Gesundheitspolitik Versicherte können Zahnärzte online bewerten
Mehrere gesetzliche Krankenversicherungen haben ein gemeinsames Online-Portal zur Bewertung von Zahnärzten veröffentlicht. Das soll die Arzt-Suche vereinfachen.
Millionen gesetzlich Krankenversicherter können ab sofort ihre Zahnärzte im Internet bewerten. Die Wertungen sollen anderen Patienten bei der Arztsuche helfen, teilten die Krankenkassen AOK, Barmer GEK und Techniker Krankenkasse mit. Die Patienten können die 55.000 niedergelassenen Zahnärzte in Deutschland unter anderem daraufhin bewerten, ob sie auf Ängste und Schmerzen eingehen und ob sie über die anstehenden Kosten verlässlich informieren. Die Ergebnisse werden auf einem Internetportal gesammelt.
Die Versicherten können sich mit den Angaben auf ihrer Versichertenkarte für die Online-Befragung registrieren. Der Fragebogen umfasse rund 40 gemeinsam mit Patienten entwickelte Fragen. Die Befragung sei anonym und vor Manipulationen geschützt. Diffamierungen und unsachliche Kommentare gegenüber Zahnärzten werden nicht veröffentlicht.
Bisherige Befragungen zu Haus- und Fachärzten haben ergeben, dass mehr Patienten mit den Allgemeinmedizinern zufrieden sind als mit den Fachärzten. 88 Prozent der Patienten würden ihren Hausarzt bestimmt oder wahrscheinlich weiterempfehlen, aber nur 75 Prozent den beurteilten Facharzt. 95 Prozent würden ihren Hausarzt wieder aufsuchen, aber nur 79 Prozent den beurteilten Facharzt.
- Datum 24.02.2012 - 18:17 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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Ich habe es gerade ausprobiert. Es funktioniert nicht nur für Zahnärzte, da hätte der Autor wohl mal besser recherchieren sollen.
Das war meine erste und letzte Bewertung für dieses KK-Portal. Es gibt nur - und wenige - vorgegebene Antworten auf die Fragen. Die meisten passen überhaupt nicht für Fachärzte, es ist auf Hausärzte zugeschnitten, und selbst dafür zu oberflächlich.
Dazu sind die Fragen auch viel zu schwammig, daraus könnte sich keiner ein Bild machen. Die einzige konkrete Frage ist "Hat man Ihnen IGEL-Leistungen aufgedrängt?" Das interessiert die gesetzlichen KK natürlich ganz konkret. Man bekommt den Eindruck, das war die Frage, die wirklich interessiert.
Mehr konkrete Fragen wären sinnvoll, aber man müsste sie auch wenigstens mit "nicht relevant" beantworten können, nicht mal das geht.
Aber die Versicherten, die einen guten Arzt suchen, haben ganz andere Fragen, die in dieser Umfrage zu kurz kommen. Man sollte meinen, die KK haben da mehr Know-How.
Die Umfrage spiegelt auch ein KK-typisches Arzt-Patient-Bild wider, wie es die KK gerne hätte: "Bezieht Sie der Arzt in seine Behandlungsentscheidungen mit ein?" Ob er fachlich gut ist, kann ja der gesetzlich versicherte Patient nicht beurteilen.
Ganz genau es geht um alle Ärzte.
Und wer loggt sich ein und schaut nach was es zu bewerten gibt? Richtig: Ärzte und Journalisten. Und wer hat etwas davon? Die KK weil sie wieder einmal Daten sammeln kann.
Ich frage mich nur wieso für so ein Portal Geld ausgegeben werden kann? Geht es uns wirklich so gut?
Ich würde mich über ein Patient-Krankenkasse Portal freuen, wo die Patienten ihre Unzufriedenheit mit dem System konstruktiv mitteilen könnten. Wenn es nach Bedürfnisserfüllung geht, ist die "fachliche Fähigkeit " des anderen Nebensache. Bis jetzt wurde ja Kritik nur durch Kündigung und Krankenkassenwechsel zB.: wegen des Zusatzbeitrags geäußert.
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