Stellungnahme: Ethikrat sieht Intersexuelle nicht mehr als Kranke per se
Der Ethikrat hat sich zur Situation intersexueller Menschen geäußert. Trotz guter Vorschläge löst der Rat aber auch die aktuelle Behandlungspraxis nicht völlig auf.
Es wäre auch anders gegangen. In der Vergangenheit hat der Deutsche Ethikrat konkrete Gesetze vorgeschlagen und ausdrücklich Verbote gefordert. Seine Empfehlungen in der heute erschienenen Stellungnahme zur Intersexualität jedoch sind vor allem eins: unverbindlich. Damit stößt das Gremium all jene intergeschlechtlichen Menschen vor den Kopf, die seit Jahrzehnten darum kämpfen, nicht länger als Kranke stigmatisiert und bevormundet zu werden.
Auf den ersten Blick kommt der Ethikrat Intersexuellen weit entgegen. Er empfiehlt Kompetenzzentren und Betreuungsstellen, Peer-to-Peer-Beratung, Geld für Selbsthilfegruppen und einen Fonds für "Anerkennung und Hilfe". Patientenakten sollen länger aufbewahrt werden, Verjährungsfristen bis zur Volljährigkeit ruhen. Das Gremium fordert, Mediziner, Psychologen und Hebammen besser auszubilden, die Öffentlichkeit aufzuklären und bürokratische Hürden abzubauen, etwa bei der Erstattung von Medikamentenkosten. Erwähnung findet sogar die zukunftsweisende Idee, den Zweck von Geschlechtseinträgen in Pass und Personalausweis einmal grundsätzlich zu überdenken.
All diese Vorschläge sind wichtig und sinnvoll. Jedoch werden sie Intersexuellen künftiger Generationen nicht helfen, da die Stellungnahme im Grunde die aktuelle Behandlungspraxis zementiert. Wo sich viele Betroffene und Experten – sowie die UN-Ausschüsse gegen Folter und für die Beseitigung der Diskriminierung der Frau – verbindlichen Schutz erhofft hatten, bleiben die Empfehlungen des Ethikrats schwammig. Seine Mitglieder haben die Chance verpasst, die Eingriffe im Kindheitsalter zur absoluten Ausnahme und das Abwarten zur Regel zu erklären.
Ausgenommen sind Menschen mit adrenogenitalen Syndrom
In Deutschland leben Schätzungen zufolge 100.000 intersexuelle Menschen. Von 200 Babys kommt eins mit einer besonderen Geschlechtsentwicklung zur Welt, etwa einer großen Klitoris oder einem kleinen Penis. Bei manchen Kindern, die äußerlich wie Mädchen wirken, finden sich im Bauch Hoden statt Eierstöcke. Einige Länder wie Indien haben sich bereits vor Jahren politisch mit dem Phänomen auseinandergesetzt und erkennen heute beispielsweise ein drittes Geschlecht an. In Deutschland beschäftigt sich seit 2010 der Ethikrat mit Intersexualität.
- Intersexualität
Am Anfang sind wir alle Zwitter: Bis zur sechsten Schwangerschaftswoche trägt jeder Fötus Anlagen für beide Geschlechter in sich. Erst danach prägen die Gene ein männliches oder weibliches Wesen. Die Chromosomenpaarung XY lässt Hoden und später den Penis wachsen, ein XX-Chromosomenpaar Eierstöcke, Gebärmutter und Klitoris. Manchmal aber fehlen Chromosomen oder sind überzählig. Oder Enzyme versagen ihren Dienst, Hormone fallen aus. Ärzte zählen mehr als ein Dutzend verschiedener Ursachen für Intersexualität. Zu den häufigeren gehören das Turner-Syndrom und das Klinefelter-Syndrom mit weiblichem beziehungsweise männlichem Erscheinungsbild. Menschen mit einer Androgen-Resistenz kommen äußerlich als Mädchen zur Welt, obwohl sie männliche Erbanlagen tragen und Hoden im Körperinneren haben. Mit Transsexualität – dem Gefühl, im Körper eines falschen Geschlechts zu leben – hat Intersexualität medizinisch nichts zu tun.
- Ethikrat und Intersexualität
Seit 2010 beschäftigt sich der Deutsche Ethikrat mit dem Thema Intersexualität. Den Auftrag dazu erteilte ihm die Bundesregierung. Vorausgegangen war eine Mahnung des CEDAW-Ausschusses der Vereinten Nationen, Deutschland möge mit intergeschlechtlichen Menschen in einen Dialog treten. Für seine nun erschienene Stellungnahme hat der Ethikrat eine öffentliche Anhörung, eine Online-Befragung sowie Fachbeiträge von Experten ausgewertet.
- Stellungnahme
In seiner Stellungnahme beschäftigt sich der Ethikrat mit medizinischen und juristischen Aspekten der Intersexualität. Am weitesten reicht seine Forderung, intersexuellen Menschen einen dritten Geschlechtseintrag zu ermöglichen. Demnach könnte künftig also im Pass neben "weiblich" und "männlich" eine andere Kategorie erlaubt sein. Organisationen wie die Internationale Vereinigung intersexueller Menschen (IVIM) bemängeln, dass zuvor ein Arzt die Intersexualität bestätigen muss. IVIM und andere Aktivistengruppen plädieren für eine Abschaffung des Geschlechtseintrags.
Das Thema ist komplex. Der strittigste Punkt ist das Wohl der betroffenen Kinder. Um ihnen ein "normales Leben" zu ermöglichen, raten viele Ärzte bis heute zu einer frühen Operation. Aktivisten, etwa von der Internationalen Vereinigung Intergeschlechtlicher Menschen (IVIM), Intersexuelle Menschen e.V. oder Zwischengeschlecht widersprechen: Was die Betroffenen selbst wollen, lasse sich unmöglich vorhersagen, und oft mache sie erst die medizinische Behandlung zu chronischen Patienten. Tatsächlich ist Intersexualität nach heutigem Kenntnisstand keine Krankheit per se.
Eine Ausnahme ist das adrenogenitale Syndrom (AGS), bei dem die Nebennierenrinde manche Hormone gar nicht, andere in großen Mengen produziert. Der Hormonmangel kann lebensbedrohlich werden. Niemand würde den Betroffenen in dieser Situation ihre Medikamente verweigern wollen. Der Hormonüberschuss hingegen sorgt für eine "Vermännlichung" des Genitals, und es ist die chirurgische Behandlung dieser Kinder, die den größten Protest hervorruft. Zu Recht kritisieren Aktivisten die Willkür von Ärzten und Eltern: Die Klitoris ist zu groß, die Scheide zu eng.






...ist sowieso ein Lacher. Als ob es sowas wie absolute, verbindliche Ethik gäbe. Gerade in Grenzbereichen (und nur dort würde er überhaupt Sinn machen) versagt er.
Wir sollten ihn einstampfen.
Chirugische Eingriffe die derart umstritten sind, sollten unterlassen werden. In welche juristische Kategorie fällt eigentlich die Verstümmelung des männl. Geschlechtsorgans ala "Beschneidung", welches in einigen Religionen auch in D praktiziert wird? Das ist irgendwie nie ein Thema, oder darf das hier nur im Erwachsenenalter gemacht werden?
Da die Beschneidung bei Männern keien Verstümmlung ist, wird sie auch nicht als solche geahndet.
ist nicht wirklich eine Verstümmelung, wohl aber im strengen Sinn eine Körperverletzung, dennoch wird sie praktiziert. Machen Sie was dagegen!
Da die Beschneidung bei Männern keien Verstümmlung ist, wird sie auch nicht als solche geahndet.
ist nicht wirklich eine Verstümmelung, wohl aber im strengen Sinn eine Körperverletzung, dennoch wird sie praktiziert. Machen Sie was dagegen!
beruft sich die hier formulierte Intervention? Wenn es in Deutschland 100.000 Intersexuelle Menschen gibt, wieviele davon fühlen sich durch Aktivisten vertreten? Mir ist bei so einem Vortrag nicht klar, warum z.B. Betroffenennetzwerke stärker berücksichtigt werden sollen, als z.B. die Entscheidungen der betroffenen Eltern, die immerhin als Erziehungsberechtigte einen klaren Rechtsstatus haben. Selbstorganisierte Initiativen müssten hier doch irgendeine Form des repräsentativen Mandats haben, ober nicht? Und wieso sollte die Meinung australischer Kinderärzte ausschlagebender sein für einen deutschen Ethikrat als die Meinung deutscher oder wenigstens europäischer Kinderärzte?
Bei solchen wenig bekannten Themen, finde ich, müsste für Aussenstehende deutlicher erklärt werden, auf welchen gesellschaftlich und politisch allgemein akzeptierten Prinzipien die Willensbildung und Kritik basiert.
Das Wohl des Kindes muss entscheidend sein und das können die Eltern kaum einschätzen. In aller Regel werden sie sich auf die Empfehlungen der Ärzte verlassen müssen und ob für diese nun eine bessere Situation zu erwarten ist bestreitet eben der Artikel.
Dem Erziehungsrecht wird in Deutschland häufig eine viel zu hohe Bedeutung eingeräumt, so dass Kinder erst nach erheblichen Schäden Unterstützung erhalten. Beim vorliegenden Thema sind diese Schäden dann eben i.d.R. irreversiebel obwohl man regelmäßig bis in die Pupertät abwarten könnte, so dass eine Beteiligung der Betroffenen möglich wäre.
Im Falle der angesprochenen Eingriffsbedingten funktionalen Einschränkungen sind diese meiner Ansicht nach übrigens mit einem Begriff korrekt beschrieben, der das Thema nach üblichen deutschen ethischen Maßstäben wesentlich anschaulicher macht: Genitalverstümmelung.
Das Wohl des Kindes muss entscheidend sein und das können die Eltern kaum einschätzen. In aller Regel werden sie sich auf die Empfehlungen der Ärzte verlassen müssen und ob für diese nun eine bessere Situation zu erwarten ist bestreitet eben der Artikel.
Dem Erziehungsrecht wird in Deutschland häufig eine viel zu hohe Bedeutung eingeräumt, so dass Kinder erst nach erheblichen Schäden Unterstützung erhalten. Beim vorliegenden Thema sind diese Schäden dann eben i.d.R. irreversiebel obwohl man regelmäßig bis in die Pupertät abwarten könnte, so dass eine Beteiligung der Betroffenen möglich wäre.
Im Falle der angesprochenen Eingriffsbedingten funktionalen Einschränkungen sind diese meiner Ansicht nach übrigens mit einem Begriff korrekt beschrieben, der das Thema nach üblichen deutschen ethischen Maßstäben wesentlich anschaulicher macht: Genitalverstümmelung.
'Vor 200 Jahren tauchte im Allgemeinen Preußischen Landrecht noch ein drittes Geschlecht auf - ein "Zwitterparagraf" regelte die Rechte der Hermaphroditen, Menschen die mit uneindeutigen Geschlechtsmerkmalen zur Welt kamen.' http://www.dradio.de/dkul...
Anhand des aktuellen Rückschritts des Ethikrats könnte sich auch die Frage anschließen, inwieweit die allgemeine Wissenschafts- und Technikgläubigkeit zur Regelwut einer geschlechtlichen Eindeutigkeit inklusive der damit verbundenen Menschenrechtsverletzungen beiträgt.
Was ist eigentlich so furchtbar bedrohlich an der Vorstellung, daß es mehr als zwei Geschlechter gibt?
aber der bürokratische mehraufwand ;-PPP
Gibts doch gar nicht.
Eine nicht eindeutige Aussprägung oder eine Ausprägung von Merkmalen beider Geschlechter ist doch kein drittes Geschlecht.
Das hat doch nichts mit "Wissenschafts- und Technikgläubigkeit" zu tun. Gerade die Wissenschaft (Genetik und Entwicklungsbiologie) ist es doch, die diese Phänomene untersucht und erklärt hat und damit den Mythos der 2 Geschlechter zerstört.
Das, was Sie zurecht kritisieren, ist der Fehlschluss, dass jede "Abweichung von der gesellschaftlichen Norm" behandelt werden müsse, nur weil es möglich ist.
Das ist aber nicht "Wissenschaftsgläubigkeit", sondern eine Ethik, die soziale Konformität über die Rechte des Individuums stellt.
aber der bürokratische mehraufwand ;-PPP
Gibts doch gar nicht.
Eine nicht eindeutige Aussprägung oder eine Ausprägung von Merkmalen beider Geschlechter ist doch kein drittes Geschlecht.
Das hat doch nichts mit "Wissenschafts- und Technikgläubigkeit" zu tun. Gerade die Wissenschaft (Genetik und Entwicklungsbiologie) ist es doch, die diese Phänomene untersucht und erklärt hat und damit den Mythos der 2 Geschlechter zerstört.
Das, was Sie zurecht kritisieren, ist der Fehlschluss, dass jede "Abweichung von der gesellschaftlichen Norm" behandelt werden müsse, nur weil es möglich ist.
Das ist aber nicht "Wissenschaftsgläubigkeit", sondern eine Ethik, die soziale Konformität über die Rechte des Individuums stellt.
Man kann es nie allen recht machen!
Daraus folgt, dass auch die Empfehlungen des Ethikrates nicht allen passen. Der Artikel bringt das Unbehagen einiger zum Ausdruck. Daraus folgt aber nicht, dass nicht die meisten mit den Empfehlungen ganz zufrieden sind.
Wo ist das Problem?
Nein, eben nicht. Zu einer echten Demokratie gehört es, dass der Mensch Mensch sein kann und nicht in seiner biologischen Entfaltung eingeschränkt werden darf. Das aber passiert, wenn man an kleinen Kindern "herumoperiert" nur weil sie nicht in das schwarz-weiß/männlich-weiblich - Schema einiger passen.
Einfach den Menschen Menschen sein lassen - mit all der Vielfältigkeit, die das Menschsein hervorbringt, das ist wahre Demokratie!
"das unbehagen einiger" ist das elementare recht auf unversehrtheit und selbstbestimung der betroffenen! ich glaube nicht das sie jenen das bestreiten aber ihr kommentar wirkt etwas zu abstrakt für dieses spezielle thema. weder der ethikrat noch gar die eltern können eine wirkliche entscheidung treffen bevor sich die veschlechtliche identität des kindes entwickelt hat. die praxis dies weiterhin als krankheit zu stigmatisieren präjudiziert gleichsam einen "entscheidenden schnitt" im wortsinne. das kann fatale folgen haben- wobei sicher auch die unklare situation für den heranwachsenden menschen schwierig ist. das ist ein ganz heikles, komplizuiertes thema.
Nein, eben nicht. Zu einer echten Demokratie gehört es, dass der Mensch Mensch sein kann und nicht in seiner biologischen Entfaltung eingeschränkt werden darf. Das aber passiert, wenn man an kleinen Kindern "herumoperiert" nur weil sie nicht in das schwarz-weiß/männlich-weiblich - Schema einiger passen.
Einfach den Menschen Menschen sein lassen - mit all der Vielfältigkeit, die das Menschsein hervorbringt, das ist wahre Demokratie!
"das unbehagen einiger" ist das elementare recht auf unversehrtheit und selbstbestimung der betroffenen! ich glaube nicht das sie jenen das bestreiten aber ihr kommentar wirkt etwas zu abstrakt für dieses spezielle thema. weder der ethikrat noch gar die eltern können eine wirkliche entscheidung treffen bevor sich die veschlechtliche identität des kindes entwickelt hat. die praxis dies weiterhin als krankheit zu stigmatisieren präjudiziert gleichsam einen "entscheidenden schnitt" im wortsinne. das kann fatale folgen haben- wobei sicher auch die unklare situation für den heranwachsenden menschen schwierig ist. das ist ein ganz heikles, komplizuiertes thema.
aber der bürokratische mehraufwand ;-PPP
Es wäre aber bürokratieentlastend, wenn Geschlechtszugehörigkeit einfach aus den Formularen und Pässen gestrichen werden würde - dann gäb es auch keine Diskriminierungen mehr und wäre eine echte Erleichterung für Inter- und Transsexuelle.
Es wäre aber bürokratieentlastend, wenn Geschlechtszugehörigkeit einfach aus den Formularen und Pässen gestrichen werden würde - dann gäb es auch keine Diskriminierungen mehr und wäre eine echte Erleichterung für Inter- und Transsexuelle.
... wenn Theologen(!) über medizinisch-psychologische Probleme entscheiden. Na hoi, es kommt ein rückschrittlicher Beschluss heraus - Überraschung!!!
Nein, eben nicht. Zu einer echten Demokratie gehört es, dass der Mensch Mensch sein kann und nicht in seiner biologischen Entfaltung eingeschränkt werden darf. Das aber passiert, wenn man an kleinen Kindern "herumoperiert" nur weil sie nicht in das schwarz-weiß/männlich-weiblich - Schema einiger passen.
Einfach den Menschen Menschen sein lassen - mit all der Vielfältigkeit, die das Menschsein hervorbringt, das ist wahre Demokratie!
Will sagen: Auch wenn die Eltern entscheiden nichts zu tun, treffen sie damit eine Entscheidung.
Das Kind ist dann eventuell während seiner ganzen Kindheit und Jugend einem beständigen Rechtfertigungsdruck ausgesetzt. Wie will man den Schulkameraden, die ja selbst noch Kinder sind, verbieten das intersexuelle Kind als andersartig wahrzunehmen? Was ist, wenn es von denen gehänselt wird?
Die körperliche Entwicklung wäre zwar ungestört. Dafür könnte es sein, dass das Kind kein gesundes Selbsbewusstsein aufbauen kann und dass somit seine seelische Entwicklung Schaden nimmt.
Das ist das eigentliche Dilemma, von dem ich nicht sehe, wie man es, außer durch eine verantwortungsvolle Abwägung des jeweiligen Falls lösen kann.
Im Nachhinein lässt sich die Frage: "Was wäre gewesen wenn..." nicht mehr entscheiden.
Dann aber zu sagen: "Die Ärzte/Eltern sind schuld an..." ist mir zu einfach.
Will sagen: Auch wenn die Eltern entscheiden nichts zu tun, treffen sie damit eine Entscheidung.
Das Kind ist dann eventuell während seiner ganzen Kindheit und Jugend einem beständigen Rechtfertigungsdruck ausgesetzt. Wie will man den Schulkameraden, die ja selbst noch Kinder sind, verbieten das intersexuelle Kind als andersartig wahrzunehmen? Was ist, wenn es von denen gehänselt wird?
Die körperliche Entwicklung wäre zwar ungestört. Dafür könnte es sein, dass das Kind kein gesundes Selbsbewusstsein aufbauen kann und dass somit seine seelische Entwicklung Schaden nimmt.
Das ist das eigentliche Dilemma, von dem ich nicht sehe, wie man es, außer durch eine verantwortungsvolle Abwägung des jeweiligen Falls lösen kann.
Im Nachhinein lässt sich die Frage: "Was wäre gewesen wenn..." nicht mehr entscheiden.
Dann aber zu sagen: "Die Ärzte/Eltern sind schuld an..." ist mir zu einfach.
Es wäre aber bürokratieentlastend, wenn Geschlechtszugehörigkeit einfach aus den Formularen und Pässen gestrichen werden würde - dann gäb es auch keine Diskriminierungen mehr und wäre eine echte Erleichterung für Inter- und Transsexuelle.
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