Organspende Frage nach Organspende wird zur Regel

Der Streit über eine Neuregelung von Organspenden ist beigelegt: Künftig sollen Bürger regelmäßig Auskunft geben, ob sie zur Organspende bereit sind.

Der Bundestag hat sich auf eine Neuregelung der Organspende geeinigt. Die Bereitschaft der Bürger zu einer Spende soll in Zukunft regelmäßig abgefragt werden, etwa mit dem Versand der Versichertenkarte, teilten die Fraktionen mit. Ein Zwang, sich zu äußern, bestehe nicht, hieß es in Regierungskreisen. Die Bürger sollen aber mit so viel Nachdruck wie möglich gefragt werden – "ohne jedoch eine Antwort zu erzwingen oder Sanktionen auszuüben". Nun soll es einen fraktionsübergreifenden Gruppenantrag aus dem Parlament geben.

Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) äußerte sich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. "Wir werden die Spendenbereitschaft erhöhen können", sagte er. Jetzt werde man gemeinsam die konkreten Formulierungen ausarbeiten und sie ins Parlament einbringen.

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Organe spenden

Rund 12.000 Deutsche warten jährlich darauf, dass ihnen das Organ eines anderen Menschen eingesetzt wird. Gut 8.000 von ihnen brauchen eine neue Niere – kein anderes Organ wird in der Bundesrepublik häufiger benötigt. Im Gegensatz zu den meisten anderen Organen ist hier auch eine Spende zu Lebzeiten möglich. Doch fast ein Drittel der Dialysepatienten harrt vergeblich, denn es gibt zu wenige Spender. Im Jahr 2010 kamen auf eine Million Bürger nur durchschnittlich 15,9 Organentnahmen, und nur 15 Prozent der Deutschen besitzen einen Organspendeausweis.

Noch verschlimmert hat die Lage die Ehec-Epidemie. Als Folge haben laut Robert Koch-Institut bisher 845 Menschen ein hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS) erlitten. Dabei verstopfen kleine Blutgefäße, und in der Folge wird die Nierenfunktion geschädigt. In gewöhnlichen Jahren erkranken rund 1.000 Menschen an Ehec, 60 von ihnen erleiden Nierenschäden. Experten rechnen für die Epidemie von 2011 damit, dass zehn Prozent der HUS-Patienten auf die Warteliste für eine neue Niere kommen, rund 85 also. Der Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach (SPD) spricht gar von mehr als 100 Betroffenen.

Transplantationsgesetz

Derweil wird über Organspende debattiert. Anfang Juni hat das Bundeskabinett den Entwurf der Regierung für ein Gesetz zur Änderung des Transplantationsgesetzes beschlossen. Damit soll die europäische Richtlinie 2010/53/EU umgesetzt werden. Die zentrale Frage dabei: Ist grundsätzlich jeder Bürger ein Organspender, oder sollte er erst zustimmen?

Drei Varianten sind möglich: nämlich eine Zustimmungslösung, eine Widerspruchslösung und eine Entscheidungslösung. Erstere entspricht dem bisherigen Gesetz und besagt, dass nur als Spender infrage kommt, wer – zum Beispiel per Organspendeausweis – ausdrücklich zugestimmt hat. Nach der Widerspruchslösung muss der, der nach seinem Tod nicht Organspender werden will, hingegen zu Lebzeiten ausdrücklich widersprechen. Diese Regelung gibt es bereits in 22 europäischen Ländern. In Deutschland gilt sie aber als nicht mehrheitsfähig.

Sowohl der Unions-Fraktionschef Volker Kauder als auch SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier sind Vertreter einer Entscheidungslösung. So soll jeder (zum Beispiel bei dem Antrag auf einen Personalausweis) einmal im Leben gefragt werden, ob er seine Organe weitergeben möchte oder nicht.

Laut SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier sind nur noch Detailfragen offen. Dazu gehört, ob man die Aufforderung zu einer Erklärung einfach weglegen kann, ohne überhaupt zu reagieren. Hinzu kommt die Frage, ob es auch andere Wege als über die Krankenkassen geben soll, die Bürger zu einer Erklärung aufzufordern. Es handele sich um eine grundsätzliche Einigung auf die sogenannte Entscheidungslösung, sagte Steinmeier.

Etwa 12.000 Menschen warten auf ein Organ

Steinmeier und sein Unionskollege Volker Kauder (CDU) hatten einen Gruppenantrag aus den Reihen des Parlaments bereits seit Längerem angekündigt. Die Gespräche zwischen den Fachpolitikern von Koalition und Opposition waren zwischenzeitlich abgebrochen worden, weil man sich über den Grad des Drucks und mögliche Sanktionen nicht einig war.

Ablauf einer Organspende

Ehe jemand als Spender infrage kommt, müssen zwei erfahrene Ärzte unabhängig voneinander den Hirntod feststellen. Dieser tritt ein, sobald im Großhirn, im Kleinhirn und im Hirnstamm keinerlei Aktivität mehr gemessen werden kann. Damit die Organe nicht geschädigt werden, muss der Spender künstlich beatmet werden.

Wenn geklärt ist, dass Organe entnommen werden dürfen, wird der hirntote Spender auf Tumorerkrankungen und Infektionen untersucht. Das soll sicherstellen, dass der Empfänger eines Organs nicht gefährdet wird.

Die Daten des Spenders werden an die europäische Vermittlungsstelle "Eurotransplant" geschickt. Hier wird auf den Wartelisten nach passenden Empfängern gesucht.

Anschließend werden dem Verstorbenen die Organe entnommen, die er bereit war zu spenden. Der Leichnam wird dann für eine Aufbahrung vorbereitet und kann bestattet werden.

Die Organe werden gekühlt und verpackt und an ihren Bestimmungsort gebracht. Sie werden mit dem Krankenwagen transportiert oder in dringenden Fällen auch per Flugzeug ausgeflogen.

Zustimmung

Wer in Deutschland nach dem Hirntod seine Organe spenden möchte, muss einer Entnahme ausdrücklich zustimmen. Das ist am einfachsten mit einem Organspendeausweis möglich. Darin kann jeder festlegen, ob er generell mit einer Organ- und Gewebespende einverstanden ist oder auch nicht. Die Bereitschaft lässt sich aber auch einschränken: Wer etwa nicht möchte, dass sein Herz entnommen wird, kann dies auf dem Ausweis vermerken.

Wenn ein möglicher Spender zu Lebzeiten nichts verfügt hat, wird nach seinem Tod mit den Angehörigen gesprochen und gefragt, ob sie einer Spende zustimmen.

In Österreich und Belgien gilt eine Widerspruchslösung: Hier zählt jeder von Geburt an als Organspender. Wer gegen eine Entnahme von Gewebe und Organen ist, muss dies ausdrücklich erklären. Allerdings wird auch in diesen Ländern immer auch mit den Angehörigen gesprochen und geklärt, ob Einwände gegen die Spende bestehen.

Gesetzeslage

In Deutschland regelt seit 1997 das Transplantationsgesetz die Organspende sowohl für Spenden während des Lebens als auch nach dem Tod. Wer zeitlebens etwa eine Niere spenden will, muss volljährig sein und über alle Risiken aufgeklärt werden. Ein Organ kann allerdings nur Verwandten, Ehegatten, Lebenspartnern oder engen Freunden gespendet werden.

Organe dürfen nur in den deutschlandweit gut 40 Transplantationszentren übertragen werden. Wer als Empfänger infrage kommt, ist auf einer Warteliste vermerkt. Bei jedem Organ wird geprüft, wer es am dringendsten benötigt und bei wem die Aussichten auf eine erfolgreiche Behandlung am größten erscheinen. Dabei ist es unabhängig, ob eine Person arm oder reich, berühmt oder der Öffentlichkeit unbekannt ist.

Das Gewebegesetz ergänzt das Transplantationsgesetz und regelt unter anderem die Entnahme von Knochen, Knorpeln, Augenhornhäuten und Herzklappen.

Der Handel mit Organen ist nach dem Gesetz verboten und wird mit bis zu fünf Jahren Gefängnis bestraft. Abgeschwächte Strafen gelten für den Verkauf und Erwerb von Produkten, die aus Gewebe und Organen hergestellt worden sind.

Die Nierenspende von SPD-Fraktionschefs Steinmeier im vergangenen Jahr an seine Frau hatte Bewegung in die Debatte gebracht. Derzeit warten etwa 12.000 Menschen, davon rund 8.000 Nierenpatienten, auf ein Organ – im Schnitt fünf bis sechs Jahre. Im Durchschnitt alle acht Stunden stirbt einer von ihnen. Mit 16 Organspendern pro einer Million Einwohner gibt es in Deutschland besonders wenige.

Heute muss man seine Bereitschaft zur Spende aus eigener Initiative erklären – per Spendenausweis oder gegenüber den Angehörigen. Fast 70 Prozent der Menschen sind laut Umfragen bereit, nach ihrem Tod Organe oder Gewebe zu spenden. Aber nur weniger als 20 Prozent haben ihre Entscheidung in einem Organspendenausweis dokumentiert. Das stellt die Angehörigen im Ernstfall vor das Problem, den Willen ihres gerade gestorbenen Familienmitglieds im Krankenhaus zu erklären, sofern sie ihn kennen.

 
Leser-Kommentare
  1. In Umfragen liebt jeder seinen nächsten, aber in der Realität siehts anders aus.

    Ich bin sicher, die Spenderzahlen werden sich nicht nennenswert erhöhen, allenfalls um 1-2 Prozent.

    In einem immer schlechter werdenden Gesundheitssystem, das stark nach dem Geldbeutel behandelt, wäre es unklug, den Freibrief zum Stecker ziehen und ausweiden zu geben.

    • Kanzel
    • 24.11.2011 um 16:16 Uhr

    wo ich regelmäßig nach meinen Organen gefragt werde?
    Abscheulich!

    12 Leser-Empfehlungen
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    Wenn ich dann Berichte sehe, dass da Menschen ständig auf ein Organ warten und hoffen, finde ich das unerträglich.
    Da ist dann ständig die Hoffnung auf den Tod eines anderen im Raum. Völlig unchristlich und inhuman.

    • marxo
    • 24.11.2011 um 17:40 Uhr

    in dem man ihnen, wenn sie von einem Auto angefahren werden, eine neue Niere einsetzen kann, wo man ihnen, wenn sie einen Herzanfall haben, ein neues Herz einsetzen kann, in dem man ihnen ein bequemes Leben ohne Dialyse ermöglichen kann, wenn sie einen Niereninfarkt erlitten haben, in dem man ihr Augenlicht mit einer kleinen Transplantation retten kann.
    Das alles würden sie nehmen, aber sie jammern sich einen ab, wenn man sie danach fragt.

    Wenn ich dann Berichte sehe, dass da Menschen ständig auf ein Organ warten und hoffen, finde ich das unerträglich.
    Da ist dann ständig die Hoffnung auf den Tod eines anderen im Raum. Völlig unchristlich und inhuman.

    • marxo
    • 24.11.2011 um 17:40 Uhr

    in dem man ihnen, wenn sie von einem Auto angefahren werden, eine neue Niere einsetzen kann, wo man ihnen, wenn sie einen Herzanfall haben, ein neues Herz einsetzen kann, in dem man ihnen ein bequemes Leben ohne Dialyse ermöglichen kann, wenn sie einen Niereninfarkt erlitten haben, in dem man ihr Augenlicht mit einer kleinen Transplantation retten kann.
    Das alles würden sie nehmen, aber sie jammern sich einen ab, wenn man sie danach fragt.

    • serins
    • 24.11.2011 um 16:18 Uhr

    zuerst müssen alle Politker und deren Familien öffentlich der eigenen Organspende zustimmen und dann können sich die Dt. weiter sehen. Sind die Herren Westerwelle, Bahr, Rößler, Döring und Lindner eigentlcih registriere Organspender?

    Wen interessiert, wie es im Rest der Welt abläuft
    http://edition.cnn.com/20....

    Eine Leser-Empfehlung
  2. Genau da, wo mein Herz ist.
    Ichz spende nicht und möchte auch keine Spende haben.

    Muss ich nun ein schlechtes Gewissen haben ?

    Nein.

    10 Leser-Empfehlungen
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    ... müssen sie sich nicht schämen!
    diese entscheidung ist jedem selbst überlassen.
    es ist eben so, dass viele bereit wären zu spenden, jedoch zu faul oder zu uninformiert sind um selbstständig einen organspendeausweis zu beantragen.
    ich weiß noch, wie mir die infoblätter und die spendeausweise aus der hand gerissen wurden, als ich ein paar mit in die schule gebracht habe.
    // mit der lösung, dass die frage gestellt wird, jedoch keine antwort erzwungen wird (was bei persönlicher nachfrage in form eines beamten etc quasi der fall wäre), denke ich können beide parteien zufrieden sein. keinem wird auf den schlips getreten und die aufmerksamkeit auf dieses schwierige thema gelenkt. ich hoffe nur, dass bei den anfragen auch genug infomaterial bereitgestellt wird, sodass jeder weiß, was es bedeutet zu spenden und wie alles abläuft.

    oder sehen Sie einen anderen Weg die herauszufiltern, die "Ja" sagen würden wenn man sie denn fragen würde?

    die Entscheidung steht jedem frei!

    Das Gesetzt ist zwar ein Schritt in die richtige Richtung, aber in einem Staat der immer davon redet "Leistung muss sich lohnen", "Solidarität ist beidseitig" usw. hätte ich mir eigentlich gewünscht, dass endlich ein Gesetz kommt in dem nur Organspender ein Recht auf Transplatationsorgane bekommen...

    Aber Gerechtigkeit ist schon lange vorbei, in diesem, unserem Land.

    • pekka
    • 25.11.2011 um 17:53 Uhr

    Sie müssen sich nicht schämen!
    Das Danke gibt es dafür, weil Sie sich anscheinend damit beschäftigt haben und zum einen eine Organspende verweigern aber gleichzeitig es auch ablehnen ein Spenderorgan zu erhalten. Und damit sind Sie weiter, als viele Mitmenschen, die zwar nicht Spenden wollen, aber trotzdem gerne Organe bekommen würden…

    ... müssen sie sich nicht schämen!
    diese entscheidung ist jedem selbst überlassen.
    es ist eben so, dass viele bereit wären zu spenden, jedoch zu faul oder zu uninformiert sind um selbstständig einen organspendeausweis zu beantragen.
    ich weiß noch, wie mir die infoblätter und die spendeausweise aus der hand gerissen wurden, als ich ein paar mit in die schule gebracht habe.
    // mit der lösung, dass die frage gestellt wird, jedoch keine antwort erzwungen wird (was bei persönlicher nachfrage in form eines beamten etc quasi der fall wäre), denke ich können beide parteien zufrieden sein. keinem wird auf den schlips getreten und die aufmerksamkeit auf dieses schwierige thema gelenkt. ich hoffe nur, dass bei den anfragen auch genug infomaterial bereitgestellt wird, sodass jeder weiß, was es bedeutet zu spenden und wie alles abläuft.

    oder sehen Sie einen anderen Weg die herauszufiltern, die "Ja" sagen würden wenn man sie denn fragen würde?

    die Entscheidung steht jedem frei!

    Das Gesetzt ist zwar ein Schritt in die richtige Richtung, aber in einem Staat der immer davon redet "Leistung muss sich lohnen", "Solidarität ist beidseitig" usw. hätte ich mir eigentlich gewünscht, dass endlich ein Gesetz kommt in dem nur Organspender ein Recht auf Transplatationsorgane bekommen...

    Aber Gerechtigkeit ist schon lange vorbei, in diesem, unserem Land.

    • pekka
    • 25.11.2011 um 17:53 Uhr

    Sie müssen sich nicht schämen!
    Das Danke gibt es dafür, weil Sie sich anscheinend damit beschäftigt haben und zum einen eine Organspende verweigern aber gleichzeitig es auch ablehnen ein Spenderorgan zu erhalten. Und damit sind Sie weiter, als viele Mitmenschen, die zwar nicht Spenden wollen, aber trotzdem gerne Organe bekommen würden…

  3. "Die Nierenspende von SPD-Fraktionschefs Steinmeier im vergangenen Jahr an seine Frau hatte Bewegung in die Debatte gebracht."
    Immer wieder eine Freude das zu beobachten. Das Thema "Organspende" existiert doch schon deutlich länger, aber kaum ist ein Politiker oder Angehöriger betroffen, wird das Thema.
    Auch in meiner Familie ist das ein Thema, ich habe diesen Stein aber nicht ins Rollen gebracht. Menschen zweiter Klasse - man merkt es in letzter Zeit immer häufiger. Traurig...

  4. Wenn ich dann Berichte sehe, dass da Menschen ständig auf ein Organ warten und hoffen, finde ich das unerträglich.
    Da ist dann ständig die Hoffnung auf den Tod eines anderen im Raum. Völlig unchristlich und inhuman.

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    Eine gute Entscheidung, das so zu regeln! Viel lieber wäre mir persönlich eine Widerspruchsregelung - aber das wird wohl nie möglich sein. So sind die leute wenigstens gezwungen ein bisschen nachzudenken zum Wohle ihrer Mitmenschen. Ich frage mich bei Organspendegegnern immer, insbesondere, wenn sie keine religiösen Gründe haben, denn diese wären akzeptabel, was sie denn nach ihrem Ableben noch mit ihren Organen machen wollen - und, das ist viel wichtiger: Ob sie selbst Spenderorgane für sich ablehnen und lieber sterben würden, als ein Spenderorgan anzunehmen.
    Und darum geht es doch: Ich wäre glücklich, wenn man mir in der Not ein Organ spenden würde - also bin ich ebenso bereit meine Organe zu Verfügung zu stellen.
    Das hat ja nichts mit Raub oder Fledderei zu tun. Dafür wird auch niemand eher dem Tode überführt - und falls er doch Angst davor hat, gibt es noch Patientenverfügungen die das alles sehr genau regeln können.
    Man kann ja immer ablehnen - auch aus Dummheit. Vielleicht sollte man dann darüber nachdenken, denen, die nicht bereit sind zu Spenden, auch die Möglichkeit zu verweigern Organe zu empfangen.

    Eine gute Entscheidung, das so zu regeln! Viel lieber wäre mir persönlich eine Widerspruchsregelung - aber das wird wohl nie möglich sein. So sind die leute wenigstens gezwungen ein bisschen nachzudenken zum Wohle ihrer Mitmenschen. Ich frage mich bei Organspendegegnern immer, insbesondere, wenn sie keine religiösen Gründe haben, denn diese wären akzeptabel, was sie denn nach ihrem Ableben noch mit ihren Organen machen wollen - und, das ist viel wichtiger: Ob sie selbst Spenderorgane für sich ablehnen und lieber sterben würden, als ein Spenderorgan anzunehmen.
    Und darum geht es doch: Ich wäre glücklich, wenn man mir in der Not ein Organ spenden würde - also bin ich ebenso bereit meine Organe zu Verfügung zu stellen.
    Das hat ja nichts mit Raub oder Fledderei zu tun. Dafür wird auch niemand eher dem Tode überführt - und falls er doch Angst davor hat, gibt es noch Patientenverfügungen die das alles sehr genau regeln können.
    Man kann ja immer ablehnen - auch aus Dummheit. Vielleicht sollte man dann darüber nachdenken, denen, die nicht bereit sind zu Spenden, auch die Möglichkeit zu verweigern Organe zu empfangen.

  5. Eine gute Entscheidung, das so zu regeln! Viel lieber wäre mir persönlich eine Widerspruchsregelung - aber das wird wohl nie möglich sein. So sind die leute wenigstens gezwungen ein bisschen nachzudenken zum Wohle ihrer Mitmenschen. Ich frage mich bei Organspendegegnern immer, insbesondere, wenn sie keine religiösen Gründe haben, denn diese wären akzeptabel, was sie denn nach ihrem Ableben noch mit ihren Organen machen wollen - und, das ist viel wichtiger: Ob sie selbst Spenderorgane für sich ablehnen und lieber sterben würden, als ein Spenderorgan anzunehmen.
    Und darum geht es doch: Ich wäre glücklich, wenn man mir in der Not ein Organ spenden würde - also bin ich ebenso bereit meine Organe zu Verfügung zu stellen.
    Das hat ja nichts mit Raub oder Fledderei zu tun. Dafür wird auch niemand eher dem Tode überführt - und falls er doch Angst davor hat, gibt es noch Patientenverfügungen die das alles sehr genau regeln können.
    Man kann ja immer ablehnen - auch aus Dummheit. Vielleicht sollte man dann darüber nachdenken, denen, die nicht bereit sind zu Spenden, auch die Möglichkeit zu verweigern Organe zu empfangen.

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    aber leider nicht genug.

    Zu dem Thema ist an entsprechender Stelle schon ausgiebeig diskutiert worden.

    Nachlesen?

    Da haben eine Menge Leute eine Menge guter Gründe...

    Ich nehme weder Organspenden an, noch spende ich freiwillig meine Organe, nennt es Egoistisch aber ich kann nicht mit dem Gedanken existieren, das meine Nieren, Mein Herz oder Teile meiner Haut in einem anderen Menschen weiter"leben"...
    Hat sowohl Religöse als auch andere persönliche Gründe..
    Mal aus dem Schubladendenken rauskriechen und erkennen, das jeder Mensch vielschichtig ist, und nicht einfach in gut=Spender und böse=nichtspender unterteilt werden kann.

    aber leider nicht genug.

    Zu dem Thema ist an entsprechender Stelle schon ausgiebeig diskutiert worden.

    Nachlesen?

    Da haben eine Menge Leute eine Menge guter Gründe...

    Ich nehme weder Organspenden an, noch spende ich freiwillig meine Organe, nennt es Egoistisch aber ich kann nicht mit dem Gedanken existieren, das meine Nieren, Mein Herz oder Teile meiner Haut in einem anderen Menschen weiter"leben"...
    Hat sowohl Religöse als auch andere persönliche Gründe..
    Mal aus dem Schubladendenken rauskriechen und erkennen, das jeder Mensch vielschichtig ist, und nicht einfach in gut=Spender und böse=nichtspender unterteilt werden kann.

  6. In Siebenmeilenstiefeln bewegt sich diese Gesellschaft in eine "schöne neue Welt". Traut die Politik den Bürgern nicht mehr zu, aus eigenen Überlegungen heraus eine Organspende zu befürworten oder ablehnen zu können? Selbst wenn eine Person sich keine Gedanken über Organspenden gemacht hat, muss dies akzeptiert werden.

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