TransplantationZahl der Organspenden ist gesunken

Mitarbeiter der Stiftung Organtransplantation machen ihre Chefs für den starken Rückgang von Organspenden verantwortlich: um zwölf Prozent binnen sechs Monaten.

In Deutschland ist die Zahl der Organspenden im ersten Halbjahr 2011 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zwölf Prozent zurückgegangen: von 2.092 auf 1.861. Mitarbeiter der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO), der die Koordinierung der Organspenden unterliegt, machten ihren Vorstand dafür mitverantwortlich. Das berichtete der Tagesspiegel. In einem anonymen Brief an den Gesundheitsminister und zahlreiche Gesundheitspolitiker werfen sie der DSO-Spitze Konzeptlosigkeit, Ressourcenverschwendung und einen "Führungsstil nach Gutsherrenart" vor.

In dem dreiseitigen Brief werde dem Vorstand unter anderem vorgeworfen, Geld von den Krankenkassen "durch Vetternwirtschaft und Selbstbedienungsmentalität" zu missbrauchen, berichtete der Tagesspiegel. Dazu zählten die private Nutzung von Immobilien, häufige Dienstwagenwechsel, Aufträge an Dienstleister aus dem Umfeld des Vorstands sowie eine angeblich "illegale Querfinanzierung" der Prominenten-Werbeinitiative Stiftung fürs Leben.

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Die DSO-Spitze wollte sich zu den anonymen Vorwürfen nicht äußern, erklärte in einer kurzen Stellungnahme lediglich, die Vorwürfe entbehrten "einer sachlichen Grundlage". Der Stiftungsrat kündigte als Aufsichtsgremium an, sich "im Rahmen einer Sondersitzung nochmals mit anstehenden Fragen auseinanderzusetzen."

Organe spenden

Rund 12.000 Deutsche warten jährlich darauf, dass ihnen das Organ eines anderen Menschen eingesetzt wird. Gut 8.000 von ihnen brauchen eine neue Niere – kein anderes Organ wird in der Bundesrepublik häufiger benötigt. Im Gegensatz zu den meisten anderen Organen ist hier auch eine Spende zu Lebzeiten möglich. Doch fast ein Drittel der Dialysepatienten harrt vergeblich, denn es gibt zu wenige Spender. Im Jahr 2010 kamen auf eine Million Bürger nur durchschnittlich 15,9 Organentnahmen, und nur 15 Prozent der Deutschen besitzen einen Organspendeausweis.

Noch verschlimmert hat die Lage die Ehec-Epidemie. Als Folge haben laut Robert Koch-Institut bisher 845 Menschen ein hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS) erlitten. Dabei verstopfen kleine Blutgefäße, und in der Folge wird die Nierenfunktion geschädigt. In gewöhnlichen Jahren erkranken rund 1.000 Menschen an Ehec, 60 von ihnen erleiden Nierenschäden. Experten rechnen für die Epidemie von 2011 damit, dass zehn Prozent der HUS-Patienten auf die Warteliste für eine neue Niere kommen, rund 85 also. Der Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach (SPD) spricht gar von mehr als 100 Betroffenen.

Transplantationsgesetz

Derweil wird über Organspende debattiert. Anfang Juni hat das Bundeskabinett den Entwurf der Regierung für ein Gesetz zur Änderung des Transplantationsgesetzes beschlossen. Damit soll die europäische Richtlinie 2010/53/EU umgesetzt werden. Die zentrale Frage dabei: Ist grundsätzlich jeder Bürger ein Organspender, oder sollte er erst zustimmen?

Drei Varianten sind möglich: nämlich eine Zustimmungslösung, eine Widerspruchslösung und eine Entscheidungslösung. Erstere entspricht dem bisherigen Gesetz und besagt, dass nur als Spender infrage kommt, wer – zum Beispiel per Organspendeausweis – ausdrücklich zugestimmt hat. Nach der Widerspruchslösung muss der, der nach seinem Tod nicht Organspender werden will, hingegen zu Lebzeiten ausdrücklich widersprechen. Diese Regelung gibt es bereits in 22 europäischen Ländern. In Deutschland gilt sie aber als nicht mehrheitsfähig.

Sowohl der Unions-Fraktionschef Volker Kauder als auch SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier sind Vertreter einer Entscheidungslösung. So soll jeder (zum Beispiel bei dem Antrag auf einen Personalausweis) einmal im Leben gefragt werden, ob er seine Organe weitergeben möchte oder nicht.

Über das Thema Organspenden war in jüngster Zeit häufiger berichtet worden. Angefangen hatte es damit, dass SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier seiner Frau eine Niere gespendet hatte. Derzeit wird eine neue Regelung debattiert, wonach grundsätzlich jeder Bürger eine bewusste Entscheidung treffen soll, ob er im Todesfall Organe spenden würde.

Die Deutsche Hospiz-Stiftung reagierte auf die Vorwürfe gegen die DSO mit grundsätzlicher Kritik am deutschen Transplantationssystem. Verbandsvorstand Eugen Brysch wünsche sich "deutlich mehr Transparenz" bei den Verfahrensabläufen und -entscheidungen. Zudem sei es ethisch höchst fragwürdig, die Vergabe von Spenderorganen und damit die "Verteilung von Lebenschancen" unbeaufsichtigt privatwirtschaftlichen Organisationen zu überlassen, die man nach Umsatz bezahle.

 
Leserkommentare
  1. spricht es einmal jemand an. Mangel an Transparenz ist wohl nicht der einzige, aber der vielleicht wichtigste Punkt.

    Hat vielleicht doch nicht nur mit Verdrängung zu tun, wie man gerne behauptet, dass es wenig Spendebereitschaft gibt.

    5 Leserempfehlungen
    • zusi
    • 12.10.2011 um 9:00 Uhr

    mit der Meinung, dass dieses ganze Herumbasteln mit Organen dazu führt das es immer mehr Bedürftigen mit sich bringt? Zum Beispiel; wenn ein 20 Järiger 'neue' Nieren bekommt dann wird er seine 'schlechte Nieren' genetisch weitergeben an seine Kindern, usw. usw. Wo das zu führt kann man sich ausdenken. Man züchtet auf diese Weise einen Menschen heran der immer wieder in die Werkstatt zurückgerufen werden muss. Das kann es doch auch nicht sein,oder?
    Anderseids sind es genau die gleiche Bastler die jährlig 100.000 Kinder abtreiben.

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    ...daß Menschen mit "schlechten" genetischen Voraussetzungen keine Kinder bekommen sollen?
    Meine Frau leidet an Epilepsie.
    Eine unsere Töchter ist Gesund, die Zweite leidet ebenfalls.
    Wollen Sie uns vorwerfen, daß wir ein krankes Kind gezeugt haben?

    Ich hoffe inständig, Sie sind der Einzige mit einer solchen Meinung. Ich hoffe desweiteren, daß es Ihnen im Laufe der Zeit noch gelingen wird, sich von einer Denke zu lösen, deren letzte Konsequenz Euthanasie heißt. Abschließend hoffe ich, daß Sie niemals in die Situation kommen, ein Spenderorgan zu brauchen - für Sie selbst oder für jemanden, der Ihnen nah ist.

    Werte Zusi, ich hoffe auch inständig, dass Sie mit Ihrer kruden Meinung, abseits der Wissenschaft, isoliert bleiben. Sie haben leider wenig Ahnung über die med. Praxis und Ihre Grundlagen. Zudem wer sind denn bitte "die Bastler"? Wieder ein einfaches Feinbild.

    Aber um Ihnen Ihre Ängste zu nehmen:
    Der durch Transplantationen "herangezüchtete" Werkstattmensch ist blanker Unsinn. Seien Sie froh, sollten Sie was ich Ihnen nie wünsche, einmal in die Situation kommen (z.B. EHEC), dass unsere Medizin dies möglich machen kann. Ihre genetischen Überlegungen sind völlig realitätsfremd.
    Und Ihr kruder Vergleich mit den "Bastlern" und den Abtreibungen lasse ich jetzt mal, aus Nachsicht, außer Acht. Besuchen Sie doch mal eine Station und machen Sie sich ein Bild von der Realität und sagen dann bitte den Patienten und Ärzten Ihre Vorwürfe ins Gesicht!

    • _bla_
    • 12.10.2011 um 9:51 Uhr

    "Bin ich der Einzige mit der Meinung, dass dieses ganze Herumbasteln mit Organen dazu führt das es immer mehr Bedürftigen mit sich bringt? Zum Beispiel; wenn ein 20 Järiger 'neue' Nieren bekommt dann wird er seine 'schlechte Nieren' genetisch weitergeben an seine Kindern, usw. usw."

    Das schon inhaltlich ziemlicher Unfug, vom moralischen ganz zu schweigen: Der größte Teil der Transplantation wird nicht aufgrund von Erbkrankheiten nötig sondern weil durch Infektionen, Krebs oder Giftstoffe das Organ irreversibel geschädigt wurde. Zudem erfolgen sehr viele Transplantationen in einem Alter, wo die Betroffenen eh bereits Kinder haben und keine weiteren mehr bekommen. Bei Frauen mit Transplantation wird es schon medizinisch ziemlich schwer mit dem Kinderwunsch.

    Der einwand von zusi ist garnicht so falsch. Die Problematik beschränk sich jedoch nicht nur auf transplantiere Organe sondern eingentlich auf alle medizinischen Eingriffe. In unser modernen gesellschaft ist die natürliche Selektion quasi ausgeschaltet. Ein sehr markantes Beispiel dafür ist die kindersterblichkeit. Während im diese im jahr 1870 noch ca. 25% betrug liegt sie heute be ca. 0,46%.
    Die natürliche Selektion hat über Jahrtausende dafür gesort spontane Mutationen und andere Defekte im erbgut zu korrigieren bzw. auszusortieren. Dies ist nun nichtmehrgegeben und wir müssen damit rechnen das dies über einen längeren zeitraum (wahrscheinlich mehrere hundert jahre) zu einer deutlichen degenerierung des Erbgutes führt.Ich selbt gehöre wahrscheinlich zu den Menschen die ohne die hervorragende medizinische Versorgung nicht überlebt hätten. Und natürlich kann man sagen die ein oder andre krankheit ist nicht so schlimm. Problematisch wird das jedoch wenn sich das von Generation zu Gereration ausbreitet. Man stelle sich vor in 1000 jahren hätten 80-90 % der bevölkerung schwere Erbkrankheiten.

    An dieser stelle möchte ich aufs deutlichste klarstellen, dass mich damit natürlich nicht für Eutanasie ausprechen. Trotdem müssen wir als gesellschaft eine lösung für das Problem finden. In diesem Zusammenhang könnte evt. das PID verfahren nützlich sein. Oder auch soetwas wie gen-terapie. Leider sind wir im moment technologisch nicht in der lage das selbst geschaffene problem zu lösen und wir haben warscheinlich auch noch einige hundert jahre zeit dafür. Ich fände es aber falsch die existenz des problems zu leugnen nur weil das grade nicht "politisch korrekt" ist.

    Dieser Kommentar ist unser emanzipierten, aufgeklärten abendländischen Gesellschaft absolut unwürdig. Tausende von Jahren hat die Menschheit gebraucht um zu erkennen, dass das Leben unter allen Umständen schützenswert ist und über alle anderen materialistischem Überlegung erhaben sein muss.
    Die Vermeidung von Leid und Tod gehören ebenso zu unseren Grundrechten wie das Kundtun unserer Meinung; immerhin jagen wir auch nicht mehr die mit Mistgabel und Fackeln, die unseren Grundsätzen widersprechen - in gewisser Weise tragen auch einen Nutzen davon.
    Zu den medizischen Hintergründen: die häufigste Ursache für Nierenversagen ist desweiteren Bluthochdruck und Diabetes Typ 2, gefolgt von Verletzungen und Infektionen. Genetisch-bedingte autoimmunitäre Erkrankungen wie das Goodpasture-Syndrom spielen sich im Bereich von 1:1000000 ab. Eine Dialysebehandlung auf die Zeit (etwa 7 Jahre) ist übrigens erheblich teurer als eine Transplantation.

    ...daß Menschen mit "schlechten" genetischen Voraussetzungen keine Kinder bekommen sollen?
    Meine Frau leidet an Epilepsie.
    Eine unsere Töchter ist Gesund, die Zweite leidet ebenfalls.
    Wollen Sie uns vorwerfen, daß wir ein krankes Kind gezeugt haben?

    Ich hoffe inständig, Sie sind der Einzige mit einer solchen Meinung. Ich hoffe desweiteren, daß es Ihnen im Laufe der Zeit noch gelingen wird, sich von einer Denke zu lösen, deren letzte Konsequenz Euthanasie heißt. Abschließend hoffe ich, daß Sie niemals in die Situation kommen, ein Spenderorgan zu brauchen - für Sie selbst oder für jemanden, der Ihnen nah ist.

    Werte Zusi, ich hoffe auch inständig, dass Sie mit Ihrer kruden Meinung, abseits der Wissenschaft, isoliert bleiben. Sie haben leider wenig Ahnung über die med. Praxis und Ihre Grundlagen. Zudem wer sind denn bitte "die Bastler"? Wieder ein einfaches Feinbild.

    Aber um Ihnen Ihre Ängste zu nehmen:
    Der durch Transplantationen "herangezüchtete" Werkstattmensch ist blanker Unsinn. Seien Sie froh, sollten Sie was ich Ihnen nie wünsche, einmal in die Situation kommen (z.B. EHEC), dass unsere Medizin dies möglich machen kann. Ihre genetischen Überlegungen sind völlig realitätsfremd.
    Und Ihr kruder Vergleich mit den "Bastlern" und den Abtreibungen lasse ich jetzt mal, aus Nachsicht, außer Acht. Besuchen Sie doch mal eine Station und machen Sie sich ein Bild von der Realität und sagen dann bitte den Patienten und Ärzten Ihre Vorwürfe ins Gesicht!

    • _bla_
    • 12.10.2011 um 9:51 Uhr

    "Bin ich der Einzige mit der Meinung, dass dieses ganze Herumbasteln mit Organen dazu führt das es immer mehr Bedürftigen mit sich bringt? Zum Beispiel; wenn ein 20 Järiger 'neue' Nieren bekommt dann wird er seine 'schlechte Nieren' genetisch weitergeben an seine Kindern, usw. usw."

    Das schon inhaltlich ziemlicher Unfug, vom moralischen ganz zu schweigen: Der größte Teil der Transplantation wird nicht aufgrund von Erbkrankheiten nötig sondern weil durch Infektionen, Krebs oder Giftstoffe das Organ irreversibel geschädigt wurde. Zudem erfolgen sehr viele Transplantationen in einem Alter, wo die Betroffenen eh bereits Kinder haben und keine weiteren mehr bekommen. Bei Frauen mit Transplantation wird es schon medizinisch ziemlich schwer mit dem Kinderwunsch.

    Der einwand von zusi ist garnicht so falsch. Die Problematik beschränk sich jedoch nicht nur auf transplantiere Organe sondern eingentlich auf alle medizinischen Eingriffe. In unser modernen gesellschaft ist die natürliche Selektion quasi ausgeschaltet. Ein sehr markantes Beispiel dafür ist die kindersterblichkeit. Während im diese im jahr 1870 noch ca. 25% betrug liegt sie heute be ca. 0,46%.
    Die natürliche Selektion hat über Jahrtausende dafür gesort spontane Mutationen und andere Defekte im erbgut zu korrigieren bzw. auszusortieren. Dies ist nun nichtmehrgegeben und wir müssen damit rechnen das dies über einen längeren zeitraum (wahrscheinlich mehrere hundert jahre) zu einer deutlichen degenerierung des Erbgutes führt.Ich selbt gehöre wahrscheinlich zu den Menschen die ohne die hervorragende medizinische Versorgung nicht überlebt hätten. Und natürlich kann man sagen die ein oder andre krankheit ist nicht so schlimm. Problematisch wird das jedoch wenn sich das von Generation zu Gereration ausbreitet. Man stelle sich vor in 1000 jahren hätten 80-90 % der bevölkerung schwere Erbkrankheiten.

    An dieser stelle möchte ich aufs deutlichste klarstellen, dass mich damit natürlich nicht für Eutanasie ausprechen. Trotdem müssen wir als gesellschaft eine lösung für das Problem finden. In diesem Zusammenhang könnte evt. das PID verfahren nützlich sein. Oder auch soetwas wie gen-terapie. Leider sind wir im moment technologisch nicht in der lage das selbst geschaffene problem zu lösen und wir haben warscheinlich auch noch einige hundert jahre zeit dafür. Ich fände es aber falsch die existenz des problems zu leugnen nur weil das grade nicht "politisch korrekt" ist.

    Dieser Kommentar ist unser emanzipierten, aufgeklärten abendländischen Gesellschaft absolut unwürdig. Tausende von Jahren hat die Menschheit gebraucht um zu erkennen, dass das Leben unter allen Umständen schützenswert ist und über alle anderen materialistischem Überlegung erhaben sein muss.
    Die Vermeidung von Leid und Tod gehören ebenso zu unseren Grundrechten wie das Kundtun unserer Meinung; immerhin jagen wir auch nicht mehr die mit Mistgabel und Fackeln, die unseren Grundsätzen widersprechen - in gewisser Weise tragen auch einen Nutzen davon.
    Zu den medizischen Hintergründen: die häufigste Ursache für Nierenversagen ist desweiteren Bluthochdruck und Diabetes Typ 2, gefolgt von Verletzungen und Infektionen. Genetisch-bedingte autoimmunitäre Erkrankungen wie das Goodpasture-Syndrom spielen sich im Bereich von 1:1000000 ab. Eine Dialysebehandlung auf die Zeit (etwa 7 Jahre) ist übrigens erheblich teurer als eine Transplantation.

  2. ...meine Organe, sollte mir was passieren, können Menschen die sie brauchen gerne haben.
    Aber, einer unbeaufsichtigten privatwirtschaftlichen Organisation die nur auf Profit aus ist, trau ich nicht mal wenn sie sagt, daß der Himmel blau ist.
    Und solange das so ist, gibts auch keine Organe.
    Leidtragende sind die Schwerkranken und um die tut es mir leid, aber Vertrauen wird verdient und nicht gefordert.

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  3. mit der dringenden Forderung nach Transparenz nachdrücklich in die Öffentlichkeit gebracht werden müssen.

    Auch das Verfahren der Transplantation mit Entnahme, Umgang mit den Spendern, offene Diskussion über die Todesdefinition und einiges mehr sollten dringend öffentlich Raum finden.

    Ob es eine Erhöhung der Transplantationen geben wird, ob diese überhaupt wünschenswert ist und was Transplantationen insgesamt für den einzelnen in irgendeiner Weise betroffenen und unsere Gesellschaft im Ganzen bedeuten, wären für mich Punkte, die offen sind und ebenfalls besprochen gehören.

    Schließlich ist es ein Thema, das dem Einzelnen und der Gesellscshaft an die Substanz gehen.

    4 Leserempfehlungen
  4. Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich konstruktiv. Die Redaktion/sc

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    Wer solche Kommentare schreibt, der ist auch ein Brandstifter. Lassen Sie mal die Kirche im Dorf, Ihre verschwörerischen Unterstellungen (Organe für Reiche etc.) sind doch gar nicht Vorwurf der Mitarbeiter, es geht vielmehr um Dienstwagen, Posten etc. Dies ist nicht zu akzeptieren, aber hat nichts mit den krassen Vorwurf "Nur Bonzen bekommen Organe" zu tun, der wohl in Deutschland (es mag in anderen Ländern anders zugehen) nicht haltbar ist, das zeigt doch die Praxis. Jedenfalls ist Ihr Kommentar, genau so wie der Unsinn von zusi, ein Schlag ins Gesicht der wartenden Patienten, die eben nicht "Bonzen" (schönes Feinbild) sind.

    Ihr Schlussvergleich mit dem Landarzt macht für kich auch keinen Sinn, sehen Sie sich doch mal die Realität eines Landarztes in McPomm an, warum will das wohl kein Absolvent machen?
    Sie spenden auch nichts, sondern beteiligen sich an den Kosten, wie jeder Bürger. Das ist gerecht und vernünftig, auch wenn es Mängel und Probleme (z.B. mit den vielen Kassen) gibt.
    Aber wenn ich Ihren Namen lese dann ahnt man Einiges...

    Zum Thema: Das die Mitarbeiter Mängel anprangern und diese nun öffentlich, medial aufbereitet, untersucht werden ist zu begrüssen. Überall gibt es Vetternwirtschaft und Vorteilsnahme, wir bräuchten eine Ausweitung der Straftatbestände mit höherer Strafandrohung.

    Wer solche Kommentare schreibt, der ist auch ein Brandstifter. Lassen Sie mal die Kirche im Dorf, Ihre verschwörerischen Unterstellungen (Organe für Reiche etc.) sind doch gar nicht Vorwurf der Mitarbeiter, es geht vielmehr um Dienstwagen, Posten etc. Dies ist nicht zu akzeptieren, aber hat nichts mit den krassen Vorwurf "Nur Bonzen bekommen Organe" zu tun, der wohl in Deutschland (es mag in anderen Ländern anders zugehen) nicht haltbar ist, das zeigt doch die Praxis. Jedenfalls ist Ihr Kommentar, genau so wie der Unsinn von zusi, ein Schlag ins Gesicht der wartenden Patienten, die eben nicht "Bonzen" (schönes Feinbild) sind.

    Ihr Schlussvergleich mit dem Landarzt macht für kich auch keinen Sinn, sehen Sie sich doch mal die Realität eines Landarztes in McPomm an, warum will das wohl kein Absolvent machen?
    Sie spenden auch nichts, sondern beteiligen sich an den Kosten, wie jeder Bürger. Das ist gerecht und vernünftig, auch wenn es Mängel und Probleme (z.B. mit den vielen Kassen) gibt.
    Aber wenn ich Ihren Namen lese dann ahnt man Einiges...

    Zum Thema: Das die Mitarbeiter Mängel anprangern und diese nun öffentlich, medial aufbereitet, untersucht werden ist zu begrüssen. Überall gibt es Vetternwirtschaft und Vorteilsnahme, wir bräuchten eine Ausweitung der Straftatbestände mit höherer Strafandrohung.

  5. ein Organ spenden, bevor nicht absolut öffentlich und transparent gemacht wird, wer was und wie viel am Organhandel und an Transplantationen "verdient".
    Das sind nämlich asozial hohe Summen!
    Und der Spender beziehungsweise seine Angehörigen bekommen einen feuchten Händedruck.
    Ähnlich - wenn auch in etwas anderen Dimensionen - ist es mit Blutspenden. Der Blutspender bekommt nichts oder fast nichts und die beteiligten Organisationen und Firmen greifen deftige Profite ab.

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  6. ...daß Menschen mit "schlechten" genetischen Voraussetzungen keine Kinder bekommen sollen?
    Meine Frau leidet an Epilepsie.
    Eine unsere Töchter ist Gesund, die Zweite leidet ebenfalls.
    Wollen Sie uns vorwerfen, daß wir ein krankes Kind gezeugt haben?

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    Antwort auf "Bin ich der Einzige..."
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    • Chali
    • 12.10.2011 um 11:19 Uhr

    Dann geht die Sache natürlich in Ordnung.

    Ansosnsten sollten wir uns an Herrn Sarrazin wenden.

    • Chali
    • 12.10.2011 um 11:19 Uhr

    Dann geht die Sache natürlich in Ordnung.

    Ansosnsten sollten wir uns an Herrn Sarrazin wenden.

  7. Es ist absolut nicht sicher, dass ein Mensch, bei dem angeblich der "Hirntod" festgestellt wurde, wirklich tot ist.
    Es ist sehr verdächtig, dass der Öffentlichkeit verschwiegen wird, dass grundsätzlich jeder "Tote" vor einer Organentnahme in VOLLNARKOSE versetzt wird!
    Und noch verdächtiger ist, dass man von Medizinpersonal übelst angegriffen wird, wenn man dieses Thema anspricht.

    3 Leserempfehlungen
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    Infos gibt jede Abteilung:
    Für diese Operation ist, wie für jede andere am Transplantationszentrum Heidelberg, eine anästhesiologische Betreuung notwendig – warum, wenn doch die Konsequenz des Hirntodes bedeutet, dass u. a. sensible Empfindungen, z. B. Schmerzempfindung erloschen sind?
    Die Antwort auf diese Frage mag verwundern: Wir wollen ein Überleben der Spenderorgane sichern – damit diese einem lebensbedrohlich erkrankten Menschen (Organempfänger), ein Weiterleben ermöglichen können. Denn: Durch den Hirntod kommt es zwar zum irreversiblen Erlöschen der Gesamtfunktion des Gehirns und der Organismus verliert seine Steuerung, aber er ist nicht gleichbedeutend mit dem plötzlichen Tod des Gesamtorganismus. Er muß vielmehr als fortschreitender und nicht umkehrbarer Untergang von Organen und Zellen verstanden werden. „70-80% aller Hirntotenversterben innerhalb von 3-5 Tagen an Multiorganversagen und Herz-Kreislaufstillstand.“ (Und genau dadurch unterscheidet er sich vom Apalliker, bei dem nur bestimmte Anteile des Gehirns ausfallen und so ein stabiler Kreislauf und (i. d. R.) Spontanatmung erhalten bleiben. In diesem kann jemand u. U. Jahre überleben.) Das wichtigste Ziel aller Beteiligten ist also die Sicherstellung einer optimalen Transplantatfunktion und die Vermeidung von Organschäden und -verlusten. Dazu wird die organerhaltende Therapie der Intensiveinheit im OP weitergeführt und bei Bedarf erweitert.

    • uman
    • 12.10.2011 um 13:48 Uhr

    wer sich weiter informieren möchte, welches Leid bei Spender und Empfänger nicht ausgeschlossen werden kann, weil der Mensch nur die materielle Seite seines Lebens kennen will:
    http://www.dober.de/ethik.... Wer möchte mit seiner Niere in einem anderen weiterleben; und wer möchte das einem anderen bei sich gestatten?

    Infos gibt jede Abteilung:
    Für diese Operation ist, wie für jede andere am Transplantationszentrum Heidelberg, eine anästhesiologische Betreuung notwendig – warum, wenn doch die Konsequenz des Hirntodes bedeutet, dass u. a. sensible Empfindungen, z. B. Schmerzempfindung erloschen sind?
    Die Antwort auf diese Frage mag verwundern: Wir wollen ein Überleben der Spenderorgane sichern – damit diese einem lebensbedrohlich erkrankten Menschen (Organempfänger), ein Weiterleben ermöglichen können. Denn: Durch den Hirntod kommt es zwar zum irreversiblen Erlöschen der Gesamtfunktion des Gehirns und der Organismus verliert seine Steuerung, aber er ist nicht gleichbedeutend mit dem plötzlichen Tod des Gesamtorganismus. Er muß vielmehr als fortschreitender und nicht umkehrbarer Untergang von Organen und Zellen verstanden werden. „70-80% aller Hirntotenversterben innerhalb von 3-5 Tagen an Multiorganversagen und Herz-Kreislaufstillstand.“ (Und genau dadurch unterscheidet er sich vom Apalliker, bei dem nur bestimmte Anteile des Gehirns ausfallen und so ein stabiler Kreislauf und (i. d. R.) Spontanatmung erhalten bleiben. In diesem kann jemand u. U. Jahre überleben.) Das wichtigste Ziel aller Beteiligten ist also die Sicherstellung einer optimalen Transplantatfunktion und die Vermeidung von Organschäden und -verlusten. Dazu wird die organerhaltende Therapie der Intensiveinheit im OP weitergeführt und bei Bedarf erweitert.

    • uman
    • 12.10.2011 um 13:48 Uhr

    wer sich weiter informieren möchte, welches Leid bei Spender und Empfänger nicht ausgeschlossen werden kann, weil der Mensch nur die materielle Seite seines Lebens kennen will:
    http://www.dober.de/ethik.... Wer möchte mit seiner Niere in einem anderen weiterleben; und wer möchte das einem anderen bei sich gestatten?

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