Organspende: Keine Chance für die Angst vorm Tod
Künftig soll jeder Bundesbürger bewusst entscheiden, ob er nach dem Tod Organe spenden will. Dieser Schritt ist eine Chance zum Umdenken, kommentiert Dagny Lüdemann.
In Umfragen erklären bis zu 80 Prozent der Deutschen, mit ihren Organen nach dem Tod anderen Menschen helfen zu wollen. Doch nur etwa 18 Prozent haben tatsächlich einen Organspendeausweis . Dieses Missverhältnis besteht seit Langem. Jetzt hat Gesundheitsminister Daniel Bahr einen ganz praktischen Vorschlag gemacht, der den Menschen auf den Wartelisten Hoffnung macht.
Wenn es nach ihm geht, soll schon im Oktober ein Fragebogen der Krankenkassen in den Briefkästen aller Versicherten landen: Würden Sie nach dem Tod Ihre Organe spenden? Auf diese Frage soll dann jeder antworten. Die Krankenkassen sollen die Entscheidung mit Informationen zur Organspende unterstützen.
Endlich. Nach Jahren der Debatte würde damit jeder Bürger gezwungen, sich mit der Organspende – und mit dem eigenen Tod – auseinanderzusetzen. Das wäre nicht nur deswegen gut, weil sich bisher viele erst dann für einen Organspendeausweis entscheiden, wenn ihnen bewusst wird, dass auch ihr eigenes Leben eines Tages von einer Transplantation abhängen könnte.
Es würde auch den Angehörigen Verstorbener helfen. Sie hätten mehr Klarheit, wenn ihr Verwandter zu Lebzeiten den Fragebogen der Krankenkasse ausgefüllt hat. Derzeit geraten viele Menschen in eine schwierige Lage, wenn sie nach dem Hirntod eines geliebten Menschen binnen weniger Stunden entscheiden sollen, ob derjenige wohl mit einer Organentnahme einverstanden gewesen wäre. Aus Angst sagen viele "Nein".
- Organspende
-
Ehe jemand als Spender infrage kommt, müssen zwei erfahrene Ärzte unabhängig voneinander den Hirntod feststellen. Dieser tritt ein, sobald im Großhirn, im Kleinhirn und im Hirnstamm keinerlei Aktivität mehr gemessen werden kann. Damit die Organe nicht geschädigt werden, muss der Spender künstlich beatmet werden.
Grafik: Organspende
© Simone GödeckeKlicken Sie auf das Bild, um die Infografik als PDF herunterzuladen.
Wenn geklärt ist, dass Organe entnommen werden dürfen, wird der hirntote Spender auf Tumorerkrankungen und Infektionen untersucht. Das soll sicherstellen, dass der Empfänger eines Organs nicht gefährdet wird.
Die Daten des Spenders werden an die europäische Vermittlungsstelle Eurotransplant geschickt. Hier wird auf den Wartelisten nach passenden Empfängern gesucht.
Anschließend werden dem Verstorbenen die Organe entnommen, die er bereit war zu spenden. Der Leichnam wird dann für eine Aufbahrung vorbereitet und kann bestattet werden.
Die Organe werden gekühlt und verpackt und an ihren Bestimmungsort gebracht. Sie werden mit dem Krankenwagen transportiert oder in dringenden Fällen auch per Flugzeug ausgeflogen.
- Spenden nach dem Tod
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Wer in Deutschland nach dem Hirntod seine Organe spenden möchte, muss einer Entnahme ausdrücklich zustimmen. Seit dem 1. November 2012 gilt dazu ein neues Transplantationsgesetz: Jeder Krankenversicherte wird regelmäßig angeschrieben und gefragt, ob seine Organe im Todesfall verwendet werden dürfen.
Wie bisher gibt es einen Organspendeausweis. Darin steht, ob derjenige generell mit einer Organ- und Gewebespende einverstanden ist oder auch nicht. Die Bereitschaft lässt sich auch einschränken: Wer etwa nicht möchte, dass sein Herz entnommen wird, kann dies auf dem Ausweis vermerken.
Bisher wurden, wenn ein möglicher Spender zu Lebzeiten nichts verfügt hatte, nach seinem Tod die Angehörigen gefragt, ob sie einer Spende zustimmen. Auch in Zukunft werden Angehörige informiert, wenn ein potenzieller Spender verstirbt. Maßgeblich ist juristisch dann aber der zu Lebzeiten formulierte Wille des Verstorbenen.
In Österreich und Belgien gilt eine Widerspruchslösung: Hier zählt jeder von Geburt an als Organspender. Wer gegen eine Entnahme von Gewebe und Organen ist, muss dies ausdrücklich erklären. Allerdings wird auch in diesen Ländern immer auch mit den Angehörigen gesprochen und geklärt, ob Einwände gegen die Spende bestehen.
Die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) hat die wichtigsten Fragen und Antworten zur Neuregelung der Organspende zusammengefasst.
- Spenden im Leben
-
Das seit 1997 geltende Transplantationsgesetz regelt auch Organspenden während des Lebens. Auch nach der Reform von 2012 gilt: Wer zeitlebens etwa eine Niere spenden will, muss volljährig sein und über alle Risiken aufgeklärt werden. Ein Organ kann nur Verwandten, Ehegatten, Lebenspartnern oder engen Freunden gespendet werden. Jeder Lebenspender hat aber heute einen Anspruch gegen die Krankenkasse des Organempfängers auf Krankenbehandlung, Vor- und Nachsorge, Rehabilitation sowie Krankengeld.
Organe dürfen nur in den deutschlandweit gut 40 Transplantationszentren übertragen werden. Wer als Empfänger infrage kommt, ist auf einer Warteliste vermerkt. Bei jedem Organ wird geprüft, wer es am dringendsten benötigt und bei wem die Aussichten auf eine erfolgreiche Behandlung am größten erscheinen. Dabei ist es unabhängig, ob eine Person arm oder reich, berühmt oder der Öffentlichkeit unbekannt ist. Nach den jüngsten Skandalen wurden die Kontrollen verschärft.
Das Gewebegesetz ergänzt das Transplantationsgesetz und regelt unter anderem die Entnahme von Knochen, Knorpeln, Augenhornhäuten und Herzklappen.
Der Handel mit Organen ist nach dem Gesetz verboten und wird mit bis zu fünf Jahren Gefängnis bestraft. Abgeschwächte Strafen gelten für den Verkauf und Erwerb von Produkten, die aus Gewebe und Organen hergestellt worden sind.
Dass die Auseinandersetzung mit dem Tod zur Pflicht wird, ist längst überfällig. Mahnungen und Aufrufe haben bisher wenig bewirkt. Auch die Zahlen, die die Deutsche Stiftung Organtransplantation jedes Jahr veröffentlicht, haben nicht wachgerüttelt: 12.000 Menschen stehen in Deutschland auf der Warteliste für ein Organ. Jedes Jahr sterben 1.000 Menschen, weil für sie nicht rechtzeitig eine Niere, ein Herz, eine Leber oder Lunge gefunden wird.
Vielleicht kommt dem ein oder anderen beim Ausfüllen des Fragebogens endlich in den Sinn, was es für einen Menschen und dessen Familie bedeutet, monate- oder jahrelang in einer Warteschleife auf den Tod zu hängen. Was es heißt, wenn bei jedem Telefonklingeln die Hoffnung aufflammt, dass endlich ein passendes Spenderorgan gefunden wurde.
Auch wenn mit dem Fragebogen endlich Taten auf lange Debatten folgten, bliebe ein Hintertürchen offen: Denn wer möchte, kann "weiß nicht" antworten. Wer sich informiert hat und am Ende zu dem Entschluss kommt, dass er die schwere Entscheidung, was nach dem Tod mit dem eigenen Körper passieren soll, nicht treffen kann, soll auch dazu das Recht haben.
Doch das Weiß-Nicht-Kreuzchen sollte kein Freibrief werden, sich wieder vor einer Auseinandersetzung mit dem eigenen Ableben zu drücken. Wenn der Fragebogen im Briefkasten steckt, kann sich niemand mehr hinter Unwissenheit und subtiler Angst vorm Tod verstecken. Wer "Ja" zur Organspende sagt, kann Leben retten. Und wer "Nein" sagt, hat sich dann endlich bewusst dagegen entschieden – und weiß selbst genau, warum er seine Organe nicht freigeben möchte.








Eine "freiwillige" Spende, zu der man behördlicherseits gefragt wird, wobei die Antwort dokumentiert wird, ist nicht mehr freiwillig. Das ist der erste Schritt, Druck aufzubauen. Der Angst Vieler, bekannte Organspender werden eher aufgegeben, weil ihr Tod so nützlich ist, könnte man mit der unterschwelligen Drohung begegnen, Organspender künftig besser zu behandeln. Ich möchte nicht, dass der Arzt weiß, ob ich "egoistisch" oder "sozial eingestellt" bin. Er fragt mich ja schließlich auch nicht, was ich wähle und wem ich mein Erbe vermache. "Mein Bauch gehört mir" bekommt da eine ganz andere Bedeutung.
Die Frage können sie stellen, den Organspendeausweis zum Ausfüllen bereitlegen. Aber die Antwort, gerade die negative und neutrale, darf nicht dokumentiert werden.
Dokumentiert ist, ist es auch die Negative!
Persönlich bin ich zu Alt für eine Organspende. Muss jeder für sich Selbst entscheiden.
Währe ich Jung würde ich mit Nein entscheiden. Wüsste ich, wär meine Organe bekommt, würde ich möglichweise anders Entscheiden.
Mein Nein begründe ich im Wesentlichen, mit der nicht vorhandenen Solidarität untereinander! Erst wenn Sichergestellt ist, das ein normaler Mensch, seine Existenz mit eigener Hände Arbeit und lebenswerter Rente von der Wiege bis zur Bahre Abgesichert ist, fällt meine Entscheidung für eine Organspende!
Und jetzt nicht an mein Gewissen appellieren. Das bringt erst Was, wenn das Gewissen bei den Verantwortlichen, für die jetzigen Lebensumstände, für die Menschen funktioniert.
Entfernt. Bitte äußern Sie sachliche Kritik. Danke. Die Redaktion/wg
Ich finde die Angst besser oder schlechter behandelt zu werden oder von ihrem Arzt anders behandelt zu werden, sagt viel über ihr Vertrauensverhältnis zum Arzt aus. Wenn so wenig Vertrauen da ist, wieso gehen sie dann überhaupt noch zum Arzt? Habe von jetzigen Organspendern jedenfalls noch keine Bevorzugung oder Vernachlässigung zu hören bekommen. Und was glauben sie wo die Antwort dokumentiert wird? Auf der ersten Seite der Krankenakte? Oder werden die Akten gar farbig aufgeteilt um sofort zwischen "bösen" und "guten" zu unterscheiden? Vielleicht oder sogar wahrscheinlich wird der Arzt die Möglichkeit haben ihre Antwort einzusehen. Frage 1 ist ob sich der Arzt vor einem jedem Patienten (oder nur für sie) die Mühe macht diese einzusehen. Kostet auch Zeit. Frage 2 ist, ob die Ärzte das nicht jetzt schon rausfinden können wenn sie wollten. Wenn sie bei ihm sind, fragt er sie eben ob sie Organspender sind und wenn sie keine Auskunft geben dann guckt er in seinem schlauen PC nach. Falls sie dort nicht gelistet sind, wird er mit ein bisschen Kombinationsvermögen wissen dass sie keiner sind. Mit gesundem Menschenverstand wird allerwsh. nichts Schlimmes passieren, außer dass man eventl. Menschenleben rettet. Im von ihnen befürchteten Worst-Case ist reichlich viel Illusion und wenig Realität zu finden. Wenn man soviel Angst vor so kleinen Veränderungen hat, sollte man auch nicht über die Straße gehen: man könnte ja überfahren werden.
"Mein Bauch gehört mir"
Ich könnt es auch so formulieren:
Er ist ein Geschenk Gottes - und zwar an mich.
Diese Formulierung wird natürlich das Kopfschütteln der allermeisten Zeitgenossen auslösen.
Aber bitte mal nachdenken.
Was mich an der Debatte stört:
Es wird den potentiell "Spendeunwilligen" vorgeworfen, sich nicht mit ihrem Tod und er Zeit danach auseinanderzusetzen.
Aber kann man das für den "Kranken" nicht genauso sagen?
Gibt es ein "Recht auf Leben" - wenn ein Organversagen vorliegt?
Wenn die "Bio"-Ideologie mittlerweile im Supermarkt angekommen ist, scheint sie ja einen gesellschaftlichen mainstream darzustellen. Da wird einer abstrakten "Natürlichkeit" in den buntesten Farben das Wort geredet.
Im Krankenhaus ist es dann vorbei mit der natürlichkeit, wird mit allen Mitteln gekämpft. Die Transplantation ist ja wohl mit die härteste Form eines "schulmedizinischen" Eingriffes.
Darf ich auf diesen zeitgeistigen Widerspruch hinweisen?
Natürlich wird der Sensenmann von niemanden mit Freuden begrüßt -
aber stimmt es wirklich, daß das Siechtum eines Menschen mit Nierenversagen von den verstockten Transplantationsverweigerern verursacht wird?
Das Weiterleben unter solchen Konstellationen sollte man immer als Geschenk betrachten - ob ohne oder mit Transplantation - , aber ob hier "Anspruch" und Zwang in irgendeiner Form hergehören, da hätte ich sehr ernste Zweifel.
Wahnsinn, was hier passiert. Jetzt soll man ein Zwangsbekenntnis abgeben. Cui bono?
Hinter dem Organspendedruck stehen massive finanzielle Interessen, löst doch jeder Organempfänger lebenslang die zwingende Einnahme teuester Immunsuppressiva aus.
Ein Großteil der potentiellen Empfänger leidet unter den Spätschäden von Diabetes mellitus. Die Organschädigung durch einen Diabetes setzt schon ein, bevor die Diagnose gestellt wird.
Würde man also die massiven Mittel, die jetzt in Bekenntnis, Organspende, nachfolgende Immunsuppressivagabe in echte Prävention und Früherkennung lenken, um Organspende überflüssig zu machen, könnte unendlich viel Leid vermieden werden.
Dafür aber gibt es keine Interessenvertretung.
Dokumentiert ist, ist es auch die Negative!
Persönlich bin ich zu Alt für eine Organspende. Muss jeder für sich Selbst entscheiden.
Währe ich Jung würde ich mit Nein entscheiden. Wüsste ich, wär meine Organe bekommt, würde ich möglichweise anders Entscheiden.
Mein Nein begründe ich im Wesentlichen, mit der nicht vorhandenen Solidarität untereinander! Erst wenn Sichergestellt ist, das ein normaler Mensch, seine Existenz mit eigener Hände Arbeit und lebenswerter Rente von der Wiege bis zur Bahre Abgesichert ist, fällt meine Entscheidung für eine Organspende!
Und jetzt nicht an mein Gewissen appellieren. Das bringt erst Was, wenn das Gewissen bei den Verantwortlichen, für die jetzigen Lebensumstände, für die Menschen funktioniert.
Entfernt. Bitte äußern Sie sachliche Kritik. Danke. Die Redaktion/wg
Ich finde die Angst besser oder schlechter behandelt zu werden oder von ihrem Arzt anders behandelt zu werden, sagt viel über ihr Vertrauensverhältnis zum Arzt aus. Wenn so wenig Vertrauen da ist, wieso gehen sie dann überhaupt noch zum Arzt? Habe von jetzigen Organspendern jedenfalls noch keine Bevorzugung oder Vernachlässigung zu hören bekommen. Und was glauben sie wo die Antwort dokumentiert wird? Auf der ersten Seite der Krankenakte? Oder werden die Akten gar farbig aufgeteilt um sofort zwischen "bösen" und "guten" zu unterscheiden? Vielleicht oder sogar wahrscheinlich wird der Arzt die Möglichkeit haben ihre Antwort einzusehen. Frage 1 ist ob sich der Arzt vor einem jedem Patienten (oder nur für sie) die Mühe macht diese einzusehen. Kostet auch Zeit. Frage 2 ist, ob die Ärzte das nicht jetzt schon rausfinden können wenn sie wollten. Wenn sie bei ihm sind, fragt er sie eben ob sie Organspender sind und wenn sie keine Auskunft geben dann guckt er in seinem schlauen PC nach. Falls sie dort nicht gelistet sind, wird er mit ein bisschen Kombinationsvermögen wissen dass sie keiner sind. Mit gesundem Menschenverstand wird allerwsh. nichts Schlimmes passieren, außer dass man eventl. Menschenleben rettet. Im von ihnen befürchteten Worst-Case ist reichlich viel Illusion und wenig Realität zu finden. Wenn man soviel Angst vor so kleinen Veränderungen hat, sollte man auch nicht über die Straße gehen: man könnte ja überfahren werden.
"Mein Bauch gehört mir"
Ich könnt es auch so formulieren:
Er ist ein Geschenk Gottes - und zwar an mich.
Diese Formulierung wird natürlich das Kopfschütteln der allermeisten Zeitgenossen auslösen.
Aber bitte mal nachdenken.
Was mich an der Debatte stört:
Es wird den potentiell "Spendeunwilligen" vorgeworfen, sich nicht mit ihrem Tod und er Zeit danach auseinanderzusetzen.
Aber kann man das für den "Kranken" nicht genauso sagen?
Gibt es ein "Recht auf Leben" - wenn ein Organversagen vorliegt?
Wenn die "Bio"-Ideologie mittlerweile im Supermarkt angekommen ist, scheint sie ja einen gesellschaftlichen mainstream darzustellen. Da wird einer abstrakten "Natürlichkeit" in den buntesten Farben das Wort geredet.
Im Krankenhaus ist es dann vorbei mit der natürlichkeit, wird mit allen Mitteln gekämpft. Die Transplantation ist ja wohl mit die härteste Form eines "schulmedizinischen" Eingriffes.
Darf ich auf diesen zeitgeistigen Widerspruch hinweisen?
Natürlich wird der Sensenmann von niemanden mit Freuden begrüßt -
aber stimmt es wirklich, daß das Siechtum eines Menschen mit Nierenversagen von den verstockten Transplantationsverweigerern verursacht wird?
Das Weiterleben unter solchen Konstellationen sollte man immer als Geschenk betrachten - ob ohne oder mit Transplantation - , aber ob hier "Anspruch" und Zwang in irgendeiner Form hergehören, da hätte ich sehr ernste Zweifel.
Wahnsinn, was hier passiert. Jetzt soll man ein Zwangsbekenntnis abgeben. Cui bono?
Hinter dem Organspendedruck stehen massive finanzielle Interessen, löst doch jeder Organempfänger lebenslang die zwingende Einnahme teuester Immunsuppressiva aus.
Ein Großteil der potentiellen Empfänger leidet unter den Spätschäden von Diabetes mellitus. Die Organschädigung durch einen Diabetes setzt schon ein, bevor die Diagnose gestellt wird.
Würde man also die massiven Mittel, die jetzt in Bekenntnis, Organspende, nachfolgende Immunsuppressivagabe in echte Prävention und Früherkennung lenken, um Organspende überflüssig zu machen, könnte unendlich viel Leid vermieden werden.
Dafür aber gibt es keine Interessenvertretung.
Wenn jemand stirbt (der Tod wird von drei unabhängigen Ärzten bestätigt) dann braucht man seine Organe nicht mehr. Kein Mensch findet es komisch, wenn ein Verstorbener sein Geld vererbt oder spendet aber seine Organe behält. Das macht kein Sinn, und ist egoistisch pur. Wieviele Menschen könnten durch solche Ausweise gerettet werden, vorallem wieviele junge Menschen, die es verdient haben weiter zu leben. Ich habe so ein Ausweis und jeder vernünftige Mensch sollte sich sowas holen
...aber genau da liegt meiner Meinung nach das große Problem.
Wer will sich schon mit der Tatsache beschäftigen, dass er/sie eines Tages sterben wird.
Im Zeitalter des Atheismus - Wertfrei gemeint! - ist der Tod etwas das es zu vermeiden gilt.
Die Gefahr, ob real oder eingebildet, dass der Arzt vielleicht doch eher den Strom abstellt wenn er weis das er an Organe kommt ist da nicht von der Hand zu weisen.
Natürlich ist das egoistisch aber unsinnig ist das nicht.
Über seine eigene Sterblichkeit nachdenken zu müssen ist etwas das man in unserer Gesellschaft verlernt hat.
Früher war der Tod Teil des Lebens, allgegenwertig und auch eine Erlösung.
Im BBC lief vor ein paar Wochen eine Dokumentation in der ein Schwerkranker nach Holland fuhr um dort legalen Selbstmord zu begehen. Der Moment in dem der Mann starb wurde im Fernsehen gezeigt.
Der Aufschrei war gewaltig, wie man sowas nur im TV zeigen konnte, Unverschämtheit usw.
Die Hinweise das Tod zum Leben gehört genauso wie die Geburt, und das Geburten fast jeden Tag im Fernsehen zu sehen sind, wollte kaum jemand hören.
Verdrängen, vergessen, verweigern, wenn es um den eigenen Tod geht.
Solange das so ist gibts auch keine Organe, denn vielleicht braucht man sie ja noch für einen Tag, ein paar Stunden...
PS. Meine Frau weis was sie mit meinen Organen machen kann, sollte mir was passieren. Das habe ich ihr genau gesagt, für den Fall das etwas passiert und sie diese schwere Entscheidung nicht treffen braucht. Ich traf sie.
unterscheidet sich offensichtlich von meiner.
Und von der recht vieler Foristen hier...
---
Die Gründe, warum ich gegen eine Organspende bin, gehen niemand etwas an. Ich muss mich deswegen weder vor Ihnen noch vor unserer Regierung als "unvernünftig" titulieren lassen!
Daneben habe ich wenig Lust, mich qua "Ordre de Mufti" mit meinem Tod auseinanderzusetzen.
Und das Ergebnis dann noch zwangsweise zu dokumentieren.
Ob, wann, auf welche Weise und mit welchem Ergebnis ich das tue ist meine Privatangelegenheit!
---
Nebenbei bin ich der Meinung, dass es sich bei diesem Vorschlag ohnehin viel eher um einen verzweifelten Versuch der FDP handelt, um Aufmerksamkeit und positiver Presse zu erhaschen.
Oder glaubt einer, dass ein nennenswerter Teil derjenigen, die sich bisher noch nicht festgelegt haben, etwas anderes als "weiß nicht" ankreuzen werden...???
"Ich habe so ein Ausweis und jeder vernünftige Mensch sollte sich sowas holen"
daß hier nicht von Einzelmeinungen definiert zu werden hat, was den VERNUNFT in der jeweiligen Lebenssituation sei...
...aber genau da liegt meiner Meinung nach das große Problem.
Wer will sich schon mit der Tatsache beschäftigen, dass er/sie eines Tages sterben wird.
Im Zeitalter des Atheismus - Wertfrei gemeint! - ist der Tod etwas das es zu vermeiden gilt.
Die Gefahr, ob real oder eingebildet, dass der Arzt vielleicht doch eher den Strom abstellt wenn er weis das er an Organe kommt ist da nicht von der Hand zu weisen.
Natürlich ist das egoistisch aber unsinnig ist das nicht.
Über seine eigene Sterblichkeit nachdenken zu müssen ist etwas das man in unserer Gesellschaft verlernt hat.
Früher war der Tod Teil des Lebens, allgegenwertig und auch eine Erlösung.
Im BBC lief vor ein paar Wochen eine Dokumentation in der ein Schwerkranker nach Holland fuhr um dort legalen Selbstmord zu begehen. Der Moment in dem der Mann starb wurde im Fernsehen gezeigt.
Der Aufschrei war gewaltig, wie man sowas nur im TV zeigen konnte, Unverschämtheit usw.
Die Hinweise das Tod zum Leben gehört genauso wie die Geburt, und das Geburten fast jeden Tag im Fernsehen zu sehen sind, wollte kaum jemand hören.
Verdrängen, vergessen, verweigern, wenn es um den eigenen Tod geht.
Solange das so ist gibts auch keine Organe, denn vielleicht braucht man sie ja noch für einen Tag, ein paar Stunden...
PS. Meine Frau weis was sie mit meinen Organen machen kann, sollte mir was passieren. Das habe ich ihr genau gesagt, für den Fall das etwas passiert und sie diese schwere Entscheidung nicht treffen braucht. Ich traf sie.
unterscheidet sich offensichtlich von meiner.
Und von der recht vieler Foristen hier...
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Die Gründe, warum ich gegen eine Organspende bin, gehen niemand etwas an. Ich muss mich deswegen weder vor Ihnen noch vor unserer Regierung als "unvernünftig" titulieren lassen!
Daneben habe ich wenig Lust, mich qua "Ordre de Mufti" mit meinem Tod auseinanderzusetzen.
Und das Ergebnis dann noch zwangsweise zu dokumentieren.
Ob, wann, auf welche Weise und mit welchem Ergebnis ich das tue ist meine Privatangelegenheit!
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Nebenbei bin ich der Meinung, dass es sich bei diesem Vorschlag ohnehin viel eher um einen verzweifelten Versuch der FDP handelt, um Aufmerksamkeit und positiver Presse zu erhaschen.
Oder glaubt einer, dass ein nennenswerter Teil derjenigen, die sich bisher noch nicht festgelegt haben, etwas anderes als "weiß nicht" ankreuzen werden...???
"Ich habe so ein Ausweis und jeder vernünftige Mensch sollte sich sowas holen"
daß hier nicht von Einzelmeinungen definiert zu werden hat, was den VERNUNFT in der jeweiligen Lebenssituation sei...
Wäre der Organspendeausweis nicht mal in der Apothekenumschau gewesen, hätte ich bis heute keinen.
Es ist richtig, die Bürger machen sich wenige Gedanken um ihren Tod. Und gerade deshalb weiß keiner, wo man einen solchen Ausweis bekommt (ich habs nicht gewusst). Wenn man sich schon nicht bewusst mit dem Tod auseinander setzt, sucht man auch nicht nach Stellen, wo man diesen Ausweis bekommt.
Diese Lösung gefällt mir aber gut. Jeder sollte sich mindestens einmal im Leben dazu bekennen, ob er spenden möchte, oder nicht.
Damit alle Klarheit haben, die Ärzte und die Angehörigen.
Jedes Körperteil hat doch auch einen Wert. Der wird doch von den Versicherungen bei Fehlen desselben festgelegt.
Ich würde meinen Hinterbliebenen gern ein bisschen Geld hinterlassen, dass ich für die brauchbaren Organe erhalte, davon könnten die dann die Krankenhauskosten, Beerdigungskosten und anderes bezahlen.
Ob mit oder ohne Mwst oder veringerter Satz, dass wird dann allerdings ein Problem.
...an eine moderate Finanzhilfe für die Angehörigen. Nicht nur die OPs kosten rund um die Welt viel Geld, Beerdigungsinstitute, Verwaltung und Friedhöfe wollen Geld sehen. Aber die Organe sollen für "lau" abgegeben werden? Viele Arme müssen Kredit aufnehmen für eine würdige Bestattung! Bevor sich da nicht im vernünftigen Rahmen etwas ändert, sage ich NEIN. Und ich rede keineswegs dem Organhandel das Wort!
...an eine moderate Finanzhilfe für die Angehörigen. Nicht nur die OPs kosten rund um die Welt viel Geld, Beerdigungsinstitute, Verwaltung und Friedhöfe wollen Geld sehen. Aber die Organe sollen für "lau" abgegeben werden? Viele Arme müssen Kredit aufnehmen für eine würdige Bestattung! Bevor sich da nicht im vernünftigen Rahmen etwas ändert, sage ich NEIN. Und ich rede keineswegs dem Organhandel das Wort!
Der weltweit blühende Organhandel, bei welchem den "Armen" ein paar Kröten für ihre Ersatzteile für die Reichen angeboten werden, reicht offensichtlich noch nicht aus, die Nachfrage zu befriedigen.
Die richtig Wohlhabenden sind auf diese Regelung sicher nicht angewiesen. Hier geht es um Menschen, die keinen Zugang zu Privilegien haben und trotzdem ihr Leben fortsetzen wollen. Eine bewusste Entscheidung darüber, ob man nach seinem Tod diesen Menschen seine Organe spendet, ist nur zu begrüßen.
Ich halte es völlig unangebracht, aus diesem Thema jetzt einen Klassenkampf abzuleiten. Meine Güte.
... wie bitter nötig wir eine aufklärung in sachen organspende haben.
[...]
Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Anfeindungen anderer User. Danke. Die Redaktion/vn
... dieser Welt sind wohl nicht auf Organspenden angewiesen? Und vor allem DIE nicht vielleicht grade auf die Freiwilligen Spenden ... Mir wäre neu, dass nur "Reiche" bspw. unter einer Niereninsuffizienz leiden können, o.ä. (oder versteh ich nur grad den Witz Ihrer Aussage nicht?)
VG
(PS.: ich hoffe Sie, oder einer ihrer Lieben, kommen niemals in die Situation auf eine Organspende angewiesen zu sein)
Ist eigentlich Unterrichtsstoff der Grundschule, aber anscheinend schadet es nie nachzusitzen: Jeder Mensch muss grundsätzlich frei darin sein, mit seinem Körper zu tun was er möchte, so lange er dabei andere Menschen nicht in ihren Rechten verletzt. Andernfalls ist der Mensch nicht frei.
Freiheit bedeutet also u.a. Geschlechtsumwandlungen, freie sexuelle Orientierung, Drogenkonsum, Prostitution, Freitod und das Recht die eigenen Organe zu verkaufen (z.B. nicht sich aus dem Fenster zu schmeißen, denn das "Ergebnis" müssen Mitmenschen mit ansehen).
Die Angst vor einem Organmarkt ist verständlich, aber nicht zu Ende gedacht. Niemand wird lebenswichtige Organe verkaufen wollen, außer der Preis ist es ihm wert (warum hat niemanden zu interessieren). Und niemand (auch nicht "die Reichen") wird teure Organe nachfragen, wenn sie keiner braucht.
Der ökonomische Term "Bedürfnis" bedeutet beim Organhandel stärkstes Leid oder qualvollen Tod. Den Verkauf der eigenen Organe zu verbieten bedeutet, dass Wartelisten (Jeder Name = großes Leid) weniger bedient werden, als möglich (= mehr Leid als nötig). Ein Beispiel wie Angst in einer Demokratie (Mehrheit überstimmt Minderheit) Freiheit einschränkt (und Leid kreiert).
In Frankreich werden Toten automatisch die Organe entnommen, außer sie haben dies vorher untersagt. Ob dies die Freiheit des Spenders einengt? Ja. Aber halb so wild, wenn er dafür sein Leben lang seine Organe hätte verkaufen können. Und halb so wild, denn er ist tot.
Das ist doch wie beim Drogenmarkt. Es gibt eine Nachfrage, aber keinen
Markt. Also, entsteht ein Schwarzmarkt. Gerade weil zu wenige Ihre
Organe spenden gibt es Menschen (in diesem Fall Menschen mit Geld),
die geradezu gezwungen sind, mit ihrem Kapital weiter zu kommen.
Man kann über Gier usw. gerne schimpfen. Sie tun das auch bei jeder
Gelegenheit. Aber wenn es um das Überleben geht wird es schwierig,
sozial zu argumentieren. Wenn die Deutschen fünfmal mehr Lebensmittel
kaufen, als sie essen können (82% spenden nicht ihre Organe) und jedes
Jahr 12 000 Menschen in Deutschland verhungern würden, dann weiß ich
nicht, ob man hier wirklich auch die Kapitalkeule ansetzen sollte. Da drängt
sich eine andere Möglichkeit auf. Ist doch gut, dass man hier beginnt,
nachzudenken.
Ich würde mich sehr freuen, wenn meine Organe nach meinem Tod noch
sinnvoll verwendet werden können. Ob man sie einem Reichen oder einem
Armen gibt ist mir egal auch wenn etwas betuchtere Menschen in der Regel
auch etwas mehr auf eine gesunde Lebensweise achten...
Die richtig Wohlhabenden sind auf diese Regelung sicher nicht angewiesen. Hier geht es um Menschen, die keinen Zugang zu Privilegien haben und trotzdem ihr Leben fortsetzen wollen. Eine bewusste Entscheidung darüber, ob man nach seinem Tod diesen Menschen seine Organe spendet, ist nur zu begrüßen.
Ich halte es völlig unangebracht, aus diesem Thema jetzt einen Klassenkampf abzuleiten. Meine Güte.
... wie bitter nötig wir eine aufklärung in sachen organspende haben.
[...]
Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Anfeindungen anderer User. Danke. Die Redaktion/vn
... dieser Welt sind wohl nicht auf Organspenden angewiesen? Und vor allem DIE nicht vielleicht grade auf die Freiwilligen Spenden ... Mir wäre neu, dass nur "Reiche" bspw. unter einer Niereninsuffizienz leiden können, o.ä. (oder versteh ich nur grad den Witz Ihrer Aussage nicht?)
VG
(PS.: ich hoffe Sie, oder einer ihrer Lieben, kommen niemals in die Situation auf eine Organspende angewiesen zu sein)
Ist eigentlich Unterrichtsstoff der Grundschule, aber anscheinend schadet es nie nachzusitzen: Jeder Mensch muss grundsätzlich frei darin sein, mit seinem Körper zu tun was er möchte, so lange er dabei andere Menschen nicht in ihren Rechten verletzt. Andernfalls ist der Mensch nicht frei.
Freiheit bedeutet also u.a. Geschlechtsumwandlungen, freie sexuelle Orientierung, Drogenkonsum, Prostitution, Freitod und das Recht die eigenen Organe zu verkaufen (z.B. nicht sich aus dem Fenster zu schmeißen, denn das "Ergebnis" müssen Mitmenschen mit ansehen).
Die Angst vor einem Organmarkt ist verständlich, aber nicht zu Ende gedacht. Niemand wird lebenswichtige Organe verkaufen wollen, außer der Preis ist es ihm wert (warum hat niemanden zu interessieren). Und niemand (auch nicht "die Reichen") wird teure Organe nachfragen, wenn sie keiner braucht.
Der ökonomische Term "Bedürfnis" bedeutet beim Organhandel stärkstes Leid oder qualvollen Tod. Den Verkauf der eigenen Organe zu verbieten bedeutet, dass Wartelisten (Jeder Name = großes Leid) weniger bedient werden, als möglich (= mehr Leid als nötig). Ein Beispiel wie Angst in einer Demokratie (Mehrheit überstimmt Minderheit) Freiheit einschränkt (und Leid kreiert).
In Frankreich werden Toten automatisch die Organe entnommen, außer sie haben dies vorher untersagt. Ob dies die Freiheit des Spenders einengt? Ja. Aber halb so wild, wenn er dafür sein Leben lang seine Organe hätte verkaufen können. Und halb so wild, denn er ist tot.
Das ist doch wie beim Drogenmarkt. Es gibt eine Nachfrage, aber keinen
Markt. Also, entsteht ein Schwarzmarkt. Gerade weil zu wenige Ihre
Organe spenden gibt es Menschen (in diesem Fall Menschen mit Geld),
die geradezu gezwungen sind, mit ihrem Kapital weiter zu kommen.
Man kann über Gier usw. gerne schimpfen. Sie tun das auch bei jeder
Gelegenheit. Aber wenn es um das Überleben geht wird es schwierig,
sozial zu argumentieren. Wenn die Deutschen fünfmal mehr Lebensmittel
kaufen, als sie essen können (82% spenden nicht ihre Organe) und jedes
Jahr 12 000 Menschen in Deutschland verhungern würden, dann weiß ich
nicht, ob man hier wirklich auch die Kapitalkeule ansetzen sollte. Da drängt
sich eine andere Möglichkeit auf. Ist doch gut, dass man hier beginnt,
nachzudenken.
Ich würde mich sehr freuen, wenn meine Organe nach meinem Tod noch
sinnvoll verwendet werden können. Ob man sie einem Reichen oder einem
Armen gibt ist mir egal auch wenn etwas betuchtere Menschen in der Regel
auch etwas mehr auf eine gesunde Lebensweise achten...
Die richtig Wohlhabenden sind auf diese Regelung sicher nicht angewiesen. Hier geht es um Menschen, die keinen Zugang zu Privilegien haben und trotzdem ihr Leben fortsetzen wollen. Eine bewusste Entscheidung darüber, ob man nach seinem Tod diesen Menschen seine Organe spendet, ist nur zu begrüßen.
Ich halte es völlig unangebracht, aus diesem Thema jetzt einen Klassenkampf abzuleiten. Meine Güte.
Dem ist aber so.
Die neoliberale Ideologie lehrt die Menschen die Egomanie, die Selbst- und Eigenverantwortung, dass jeder für sein Leben selbst verantwortlich sei und dass man sich - so denken viele und so kann man das von vielen auch in Beiträgen lesen, einen Shiit für seinen Mitmenschen interessieren soll. Mitmenschlichkeit wurde eher zu einem Schimpfwort in Deutschland. Von Empathie ganz zu schweigen.
Wenn es aber um das Leben geht, dann fällt manchen Menschen urplötzlich wieder ein, dass es doch Solidarität und Mitmenschlichkeit geben sollte - was so manchem ein Leben lang fremd war.
Wieso soll man ihm nun plötzlich Mitmenschlichkeit und Solidarität entgegenbringen, in einer Gesellschaft, welche als einzigen Wert die Anbetung des goldenen Kalbs kennt vor dem Altar des Kapitalismus. Aber wenn die Gefahr besteht zu sterben,fällt den Betroffenen urplötzlich wieder ein, dass eine Gesellschaft Solidarität, Mitmenschlichkeit, Ethik und Empathie leben sollte.
Tut sie aber nicht.
Gäbe es in der Gesellschaft schon in den Jahrzehnten diese Mitmenschlichkeit, Empathie, Ethik, Solidarität bestünde ein anderes Klima und es gäbe wahrscheinlich keinen Organmangel.
Doch warum sollte sich mancher sagen, er spende Organe an eine Gesellschaft, die ihn wie Dreck behandelt hat?
Dem ist aber so.
Die neoliberale Ideologie lehrt die Menschen die Egomanie, die Selbst- und Eigenverantwortung, dass jeder für sein Leben selbst verantwortlich sei und dass man sich - so denken viele und so kann man das von vielen auch in Beiträgen lesen, einen Shiit für seinen Mitmenschen interessieren soll. Mitmenschlichkeit wurde eher zu einem Schimpfwort in Deutschland. Von Empathie ganz zu schweigen.
Wenn es aber um das Leben geht, dann fällt manchen Menschen urplötzlich wieder ein, dass es doch Solidarität und Mitmenschlichkeit geben sollte - was so manchem ein Leben lang fremd war.
Wieso soll man ihm nun plötzlich Mitmenschlichkeit und Solidarität entgegenbringen, in einer Gesellschaft, welche als einzigen Wert die Anbetung des goldenen Kalbs kennt vor dem Altar des Kapitalismus. Aber wenn die Gefahr besteht zu sterben,fällt den Betroffenen urplötzlich wieder ein, dass eine Gesellschaft Solidarität, Mitmenschlichkeit, Ethik und Empathie leben sollte.
Tut sie aber nicht.
Gäbe es in der Gesellschaft schon in den Jahrzehnten diese Mitmenschlichkeit, Empathie, Ethik, Solidarität bestünde ein anderes Klima und es gäbe wahrscheinlich keinen Organmangel.
Doch warum sollte sich mancher sagen, er spende Organe an eine Gesellschaft, die ihn wie Dreck behandelt hat?
Die Leber würde ich allerdings keinem empfehlen...
Aus Ihren vielen Kommentaren darf ich doch folgern, dass sie diese einem Pfarrer schon zur Verfügung stellen würden.
Da ist aber das Problem, ich habe keinen Einfluss darauf, was mit meinen Ersatzteilen geschieht.
Da ich wohl kein Geld dafür erhalten werde, habe ich meine Frau gebeten, darüber zu bestimmen.
Vielleicht eine Versteigerung bei ebay ?
Aus Ihren vielen Kommentaren darf ich doch folgern, dass sie diese einem Pfarrer schon zur Verfügung stellen würden.
Da ist aber das Problem, ich habe keinen Einfluss darauf, was mit meinen Ersatzteilen geschieht.
Da ich wohl kein Geld dafür erhalten werde, habe ich meine Frau gebeten, darüber zu bestimmen.
Vielleicht eine Versteigerung bei ebay ?
... wie bitter nötig wir eine aufklärung in sachen organspende haben.
[...]
Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Anfeindungen anderer User. Danke. Die Redaktion/vn
http://de.wikipedia.org/w...
Also eine Zweittransplatation, weil das 1. transplantierte Herz abgestossen worden ist ?? Schnitzen die Herzen ?? Wer ist denn da zufälligerweise gestorben und "durfte" sein Herz als Zweitimplantat spenden ?? Wer musste denn verzichten ?? Das ist die Frage.
Bahr hat diese Befragung nur für Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen vorgeschlagen. Was ist denn mit den Privaten ?, oder Leuten, die alles aus der Privatschatulle bezahlen ? Sind die von dieser hochnotpeinlichen Befragung befreit ? Typisch FDP, ekelhaft.
Seltsam. Wie lange schauen wir schon in die Gesichter derjenigen, die in anderen Ländern am Hunger oder fehlenden Medikamenten sterben. Hat bisher niemand wirklich interessiert.
Nun greift man hier zur Moral um den anderen ein schlechtes Gewissen einzureden.
Sie wollen dem Kind/Jugendlichen gegenüberstehen und ihm sagen, wenn ich jetzt sterben würde, kriegtest du mein Herz. Da ich aber lebe, stirbst du.
Ich finde es legitim, seine Organe nicht spenden zu wollen.
Es ist verdammt bitter, früh zu sterben ... wer weiß schon wie es ist ... letztlich kann niemand darüber berichten, ob es ok ist ... und einfach los zu lassen. Sterben und das ist diese hochpeinliche Headline dieses Artikeln, müssen wir alle - früher oder später. Angst vor dem Tod machen unter anderem Leute, die meinen, nur eine Organspende sei redlich, weil es den Tod verhindere (noch). Aber genau das ist die Angst vor dem Tod. Und bei weitem keine Auseinandersetzung mit der Endlichkeit des eigenen kleinen Daseins im Universum.
Ich bin absolut gegen eine Übernahme der Krankenkassen, diese Auskunft per Gesetz einzufordern. Zumal die Privaten wieder davon ausgeschlossen werden - die brauchen das nämlich nicht zu tun.
Vor ca 10 Jahren fiel der Sohn (6 Jahre) meiner Cousine ins Koma. Im selben Krankenhaus war ein anderer Junge, der dringend ein Organ brauchte.
Die Ärzte fragten meine Cousine ob sie die Organe ihres Sohnes spenden würde. Sie sagte nein.
Die Ärzte fragten wieder und wieder sagte meine Cousine nein.
3 Tage später starb der Sohn meiner Cousine.
2 Wochen später war die Beerdigung.
Die Oma des Kleinen hatte vorher nicht die Möglichkeit gehabt sich den Kleinen noch mal anzusehen, meine Cousine hatte das vorher nicht gewollt.
Also auf zur Kapelle und Sarg noch einmal geöffnet.
Die Oma wollte dem Kleinen ein Kreuz um den Hals packen und dabei verrutschte das Hemd und was kam darunter zum Vorschein?
Richtig!
Frische Operationsnarben.
Die Ärzte hatten trotz mehrmaligem Widerspruch meiner Cousine ihrem Sohn Organe entnommen.
Meine Cousine ist zusammengebrochen, die Ärzte mussten sich nicht wirklich rechtfertigen. Der Anwalt meinte, dass ja ein Kinderleben gerettet wurde.
Ganz ehrlich: Wäre es MEIN Sohn gewesen, dann würde ich zur Not bis zum Mord gehen um meinen Sohn vollständig mit seinen eigenen Organen zu beerdigen. NIEMAND hat das Recht einen Menschen auszuschlachten NIEMAND!
Und ja, ICH würde einem Kind oder Jugendlichen in die Augen schauen und dem genau das sagen!
Und ja, ich bin für die Auseinandersetzung mit dem Tod. Jeder Mensch ist sterblich, der eine muss früher der andere kann später gehen. Mit welchem Recht will man sich Leben erkaufen?
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Also eine Zweittransplatation, weil das 1. transplantierte Herz abgestossen worden ist ?? Schnitzen die Herzen ?? Wer ist denn da zufälligerweise gestorben und "durfte" sein Herz als Zweitimplantat spenden ?? Wer musste denn verzichten ?? Das ist die Frage.
Bahr hat diese Befragung nur für Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen vorgeschlagen. Was ist denn mit den Privaten ?, oder Leuten, die alles aus der Privatschatulle bezahlen ? Sind die von dieser hochnotpeinlichen Befragung befreit ? Typisch FDP, ekelhaft.
Seltsam. Wie lange schauen wir schon in die Gesichter derjenigen, die in anderen Ländern am Hunger oder fehlenden Medikamenten sterben. Hat bisher niemand wirklich interessiert.
Nun greift man hier zur Moral um den anderen ein schlechtes Gewissen einzureden.
Sie wollen dem Kind/Jugendlichen gegenüberstehen und ihm sagen, wenn ich jetzt sterben würde, kriegtest du mein Herz. Da ich aber lebe, stirbst du.
Ich finde es legitim, seine Organe nicht spenden zu wollen.
Es ist verdammt bitter, früh zu sterben ... wer weiß schon wie es ist ... letztlich kann niemand darüber berichten, ob es ok ist ... und einfach los zu lassen. Sterben und das ist diese hochpeinliche Headline dieses Artikeln, müssen wir alle - früher oder später. Angst vor dem Tod machen unter anderem Leute, die meinen, nur eine Organspende sei redlich, weil es den Tod verhindere (noch). Aber genau das ist die Angst vor dem Tod. Und bei weitem keine Auseinandersetzung mit der Endlichkeit des eigenen kleinen Daseins im Universum.
Ich bin absolut gegen eine Übernahme der Krankenkassen, diese Auskunft per Gesetz einzufordern. Zumal die Privaten wieder davon ausgeschlossen werden - die brauchen das nämlich nicht zu tun.
Vor ca 10 Jahren fiel der Sohn (6 Jahre) meiner Cousine ins Koma. Im selben Krankenhaus war ein anderer Junge, der dringend ein Organ brauchte.
Die Ärzte fragten meine Cousine ob sie die Organe ihres Sohnes spenden würde. Sie sagte nein.
Die Ärzte fragten wieder und wieder sagte meine Cousine nein.
3 Tage später starb der Sohn meiner Cousine.
2 Wochen später war die Beerdigung.
Die Oma des Kleinen hatte vorher nicht die Möglichkeit gehabt sich den Kleinen noch mal anzusehen, meine Cousine hatte das vorher nicht gewollt.
Also auf zur Kapelle und Sarg noch einmal geöffnet.
Die Oma wollte dem Kleinen ein Kreuz um den Hals packen und dabei verrutschte das Hemd und was kam darunter zum Vorschein?
Richtig!
Frische Operationsnarben.
Die Ärzte hatten trotz mehrmaligem Widerspruch meiner Cousine ihrem Sohn Organe entnommen.
Meine Cousine ist zusammengebrochen, die Ärzte mussten sich nicht wirklich rechtfertigen. Der Anwalt meinte, dass ja ein Kinderleben gerettet wurde.
Ganz ehrlich: Wäre es MEIN Sohn gewesen, dann würde ich zur Not bis zum Mord gehen um meinen Sohn vollständig mit seinen eigenen Organen zu beerdigen. NIEMAND hat das Recht einen Menschen auszuschlachten NIEMAND!
Und ja, ICH würde einem Kind oder Jugendlichen in die Augen schauen und dem genau das sagen!
Und ja, ich bin für die Auseinandersetzung mit dem Tod. Jeder Mensch ist sterblich, der eine muss früher der andere kann später gehen. Mit welchem Recht will man sich Leben erkaufen?
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