Wohlbefinden: Wer meditiert, kann seine Psyche entlasten
Meditation stärkt nicht nur die Konzentration und hilft gegen Stress. Hirnforscher haben gezeigt, dass sich mit den Übungen auch belastende Emotionen abtrainieren lassen.
© Pedro Ugarte/AFP/Getty Images

Ein Inder meditiert am Ufer des Ganges (Archivfoto).
Menschen verlieren bei einem Erdbeben ihr Hab und Gut, ein schwer bewaffneter Attentäter bedroht eine Stadt, Eltern suchen verzweifelt nach ihrem spurlos am Strand verschwundenen Kind: Das mitzuerleben oder auch nur davon zu hören, bewegt uns. Die Emotionen, die das Leid anderer erregt, erwachsen aus unserer Einfühlung. Empathie ist die Fähigkeit, den Schmerz der anderen wie von innen zu fühlen, fast als wäre es der eigene. Sie ist ein wichtiges Element in der Grundausstattung der menschlichen Seele.
"Wenn die negativen Emotionen zu sehr überhand nehmen, kann das jedoch zur Belastung werden", sagt die Psychologin Olga Klimecki vom Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig. Eine Belastung, die niemandem nützt. Denn wenn Angst und Schrecken dominieren, kann man auch anderen schlechter helfen. Was Klimecki jetzt zusammen mit Kollegen am Max-Planck-Institut herausgefunden hat, hat deshalb das Zeug zu einer wirklich guten Nachricht: Der Mensch kann es durch das geeignete Training schaffen, dass eine mit positiven Emotionen verbundene, zugewandte Art des Mitgefühls die Oberhand gewinnt.
Das geeignete Training bestand in der Studie, deren Ergebnisse online im Fachblatt Cerebral Cortex veröffentlicht wurden, in einer besonderen Art der Meditation. Bei der aus Indien stammenden Metta-Technik, auch als "Liebende-Güte-Meditation" bekannt, stellt der Meditierende sich zunächst die Gesichter vertrauter, geliebter Menschen vor, die der eigenen Kinder, der Eltern oder besonders enger Freunde.
Die Meditierenden hatten mehr positive Emotionen als andere
Die Gefühle von Wärme und Freundlichkeit, die ihn während eines Zeitabschnitts der stillen Konzentration durchströmen, versucht er dann auf die Gesamtheit seiner Mitmenschen auszudehnen. 28 junge weibliche Versuchspersonen zwischen 18 und 35 Jahren erlernten die Metta-Meditation im Verlauf mehrerer Sitzungen unter Anleitung eines Meditationslehrers und übten sich auch zu Hause darin. Eine Kontrollgruppe bekam ein Gedächtnistraining.
Schon vor diesem recht unterschiedlichen Training wurden die Probanden beider Gruppen im "Hirnscanner", dem funktionellen Magnetresonanztomografen (fMRT), untersucht, während sie sich kurze Videofilme mit Menschen in Not anschauten. Im Anschluss wurden sie über ihre Eindrücke befragt. Wie erwartet erlebten sie das Schicksal der dargestellten Personen intensiv mit und konnten sich in deren Gefühle hineindenken. Sie beschrieben die Emotionen nach den Filmen als überwiegend negativ.
Im fMRT zeigte sich eine erhöhte Aktivität in Hirngebieten, die mit Empathie und mit negativen Gefühlen verbunden sind, so im vorderen Teil der Hirnregion Insula, die wahrscheinlich die innere Wahrnehmung des eigenen Körpers und die Bewertung von Schmerz ermöglicht. Nach einigen Tagen Training wurde wieder gemessen, und nun unterschieden sich beide Gruppen: Bei den Teilnehmern, die die Metta-Meditation erlernt hatten, waren Bereiche aktiver, die mit positiven Gefühlen, Belohnung und emotionaler Bindung verbunden sind, etwa der hinter den Augen in der Großhirnrinde gelegene mediale orbitofrontale Kortex oder das ventrale Striatum. "Wichtig ist, dass dabei das Nachfühlen des fremden Schmerzes nicht verschwand, sondern positive Empfindungen dazukamen", kommentiert Klimecki.






mit einem guten Weißwurstfrühstück.
die entlasten meine Psyche auch - ob's auf Dauer aber so richtig gut ist, wer weis...
die entlasten meine Psyche auch - ob's auf Dauer aber so richtig gut ist, wer weis...
Folgendes gilt für das Hirn als bewiesen:
1. Die graue Substanz nimmt zu bzw. über die lebenszeit nicht ab.
2. Die Konektivität nimmt zu (Struktur der weißen Substanz).
3. Vor allem das frontale EEG wird schneller bis hin zur Gamm-Aktivität.
4. Dopamin und Serotonin im Hirn nehmen zu
5. Ereigniskorrelierte Potenziale bei Achtsamkeitsstudien verbessern sich.
Im Meidzinbetrieb, der mit Meditationsmethoden arbeitet, sieht man allerlei bessere Verläufe gerade auch von schweren Erkrankungen.
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Entfernt. Bitte verfassen Sie sachliche Kommentare zum konkreten Artikelthema. Danke, die Redaktion/ls
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Soziopathie, also die Fähigkeit andere mit Charme zu manipulieren, aber ohne ihre Gefühle nach empfinden zu können, wirkt sich sicherlich förderlich auf Karrieren in der Politik aus. Eine fatale Sache, unter deren Auswirkungen gerade die leiden denen es ohnehin nicht gut geht. Die werden kühl nur als Kostenfaktoren betrachtet, wie bei den diversen Sparprogrammen zu sehen.
In einer wirklich humanen und rationalen Gesellschaft wäre zumindest Metta-Meditation Pflichtprogramm für Merkel, Schäuble&Co.
Vielleicht übertrieben, aber wenn man sich anschaut, was Meditation eigentlich ist, so ist das Nichtstun.
Nichtstun ist deshalb schwierig, weil wir in unserer Zeit SO VIEL TUN gewöhnt sind.
Wir haben zB immer irgendeine Sorge im Kopf. Achtet mal darauf. Wenn die eine Sorge erledigt ist, kommt gleich die nächste.
Seltsam daran ist, dass die Sorgen meist überflüssig sind. Wir räumen ihnen zu viel Raum ein.
Das ist mentaler Stress, der den meisten nicht bewusst ist.
Schon die Sorge, "ob ich nachher einen Parkplatz kriege", kann eine Autofahrt zum Horror machen. Man könnte es auch als Abenteuer erleben, nicht zu wissen, wo man gleich parken können wird.
Nichtstun ist das eigentlich Normale. Ich vergleiche das moderne Leben oft mit einem Labyrinth, in das wir immer tiefer eindringen, während der Ausgang so nahe ist, wenn wir nur nichts tun würden-
Viele Leute tun doch nur,weil sie Angst haben, dass sie sich ansonsten mit sich selbst beschäftigen müssten, mit ihrem Sosein, mit dem Menschsein. Mit der einfachen Wahrnehmung, da zu sein.
Vieles kann uns antreiben, aber wo ist das Ziel? Ist so vieles nicht auf kurzfristiges Glück angelegt?
Ich habe einigermaßen Erfahrung in Meditieren, und weiss, dass damit auch Zugänge geschaffen werden können, zu einem Reich der besonderen Wahrnehmung. Wo man Dinge wahrnimmt, die einem sonst entgehen.
Man stellt irgendwann die Frage, ob das Karussel der Betriebsamkeit da draussen überhaupt menschenwürdig ist.
Meine Gedanken, duck und weg.
nichts denken ist die hohe kunst der meditation. und das ist braucht zeit und technik. z.b. yoga. gut für körper und geist. und ob beim meditieren einem so "besondere zugänge der wahrnehmung" eröffnet werden oder nicht spielt keine rolle mehr wenn wir " durch das "nicht denken" unsere psyche (seele) entlasten. es gilt diesen ständigen unkontrollierten kreislauf der gedanken anzuhalten und das jetzt zu geniessen.
Lange vor denen hat doch die Psychoanalyse die befreiende Wirkung und damit alles bewiesen was Hirnforscher heute nachlegen.
Ja, ja, die Materiegläubigen haben jetzt ja auch schon die Epi-Genetik entdeckt. Der kleine Umweg war nötig, nachdem man sich an Darwin zu lange festgebissen hatte.
Das was Richard Feynman als Cargo-Cult-Science bezeichnet hat? Die Psychoanalyse hat die moderne Hirnforschung in dem selben Maße vorweg genommen, wie Nostradamus Hitler vorhergesagt hat: Nämlich gar nicht. Das liegt alles in der Einbildung.
Ach, und Epi-Genetik hat nichts damit zu tun, das man sich "an Darwin festgebissen" hat, sondern von der Annahme ausgegangen ist, dass Gene etwas statisches sind, was, wie man mittlerweile weiß, nicht der Fall ist. Mit irgendwas "Nicht-Materialistschem" hat Epi-Genetik nichts, aber auch gar nichts zu tun.
Das was Richard Feynman als Cargo-Cult-Science bezeichnet hat? Die Psychoanalyse hat die moderne Hirnforschung in dem selben Maße vorweg genommen, wie Nostradamus Hitler vorhergesagt hat: Nämlich gar nicht. Das liegt alles in der Einbildung.
Ach, und Epi-Genetik hat nichts damit zu tun, das man sich "an Darwin festgebissen" hat, sondern von der Annahme ausgegangen ist, dass Gene etwas statisches sind, was, wie man mittlerweile weiß, nicht der Fall ist. Mit irgendwas "Nicht-Materialistschem" hat Epi-Genetik nichts, aber auch gar nichts zu tun.
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