Krankheitswelle Tiefkühl-Erdbeeren sollen Brechdurchfall ausgelöst haben

Mehr als 11.000 Menschen sind in Ostdeutschland an Brechdurchfall erkrankt. Verantwortlich dafür sollen tiefgekühlte Erdbeeren aus China sein.

Tiefgefrorene Erdbeeren haben vermutlich den massenhaften Brechdurchfall in Ostdeutschland mit mehr als 11.000 Erkrankten ausgelöst. Das gab das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) bekannt.

Wie es aus dem Bundesamt hieß, stammten die verdächtigen Erdbeeren vermutlich aus China. Ein Großhändler habe sie tiefgekühlt an Großküchen der Firma Sodexo mit Sitz im hessischen Rüsselsheim und zwei weiteren Anbietern von Schul- und Kantinenessen geliefert. Das sei eine sehr heiße Spur.

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Zu den Infektionen sei es wahrscheinlich in Einrichtungen gekommen, die diese Tiefkühlware vor dem Servieren als Nachspeise nicht vollständig erhitzt hätten. Wenn gefrorene Erdbeeren nur aufgetaut oder zu schwach erhitzt würden, könnten nicht alle Keime sicher abgetötet werden. Noroviren gelten zum Beispiel als besonders kälteresistent und hitzebeständig.

Mehr als 11.000 Erkrankte

Die unterschiedliche Art des Auftauens könnte nach Angaben der Ermittler erklären, warum es in einigen Einrichtungen zum Brechdurchfall kam, in anderen aber nicht. Für die weiteren Ermittlungen ist die gesamte verdächtige Erdbeerware bereits gesperrt worden – oder wird gerade zurückgerufen.

In Ostdeutschland sind nach den jüngsten Zahlen des Robert-Koch-Instituts rund 11.200 Menschen an Brechdurchfall erkrankt, vorwiegend Kinder und Jugendliche. Bei den meisten Patienten verlief die Infektion unkompliziert. 32 Patienten kamen allerdings in ein Krankenhaus, die meisten in Brandenburg (19). Das RKI wertet den Ausbruch insgesamt als die bisher größte lebensmittelbedingte Krankheitswelle in Deutschland.

 
Leser-Kommentare
  1. Die wachsen in Deutschland und Holland.
    Spanien würde sich über den Export auch freuen.
    Und wenn garnichts mehr hilft ist Marokko immer noch näher als China.
    Offenbar ist Erdöl wirklich noch zu billig...

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    mindestens das dreifache kosten und sich z.B. prekariatsmenschen tiefgefrorene Brombeeren
    nur leisten können, wenn sie 99 Cent kosten,
    wie neulich dankenswerterweise in einem kauffreundlichen supermarkt, schmeckten erstaunlich aromatisch nach dem auftauen
    - und nicht 3,99 € + X im matschigen schälchen,
    wie sonst.

    • hairy
    • 05.10.2012 um 21:05 Uhr

    aus gleichen Gründen kommen Iphones und dergl. auch aus China. Erst wenn jemand hier kotzt, fällt das mal wieder auf.

    es, entgegen der öffentlichkeitswirksamen Meinung, immer noch zu billig ist, Früchte gekühlt um die halbe Welt zu fahren und dann später in Deutschland zu verkaufen.

    11000 Kranke vs. Millionen, die sich um diese Art der Globalisierung keine Gedanken machen, wenn die Prospekte von "grüner Wirtschaft" sprechen und die Smartphones pünktlich zu Weihnachten auf dem Tisch liegen.

    mindestens das dreifache kosten und sich z.B. prekariatsmenschen tiefgefrorene Brombeeren
    nur leisten können, wenn sie 99 Cent kosten,
    wie neulich dankenswerterweise in einem kauffreundlichen supermarkt, schmeckten erstaunlich aromatisch nach dem auftauen
    - und nicht 3,99 € + X im matschigen schälchen,
    wie sonst.

    • hairy
    • 05.10.2012 um 21:05 Uhr

    aus gleichen Gründen kommen Iphones und dergl. auch aus China. Erst wenn jemand hier kotzt, fällt das mal wieder auf.

    es, entgegen der öffentlichkeitswirksamen Meinung, immer noch zu billig ist, Früchte gekühlt um die halbe Welt zu fahren und dann später in Deutschland zu verkaufen.

    11000 Kranke vs. Millionen, die sich um diese Art der Globalisierung keine Gedanken machen, wenn die Prospekte von "grüner Wirtschaft" sprechen und die Smartphones pünktlich zu Weihnachten auf dem Tisch liegen.

  2. davor Bockshornkleesamen aus Ägypten (Ehec). Klimaschädliche Transporte aus Übersee und unüberschaubare Lieferketten, brauchen wir das wirklich? Der Bockshornklee wächst hier vielleicht nicht, aber Erdbeeren??? Als wir letztes Jahr in einem südfranzösischen Ferienhaus Urlaub machten, konnten wir Kirschen im Überfluss essen (ca. 35 Bäume, ungespritztes Obst; die Eichelhäher waren im Paradies). Der Besitzer sagte, das Pflücken lohne sich nicht mehr. Diesem Irrsinn muss Einhalt geboten werden!

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    ach je, das gejammer von landbesitzern.
    Jeder Landbesitzer ist heute sowieso szteinreich. und die staatlich implementierten der pigs-staaten und der ganzen EU sind im internationalen maßstab und gegenüber dem eigenen wachsenden prekariat eh zu hoch.

    • AZ
    • 05.10.2012 um 23:05 Uhr

    "Der Besitzer sagte, das Pflücken lohne sich nicht mehr. Diesem Irrsinn muss Einhalt geboten werden!"

    Und zwar wie? Wollen Sie für einen Niedriglohn pflücken? Oder 8 Euro für ein Schälchen bezahlen damit der Pflücker einen höheren Lohn kriegt?

    ach je, das gejammer von landbesitzern.
    Jeder Landbesitzer ist heute sowieso szteinreich. und die staatlich implementierten der pigs-staaten und der ganzen EU sind im internationalen maßstab und gegenüber dem eigenen wachsenden prekariat eh zu hoch.

    • AZ
    • 05.10.2012 um 23:05 Uhr

    "Der Besitzer sagte, das Pflücken lohne sich nicht mehr. Diesem Irrsinn muss Einhalt geboten werden!"

    Und zwar wie? Wollen Sie für einen Niedriglohn pflücken? Oder 8 Euro für ein Schälchen bezahlen damit der Pflücker einen höheren Lohn kriegt?

  3. und auch noch ohne giftige Spritzmittel oder entsprechenden Kunstdünger zum Essen angeboten werden? Zwetschgen, Pflaumen, Äpfel, Birnen gibt es momentan frisch und im Überfluß; da braucht es keine tiefgefrorenen Erdbeeren. Wer gibt der Firma Sodexo mal Nachhilfeunterricht? - China ist nicht zimperlich mit Giftstoffen im Essen; Milchprodukte für Kinder - Flußkrebse vergessen? -

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  4. ... was zur Zeit hierzulande an Obst auf den Wiesen vergammelt, um angesichts der "Angebote" in den Supermärkten das Kotzen zu kriegen. Kirschen aus Kanada ...
    Im GArten unseres Nachbarn stehen sechs riesige Apfelbäume, deren Früchte die Wiese schier kniehochbedecken. Keiner kümmert sich um das Obst, und wenn wir nicht genehmigterweise eimerweise Äpfel auflesen und verarbeiten/konservieren würden, wären die ganzen vielen Zentner bester, großer, herrlich schmeckender Äpfel ein Fall für den "Grüngut"-Abfall ...

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  5. mindestens das dreifache kosten und sich z.B. prekariatsmenschen tiefgefrorene Brombeeren
    nur leisten können, wenn sie 99 Cent kosten,
    wie neulich dankenswerterweise in einem kauffreundlichen supermarkt, schmeckten erstaunlich aromatisch nach dem auftauen
    - und nicht 3,99 € + X im matschigen schälchen,
    wie sonst.

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    ich würde "leisten können" durch "leisten wollen" austauschen.
    Viele sparen halt lieber auf das nächste Smartphone oder den jährlichen Urlaub.
    Es gibt glaube ich verdammt viele Menschen in Deutschland, die den aufpreis bezahlen könnten, wenn sie wirklich wollten bzw. die Bereitschaft hätten sich in anderen Dingen des Lebens einzuschränken.
    Aber - zum Glück leben wir in einem Freien land, in dem jeder selbst die Prioritäten setzen kann.

    Sind Sie sich unsicher, ob es sich dabei um Menschen handelt? - Das Wort "prekär" läßt sich auch gut mit "unsicher" austauschen und wäre besser verständlich. - Menschen in unsicheren Beschäftigungsverhältnissen haben wenig Geld und könnten Obst aus den umliegenden Gärten auch kostenlos bekommen: es gibt solche Angebote - sie werden auch gerne benutzt: frische Äpfel, Birnen, Pflaumen. - Wozu Erdbeeren, tiefgefroren, aus China - nicht im Handel, sondern ausnahmslos als Fertigessen? -

    Derzeit haben Erdbeeren oder andere Beeren eben keine Saison, sondern eben Äpfel und Birnen, Trauben und tlw. noch Pflaumen. Die kann sich jetzt auch jemand leisten der wenig Geld hat. Des Weiteren gibt es die auf vielen Höfen innerhalb der Erntezeit die Möglichkeit des Selbstpflückens. Da kommt man auch mit dem Fahrrad hin.

    ich würde "leisten können" durch "leisten wollen" austauschen.
    Viele sparen halt lieber auf das nächste Smartphone oder den jährlichen Urlaub.
    Es gibt glaube ich verdammt viele Menschen in Deutschland, die den aufpreis bezahlen könnten, wenn sie wirklich wollten bzw. die Bereitschaft hätten sich in anderen Dingen des Lebens einzuschränken.
    Aber - zum Glück leben wir in einem Freien land, in dem jeder selbst die Prioritäten setzen kann.

    Sind Sie sich unsicher, ob es sich dabei um Menschen handelt? - Das Wort "prekär" läßt sich auch gut mit "unsicher" austauschen und wäre besser verständlich. - Menschen in unsicheren Beschäftigungsverhältnissen haben wenig Geld und könnten Obst aus den umliegenden Gärten auch kostenlos bekommen: es gibt solche Angebote - sie werden auch gerne benutzt: frische Äpfel, Birnen, Pflaumen. - Wozu Erdbeeren, tiefgefroren, aus China - nicht im Handel, sondern ausnahmslos als Fertigessen? -

    Derzeit haben Erdbeeren oder andere Beeren eben keine Saison, sondern eben Äpfel und Birnen, Trauben und tlw. noch Pflaumen. Die kann sich jetzt auch jemand leisten der wenig Geld hat. Des Weiteren gibt es die auf vielen Höfen innerhalb der Erntezeit die Möglichkeit des Selbstpflückens. Da kommt man auch mit dem Fahrrad hin.

  6. ach je, das gejammer von landbesitzern.
    Jeder Landbesitzer ist heute sowieso szteinreich. und die staatlich implementierten der pigs-staaten und der ganzen EU sind im internationalen maßstab und gegenüber dem eigenen wachsenden prekariat eh zu hoch.

    Eine Leser-Empfehlung
  7. ich würde "leisten können" durch "leisten wollen" austauschen.
    Viele sparen halt lieber auf das nächste Smartphone oder den jährlichen Urlaub.
    Es gibt glaube ich verdammt viele Menschen in Deutschland, die den aufpreis bezahlen könnten, wenn sie wirklich wollten bzw. die Bereitschaft hätten sich in anderen Dingen des Lebens einzuschränken.
    Aber - zum Glück leben wir in einem Freien land, in dem jeder selbst die Prioritäten setzen kann.

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    Ich selbst muss sparen, was meine Ernährung angeht. Dennoch zue ich das nicht zugunsten irgendwelcher Luxusexlektronig-Sachen. Überhaupt haben die meisten doch einen Vertrag den sie langsam abstottern. Das ist überhaupt ein unverhältnismäßiger Vergleich. Ich hab mein Smartphone zb von meinem Bruder, der es wiederum geschenkt bekommen hat aber nicht gebrauchen kann.

    Es gibt in diesem Land sehr viele Menschen, die sich nur das billigtste leisten können, wenn sie überhaupt so etwas besonderes wie Erdbeeren kaufen. Bei mir sind es die Blaubeeren. Die kaufe ich sehr selten für Muffins, und dann nur die Tiefgekülten. Im schälchen kosten weit weniger weit mehr und die Qualität ist auch immer...sagen wir...durchwachsen.

    Ich selbst muss sparen, was meine Ernährung angeht. Dennoch zue ich das nicht zugunsten irgendwelcher Luxusexlektronig-Sachen. Überhaupt haben die meisten doch einen Vertrag den sie langsam abstottern. Das ist überhaupt ein unverhältnismäßiger Vergleich. Ich hab mein Smartphone zb von meinem Bruder, der es wiederum geschenkt bekommen hat aber nicht gebrauchen kann.

    Es gibt in diesem Land sehr viele Menschen, die sich nur das billigtste leisten können, wenn sie überhaupt so etwas besonderes wie Erdbeeren kaufen. Bei mir sind es die Blaubeeren. Die kaufe ich sehr selten für Muffins, und dann nur die Tiefgekülten. Im schälchen kosten weit weniger weit mehr und die Qualität ist auch immer...sagen wir...durchwachsen.

  8. Mit Bio-Erdbeeren wäre das mit Sicherheit nicht passiert. Denn da sind Pestizide weitgehendst verboten. Nur will man ja immer billige Lebensmittel.

    2 Leser-Empfehlungen
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    • jomai
    • 05.10.2012 um 21:03 Uhr

    iziden zu tun - Keime sind dummerweise per se ziemlich bio - aber so eine Bio-Attacke wär doch ganz praktisch für Al-qaida usw

    • jomai
    • 05.10.2012 um 21:03 Uhr

    iziden zu tun - Keime sind dummerweise per se ziemlich bio - aber so eine Bio-Attacke wär doch ganz praktisch für Al-qaida usw

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