf. Wer unter Durchfall und Blut im Stuhl leidet, sollte sofort einen Arzt aufsuchen.
Eine Woche nach Beginn der Durchfälle kann es zum gefährlichen hämolytisch-urämischen Syndrom (Hus) kommen. Blutige Entzündungen der Darmschleimhaut treten auf, die für die Blutgerinnung notwendigen Thrombozyten verringern sich, Giftstoffe sammeln sich im Körper, Gefäße werden zerstört. Im schlimmsten Fall versagen die Nieren, es kommt zu Blutgerinnseln im Hirn. Hus trifft in der Regel nur etwa jeden zehnten Erkrankten. Die Sterberate liegt in dieser Akutphase bei zwei Prozent der Betroffenen.
- Ansteckung
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Ehec-Bakterien gibt es überall auf der Welt. Infektionen mit dem Erreger sind seit dem Jahr 2001 in Deutschland meldepflichtig, sofern sie bemerkt werden. Seither übermittelten die Gesundheitsämter bundesweit jährlich zwischen 925 und 1183 Ehec-Erkrankungen an das zuständige Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin.
Ehec-Erreger kommen vor allem im Darm von Wiederkäuern wie Rindern, Schafen und Ziegen vor. Allerdings wurden sie auch schon im Darmtrakt von Schweinen, Hirschen und Rehen nachgewiesen. Der jetzt grassierende Stamm wurde bisher aber nicht in Tieren nachgewiesen.
Die Erreger sind sehr umweltresistent und können bis zu ein Jahr lang außerhalb des Darms überleben. Zudem reichen nur wenige Dutzend Keime aus, um sich zu infizieren.
Für Ehec-Ausbrüche kommen zahlreiche Infektionsquellen in Betracht: Rohmilch und Rohmilchkäse sowie rohe Wurstprodukte oder zu kurz gegartes Fleisch. Verunreinigtes Obst und Gemüse kann die Quelle sein, oder andere ungekochte Lebensmittel.
Ehec-Bakterien können auch beim Düngen mit Gülle auf Nahrungsmittel gelangen. Bei den meisten bisherigen Krankheitsausbrüchen konnte die Infektionsquelle nicht gefunden werden.
Im aktuellen Fall waren Sprossen mit dem Erreger kontaminiert. Die Spur der Samen führt nach Ägypten. Wie der Keim aus dem Darm von Tieren auf diese Samen gelangt sein kann, ist noch immer unbekannt.
- Behandlung
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Mediziner behandeln derzeit bei leichten Verläufen vor allem die Symptome der Ehec-Erkrankung. Menschen scheiden die Bakterien oft von selbst aus. Das kann mitunter ein paar Wochen dauern.
Antibiotika helfen gegen Ehec-Bakterien wenig, im Gegenteil: "Die Gabe kann mitunter die Toxinproduktion (der Keime) sogar erhöhen", sagt der Hygieniker Helge Karch, der den Erreger genetisch analysiert hat. Daher raten Ärzte dringend davon ab, eine Ehec-Infektion mit Antibiotika zu behandeln.
Die Menschen, die derzeit akut erkrankt sind, werden mit Dialyse und Blutreinigung behandelt. So werden die Giftstoffe aus dem Körper gewaschen. Nicht immer erholt sich die Niere von der Infektion, sodass einige Patienten dauerhaft eine Dialyse brauchen oder auf ein Spenderorgan warten müssen.
In der Anfangsphase von Hus brauchen Patienten dringend Flüssigkeit, etwa über Kochsalzinfusionen. So lässt sich die schwerste Form der Erkrankung, das Nierenversagen, verhindern. Andernfalls könnte eine Nierentransplantation notwendig werden oder eine lebenslange Dialyse.
In besonders schweren Fällen setzten Mediziner eine noch kaum erforschter Therapie ein: Sie gaben einigen Patienten die Antikörperlösung Eculizumab. Zum Teil verbesserte sich der Zustand danach.
- Schutz
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Nur strenge Hygiene kann vor einer Ansteckung mit Ehec und ähnlichen Keimen schützen. Gemüse und Obst müssen gründlich gereinigt werden. In der Küche sollten Messer und Schneidebretter für jedes Lebensmittel separat verwendet und anschließend gründlich gesäubert werden.
Fleisch und Gemüse sollte man im Kühlschrank getrennt voneinander lagern und auch getrennt zubereiten. Putz- und Spüllappen sollten in kurzen Abständen gewechselt oder ausgekocht werden.
Lebensmittel sollten vor dem Verzehr ausreichend erhitzt werden. Ehec-Erreger wie auch ihre Giftstoffe sind sehr hitzelabil. Ab 60 bis 70 Grad werden die Keime und ihre Toxine zerstört.
Das Robert Koch-Institut empfiehlt allen Menschen mit Durchfall, sich stets gründlich die Hände zu waschen und/oder sie zu desinfizieren, insbesondere wenn Kleinkinder oder immungeschwächte Menschen in der Nähe sind.
Sollte ein Familienmitglied erkranken, sollten die Toilette und Flächen, die der Erkrankte anfasst, regelmäßig gereinigt und desinfiziert werden.
Das Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie forderte als Konsequenz aus der Krise einen zentralen Regierungskoordinator für das Krisenmanagement beim Auftreten gefährlicher Erreger. Dieser müsse die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Ministerien verbessern, sagte der Direktor des Berliner Instituts, Stefan Kaufmann. Derzeit entstehe durch die vielen Wortmeldungen der Eindruck, als würde die Politik den Ereignissen hinterherhecheln.
Als weiteres Problem kommt nun hinzu, dass die Epidemie die Budgets von Krankenhäusern überdurchschnittlich belastet. Der Verband der Universitätsklinika Deutschlands (VUD) forderte Finanzhilfen für die Hochleistungskrankenhäuser, die Patienten mit dem lebensbedrohlichen Darmkeim behandeln. Sämtliche Ehec-Fälle müssten außerhalb des vereinbarten Budgets zum vollen Preis abgerechnet werden.
Das Problem: Die Krankenhäuser handeln mit den Krankenkassen Budgets für eine bestimmte Anzahl von Patienten aus. Wird diese vereinbarte Patientenzahl überschritten, tragen die Kassen nur noch 35 Prozent der Kosten. "Hierzu muss das Bundesgesundheitsministerium tätig werden, damit die Kassen sich nicht hinter den gesetzlichen Regelungen verschanzen können", sagte VUD-Generalsekretär Rüdiger Strehl in Berlin.
- Datum 08.06.2011 - 10:14 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP
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haben es geschafft, Seuchenbekämpfung zentral, und damit effektiv zu organisieren. Eine Neuregelung der Zuständigkeit für ähnliche, nicht unwahrscheinliche Fälle, ist dringend geboten.
Nicht mal zeitnahe, klare Warnungen hat man hinbekommen, beschreibt ein Mikrobiologe in einem Artikel aus dem Tagesspiegel, ein Beweis , das ein grottenschlechtrer Artikel vom Vortarg nicht heißt, das dort nicht auch vernünftige Artikel erscheinen.
Ausgerechnet die Warnung vor Sprossen ging im Informationswirwar der letzten Tage wohl zunächst unter. Kein Wunder bei der Vielstimmigkeit der unterschiedlichen Zuständigkeiten. Auch den Ablauf der Befragungen und insbesondere die Kompetenz der Befrager zweifelt der Fachmann an, das hätte zeitnah allein das RKI machen sollen und nicht parallel Landesbehörden die erstaunlich lange schweigen, ob und wie denn nun auch nach Sprossen gefragt wurde...
obwohl die Sprossen Theorie ja sowieso deutlich wackelt,
aber die Strukturen sind so nicht effizient und fördern länderspezifische Eigenbrödlerei und natürlich auch einseitige Suche, je nach persönlichem Befindlichkeiten der zuständigen Landesminister
hier der Link:
http://www.tagesspiegel.d...
EU Kommissare unter die Lupe nehmen.
Ein rumänischer Agraringenieur als Landwirtschaftskommissar (der als zweite Wahl von Rumänien nominiert wurde), ein Malteser John Dalli als Gesundheitskommissar kritisieren Deutschland massiv wegen EhEC.
Dabei ist Fakt, dass in fast 70 Prozent solcher Coli-Epidemien die eigentliche Ursprungsquelle nicht gefunden wird.
Vielleicht sollte man die Düngung mit Restgülle aus den Bio-Kraftanlagen grundsätzlich verbieten und Gülle allgemein erst nach Erhitzung auf 60 Grad.
Die Staatschef sollten der inflationären Entwicklung von 27 EU-Kommissaren Einhalt gebieten und diese auf max. 12 beschränken. Und diese Stellen international ausschreiben.
Zur Zeit stellt jedes EU-Land unabhängig von dessen Qualifikation je einen Kommissar.
Aber Qualifikation ist gefragt und entscheidend, auch wenn der Bewerber nicht zur EU gehören sollte.
...der bisherigen Gesundheitspolitik. Krankenhäuser, Ärzte alles budgetiert, vollkommen egal, um welche Fälle es sich handelt.
>>Die Krankenhäuser handeln mit den Krankenkassen Budgets für eine bestimmte Anzahl von Patienten aus. Wird diese vereinbarte Patientenzahl überschritten, tragen die Kassen nur noch 35 Prozent der Kosten.<<
Wer krank wird, wenn die Budges ausgeschöpft sind, hat also ein Problem.
Aber wir selbst sind ja nicht so unschuldig daran, wir haben den Politikern bei diesem Wahnsinn immer wieder freie Hand gelassen. Ich, zumindest, habe keine Großdemonstrationen von Bürgern gesehen, die z. B. eine vernünftige Bürgerversicherung für alle fordern oder wo waren die Demonstrationen, als ganze Stationen in den Krankenhäusern geschlossen wurden?
Wir als Bürger haben diesen Wahnsinn immer auch mitgetragen - jetzt kommt die Quittung.
Parteien gewählt, früher, vor Schröder, die SPD und die Grünen, d.h. aber noch nicht, daß ich den Politikern freie Hand gelassen habe, Krankenstationen zu schließen bzw. medizinische Behandlungen zu budgetieren - ich bin schlicht und einfach nicht gefragt worden. Die Parteien haben sich in dem, was sie tun, schon lange verselbständigt - alle Parteien, bis auf die Linke und die Piraten - und politische Maßnahmen beschlossen, die den Aussagen des Wahlprogramms z.T. hundertprozentig entgegengesetzt waren und sind.
Solange eine wirkliche Beteiligung des Bürgers über beispielsweise Volksabstimmungen nicht eine wirkliche Demokratie gewährleistet, verweise ich nicht auf den Bürger als Schuldigen, sondern auf die Parteien, die ihre Grundsätze über Bord geworfen haben und das weiter tun.
Der große Anteil der Nichtwähler in Deutschland dürfte vermutlich gleicher Meinung sein.
Parteien gewählt, früher, vor Schröder, die SPD und die Grünen, d.h. aber noch nicht, daß ich den Politikern freie Hand gelassen habe, Krankenstationen zu schließen bzw. medizinische Behandlungen zu budgetieren - ich bin schlicht und einfach nicht gefragt worden. Die Parteien haben sich in dem, was sie tun, schon lange verselbständigt - alle Parteien, bis auf die Linke und die Piraten - und politische Maßnahmen beschlossen, die den Aussagen des Wahlprogramms z.T. hundertprozentig entgegengesetzt waren und sind.
Solange eine wirkliche Beteiligung des Bürgers über beispielsweise Volksabstimmungen nicht eine wirkliche Demokratie gewährleistet, verweise ich nicht auf den Bürger als Schuldigen, sondern auf die Parteien, die ihre Grundsätze über Bord geworfen haben und das weiter tun.
Der große Anteil der Nichtwähler in Deutschland dürfte vermutlich gleicher Meinung sein.
....Deutschland und seinen Ländern ordentlich war oder schlecht einmal dahingestellt. Es wird immer in solcher Lage die Entscheidung schwierig bleiben, wie und wann man warnen sollte. Es bedarf einer Abwägung im Einzelfall zwischen den wirtschaftlichen Schäden, der Sicherheit der Warnung und dem Wohl der Bevölkerung.
Da man aber sicherlich die Bevölkerung warnen muss, wenn man weiß, dass zB eine Ansteckungsgefahr von einem Gemüse ausgeht, muss man auch eine Regelung haben, wie man unschuldige Hersteller und Händler kompensiert. Es geht nicht, dass man warnt ohne schuldlos Geschädigte zu entschädigen.
Oh richtig, ich erinnere mich, ich lebe in Absurdistan, wo Krankenhäuser "gewinnorientiert" sind.
dass die EHEC-Keime vielleicht aus irgendeinem geheimen Bio-Waffen-Labor entwichen sein könnten. Das würde nämlich erklären, warum die "Quelle" immer noch nicht gefunden wurde. Vielleicht will sie ja nicht gefunden werden?
Hochgefährliche Coli-Bakterien? Wer weiß, was neben Milzbranderregern und Pocken-Viren noch so alles gezüchtet wird.
...sind die "labore" garnicht.
da braucht man sich nur mal eine massentierhaltung und deren antibiotikabedarf anschauen und weiß direkt, wo solche resistenzen entstehen.
Der Gedanke liegt längst nahe, und diese beiden Artikel aus den ZEIT-Fragen der neuesten Ausgabe finde ich beachtlich.
http://www.zeit-fragen.ch...
http://www.zeit-fragen.ch...
...sind die "labore" garnicht.
da braucht man sich nur mal eine massentierhaltung und deren antibiotikabedarf anschauen und weiß direkt, wo solche resistenzen entstehen.
Der Gedanke liegt längst nahe, und diese beiden Artikel aus den ZEIT-Fragen der neuesten Ausgabe finde ich beachtlich.
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>>>Diplomaten kritisierten intern auch, dass die Fragebögen der deutschen Behörden zu den Essgewohnheiten von Ehec-Patienten, "zu eng gestrickt" seien, weil sie sich zu stark auf den Verzehr von bestimmten Gemüsearten konzentrierten.<<<
Das ist das Problem. Die Fragebögen sehen nicht vor das auch tierische Produkte wie Fleisch oder Milch an den ganzen EHEC-Infektionen schuld sein könnten. Dabei wissen wir aus der Vergangenheit, wo es bereits EHEC Fälle gab, das immer tierische Produkte schuld waren, denn EHEC kommt vom Tier. Um genauer zu sein von Wiederkäuern wie z.B. Rinder.
Warum die Regierung aber darauf behaart das Gemüse dran Schuld sei und damit inländischen sowie auch ausländischen Bauern enormen Schaden zufügt ist mir schleierhaft. Kein wunder warum die Ursache nicht gefunden wird. Hat da etwa die Fleischindustrie ihre Finger im Spiel?
Nur weil die Koli-Bakterien anders seien als bei den bisherigen Fällen muss es noch lange nicht bedeutet das auch die Quelle eine andere ist. Denn in der Massentierhaltung werden Unmengen an Antibiotika verwendet. Die Tiere werden mit Gen-Food gefüttert. Und da wundert sich noch jemand das die Koli-Bakterien mutieren?
genauso ist es. Ich habe mir den Fragebogen gestern angesehen: keinerlei Fragen nach Verzehr von Fleisch und Milchprodukten. Dabei leuchtet unmittelbar ein, wer immer Gurken, Tomaten und Salat gegessen hat, hat sicher auch ein Dressing dazu gehabt - und das hätte mit Joghurt zubereitet sein können. Es wird auch nicht nach anderen Produkten gefragt - Brot beispielsweise, das auch jeder von uns täglich zu sich nimmt - und Tee oder Kaffee stehen auch nicht auf der Liste, geschweige denn Säfte oder Wasser.
Als Fragebogen bei einer derart wichtigen Infektion läßt dieser Fragebogen zu wünschen übrig - hoffentlich wird er überarbeitet.
genauso ist es. Ich habe mir den Fragebogen gestern angesehen: keinerlei Fragen nach Verzehr von Fleisch und Milchprodukten. Dabei leuchtet unmittelbar ein, wer immer Gurken, Tomaten und Salat gegessen hat, hat sicher auch ein Dressing dazu gehabt - und das hätte mit Joghurt zubereitet sein können. Es wird auch nicht nach anderen Produkten gefragt - Brot beispielsweise, das auch jeder von uns täglich zu sich nimmt - und Tee oder Kaffee stehen auch nicht auf der Liste, geschweige denn Säfte oder Wasser.
Als Fragebogen bei einer derart wichtigen Infektion läßt dieser Fragebogen zu wünschen übrig - hoffentlich wird er überarbeitet.
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