Strahlenschäden: Forscher kommen einer Arznei für Strahlenopfer näher
Für Menschen, die lebensgefährlichen Strahlendosen ausgesetzt waren, kommt meist jede Hilfe zu spät. Erstmals wirkte nun bei Mäusen eine Therapie gegen Strahlenschäden.
Der Tod kommt in Etappen, nach Tagen oder wenigen Wochen. Körperzellen sterben, das Knochenmark wird zerstört. Erkrankte müssen erbrechen, ihnen ist schwindelig, sie sind schwach, vielleicht fiebrig. Innere Blutungen folgen, das Magen- und Darmgewebe bricht auf. Bakterien sorgen ungehindert für neue Krankheitsherde bis Organe versagen und der Mensch stirbt. Mediziner sind hilflos. Wer hoher ionisierender Strahlung durch radioaktive Stoffe ausgesetzt gewesen ist, hat kaum eine Chance zu überleben.
"Die meisten Medikamente nutzen wenig gegen hohe Strahlung und müssen in kürzester Zeit verabreicht werden, um überhaupt einen positiven Effekt zu haben", sagt Eva Guinan vom Dana-Farber Krebsinstitut im amerikanischen Boston. Nicht allein der GAU im Atomkraftwerk Fukushima-1 an Japans Ostküste zeige, wie nötig aber Arzneien werden könnten: "Es gibt ein großes Interesse an der Behandlung von Strahlenschäden, egal ob sie nun durch einen Reaktorunfall, Terrorismus oder in geringerem Ausmaß durch einen fehlerhaften Computertomografen ausgelöst wurden."
Gemeinsam mit ihrem Kollegen Ofer Levy, der am Bostoner Kinderklinkum arbeitet , sucht Guinan nach einer Therapie. Sie könnten fündig geworden sein. Mäuse haben sie bereits mit ihrem Ansatz erfolgreich behandelt, wie ihre Studie zeigt, die das Magazin Science Translational Medicine veröffentlicht hat . Zunächst setzten die Forscher Mäuse einer Strahlung von sieben Gray aus, einer auch für Menschen meist tödlichen Dosis. Nach 30 Tagen überlebten nur 5 von 110 Mäusen. Anschließend verabreichten die Mediziner gleich stark bestrahlten Tieren neben einem Antibiotikum auch eine künstlich hergestellte Variante eines Proteins, mit dem auch das menschliche Immunsystem Infektionen bekämpft. Rund 80 Prozent der Mäuse, die zweimal am Tag mit dem Antibiotika-Protein-Cocktail behandelt worden waren, überlebten die ersten 30 Tage. Siebzehn Tiere therapierten die Mediziner weiter. Die Tiere überlebten so lange, bis die Forscher die Therapie einstellten – einmal nach vier Monaten und einmal nach acht Monaten.
"Es fehlen Aussagen zu Nebenwirkungen"
"Menschen vertragen prinzipiell sowohl das Antibiotikum als auch das Protein", sagt der Studienleiter Ofer Levy. Krebspatienten und andere Schwerkranke seien bereits mit je einem der Stoffe behandelt worden. In Kombination könnten sie also auch menschlichen Strahlenopfern helfen.
- Direkte Strahlenschäden
Die Strahlenschutzexperten unterscheiden zwischen deterministischen und stochastischen Strahlenschäden. Mit dem ersten sind Symptome gemeint, die unmittelbar nach einer Strahlenexposition auftreten, wie Übelkeit und verbrennungsartige Hautrötungen. Solche Schäden treten fast immer nur dann auf, wenn ein bestimmter Schwellenwert überschritten wurde, wenn zu viele Zellen eines Gewebes beschädigt worden sind. Experten sprechen von einer Schwellendosis, die im schlimmsten Fall zum Tode führen kann.
- Indirekte
-
Durch die Nahrung kann eine solch lebensgefährliche Schwelle kaum überschritten werden. Essen wir radioaktiv belastetes Gemüse, wird das eher später nach Jahren oder Jahrzehnten negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben – wenn überhaupt.
Diese Strahlenschäden lassen sich nur in Wahrscheinlichkeiten ausdrücken: Wie wahrscheinlich ist es nach einer Strahlenexposition X im Zeitraum Y an der Krankheit Z zu erkranken? Zu den möglichen Symptomen zählen etwa Unfruchtbarkeit, Trübungen der Augenlinsen oder Krebs, die auch erst Jahre nach einer erhöhten Belastung auftreten können. Auch Schäden an Neugeborgenen fallen darunter.
Wie schädlich eine Strahlung ist, lässt sich also nicht genau festlegen: Person A hat im März 2011 die Strahlendosis B abbekommen und wird im Jahr C an Krebs erkranken – solche Aussagen sind unmöglich! Es gibt keine Regel anhand der sich sagen lässt, ab welcher Dosis eine Person erkrankt und ob das überhaupt jemals der Fall sein wird.
- Erbgut
-
Die Strahlen, die von radioaktiven Stoffen ausgehen, können direkt bestimmte Zellbestandteile verändern oder indirekt freie Radikale aus dem Wasser in der Zelle bilden, die dann das Gewebe beschädigen können. Am empfindlichsten ist das Erbgut (DNA). Die Strahlung kann etwa die DNA-Kette brechen oder den Code verändern. Nicht immer ist Radioaktivität Schuld an solchen Mutationen, auch Hitze, mechanische Kräfte oder chemische Stoffe können sie auslösen. Das körpereigene Reparatursystem des Menschen behebt jeden Tag zig Billionen Erbgutschädigungen.
Gelingt eine Reparatur nicht, kann der Körper immer noch die Möglichkeit ergreifen, die betroffene Zelle vom Zellverbund auszuschließen. Schließt ein Organismus die beschädigte Zelle nicht aus, kann das bei den folgenden Zellteilungen schwerwiegende Folgen haben, da sich die Mutation auf die Nachkommen dieser Zelle übertragen. Krebs ist eine mögliche Spätfolge davon.
Für die Mediziner ist es im Nachhinein aber kaum möglich, zu rekonstruieren, ob der Auslöser für eine Tumorerkrankung eine erhöhte Strahlenbelastung oder ein sonstiger Faktor ist.
- Medizin
-
Radioaktivität wird nur selten mit Gesundheit in Verbindung gebracht. Und doch nutzt die Medizin sie vielfach. Die Strahlung von Radionukliden wird etwa eingesetzt, um das Wachstum von Tumoren zu hemmen oder um die Durchblutung von Gewebe sichtbar zu machen.
In der Geschichte finden sich auch einige Negativbeispiele zur medizinischen Anwendung von radioaktiven Stoffen, die es so heute sicher nicht mehr geben würde: So sollten etwa Hüftgürtel mit Radium gegen Rheuma helfen, eine Zahnpasta mit dem Element sollte für gesundes Zahnfleisch sorgen, radioaktive Einlegesohlen sollten die Füße pflegen und ein radiumhaltiges Haarwasser gegen Haarausfall vorbeugen. (ska)
Doch es gibt noch deutliche Einschränkungen: "Die Studie untersucht nur das Überleben nach sehr hoher und gleichmäßiger Ganzkörperstrahlenexposition bei Mäusen", sagt der Nuklearmediziner Christoph Reiners. "Die Effekte beim Menschen können unterschiedlich sein, zudem ist die Exposition nach Strahlenunfällen meist ungleichmäßig und innerhalb eines breiten Dosisbereichs." Zwar hält der ärztliche Direktor des Uniklinikums Würzburg den Ansatz der amerikanischen Forscher durchaus für vernünftig, aber: "Es fehlen allein schon die Aussagen zu Nebenwirkungen."
Wie wirkt die Probetherapie der US-Forscher überhaupt? Das Protein, das Guinan und Levy den Mäusen verabreichten, nennt sich BPI ( Bactericidal/permeability increasing protein ). Es wird von bestimmten weißen Blutkörperchen ausgeschüttet, um Bakterien auszuschalten und Entzündungen zu verhindern. Wird der menschliche Körper extremer Strahlung ausgesetzt, verliert er die Fähigkeit, weiße Blutkörperchen zu produzieren. Bakterien haben dann ein leichtes Spiel. BPI kann sie nicht mehr aufhalten, und vom geschädigten Darmgewebe eines Strahlenopfers aus verteilen sich die Erreger über das Blut im ganzen Körper. "Ein perfekter Sturm aus krankheitsfördernden Ereignissen", sagt die Medizinerin Guinan.






Werde n zerlegte organische Verbindungen vollautomatisch wieder zusammengesetzt? Mir scheint der Artikel seinen Ursprung in der Lobbyistenecke zu haben. Sicher wird man einige Opfer mit medizinischen Mitteln vermeiden können. An der prinzipiellen Gefahr wird man jedoch nichts drehen können.
Im Artikel wird doch an keiner Stelle behauptet, dass man von nun an alle Strahlungsschäden behandeln kann. Ganz im Gegenteil. Es wird deutlich herausgestellt, dass dies nur ein erster kleiner Schritt ist, um besser zu verstehen wie durch eine hohe Strahlungsdosis geschädigte Organismen therapiert werden könnten, um ihre Überlebenschancen zu erhöhen.
Tobitum hat völlig recht mit seiner Bemerkung, dass es hier nicht um die Strahlenschäden geht, wie sie nun nach Fukushima zu befürchten sind. Dieser Artikel behandelt deterministische Schäden, also akute Strahlenschäden, die ab einer bestimmten Höhe auch zum Tod führen.
Die in Fukushima befürchteten Auswirkungen sind sog. stochastische Schäden, also mögliche Erhöhungen der Inzidenz von Tumoren und Leukämie in den belasteten Populationen.
Dass dies falsch verstanden wurde liegt aber auch daran, dass im Artikel selbst auf Fukushima bezug genommen wurde, was in dem Kontext absolut unsinnig ist. In Fukushima gab es, bis auf zwei Personen mit lokalem sog. "Betaburn" keine akuten Strahlenschäden.
Im Artikel wird doch an keiner Stelle behauptet, dass man von nun an alle Strahlungsschäden behandeln kann. Ganz im Gegenteil. Es wird deutlich herausgestellt, dass dies nur ein erster kleiner Schritt ist, um besser zu verstehen wie durch eine hohe Strahlungsdosis geschädigte Organismen therapiert werden könnten, um ihre Überlebenschancen zu erhöhen.
Tobitum hat völlig recht mit seiner Bemerkung, dass es hier nicht um die Strahlenschäden geht, wie sie nun nach Fukushima zu befürchten sind. Dieser Artikel behandelt deterministische Schäden, also akute Strahlenschäden, die ab einer bestimmten Höhe auch zum Tod führen.
Die in Fukushima befürchteten Auswirkungen sind sog. stochastische Schäden, also mögliche Erhöhungen der Inzidenz von Tumoren und Leukämie in den belasteten Populationen.
Dass dies falsch verstanden wurde liegt aber auch daran, dass im Artikel selbst auf Fukushima bezug genommen wurde, was in dem Kontext absolut unsinnig ist. In Fukushima gab es, bis auf zwei Personen mit lokalem sog. "Betaburn" keine akuten Strahlenschäden.
Im Artikel wird doch an keiner Stelle behauptet, dass man von nun an alle Strahlungsschäden behandeln kann. Ganz im Gegenteil. Es wird deutlich herausgestellt, dass dies nur ein erster kleiner Schritt ist, um besser zu verstehen wie durch eine hohe Strahlungsdosis geschädigte Organismen therapiert werden könnten, um ihre Überlebenschancen zu erhöhen.
@Bulldogge: Bei Ihrer Kritik am Konsumverhalten unserer Gesellschaft stimme ich absolut zu! Aber Konsum hat nichts mit Wissenschaft zu tun. Objektive Wissenschaft ist auch ohne Konsum nötig, ist auch ohne Atomkraftwerke und durch diese erzeugte Schäden, notwendig. Denn gute Wissenschaft strebt danach, Verbesserungen zu erzielen und nur weil einige Wissenschaftler über die Stränge schlagen, heißt das nicht, dass man deshalb die gesamte Wissenschaft als Mythos und unobjektiv verteufeln muss.
... weil mit dem Etikett "Objektivität" normale menschliche Regungen wie Mitgefühl ausgeklammert werden. Jantiff hat schon Recht, wenn er sich über Tierversuche und das dadurch verursachte Leid aufregt.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass bei Forschungsarbeiten, die objektiv und ohne Mitgefühl durchgeführt werden, Ergebnisse rauskommen, die uns langfristig wirklich ein qualitativ bessres Leben bescheren.
Arzneien lassen sich bestimmt auch auf andere Weise gewinnen.
Auf grausame Weise gewonnene Erkenntnisse sind meiner Ansicht nach immer nur vorläufige, weil verzerrte.
Das Streben nach dieser Art von Erkenntnissen wird zwar in unserer Gesellschaft hoch gehalten, ist aber nicht wirklich sinnstiftend. Dann muss man den Lebenssinn woanders suchen, unter anderem eben im Warenkonsum.
Daher hängen Wissenschaftliches Denken als Aushängeschild unserer Geisteskultur und Konsumhaltung als Ausdruck unserer Gesellschaft schon zusammen.
... weil mit dem Etikett "Objektivität" normale menschliche Regungen wie Mitgefühl ausgeklammert werden. Jantiff hat schon Recht, wenn er sich über Tierversuche und das dadurch verursachte Leid aufregt.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass bei Forschungsarbeiten, die objektiv und ohne Mitgefühl durchgeführt werden, Ergebnisse rauskommen, die uns langfristig wirklich ein qualitativ bessres Leben bescheren.
Arzneien lassen sich bestimmt auch auf andere Weise gewinnen.
Auf grausame Weise gewonnene Erkenntnisse sind meiner Ansicht nach immer nur vorläufige, weil verzerrte.
Das Streben nach dieser Art von Erkenntnissen wird zwar in unserer Gesellschaft hoch gehalten, ist aber nicht wirklich sinnstiftend. Dann muss man den Lebenssinn woanders suchen, unter anderem eben im Warenkonsum.
Daher hängen Wissenschaftliches Denken als Aushängeschild unserer Geisteskultur und Konsumhaltung als Ausdruck unserer Gesellschaft schon zusammen.
... dass sie KEINERLEI medikamente zu sich nehmen! nicht das kleinste kopfschmerzmittelchen und im falle einer dicken erkältung auch keine antibiotika!
denn falls sie es doch tun, sind ihre äußerungen absolut lachhaft.
medizin ohne tierversuche ist unmöglich und man wird auch niemals drumherumkommen. wenn es ihnen nicht passt ist die einzige möglichkeit dem zu entgehen die völlige enthaltung in sachen medikamenten!
und wenn sie so eine ... rede halten, wie hier, wäre es doch extrem peinlich, wenn sie selbst gegen ihre prinzipien verstoßen.
ich bin für tierversuche und habe dabei kein schlechtes gewissen!
... statt Antibiotika darf ich aber noch einnehmen, oder?
Aber mal im Ernst: Die Hinnahme ausgewählter Tierversuche für Krankheiten die in großem Maße Menschen quälen, ist schon was anderes als die Aktzeptanz von Tierversuchen, die offensichtlich nur der Doktorarbeit weniger dient!
... statt Antibiotika darf ich aber noch einnehmen, oder?
Aber mal im Ernst: Die Hinnahme ausgewählter Tierversuche für Krankheiten die in großem Maße Menschen quälen, ist schon was anderes als die Aktzeptanz von Tierversuchen, die offensichtlich nur der Doktorarbeit weniger dient!
@Luquegana:
Wenn Sie Medizinhistoriker wie Sigerist, Inglis, Dubos, Beddow Baily, Illich lesen, dann erfahren Sie übereinstimmend, dass der Tierversuch keine überragende Rolle gespielt hat bei großen medizinischen Entwicklungen. Es gab also noch andere Forschungsmethoden zum Erkenntnisgewinn als das Krankmachen von Mäusen. Folglich darf ich also auch guten Gewissens gegen Tierversuche sein.
Dass allein im 20. Jahrhundert Hunderttausende Medikamente auf den Markt kamen, für die immer mehr Tiere geopfert wurden, bedeutet nicht zwangsläufig mehr Gesundheit, wie absolute Zahlen belegen. Den sonst müssten ja zumindest in den USA, dem Mekka des humanmed. Experiments an Tieren (1971: ca: 70 - 100 Mio. Tiere) die Menschen davon am meisten profitiert haben.
Das Gegenteil ist der Fall: 12 Personen von 100.000 starben in den USA 1900 an Diabetes, 70 Jahre später, nachdem man in den USA Millionen Tieren die Bauchspeicheldrüse verstümmelt hatte, waren es mehr als doppelt so viele auf 100.000 Personen. Bei anderen Volkskrankheiten sieht es - nicht nur in in diesem Land - noch verheerender aus: Weitere 40 Jahre später, 2011, geht man von einer weiteren Verdopplung der Krebserkrankungen in den nächsten Jahrzehnten aus, die man dann vermutlich mit noch mehr Tierversuchen zu „bekämpfen“ versucht.
Hier sollten wir uns fragen, ob dieser „Fortschritt“ auch ohne das naturwissenschaftlich reduktionistische Denken, dass dem Tierexperiment ja erst den Boden bereitet hat, möglich gewesen wäre.
„Ein genauer Blick in die Geschichte der Medizin enthüllt, dass Verbesserungen der menschlichen Gesundheit wenig mit Tierversuchen zu tun haben und dass solche Versuche in manchen Fällen die Entwicklung hilfreicher präventiver Medikamente verzögert haben.“
Peter S. Wenz
„Ein ganzes Jahrtausend Tierversuche hat für keine einzige menschliche Krankheit eine Heilmethode gebracht, dagegen mehr neue menschliche Leiden produziert, als man aufzählen kann.“
Hans Ruesch
„Tierversuche sind für wissenschaftlichen Fortschritt nicht notwendig. In der Astronomie gibt es große wissenschaftliche Fortschritte, obwohl man keine Versuche durchführen kann. Man ist auf geduldige Beobachtung, Statistik, Theoriearbeit und Computersimulation angewiesen. Fortschritte gibt es offensichtlich auch ohne Tierversuche, die wesentliche Frage ist, ob Fortschritt durch Tierleid erkauft werden darf.“
Martin Balluch
... weil mit dem Etikett "Objektivität" normale menschliche Regungen wie Mitgefühl ausgeklammert werden. Jantiff hat schon Recht, wenn er sich über Tierversuche und das dadurch verursachte Leid aufregt.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass bei Forschungsarbeiten, die objektiv und ohne Mitgefühl durchgeführt werden, Ergebnisse rauskommen, die uns langfristig wirklich ein qualitativ bessres Leben bescheren.
Arzneien lassen sich bestimmt auch auf andere Weise gewinnen.
Auf grausame Weise gewonnene Erkenntnisse sind meiner Ansicht nach immer nur vorläufige, weil verzerrte.
Das Streben nach dieser Art von Erkenntnissen wird zwar in unserer Gesellschaft hoch gehalten, ist aber nicht wirklich sinnstiftend. Dann muss man den Lebenssinn woanders suchen, unter anderem eben im Warenkonsum.
Daher hängen Wissenschaftliches Denken als Aushängeschild unserer Geisteskultur und Konsumhaltung als Ausdruck unserer Gesellschaft schon zusammen.
@Bulldogge: Ich nehme an, Sie sind nie wirklich mit Wissenschaft in Berührung gekommen, ansonsten wüssten Sie, dass nicht jede Art von Wissenschaft das grausame Quälen von Tieren beinhaltet. Ich muss hier zwar auch Luquegana recht geben: ohne Tierversuche keine Medikamente (oder kennen Sie Menschen, die sich anstelle der Tiere als Tester zur Verfügung stellen?). Doch denke ich, dass die Medikamenten- und Kosmetikforschung und zugehörige Tierversuche durchaus noch weiter eingeschränkt werden könnten.
Es gibt aber durchaus Forschung, die uns weiterbringt: der Computer, an dem Sie Ihre Kommentare schreiben, wäre z. B. ohne objektive/logische Forschung niemals entstanden, dennoch waren bei seiner Entwicklung wahrscheinlich keine Tierversuche beteiligt. Zum Konsumverhalten kann ich nur sagen, dass ich selbst beruflich wissenschaftlich arbeite und denke, aber trotzdem die in unserer Gesellschaft vorherrschende Konsumhaltung ablehne.
@Bulldogge: Ich nehme an, Sie sind nie wirklich mit Wissenschaft in Berührung gekommen, ansonsten wüssten Sie, dass nicht jede Art von Wissenschaft das grausame Quälen von Tieren beinhaltet. Ich muss hier zwar auch Luquegana recht geben: ohne Tierversuche keine Medikamente (oder kennen Sie Menschen, die sich anstelle der Tiere als Tester zur Verfügung stellen?). Doch denke ich, dass die Medikamenten- und Kosmetikforschung und zugehörige Tierversuche durchaus noch weiter eingeschränkt werden könnten.
Es gibt aber durchaus Forschung, die uns weiterbringt: der Computer, an dem Sie Ihre Kommentare schreiben, wäre z. B. ohne objektive/logische Forschung niemals entstanden, dennoch waren bei seiner Entwicklung wahrscheinlich keine Tierversuche beteiligt. Zum Konsumverhalten kann ich nur sagen, dass ich selbst beruflich wissenschaftlich arbeite und denke, aber trotzdem die in unserer Gesellschaft vorherrschende Konsumhaltung ablehne.
@Bulldogge: Ich nehme an, Sie sind nie wirklich mit Wissenschaft in Berührung gekommen, ansonsten wüssten Sie, dass nicht jede Art von Wissenschaft das grausame Quälen von Tieren beinhaltet. Ich muss hier zwar auch Luquegana recht geben: ohne Tierversuche keine Medikamente (oder kennen Sie Menschen, die sich anstelle der Tiere als Tester zur Verfügung stellen?). Doch denke ich, dass die Medikamenten- und Kosmetikforschung und zugehörige Tierversuche durchaus noch weiter eingeschränkt werden könnten.
Es gibt aber durchaus Forschung, die uns weiterbringt: der Computer, an dem Sie Ihre Kommentare schreiben, wäre z. B. ohne objektive/logische Forschung niemals entstanden, dennoch waren bei seiner Entwicklung wahrscheinlich keine Tierversuche beteiligt. Zum Konsumverhalten kann ich nur sagen, dass ich selbst beruflich wissenschaftlich arbeite und denke, aber trotzdem die in unserer Gesellschaft vorherrschende Konsumhaltung ablehne.
Der objektive Ansatz ist in jeder Wissenschaft derselbe, auch wenn nicht jeder Forscher Tierversuche macht. Tierversuche sind jedoch ein Hinweis, dass mit diesem Ansatz generell etwas nicht stimmt.
Im med.-pharm. Bereich hat kein "seriöser" Wissenschaftler den Mut, auf Tierversuche zu verzichten, weil sich ihm dabei das Herz im Leibe umdreht. Statt dessen wird gebetsmühlenartig wiederholt: ohne Tierversuche keine Medikamente. Der Gedanke, dass das Leid der Tiere in den Medikamenten präsent sein könnte, ist dem objektiven Denken fremd, wird als Hirngespinst abgetan.
Krankheit wird heute beinahe schon als Normalzustand empfunden. Dies trotz aller Forschung. Krankheit sollte aber die Ausnahme sein, nicht der Normalfall.
Das wissenschaftliche Denken hat uns ein Weltbild beschert, mit dem der normale Mensch nicht zurechtkommt, weil dabei wesentliche Bereiche unseres Bewusstseins ignoriert werden. Deshalb sucht er Ersatzbefriedigungen (im Konsum) oder wird krank. Die aus dem wissenschaftlichen Denken entwickelte Technik erleichtert das Leben und hat eine gewisse Faszination, was die Nachteile der "objektiven Wissenschaften" verschleiert.
Es liegt in der Natur des Menschen, Erkenntnisse zu gewinnen. Ich bin aber der Ansicht, dass die Art, wie wir zur Zeit Erkenntnisse gewinnen, hinterfragt und verbessert werden müsste.
Der objektive Ansatz ist in jeder Wissenschaft derselbe, auch wenn nicht jeder Forscher Tierversuche macht. Tierversuche sind jedoch ein Hinweis, dass mit diesem Ansatz generell etwas nicht stimmt.
Im med.-pharm. Bereich hat kein "seriöser" Wissenschaftler den Mut, auf Tierversuche zu verzichten, weil sich ihm dabei das Herz im Leibe umdreht. Statt dessen wird gebetsmühlenartig wiederholt: ohne Tierversuche keine Medikamente. Der Gedanke, dass das Leid der Tiere in den Medikamenten präsent sein könnte, ist dem objektiven Denken fremd, wird als Hirngespinst abgetan.
Krankheit wird heute beinahe schon als Normalzustand empfunden. Dies trotz aller Forschung. Krankheit sollte aber die Ausnahme sein, nicht der Normalfall.
Das wissenschaftliche Denken hat uns ein Weltbild beschert, mit dem der normale Mensch nicht zurechtkommt, weil dabei wesentliche Bereiche unseres Bewusstseins ignoriert werden. Deshalb sucht er Ersatzbefriedigungen (im Konsum) oder wird krank. Die aus dem wissenschaftlichen Denken entwickelte Technik erleichtert das Leben und hat eine gewisse Faszination, was die Nachteile der "objektiven Wissenschaften" verschleiert.
Es liegt in der Natur des Menschen, Erkenntnisse zu gewinnen. Ich bin aber der Ansicht, dass die Art, wie wir zur Zeit Erkenntnisse gewinnen, hinterfragt und verbessert werden müsste.
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