Krankenstand Arbeitslose bekommen die meisten Medikamente

Macht Arbeitslosigkeit krank? Laut einer Statistik der Techniker Krankenkasse ja. Erwerbslose bekamen 2010 mehr Medikamente als jede Berufsgruppe.

Empfängern von Arbeitslosengeld I ist laut einer Statistik der Techniker-Krankenkasse (TK) im vergangenen Jahr die höchste Pro-Kopf-Menge an Medikamenten verschrieben worden. Im Schnitt erhielten sie Arzneimittel für 254 Tage des Jahres, wie die Kasse am Mittwoch in Hamburg mitteilte.

Durchschnittlich wurden demnach jedem der 3,5 Millionen bei der TK versicherten Erwerbspersonen Medikamente für 182 Tage verschrieben. Die Branche mit den höchsten Arzneimittelverordnungen waren laut aktuellem TK-Gesundheitsreport die Ordnungs- und Sicherheitsberufe mit 197 Tagesdosen, die wenigsten Medikamente bekamen Medien- und Geisteswissenschaftler mit 154 Rationen.

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Die Krankenkasse wertete die Statistik als Beleg, dass auch fehlende Arbeit krank macht. "Die Daten zeigen, dass Gesundheit nicht nur von den gesundheitlichen Belastungen am Arbeitsplatz abhängt, sondern dass auch mit der Arbeitslosigkeit gesundheitliche Risiken, vor allem im psychischen Bereich, verbunden sind", erklärte die Verantwortliche bei der TK für die Gesundheitsberichterstattung, Gudrun Ahlers.
 

 
Leser-Kommentare
    • Nizzre
    • 27.07.2011 um 9:02 Uhr

    Beim Lesen dieser Information stellt sich mir die Frage nach Ursache und Wirkung. Natürlich kann man "folgern", dass Arbeitslosigkeit krank macht.

    Ich halte das aber für einen Irrtum. Vielfach landen Menschen durch chronische Krankheiten überhaupt erst IN Arbeitslosigkeit - von Rheuma, über Epilepsie, Depressionen, Fibromyalgie und vieles andere mehr.
    Dann beginnt der Versuch, die Krankheit so weit beherrschbar zu machen, dass eine geregelte Teilnahme am Arbeitsmarkt ohne "ständiges Krankheifern" (was einen in der nächsten Probezeit wieder rauskickt) zu erreichen.

    Vielen gelingt das nicht oder nur unvollständig. Also werden sie zwischen ARGE, Krankenkasse und Rentenkasse hin und her gereicht.
    Das erlebe ich seit mehr als 10 Jahren bei mehreren guten Freunden.

    Und ich erlebe auch, dass die Therapieangebote oft völlig falsch konzipiert sind und weniger auf Verhaltensumstellung als auf "Pillen und Ruhe" setzen - was die Leute noch mehr schwächt. Aber es ist halt einfacher zu kontrollieren und einzuhalten als Ernährungsumstellung, regelmäßig viel und richtige Bewegung, Verzicht auf Genussdrogen, korrektes Einhalten der Einnahme tatsächlich unverzichtbarer Medikamente, geregelter Tages- und Schlafablauf etc.

    Weil das aber alles "zu mühsam" ist - auch für die Krankenkassen, Ärzte und Therapeuten - werden die Leute lieber ruhig gestellt mit dicken Medi-Cocktails.

    Und sind damit zum Arbeitslossein verdammt, weil sie den ganzen Tag total benommen und antriebslos sind.

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    Auf der einen Seite verlieren Menschen, die bereits gesundheitlich (physisch und/oder psychisch) angeschlagen sind, wahrscheinlicher ihren Job und bleiben dann auch länger arbeitslos.
    Auf der anderen Seite können Personen, die ihre Arbeit verlieren, auch diverse Beeinträchtigungen und Krankheiten entwickeln - vor allem, wenn Ihnen Arbeit als Teil ihres Selbstbildes wichtig ist (das muss ja nicht zwingend so sein). Wer seine Arbeit verliert, verliert Zeitstruktur, materielle Sicherheit, evtl. einen großen Teil sozialen Kontakt und gesellschaftliches Ansehen und einen ganzen Bereich, aus dem er seinen Selbstwert ableitet, das Gefühl "nützlich zu sein" etc pp... wenn all das dauerhaft fehlt, können psychische Erkrankungen die Depressionen und Ängste sowie physische Erkrankungen auch die Folge von Arbeitslosigkeit sein.

    Ich denke, Sie haben sicherlich recht, wenn Sie sagen, dass Therapieangebote oft nicht den Bedürfnissen der Menschen entsprechen und so chronische Erkrankungen in die Arbeitslosigkeit führen. Allerdings sollte man den Aspekt, dass Arbeitslose und Pensionäre oft den Kontakt mit Menschen suchen und daher einen Arzttermin nach dem anderen vereinbaren. Leider führt das oft dazu, dass Ärzte, in Ermangelung besseren Wissens, medikamentöse Therapien einleiten, um das "Leiden" der Patienten zu lindern.
    Meine Eltern betreiben jeweils eine Arztpraxis in ländlicher Gegend, in der hauptsächlich ältere Menschen Leben. Beide erleben es oft, dass Patienten sich, ohne das ein medizinischer Grund vorliegt, zur Wiedervorstellung anmelden. Aus Neugierde hat mein Vater sich mit einem seiner langjährigen Patienten unterhalten und nachgefragt, wo denn seine "Beschwerden" genau liegen, denn er könne keine medizinischen Befunde bei ihm feststellen. Dieser sehr aufrichtige Patient antwortete daraufhin beschämt: "Wissen Sie Herr Doktor, meine Frau ist verstorben und meine Nachbarn sind inziwschen alle junge Familien. Hier in Ihrer Praxis fühle ich mich umsorgt und wohl." (Fortsetzung s. nächster Beitrag... Platz)

    @Nizzre: Ups,da outen sich sich ja als ein Oberbescheidwisser. Einer, der auf Grund einer, die Gruppe der Arbeitssuchenden tendenzös defamierenden Darstellung meint, auch schon die Diagnose zu kennen. Es ärgert mich, dass gleich 11 Zeitleser deratige Äußerungen auch noch als Lesenswert darstellen. Pauschalisierungen und wilde Ursachen- und Wirkungsbetrachtungen sind bei dieser Datenlage nun nicht wirklich Zielführend.
    Kritisierenswerter erscheinen mir in diesem Zusammenhang die Auswüchse unserer Diskriminierungsethik, Arbeitsordnung und unseren Sozialsystems, die die Menschen in die Krankheit treiben und dort belassen. Nicht nur die gestrandeten werden zu Fußabtretern. Auch die Beschäftigte und Arbeitssuche wollen und werden über Krankheiten in die Frührente abgeschoben. Klar das diesem Vorgang regelmäßige teure Arztbesuche vorgeschaltet sein müssen, sollen diese "Erfogreich" enden.

    Der Ärger über die Resourcenverschwendung sollte nicht bei den Arbeitslosen abgelassen werden, sondern dort wo Verschwendung organisiert und Verwaltet wird. Bei den Verantwortlichen. Politker und Akademische Berufsstände und ihre Familien leben inzwischen sehr gut von diesen Systemen!

    Schon wieder so eine Hetze gegen die Unterschicht! Nicht zu fassen...

    Ja,Arbeitslosikeit macht krank! Der Mensch braucht nunmal Anerkennung und lebt vom sozialen!!

    Ob aber die Arbeitslosen wirklich diejenigen sind, die am meissten Medikamente bekommen bezweifle ich. Wenn ich mein Umfeld so wahrnehme, befinden sich darunter mehr Rentner als arbeitslose. Und die sind bekanntlich die beste Zielgruppe für die Pharmaindustrie. Sie haben mehr Arztbesuche und bekommen mehr Medikamnet vershrieben. Ich kenne viele arbeitslose, die schon auf grund der Praxisgebürh nicht andauernd zum Arzt rennen. Hier geht es aber um ALG II Empfänger.

    Das Arbeitslosikeit auf langer Sicht krank macht ist ein alter Hut. Darüber gibts genug Langzeitstudien von Soziologen und Psychologen. Genauso wie Armut eben auch krank macht. Bei in Armut lebenden vcerändert sich sogar die Hirnstruktur und die Intelligenz leidet. Das ergab erst wieder vor einiger Zeit eine Studie aus den USA!

    Die Welt ist krank...die einen werden wegen Überlastung krank, die anderen wegen Armut und fehlender Arbeit!!
    Man kann es drehen wie man will. Entweder es ändert sich mal was grundlegendes oder wir werden alle irgendwann mal Depressiv und schizophren...

    Auf der einen Seite verlieren Menschen, die bereits gesundheitlich (physisch und/oder psychisch) angeschlagen sind, wahrscheinlicher ihren Job und bleiben dann auch länger arbeitslos.
    Auf der anderen Seite können Personen, die ihre Arbeit verlieren, auch diverse Beeinträchtigungen und Krankheiten entwickeln - vor allem, wenn Ihnen Arbeit als Teil ihres Selbstbildes wichtig ist (das muss ja nicht zwingend so sein). Wer seine Arbeit verliert, verliert Zeitstruktur, materielle Sicherheit, evtl. einen großen Teil sozialen Kontakt und gesellschaftliches Ansehen und einen ganzen Bereich, aus dem er seinen Selbstwert ableitet, das Gefühl "nützlich zu sein" etc pp... wenn all das dauerhaft fehlt, können psychische Erkrankungen die Depressionen und Ängste sowie physische Erkrankungen auch die Folge von Arbeitslosigkeit sein.

    Ich denke, Sie haben sicherlich recht, wenn Sie sagen, dass Therapieangebote oft nicht den Bedürfnissen der Menschen entsprechen und so chronische Erkrankungen in die Arbeitslosigkeit führen. Allerdings sollte man den Aspekt, dass Arbeitslose und Pensionäre oft den Kontakt mit Menschen suchen und daher einen Arzttermin nach dem anderen vereinbaren. Leider führt das oft dazu, dass Ärzte, in Ermangelung besseren Wissens, medikamentöse Therapien einleiten, um das "Leiden" der Patienten zu lindern.
    Meine Eltern betreiben jeweils eine Arztpraxis in ländlicher Gegend, in der hauptsächlich ältere Menschen Leben. Beide erleben es oft, dass Patienten sich, ohne das ein medizinischer Grund vorliegt, zur Wiedervorstellung anmelden. Aus Neugierde hat mein Vater sich mit einem seiner langjährigen Patienten unterhalten und nachgefragt, wo denn seine "Beschwerden" genau liegen, denn er könne keine medizinischen Befunde bei ihm feststellen. Dieser sehr aufrichtige Patient antwortete daraufhin beschämt: "Wissen Sie Herr Doktor, meine Frau ist verstorben und meine Nachbarn sind inziwschen alle junge Familien. Hier in Ihrer Praxis fühle ich mich umsorgt und wohl." (Fortsetzung s. nächster Beitrag... Platz)

    @Nizzre: Ups,da outen sich sich ja als ein Oberbescheidwisser. Einer, der auf Grund einer, die Gruppe der Arbeitssuchenden tendenzös defamierenden Darstellung meint, auch schon die Diagnose zu kennen. Es ärgert mich, dass gleich 11 Zeitleser deratige Äußerungen auch noch als Lesenswert darstellen. Pauschalisierungen und wilde Ursachen- und Wirkungsbetrachtungen sind bei dieser Datenlage nun nicht wirklich Zielführend.
    Kritisierenswerter erscheinen mir in diesem Zusammenhang die Auswüchse unserer Diskriminierungsethik, Arbeitsordnung und unseren Sozialsystems, die die Menschen in die Krankheit treiben und dort belassen. Nicht nur die gestrandeten werden zu Fußabtretern. Auch die Beschäftigte und Arbeitssuche wollen und werden über Krankheiten in die Frührente abgeschoben. Klar das diesem Vorgang regelmäßige teure Arztbesuche vorgeschaltet sein müssen, sollen diese "Erfogreich" enden.

    Der Ärger über die Resourcenverschwendung sollte nicht bei den Arbeitslosen abgelassen werden, sondern dort wo Verschwendung organisiert und Verwaltet wird. Bei den Verantwortlichen. Politker und Akademische Berufsstände und ihre Familien leben inzwischen sehr gut von diesen Systemen!

    Schon wieder so eine Hetze gegen die Unterschicht! Nicht zu fassen...

    Ja,Arbeitslosikeit macht krank! Der Mensch braucht nunmal Anerkennung und lebt vom sozialen!!

    Ob aber die Arbeitslosen wirklich diejenigen sind, die am meissten Medikamente bekommen bezweifle ich. Wenn ich mein Umfeld so wahrnehme, befinden sich darunter mehr Rentner als arbeitslose. Und die sind bekanntlich die beste Zielgruppe für die Pharmaindustrie. Sie haben mehr Arztbesuche und bekommen mehr Medikamnet vershrieben. Ich kenne viele arbeitslose, die schon auf grund der Praxisgebürh nicht andauernd zum Arzt rennen. Hier geht es aber um ALG II Empfänger.

    Das Arbeitslosikeit auf langer Sicht krank macht ist ein alter Hut. Darüber gibts genug Langzeitstudien von Soziologen und Psychologen. Genauso wie Armut eben auch krank macht. Bei in Armut lebenden vcerändert sich sogar die Hirnstruktur und die Intelligenz leidet. Das ergab erst wieder vor einiger Zeit eine Studie aus den USA!

    Die Welt ist krank...die einen werden wegen Überlastung krank, die anderen wegen Armut und fehlender Arbeit!!
    Man kann es drehen wie man will. Entweder es ändert sich mal was grundlegendes oder wir werden alle irgendwann mal Depressiv und schizophren...

  1. Kann es nicht auch sein das viele Menschen arbeitslos sind weil sie krank sind?
    Wie steht es im Vergleich mit Rentnern? Die "brauchen" nicht mehr zu arbeiten, man kann ja den Altersunterschied herausrechnen.
    Ich kann mir nicht vorstellen, daß man psychisch krank wird wenn man keine Arbeit hat. Wenn man kein Geld hat sicher, aber keine Arbeit?
    Mir fallen Tausend Dinge ein die ich lieber machen würde als arbeiten, aber ich muss Geld verdienen...

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    bekommen kein ALG1 ;)

    "Ich kann mir nicht vorstellen, daß man psychisch krank wird wenn man keine Arbeit hat. Wenn man kein Geld hat sicher, aber keine Arbeit?"

    Leben sie in Deutschland?

    Leben sie in dem Land, in dem schon von der Verleumdung und Diskriminierung der Menschen ohne Arbeit in den Medien die Pulsadern dieser Menschen von alleine aufgehen?

    Leben sie nicht in diesem Land, in dem ein paar Euro mehr für Hartz4-Empfänger eine Diskussion auslösen, die weit aus brisanter geführt wird als jede Bankenabgabe und jede dreistellige Milliardenhilfe für andere Länder ohne aber auch wirklich jede parlamentarische Legitimierung?

    Leben sie in Deutschland?

    Ja es gibt solche und solche Gründe die krank machen und zur Arbeitslosigkeit führen. Die meissten Menschen sind aber unfreiwllig arbeitslos, weil man sie entweder gemobbt oder
    gekündigt hat.

    Sie sind oberflächlich und sollten sich mal mit Soziologie beschäftigen. Auch wenn es diese gesellschft immer probagiert...Geld alleine macht nie zufrieden und schon gar nicht glücklich! Sonst würden die Reichen ja auch nicht an Depressionen leiden.

    Wir sind keine Tiere und brauchen Aufgaben, sonst verkümmern wir!

    bekommen kein ALG1 ;)

    "Ich kann mir nicht vorstellen, daß man psychisch krank wird wenn man keine Arbeit hat. Wenn man kein Geld hat sicher, aber keine Arbeit?"

    Leben sie in Deutschland?

    Leben sie in dem Land, in dem schon von der Verleumdung und Diskriminierung der Menschen ohne Arbeit in den Medien die Pulsadern dieser Menschen von alleine aufgehen?

    Leben sie nicht in diesem Land, in dem ein paar Euro mehr für Hartz4-Empfänger eine Diskussion auslösen, die weit aus brisanter geführt wird als jede Bankenabgabe und jede dreistellige Milliardenhilfe für andere Länder ohne aber auch wirklich jede parlamentarische Legitimierung?

    Leben sie in Deutschland?

    Ja es gibt solche und solche Gründe die krank machen und zur Arbeitslosigkeit führen. Die meissten Menschen sind aber unfreiwllig arbeitslos, weil man sie entweder gemobbt oder
    gekündigt hat.

    Sie sind oberflächlich und sollten sich mal mit Soziologie beschäftigen. Auch wenn es diese gesellschft immer probagiert...Geld alleine macht nie zufrieden und schon gar nicht glücklich! Sonst würden die Reichen ja auch nicht an Depressionen leiden.

    Wir sind keine Tiere und brauchen Aufgaben, sonst verkümmern wir!

  2. Ich denke, alleine die Tatsache, dass diese Menschen mehr Zeit und weniger Ablenkung haben dazu führen kann, dass sie empfindlicher auf "Störungen" reagieren oder diese einfach deutlicher erkennen und konsequenter behandeln. Nach einem Besuch beim Arzt müssen sie nicht unerledigte Arbeit nachholen, also sie da eher hin, als ein Arbeitnehmer. Da wo der Arbeitnehmer (zu Recht oder Unrecht) sagt "ah, das ist nichts, wird schon weggehen", weil er z.B. unter Termindruck steht, da geht vllt. der Arbeitslose schon zum Arzt.

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    Liebe Krankenkassen-Statistik-Berechner,

    haben Euch die fetten Gehälter das Denken abgewöhnt? (Wieviel Prozent der Beitrgseinnahmen gehen nochmal in die Verwaltung, und wieviel Prozent kommen tatsächlich den Versicherten zugute...???).

    Gehen Sie mal wieder raus in's wahre Leben!

    Nicht Arbeitslose sind öfters krank weil sie arbeitslos sind - Arbeitende gehen seltener zum Arzt und lassen sich Medikamente verschreiben auch WENN sie krank sind: weil sie Angst um ihren Arbeitsplatz haben!!!

    Dass Arbeitslosigkeit und besonders die in D-Land damit verbundene Stigmatisierung psychich belastet und auf Dauer natürlich auch krank macht, ist deswegen natürlich trotzdem noch wahr...

    Liebe Krankenkassen-Statistik-Berechner,

    haben Euch die fetten Gehälter das Denken abgewöhnt? (Wieviel Prozent der Beitrgseinnahmen gehen nochmal in die Verwaltung, und wieviel Prozent kommen tatsächlich den Versicherten zugute...???).

    Gehen Sie mal wieder raus in's wahre Leben!

    Nicht Arbeitslose sind öfters krank weil sie arbeitslos sind - Arbeitende gehen seltener zum Arzt und lassen sich Medikamente verschreiben auch WENN sie krank sind: weil sie Angst um ihren Arbeitsplatz haben!!!

    Dass Arbeitslosigkeit und besonders die in D-Land damit verbundene Stigmatisierung psychich belastet und auf Dauer natürlich auch krank macht, ist deswegen natürlich trotzdem noch wahr...

    • ThorHa
    • 27.07.2011 um 9:31 Uhr

    Natürlich macht Arbeitslosigkeit (insbesondere die ohne Perspektive) krank. Weil Menschen sich nutzlos fühlen. Und weil bezahlte Arbeit den eigenen Stellenwert definiert, in einer Gesellschaft, die alle anderen Quellen von Selbstachtung und Selbstbewusstsein aufgelöst hat (Klassenzugehörigkeit, Einbettung in feste soziale Strukturen, Religionszugehörigkeit etc.). Weswegen es allemal besser ist, eine schlechtbezahlte Arbeit zu haben, als ordentlich alimentiert arbeitslos (das Gewerkschaftsmodell).

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    könnte man sich diese im Ehrenamt auch besorgen. Gerade dies wird aber meist nicht angegangen, weil der Wert scheinbar nicht über die Rückmeldung in einer Arbeit gesucht wird, sondern selbst wenn die Grundbedürfnisse voll gesichert sind und darüber hinaus sogar noch weitere Mittel vorhanden sind, die Anerkennung ausschließlich über Geld gesucht wird.

    Und dann kommt das Fatale: wie kommt es, dass finanziell abgesicherte Menschen nicht beispielsweise vor Depressionen und auch anderen Erkrankungen geschützt sind?

    Mir scheint es, als sei an der These, dass Arbeitslosigkeit Möglichkeiten schafft, sich mehr um Befindlichkeiten zu kümmern, viel dran. Vor allem, wenn ich sehe, wie Erwerbstätige oftmals vor Arztbesuchen schon allein aufgrund voller zeitlicher Auslastung scheuen.

    könnte man sich diese im Ehrenamt auch besorgen. Gerade dies wird aber meist nicht angegangen, weil der Wert scheinbar nicht über die Rückmeldung in einer Arbeit gesucht wird, sondern selbst wenn die Grundbedürfnisse voll gesichert sind und darüber hinaus sogar noch weitere Mittel vorhanden sind, die Anerkennung ausschließlich über Geld gesucht wird.

    Und dann kommt das Fatale: wie kommt es, dass finanziell abgesicherte Menschen nicht beispielsweise vor Depressionen und auch anderen Erkrankungen geschützt sind?

    Mir scheint es, als sei an der These, dass Arbeitslosigkeit Möglichkeiten schafft, sich mehr um Befindlichkeiten zu kümmern, viel dran. Vor allem, wenn ich sehe, wie Erwerbstätige oftmals vor Arztbesuchen schon allein aufgrund voller zeitlicher Auslastung scheuen.

  3. zu meinen Vorpostern! Aus einem Ist-Befund eine einfache Kausalität abzuleiten - wie es die TK hier tut - geht häufig fehl!
    Aber etwas anderes fällt mir da auf!
    Die Kassen haben, wegen Beitragszahlung/-berechnung für die bei ihnen versicherten Arbeitslosen, natürlich die Information darüber wann, wie lange, mit welcher Diagnose und Therapie ein Versicherter arbeitslos gemeldet ist. Interessant ist jedoch, daß sie mit völliger Selbstverständlichkeit diese Daten miteinander abgleichen und somit - ohne Widerspruch - ein Krankheits-/Therapieprofil erstellen UND (mit zumindest fragwürdiger Folgerung) veröffentlichen!
    Frage: Mit welchen Daten tun sie das - ohne Veröffentlichung - noch? Und welche - evtl. ebenfalls falschen - Schlüsse ziehen sie daraus? Wie beeinflußt das Kassenforderungen und Politik?
    Und nun stelle man sich vor die Kassen bekommen, z.B. via Zentralspeicherung mittels eCard, Einblick in praktisch alle Versichertendaten und erstellen noch viel weitergehende Profile (und womöglich falschen Kausalitäten weil es in den ideologischen Kram paßt)!

  4. könnte man sich diese im Ehrenamt auch besorgen. Gerade dies wird aber meist nicht angegangen, weil der Wert scheinbar nicht über die Rückmeldung in einer Arbeit gesucht wird, sondern selbst wenn die Grundbedürfnisse voll gesichert sind und darüber hinaus sogar noch weitere Mittel vorhanden sind, die Anerkennung ausschließlich über Geld gesucht wird.

    Und dann kommt das Fatale: wie kommt es, dass finanziell abgesicherte Menschen nicht beispielsweise vor Depressionen und auch anderen Erkrankungen geschützt sind?

    Mir scheint es, als sei an der These, dass Arbeitslosigkeit Möglichkeiten schafft, sich mehr um Befindlichkeiten zu kümmern, viel dran. Vor allem, wenn ich sehe, wie Erwerbstätige oftmals vor Arztbesuchen schon allein aufgrund voller zeitlicher Auslastung scheuen.

  5. bekommen kein ALG1 ;)

  6. Natürlich macht Arbeitslosigkeit krank.

    Es werden größtenteils Anti-Depressiva sein, die verschrieben werden.
    Bei dem Bild, dass in den Medien von "dem Arbeitslosen" vermittelt wird, ist es wahrlich kein Wunder, dass er sich am liebsten aus dem Fenster stürzen würde und weil dies viele nicht machen, gehen sie lieber zum Arzt und lassen sich etwas gegen die Depression verschreiben.

    Das Arbeitslosenbild in Deutschland, im Land des Neides, lässt sich am besten mit abgrundtief beschissen umschreiben. Stichwort: "Letzter Dreck"

    Mit unglaublicher Polemik werden alle, wirklich alle Menschen ohne berufliche Tätigkeit, in einen Topf geworfen und haben ein Schandmal auf ihrer Stirn, an dem man sie überall erkennt, denn ihr Selbstbewusstsein wird systematisch zerstört und vernichtet auf dem Amt.

    Im Mittelalter hätte man sie noch als Brunnenvergifter verleumdet und verbrannt. Da dies heute nur noch schlecht geht, muss eben Diskriminierung reichen. Und Leute ich sage euch, es reicht für wahr!

    13 Leser-Empfehlungen
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    Arbeitslosigkeit kann in der Tat krank machen.

    Als Sozialarbeiter arbeite ich im sozialen Brennpunkt Milieu. Da ich ursprünglich einmal aus dem wirtschaftlichen Bereich komme, kann ich beide Werte- und Einflussumgebungen auch aus dem Tatsächlichen heraus beurteilen.

    Allein schon der Unterschied zwischen positivem "Eustress" (Gefordertsein, in einer Sache aufgehen, Lösungen für Probleme finden, die einen interessieren) gegenüber negativem "Distress" (Probleme, die einen erdrücken, die nicht lösbar sind, z.B. an Ämtern, in der Politik, typ. Ohnmachtsgefühle aus unverschuldetem Arbeitsplatzverlust womöglich gar durch Zwang und Mobbing u.ä., Zusehen wie die eigene Familie verarmt, wie Wünsche für die Kinder nicht erfüllt werden können in zentralen Fragen wie Bildung, Teilhabe an der Freizeitgestaltung und Akzeptanz von Kindern und Selbst).

    All das kann in die Depression und gar zu sogenannter Posttraumatischer Belastungsstörung führen
    (im Falle von Mobbing in Schule, Arbeit, Amt - ja, auch dort passiert dies UMFÄNGLICH, Sie glauben ja gar nicht, was man dort alles miterlebt).

    http://de.wikipedia.org/w...

    http://de.wikipedia.org/w...

    Vieles grenzt in einer derartigen Lebensgestaltung ungewollt an WILLKÜR. Aus Willkür erwächst mangels Ventil entweder Wut oder Angst/Hilflosigkeit/Überfordertsein. Letzteres ist ein DER Hauptgründe für Depressionen.

    Dem stimme ich zu. Sobald man aus dem Arbeitsmarkt, dem offiziellen wohlgemerkt, raus ist. Ist man nichts mehr Wert. Und ich komme dabei immer wieder zu der Frage was als Arbeit definiert wird. Es gibt vieles was man machen kann, was aber eben weder honoriert noch anerkannt ist als Arbeit.

    Der Umgang auf dem Amt oder auch im persönlichn Umfeld mit einem Arbeitslosen, oder noch schlimmer Hartz4 Empfänger ist einfach nur übel.

    Rein in die Schublade. Kontextlos!... und entsprechend fühlt man sich auch. Was auch so unglaublich bestärkend ist auf der Jobsuche.

    Arbeitslosigkeit kann in der Tat krank machen.

    Als Sozialarbeiter arbeite ich im sozialen Brennpunkt Milieu. Da ich ursprünglich einmal aus dem wirtschaftlichen Bereich komme, kann ich beide Werte- und Einflussumgebungen auch aus dem Tatsächlichen heraus beurteilen.

    Allein schon der Unterschied zwischen positivem "Eustress" (Gefordertsein, in einer Sache aufgehen, Lösungen für Probleme finden, die einen interessieren) gegenüber negativem "Distress" (Probleme, die einen erdrücken, die nicht lösbar sind, z.B. an Ämtern, in der Politik, typ. Ohnmachtsgefühle aus unverschuldetem Arbeitsplatzverlust womöglich gar durch Zwang und Mobbing u.ä., Zusehen wie die eigene Familie verarmt, wie Wünsche für die Kinder nicht erfüllt werden können in zentralen Fragen wie Bildung, Teilhabe an der Freizeitgestaltung und Akzeptanz von Kindern und Selbst).

    All das kann in die Depression und gar zu sogenannter Posttraumatischer Belastungsstörung führen
    (im Falle von Mobbing in Schule, Arbeit, Amt - ja, auch dort passiert dies UMFÄNGLICH, Sie glauben ja gar nicht, was man dort alles miterlebt).

    http://de.wikipedia.org/w...

    http://de.wikipedia.org/w...

    Vieles grenzt in einer derartigen Lebensgestaltung ungewollt an WILLKÜR. Aus Willkür erwächst mangels Ventil entweder Wut oder Angst/Hilflosigkeit/Überfordertsein. Letzteres ist ein DER Hauptgründe für Depressionen.

    Dem stimme ich zu. Sobald man aus dem Arbeitsmarkt, dem offiziellen wohlgemerkt, raus ist. Ist man nichts mehr Wert. Und ich komme dabei immer wieder zu der Frage was als Arbeit definiert wird. Es gibt vieles was man machen kann, was aber eben weder honoriert noch anerkannt ist als Arbeit.

    Der Umgang auf dem Amt oder auch im persönlichn Umfeld mit einem Arbeitslosen, oder noch schlimmer Hartz4 Empfänger ist einfach nur übel.

    Rein in die Schublade. Kontextlos!... und entsprechend fühlt man sich auch. Was auch so unglaublich bestärkend ist auf der Jobsuche.

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